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Angst

bluefish

Neues Mitglied
hallo,

ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.......aber ich muß mich austauschen bzw einfach mir das von der seele schreiben.......
ich bin 33 habe eine 6jährige tochter bin geschieden und lebe seit 2jahren wieder in einer neuen beziehung. am anfang ging alles wunderschön los, ich fühlte mich wertgeschätzt, geliebt und ich selber bekam wieder das gefühl etwas wert zu sein.........
ich will nicht sagen, das es heute nicht mehr so ist, immernoch interessiert er sich für mich und mein kind, er frägt wie es mir geht, hat ein offenes ohr und versucht mir zu helfen und mich zu unterstützen......auch können wir, soweit ich das behaupten kann über alles reden........

aber nicht über ein was........bevor wir uns kennenlernten, hat mein freund ein alkoholentzug hinter sich
er sagt immer er hätte den nicht machen brauchen die 3 wochen entgiftung hätten gelangt, er wäre nie ein alkoholiker gewesen, er habe nur über die stränge geschlagen..........
freunde und familie sagten bei gesprächen zu mir " er will nicht einsehen, das er alkoholiker ist"
ein halbes jahr nach unserem kennenlernen, stand der erste kasten da........immerwieder versprechungen" ich brauch das nicht vielleicht erst wieder in einem jahr dann trink ich mal wieder eine nacht und dann ist gut"..........später wurde aus dem jahr schon monate.......
anfangs trank er dann auch so alle 3 monate jetzt sind es ca alle 4 wochen, er holt sich dann eine elfer und macht die nacht durch am nächsten tag ist er nicht ansprechbar........

ich habe solche angst, das es immer häufiger wird
wenn der tag kommt wo der kasten da steht, ist hier der teufel los, wir streiten -. was wir sonst nie tun- und das so heftig..........stundenlange diskussionen folgen..........
wir hatten heute einen schönen tag, er hat ab heute urlaub, ich wochenende wir haben den nachmittga gemeinsam verbracht und ich sagte ihm das ich mich auf einen schönen abend freu........und dann das.................sprachlos....................

immerwieder die aussage seinerseits "ich dachte es wäre nicht schlimm" hallo??? wenn wir deswegen jedesmal streiten ich ihm sage ich möchte es nicht wenn wochenende ist und wir als familie es verbringen wollen..........

jedenfalls machen diese streits unsere beziehung stückchenweise kaputt........manchmal hab ich den gedanken, ob es nicht besser ist zu gehn.....für mich und für mein kind.......
inn den tagen ohne alkohol ist alles so wie es sein sollte und wenn der tag kommt ist heir weltuntergang..........

ihr werdet jetzt sicher denken "alle paar wochen ne elfer is doch nicht schlimm, soll sie ihm die nacht lassen"
ich finde aber man kann sich doch nicht mal eben 24 stunden aus dem familienleben ausklinken, auch möchte ich nicht das meine tochter das sieht.................
und viel schlimmer und der eigentliche punkt ich habe angst das es regelmäßig wird......
ich weiß das er vor dem entzug täglich einenn ganzen kasten getrunken haben muß, betrunken auto gefahren ist und zur arbeit..............

auf meine bitte heute eine suchtberatung aufzusuchen hat er mir nen vogel gezeigt und gesagt ich hätte sie doch nicht alle................

wer kennnt das oder hat das schonmal erlebt? wer kann mir einen rat geben?
vielen dank.........
 

Hallo bluefish,

schau mal hier: Angst. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo!
Ich möchte hier kurz etwas schreiben, ich bin kein Profi auf psychologischem Gebiet, aber ich habe meine Erfahrungen gemacht mit Süchten; auch mit Alkoholsucht, aber dennoch! Erst einmal: jeder hat seinen/ihren indivduellen Maß(stab) wenn es um die Alkoholmenge geht! So auch Du! Wenn der Alkoholkonsum Deines Freundes für DICH zu viel ist, dann ist dies Deine Ansicht und davon solltest Du nicht abweichen. Jede/r Süchtige sieht sich erst einmal selbst als "nicht süchtig" an, es besteht selten Krankheitseinsicht und -so hart das klingen mag- daran kann man erst einmal nichts ändern, als Außenstehende/r. Zudem geschieht es häufig, daß man in eine Co-Abhängigkeit gerät, wenn man mit Süchtigen eine Beziehung führt, es ist sehr sehr schwer sich selbst davor zu schützen. Ich würde jeder/jedem Partner/in einer/eines Süchtigen raten der Beziehung erst einmal eine Pause zu geben. Ich weiß, das sind sehr klare Ansagen, die ich hier mache udn vielleicht "helfen" diese erst einmal nicht in der Gegenwart; Deinem Freund wird ein eventuelles "Schlußmachen" auch erst einmal nicht helfen; für DICH ist es auf lange Sicht gesehen das Beste was Du tun kannst! Eine 2. Option wäre, daß Du Dir eine Selbsthilfegruppe für Partner/Angehörige/Kinder von Süchtigen suchst; allerdings sollte es eine Selbsthilfegruppe sein, in der es um Entlastung geht und um Austausch, aber nicht im Sinne von "jetzt schimpfen wir mal alle über die bösen Süchtigen", denn das wird und würde nur runterziehen und ist wenig hilfreich. Es gibt gute Selbsthilfegruppen, von Psychologen geleitet. Da muß man einfach n bissl suchen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft und pass auf Dich auf und sorge gut für Dich selbst, damit hilfst Du Dir, Deinem Kind und vielleicht auch Deinem Freund.....Liebe Grüße
 
vielen dank..................
ich habe letztens mich einer freundin geöffnet................
sie sagen auch das ein weg allein für mich vielleicht besser wäre........
ratschläge, sind immer leicht gegeben, doch wenn man liebt, klammert man sich an jedem strohhalm, in der hoffnung, das er zur einsicht kommt..........
hinzu kommt, das meine tochter unheimlich an ihm hängt, sie hat die trennung von ihrem vater lange gebraucht, zu verarbeiten, zu dem heute kein kontakt mehr besteht
der tipp mit der selbsthilfegruppe ist super, ich werde dem nachgehn und hoffe, das er UNS helfen kann, wenn nicht, hoffe ich das er mir genügend kraft gibt mich für meinen weg allein zu entscheiden..............
 
Nichts zu Danken!! Sehr gerne! Ja, wie gesagt: Selbsthilfegruppen können gut sein, solange sie seriös sind und eben nicht über Menschen herfallen und schimpfen (was leider oftmals in diesen Gruppen geschieht), wie ich gesagt habe: ein guter Selbsthilfegruppenleiter ist sehr viel wert!!!! Und ich kann total verstehen, daß man eine Person, die man so sehr liebt, nicht verlassen kann und möchte! Was ich genannt hatte, war nur eine Option und ist definitiv DIE Option, die man wählen sollte wenn man sich innerhalb einer Beziehung in einer Co-Abhängigkeit befindet, am Besten lässt man es dazu erst gar nicht kommen und trennt sich vorher. Aber ich sage nur: das ist EINE OPTION!!! Ich wünsche Dir, daß Du Hilfe findest, in Form einer solchen Selbsthilfegruppe; außerdem wünsche ich Dir, daß das alles ein gutes Ende für euch alle finden wird!!!! Pass auf Dich auf! Versuche Dir selbst etwas GUTES zu tun, dann ist es auch leichter durch eine schwierige Situation zu kommen und anderen zu helfen! Und keine Scham davor Hilfe in Anspruch zu nehmen! Dafür sind Menschen unter anderem da 🙂 Nochmals liebe Grüße und alles Gute!
 

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