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Angst vor kinder- und partnerloser Zukunft

Generell niedergedrückt durch meine Kinder habe ich mich nie gefühlt.Müde und gestresst schon machmal.
Das erlebt ja jeder etwas anders. Wenn ich aber 3 oder 4 Kinder habe und mich um die insgesamt 30 Jahre kümmere erscheint mit das schon endlos, solange ich noch keine 70 bin. Ja und Kinder machen natürlich Freude. Es ist nur eine ganz andere Freude. Der eine freut sich weil er in Bali tauchen kann und der andere freut sich, weil er am Baggersee endlich das Zelt aufgebaut hat und mit den Kindern ins Wasser geht.
 
Das erlebt ja jeder etwas anders. Wenn ich aber 3 oder 4 Kinder habe und mich um die insgesamt 30 Jahre kümmere erscheint mit das schon endlos, solange ich noch keine 70 bin. Ja und Kinder machen natürlich Freude. Es ist nur eine ganz andere Freude. Der eine freut sich weil er in Bali tauchen kann und der andere freut sich, weil er am Baggersee endlich das Zelt aufgebaut hat und mit den Kindern ins Wasser geht.
Man könnte sogar mit den Kindern in Bali Urlaub machen, wenn man das nötige Kleingeld hat. ;-) Wir haben nie am Baggersee gezeltet,waren jezt auch nicht auf Bali, haben aber schon Flugreisen gemacht. Meine Kinder sind jetzt Teenager und den ganzen Tag außer Haus. Natürlich muss ich mich kümmern und habe die Verantwortung , aber ich habe nun viel mehr Zeit für mich, als mit Dreijährigen.Die Phase, wo die Kinder das ganze Leben bestimmen ist nicht so lang. Ich glaube aucht nicht, dass man nur mit Kindern ein erfülltes Leben führen kann, man kann sich auch andere sinnvolle Aufgaben und andere Menschen suchen, mit denen man enge Beziehungen hat.
 
...aber womit könnte ich die Lücke in meinem Leben füllen, die bei anderen eine eigenen Familie füllt?

Hey,
da brauchst du schon was richtig großes, um diese Lücke zu füllen.
Und das lässt sich auch niemals wirklich ersetzten, es ist halt nur ein "Lücke füllen"

Man kann diese Sehnsucht sogar als Energiequelle nutzen. Muss man vielleicht auch, um nicht durchzudrehen, halt irgendwas damit machen, die Energie irgendwo drauf richten.

Alles Gute für dich
 
Zuletzt bearbeitet:
Du lebst dein Lebensmodel und andere leben ihr Lebensmodel.
Daran ist nichts falsch.

Mach dir das mal bewusst und du wirst merken, dass sich dann diese Lücke von ganz alleine schließt.
 
Guten Abend zusammen,
Ich wende mich an euch, weil ich Input brauche, evtl. auch ein bisschen "Weisheit der Älteren".
Mir war schon immer klar, dass ich keine Kinder will und das Thema steht auch nicht zur Debatte. Interesse an einer Partnerschaft besteht, ist aber kein "Muss" und schlichtweg nichts was ich aktuell verfolge.

Jedoch habe ich selbst keine Verwandten/Angehörigen mehr und komme langsam in das Alter wo sich mein soziales Umfeld auflöst, weil alle "wegheiraten" oder die Elternschaft ihre ganze Zeit beansprucht. Klar verstehe ich das, manche machen sich auch die Mühe dann trotzdem in Kontakt zu bleiben, aber ich würde sagen eine Familie zu gründen verändert einen Menschen schon und daran zerbrechen viele Freundschaften, egal wie viel man dann noch investiert.

Ich will nicht lügen, manchmal holt mich auch die Unsicherheit sein und ich habe den Eindruck etwas falsch zu machen oder zu verpassen, weil ich nicht diesen Lebensweg gehe. Aber warum ich diesen Beitrag verfasse ist eher, dass ich verdammte Angst vor der Zukunft habe.

Einsamkeit war regelmäßig ein Thema in meiner Jugend und wird jetzt eher noch schlimmer. Ich bin fast durchgehend allein und fühle mich ziellos. Man könnte meinen, andere kinder- und partnerlose Bekanntschaften wären die Lösung, aber davon gibt es nicht viele und die sind zu beschäftigt mit ihrem "Singleleben", entweder totale Workaholics oder immer am Reisen.

