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Angstzustände, den ganzen Tag

Hi Jobina,

manche Menschen schaffen es aber net ohne Hilfe von Psychologen oder Psychiatern...Also ich bin ja selber immer superkritisch was Ärzte betrifft...denke oft ich weiss es besser und so...aber ich habe in meinem Leben schon sehr viele gute Ärzte kennegelernt, die irgendwo ja auch nur Menschen sind, die manches mal sogar echt fit in ihrem Beruf sind...
Als meine Schwester letztes Jahr krank wurde hab ich mich auch mit der ganzen Problematik beschäftigt, habe auch ne Bekannte gefragt, die Neurologin mit anthroposophischem Touch ist, also auch ne Art Alternativ-Medizin vertritt, und auch die sagte: es geht manchmal nicht ohne diese Fachärzte und Medikamente...

Übrigens ist das meiner Ansicht nach Quatsch mit der Abhängigkeit. Ich glaub das ist ne persönliche Sache des Selbstbewusstseins und Abgrenzungsvermögens. Man selber kann ja jederzeit bestimmen dass man geht, zu welchem Arzt man geht, was man einnimmt etc...Zwar gibt es Ärzte vom alten Schlag die immer so auf wichtig tun und wo man sich selber ganz klein und blöd vorkommt...aber die kann man ja in den Wind schiessen...tu ich jedenfalls...rigoros und ich such mir nur Ärzte, die auch mal auf meine Meinung hören und kein Problem mit ner aufgeklärten Patientin haben und mich auch als Zentralstelle/zentrale Entscheidungsstelle für Therapien sehn und mir schön brav meine eigenen Diagnoseberichte etc. offenlegen, mich über Alternativen informieren etc. Somit liegt es letztlich an einem selber ob man sich klein und abhängig fühlt und Schiss um seine Selbstbestimmung hat und daher Ärzten pauschal net traut, oder mal differenzierter guckt und fitte Ärzte und deren Wissen und Hilfe schlau für sich und seine Gesundheit nutzt...Wozu gibt es die Fachleute denn?

Und versetz dich mal in Monisias Lage...ich denke ihr geht ne Menge Lebensqualität abhanden mit den ständigen Angstzuständen oder evtll auch Panikattacken...und das muss doch net sein und sollte auch nicht so sein...sonst wird das noch zum Dauerzustand (vgl. HIrnfunktion..Erinnerung an Erregungzustände = Angst als NOrmalzustand).

Gruss
Tyra
 
Hallo an alle,

nur kurz paar Sätze. War heute bei meiner Therapeutin und bin dementsprechend kaputt.

Medikamente haben mir ja auch geholfen, so ist es ja nicht, aber auf Dauer mag ich dann doch keine nehmen. Ich überkege jetzt aber, ob ich es mit pflanzlichen erstmal versuchen sollte. Mal schauen.
Anwältin rufe ich morgen an bzw. Frauen helfen Frauen. Die Organisation soll Adressen von erfahrenen Anwältinnen haben. Mal schauen was dabei rauskommt.

Angst als Normalzustand? Ja, das kann wirklich mal sein. Da hast du recht Tyra. Danke für dein Verständnis.

Und Jobina: Du hast recht, ich sollte mit meiner Tochter drüber reden. Ich werde das morgen mal in Angriff nehmen.

Werde vllt. morgen reinschauen und etwas weiterschreiben.

Danke für die Lieben Wünsche. Euch wünsche ich auch viel Kraft und alles Liebe.

LG. Monisia.
 
Hi Jobina,

mach dir mal keinen Kopf. Hier kann jeder seine Meinung äußern und ich hatte auch nicht die Absicht dir quasi über den Mund zu fahren. Habe halt sehr positive Erfahrungen mit den Antidepressiva und der Therapie gemacht. Das wollte ich nur zum Ausdruck bringen.

Früher hätte ich mich zu so was nie überreden lassen. Als jedoch der tiefe Absturz kam, aufgrund einer Krankheit, war es halt so besser.

Also auch meinerseits, nichts für ungut. Schönen Abend noch.
 