Es ist nicht so, dass ich mich langweile oder gar keine Ziele habe. Aber irgendetwas fehlt. Ein Haustier habe ich schon und ich möchte mich nun auch ehrenamtlich engagieren soweit mein Job das zulässt, aber womit könnte ich die Lücke in meinem Leben füllen, die bei anderen eine eigenen Familie füllt?

Ich bin gewollt kinderlos und war bis in meine späten 30er Single. Das Erlebnis, das du beschreibst, hatte ich auch mit vielen meiner Freunde.
Man muss keine Lücke mit irgendwas füllen. Mach dir einfach das Leben schön. Siehe hier mein Profilbild. Das passt genau dazu.

Ich hab mir eine ähnliche Frage gestellt mit Anfang 30. Wenn man dem klassischen Weg folgt, gibts immer irgendwie einen nächsten logischen Schritt. Daten, verloben, heiraten, Kind1, Kind 2, Hausbau... du weißt, was ich meine. (Wenn es keinen nächsten Schritt mehr gibt, kommen echt viele Leute in eine Krise. Solang sie auf etwas zuarbeiten, läufts, aber wenn es dann einfach darum geht, das Erreichte zu genießen, kommt ne Midlifekrise o.ä. eine Freundin die im Jugend/Sozialamt gearbeitet hat, sagte, bei ihnen gibt es das Sprichwort: wenn die Vorgärten in der Neubausiedlung fertig sind, die Scheidungen).
wenn man keinem "fixen" Weg folgt, muss man ihn sich selber bahnen. Das ist anstrengend, manchmal verwirrend. Irgendwann hab ich mir gedacht, dass es nicht zwingend einen logischen nächsten Schritt braucht. Es ist völlig okay, einfach zufrieden vor sich hinzuleben und sein.Leben zu genießen. Es muss nicht immer die nächste Stufe kommen. Und wenn man etwas neues will, kann man frei wählen. Neuer Job? Neuer Wohnort? Etwas neues lernen? Ein Ehrenamt?
Und wenn Einsamkeit ein Thema ist, musst du daran arbeiten. Ein Ehrenamt ist durchaus sinnstiftend.

Wo lebst du? Eher städtisch? Das würde die Sache sehr vereinfachen.
Warum sind Leute, die viel Reisen, für dich ein Problem? Die sind ja zwischen den Reisen auch mal daheim. Und vielleicht könntet ihr ja auch mal zusammen am WE weg? Oder magst du das gar nicht?

Bist du auf Facebook? Dort gibt es die Gruppe "Community of Single People", in der es auch oft um Sinnfragen etc geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen und vielen Dank für eure Einsichten.

Du könntest gezielt nach Leuten suchen, die sowas machen wollen auf Social Media, hier im Forum, in deinem Wohnort, einen Stammtisch oder sowas gründen.

Edit: Ich würde auch die Leute mit Kindern nicht abschreiben.
Stimmt, daran habe ich bis jetzt nicht gedacht. Es wurde auch schon geäußert, dass man trotz Familiengründung gern Kontakt mit mir hätte, aber ich komme mir immer so komisch vor, wenn mein Gegenüber dann irgendwie so viele Meilensteine erreicht hat und ich eben nicht. Auch wenn's nicht meine Meilensteine sind.

Ansonsten könnte es dir auch bestimmt helfen, diese Thematik der Einsamkeit in der Jugend und Kindheit, zusammen mit einem Therapeuten aufzuarbeiten.
Das habe ich früher schon gemacht, war aber nur mäßig hilfreich. Ich weiß, dass ich aufgrund meiner schwierigen Eltern anders über Beziehungen denke als die meisten Menschen und einfach zu viel von Anderen erwarte. Aber egal wie viel ich daran arbeite, das geht einfach nicht weg.

Was hast Du in Sachen Partnerschaft / Zweisamkeit unternommen.
Nichts, weil bisher kein Bedarf bestand.