Hallo Monisia,

es tut mir immer wieder in Seele weh solche Geschichten lesen zu müssen!
Was ist bloß mit solchen "Männern" los? Ich hoffe nur du hast mit deinem jetzigen Partner jemanden gefunden, der die viel Verständnis entgegen bringt, und dich da, wo er kann unterstützt?! Fakt ist auf jeden Fall, dass die Verjährungsfrist bei Vergewaltigung 20 Jahre beträgt. Wenn dies zur Anzeige gebracht wird ist die Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet, die Anzeige zu verfolgen, da es sich bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung um ein Offizialdelikt handelt. Es ist auf jeden Fall auch richtig, dass du bei der Schutzpolizei nur kurze Angaben zum Tathergang machen musst. Der ausführliche Tathergang wird dann bei der Kriminalpolizei aufgenommen. Du hast zu jeder Zeit der Vernehmung ein Recht darauf, dass diese durch eine Beamtin durchgeführt wird. Desweiteren darfst du zu der Vernehmung immer eine Person deines Vertrauens mitbringen. Also, ich weiß nicht was bei dir da von den Ermittlungsbehörden her falsch gelaufen ist, du solltest aber unbedingt versuchen, diese Personen ihrer Bestrafung zuzuführen. Man weiß ja nicht wem die sonst noch alles schaden würden. Und für dich würde es wohl hoffentlich ein kleines bisschen Seelenfrieden wieder bringen.
Zu den Medikamenten kan ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sie mir sehr geholfen haben. Hatte vor ungefähr fünf Jahren wöchentlich 3-5 Panikattacken. Die ganze Tortur zog sich über fast zwei Jahre hin. Durch den Einsatz von verschiedenen Benzodiazepinen und einer Psychotherapie wurde das alles wieder gut. Und heute komme ich auch wieder völligst problemlos ohne Medikamente aus. Natürlich kann man das Suchtpotential solcher Medikamente nicht verschweigen, aber ich bin sicher, dass wenn sie unter ärztlicher Aufsicht/Beratung und vor allem bei einer vorliegenden Erkrankung wie in deinem Fall, damit keine Probleme haben wird. Wenn diese Medikamente allerdings von Personen eingenommen werden, welche keinerlei Krankheitsbild aufweisen, ist die Gefahr sehr groß in eine Abhängigkeit zu geraten. Aber am besten läßt du dich da mal von deinem Therapeuten und/oder Arzt beraten, in wie weit das bei dir hilfreich wäre und wo die Gefahren liegen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir und deinem Kind alles Gute. Du schaffst das schon!


PS. Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst. Nietzsche.
 
Ich liebe Nietzsche....Meintest du doch oder gibt es noch nen anderen??? Habe "Also sprach Zarathrustra" zu Hause 🙂 Ist ein phänomenales Buch!

Ich habe in dem Sinne keine Pnikattaken. Die Angst überwältigt mich nur immer wieder. Gestern habe ich mich in eine Niesche in der Küche versteckt, weil mir alles so groß vorkam....Da hat meine Tochter schon geschlafen. Ich habe mich da richtig wohl gefühlt, weil ich keine Angrifsfläche hatte. Der ganze Körper umschlossen von Schränken. Das habe ich noch nie gemacht und mich gefragt ob ich verrückt werde???

Schicke euch Sonnenschein und Kraft!
LG. Monisia.
 
Hallo Monisia,

ich liebe ebenfalls Nietzsche...hab mich in der Philosophie mal ausgiebig mit ihm beschäftigt...der war zwar ein ausgemachter Frauenhasser und auch etwas durchgeknallt mit seinem dionysischen Prinzip....aber ein genialer Psychologe...

Also ich denke, wenn du anfängst Probleme zu haben einen normalen Alltag zu leben, normal raus und unter Leute zu gehen etc. dann wird es höchste Eisenbahn was zu unternehmen...zu lange Angstzustände schädigen die Psyche! Ergebnis kann ein psychotischer Schub sein, d.h. dann bist du tatsächlich irre, hast Wahnvorstellungen, Verfolgungswahn od.ä. Folge davon kann wiederum Eigen- oder Fremdgefährdung sein, d.h. du könntest ne Gefahr für dich selber und deine Umwelt/Kind sein....Also pass lieber ein wenig auf!
Beschreib deinem Therapeuten bitte ganz genau, wie du dich momentan fühlst und verhältst...damit der sich ein Bild machen kann. Und warte nicht zu lang mit effektiven Maßnahmen und evtll. Medikamentation....Andernfalls kann es sein, dass du wochenlang in eine Klinik musst.

LG
Tyra
 
Hi Micky,

Also, ich habe jetzt bei einer Anwältin angerufen und habe am 04.01.06 einen Termin bei ihr. Wenn ich da gewesen bin, dann werde ich schreiben, was sie gemeint hat.