Irgendwann hab ich mir gedacht, dass es nicht zwingend einen logischen nächsten Schritt braucht. Es ist völlig okay, einfach zufrieden vor sich hinzuleben und sein.Leben zu genießen.
Ich denke, das ist der Knackpunkt. Ich habe bis jetzt alle typischen Meilensteine erreicht und dass es keinen großen Lebensplan mehr gibt, dem ich einfach folge, das macht mir zu schaffen. Abi, Führerschein, Studium, eigene Wohnung, erster Job - und jetzt? Was kommt jetzt? Eigentlich ja Beziehung, Hochzeit, Kinder, wie du sagtest. Und da das auf mich nicht zutrifft, werde ich da nervös, so wie du es beschrieben hast. Einfach nur genießen fällt mir schwer, ich brauche regelmäßige Fortschritte um mich sicher und wie ich selbst zu fühlen.

Warum sind Leute, die viel Reisen, für dich ein Problem? Die sind ja zwischen den Reisen auch mal daheim. Und vielleicht könntet ihr ja auch mal zusammen am WE weg? Oder magst du das gar nicht?
Ich kannte bisher nur Extremfälle, die mehr unterwegs als zuhause waren. Ich würde auch mal mitkommen, aber das hat sich bis jetzt nicht ergeben. Aktuell treffe ich mich einmal Monat mit jemandem, immer jemand anderes, weil sonst keiner Zeit hat. Natürlich trifft man auch so immer wieder auf neue Leute, was ich auch sehr angenehm finde, das Kontakteknüpfen, aber mir fehlt irgendwie so ein fester Kreis der regelmäßig Kontakt hat. So kriege ich bestimmte Personen nur alle paar Monate oder Jahre zu Gesicht und ich bin schon neidisch auf die Paare, dass die immer jemanden um sich haben, ob sie wollen oder nicht. Vielleicht sollte ich doch in eine WG ziehen
 
Ich denke, das ist der Knackpunkt. Ich habe bis jetzt alle typischen Meilensteine erreicht und dass es keinen großen Lebensplan mehr gibt, dem ich einfach folge, das macht mir zu schaffen. Abi, Führerschein, Studium, eigene Wohnung, erster Job - und jetzt? Was kommt jetzt? Eigentlich ja Beziehung, Hochzeit, Kinder, wie du sagtest. Und da das auf mich nicht zutrifft, werde ich da nervös, so wie du es beschrieben hast. Einfach nur genießen fällt mir schwer, ich brauche regelmäßige Fortschritte um mich sicher und wie ich selbst zu fühlen.

Ich glaube, das, ist auch etwas menschlich. "Was jetzt??" Deshalb wohl all die Meilensteine zum Abhaken. Deshalb erwarten das wohl so viele.
Deshalb fragen sich dann mitunter die, die alles abgehakt haben "War das jetzt schon alles?"

Das ist eine Art Hamsterrad, aus dem man aussteigen kann. Man kann lernen, auch mal zufrieden zu sein, ohne dass es immer noch was und noch was geben muss. Änderu.gen im Leben, neue Phasen kann es auch geben, ohne dass es ein klassischer Meilenstein ist. Aber ja,,das fühlt sich erst mal komisch an, wie Leerlauf.

Ich kannte bisher nur Extremfälle, die mehr unterwegs als zuhause waren. Ich würde auch mal mitkommen, aber das hat sich bis jetzt nicht ergeben. Aktuell treffe ich mich einmal Monat mit jemandem, immer jemand anderes, weil sonst keiner Zeit hat. Natürlich trifft man auch so immer wieder auf neue Leute, was ich auch sehr angenehm finde, das Kontakteknüpfen, aber mir fehlt irgendwie so ein fester Kreis der regelmäßig Kontakt hat. So kriege ich bestimmte Personen nur alle paar Monate oder Jahre zu Gesicht und ich bin schon neidisch auf die Paare, dass die immer jemanden um sich haben, ob sie wollen oder nicht. Vielleicht sollte ich doch in eine WG ziehen

Dann probiere wirklich Stammtische oder Buchclubs, Filmclubs, etc.
Kennst du Seiten wie MeetUp oder Internations? Ich hab damals genau in der Phase einen Buchclub angefangen tatsächlich. 😃
 

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