Habe heute meiner Mutter erzählt, dass ich das vor habe. Fand sie nicht gut. Ich solle es endlich ruhen lassen, sonst kann ich es nie vergessen. Vergessen? Wie soll man so etwas vergessen??? Sie ist sonst immer sehr verständnisvoll und war immer für mich da und stand immer hinter mir. Sie ist immer so Konfliktscheu. Alles was mit größeren Konflikten zu tun hat, da rennt sie weg :-( Aber das darf man ihr bloß nicht sagen. Irgendwie finde ich das scheiße von ihr. Es ist doch meine Sache, ob ich noch mal vor Gericht gehe oder nicht! *ich bin ein totales Mamakind*

@Tyra

Über Medi habe ich mit meiner Therapeutin nicht gesprochen, noch nicht, werde es aber ansprechen. Rausgehen geht noch gut. Allerdings leide ich an Verfolgungswahn, schon seit ich denken kann, glaube ich. Eigentlich irgendwie komisch. Ich gehe raus und trotzdem habe ich diese Ängste. Vllt. kann ich das alles bisher ganz gut wegdrücken, wegen meiner Tochter, weil ich eben raus gehen muss....

Die letzten Tage waren echt schwierig. Vieles war in meinem Kopf. Heute geht es mir etwas besser. Ich fühle mich heute nicht so vollgedröhnt. Als wenn man irgendwelche Drogen genommen hätte, so habe ich mich in den letzten Tagen gefühlt. Alles so verschwommen und gar nicht real...

Weiß jemand eine gute Adresse/Forum für "Waschzwang" ?

LG. Monisia.
 
Hi Monisia,

da bin ich mal gespannt, was da rauskommt.

Zu deiner Mutter. Ich kann sie schon verstehen, gerade wenn sie so konfliktscheu ist. Aber vergessen kann man diese schrecklichen Erlebnisse nie, man verdrängt sie. Nur wenn man anfängt sie so langsam, Schritt für Schritt zu verarbeiten, wird es einem besser gehen. Aber das kann leider nur ein Mensch beurteilen, der diese Erfahrungen selber gemacht hat. Deshalb ist es wichtig, dass du ganz alleine entscheidest, wie du weiter verfahren willst.

Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft.
 
Hi,

ich habe jetzt bei der Anwältin noch mal angerufen und habe gefragt wieviel das kosten soll. Da sie ja in die Akten schauen muss, um zu erfahren, warum das Verfahren eingestellt wurde, soll das ganze etwa 150 Euro aufwärts kosten. Das kann ich mir nicht leisten :-( Sie hat mir aber gesagt, dass ich beim Amtsgericht ein Antrag stellen kann, vielleicht werden die Kosten dann übernommen. Werde es wohl auf diesem Weg versuchen. Eine Ferndiagnose wollte sie nicht machen, verständlich.

Ich habe mir jetzt auch Medis verschreiben lassen. Ich bekomme das alles einfach nicht mehr hin. Ich liege den ganzen Tag nur zu Hause im Bett rum. Nur morgens gehe ich mal mit meiner Tochter nach draußen. Aber wenn sie im Kindergarten ist, liege ich im Bett und starre Löcher in die Decke. Die Beziehung zu meinem Freund geht auch langsam aber sicher in die Brüche, weil ich einfach kein Vertrauen ihm gegenüber habe. Auch die Angstzustände werden schlimmer...Also nehme ich ab morgen Tabletten. Vielleicht wird es ja etwas besser.

Liebe Grüße.

Monisia.
 
Hi Monisia,

die Anwältin hat recht. Du kannst zum Amtsgericht gehen und einen Beratungsschein holen. Damit kannst du dann zu deiner Anwältin gehen. In einem persönlichen Gespräch lässt sich auch alles besser bereden, als am Telefon.

Wenn man so was erlebt hast, wie du, ist es kein Wunder, wenn die Kraft so nachlässt. Das Schlimmste an Depressionen ist, dass man sich zu nichts mehr aufraffen kann. Darüber ärgert man sich dann wieder und fällt dann in ein noch tieferes Loch. Dazu gehören auch diese Beklemmungen usw.. Aber du wirst da auch wieder rauskommen. Die Medis werden dich dabei unterstützen, aber denke auch an die therapeutische Hilfe. Die brauchst du unbedingt. Denn die Medis können die Symptome dämpfen, aber nicht die Ursache bekämpfen.

Wenn du die Medis ab heute nimmst, erwarte bitte keine Wunder. Es braucht schon eine Zeit, bis sie richtig anfangen zu wirken. Geh mal von ca. 3 Wochen aus, dass sich ein Erfolg wirklich einstellt. Also nicht gleich verzagen.

Ich drück dich mal ganz lieb.
 

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