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Angst und Alkohol

Jemanden zu finden, der sich nicht regelmässig wegbechert, ist schwierig. Wer da nicht, oder nicht richtig mitziehen will, bekommt schnell den Stuhl vor die Tür gestellt. Das ist unglaublich verbreitet und es wird eher immer schlimmer. Ich war mal in einem Verein und da hat man es mir übel genommen, dass ich kaum mehr, als ein Anstandsbier mitgetrunken hab. Komasaufen war angesagt-am besten bis man sich vollkotzt und einpisst.

Du hast ein sehr seltsamen Umgang und ein schräges Menschenbild. Dass dein Frauenbild nicht das beste zu sein scheint, wurde ja schon an anderer Stelle deutlich, aber das Zeugnis, das du deinen Mitmenschen hier insgesamt ausstellst, halte ich für nicht repräsentativ.

Liebe TE, es ist mitnichten schwierig, nicht-saufende Freunde zu finden. Oder zumindest welche, die zwar gerne mal etwas trinken, aber sich nicht "vollkotzen" und "einpissen". Lass dir hier nix erzählen.
 
A

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Re: Angst und Alkohol
Hallo Gast,

schau mal hier:
Angst und Alkohol. Hier findest du vielleicht was du suchst.
ich kann verstehen, dass du dir sorgen machst. gerade weil du erlebt hat, was der alkohol bei deinem vater angerichtet hat.
dein freund weiß doch bestimmt davon. umso rücksichtsloser finde ich, dass er mit seinen kumpanen das ganze wochenende durchsäuft und dir seinen zustand zumutet.
wenn er dir versprochen hat, damit aufzuhören und es nicht macht, dann tu dir keinen alkoholkranken freund an.
 
Nachdem es nun mehrere Gäste gibt, die hier antworten, nicht nur mich als Themeneröffner, nenne ich mich nun mal GastTE, nicht dass es noch ein Durcheinander gibt.

Also: Ich habe meinem Freund davon erzählt, dass meine Tante sich totgetrunken hat, von meinem Vater habe ich auch erzählt, aber nur wenig. Ich wollte ihn nie schlecht machen, vor Menschen die ihn nicht kennen. Auch wenn er jahrelang getrunken hat, hat er sich immer um seine Familie gekümmert und ja letztendlich auch den Absprung geschafft. Er ist ein toller und wunderbarer Mensch - trotz allem was früher mal schief gelaufen ist. Und ich wollte nie, dass ihn "Fremde" als Alkoholiker abstempeln und er diesen Stempel nie wieder los wird.

Sorry, aber die Meinung, dass es schwer ist jemanden zu finden, der eine anderer Einstellung zum Alkohol hat, kann ich nicht teilen. Die meisten Freunde die ich habe, trinken zwar ab und zu mal gern, aber sind weit davon entfernt es als normal anzusehen, sich wöchentlich zu betrinken.
Und ob es nun in den Genen liegt oder nicht - jeder trifft die Entscheidung selbst, ob er trinkt oder nicht und wenn er trinkt, wie es dann weiter geht. Gene und Vererbung als Entschuldigung zählen da nicht. Das ist bloß raus reden.
Mein Vater hat getrunken - es gibt viele Gründe dafür - ich trinke gar nichts und mein Bruder hat nachdem er in seiner Jugend alles ausprobiert hat, eine gesunde Einstellung zum Alkohol entwickelt. Er weiß wo seine Grenzen sind, trinkt mal gern ein Bier oder auch mehr und dann ists aber auch wieder gut.

Co-Abhängigkeit ist so ein Thema. Eigentlich ein eigenes Thema für sich. Klar ist die Familie coabhängig, wenn z.b. wie bei mir, der Vater trinkt. Das geht ja gar nicht anders, da sie durch das Verhalten desjenigen beeinflusst wird, der trinkt und darauf reagiert. Und ehrlich gesagt, ich habe mich mit dem Thema beschäftigt - früher schon, als ich begriffen habe, was bei uns zu Hause eigentlich das Problem war, aber es hat mich ehrlich gesagt sehr wütend gemacht. Es heißt, Coabhängige unterstützen das Verhalten des Trinkers und die Alkoholsucht, indem sie verschiedene Dinge tun ... wie z.B. den Haushalt, das Umfeld weiter in Ordnung halten, versuchen das Trinken zu kontrollieren, teilweise sogar helfen, Alkohol zu beschaffen, die Trinkerei zu vertuschen. Es gibt tausend Berichte und Beiträge darüber. Aber mal ehrlich: hätte meine Mutter unsere Familie zerstören sollen, indem sie uns Kinder packt und geht? Ja, wenn es schlimmer gewesen wäre vielleicht. Aber wenn ich jetzt sehe, was wir für eine Familie haben: nein, es wäre niemals richtig gewesen. Aber ich bewundere sie auch dafür, wie lange sie durchhielt ohne zu wissen, ob es jemals anders wird.

Nun leben mein Freund und ich nicht zusammen. Jeder hat seinen eigenen Haushalt und hat damit auch seine eigenen Rechnungen zu zahlen. Unter der Woche trinkt er nichts und braucht auch nichts. Und ich hoffe und bete, dass er auch am Wochenende wieder weniger trinkt. Ob er das umsetzt, so wie er es versprochen hat, das wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen. Ich für mich habe nun beschlossen, wieder mehr mit Freundinnen zu unternehmen. Einfach um für mich einen Ausgleich zu haben. Mein Freund und ich, wir sehen uns fast täglich. Eigentlich täglich. In Gesprächen sind wir seit dem Wochenende immer wieder drauf gekommen, dass er einfach zu viel getrunken hat, das gibt er offen zu ... nun, was er daraus macht, ist seine Entscheidung. Ich wünschte, ich wüsste jetzt schon, wie es weiter geht ...

Die Partner die ich bisher hatte, haben nichts oder nur wenig getrunken, oder sind nur auf vereinzelten Festen mal abgestürzt. Damit kann ich leben. Und ich bin echt niemand, der sich auf einmal hinstellt und sagt: pass auf, entweder Du trinkst weniger oder Du wirst mich verlieren. Aber wenn er nicht weniger trinkt, wird es irgendwann darauf hinaus laufen... Irgendwann.
 
Aber wenn er nicht weniger trinkt, wird es irgendwann darauf hinaus laufen... Irgendwann.

Hallo GastTE,
zieh dieses "irgendwann darauf hinaus laufen" für Dich nicht in allzuweiter Ferne.
Je länger Du mit ihm zusammen bist, umso schwerer wird Dir evtl. eine Entscheidung fallen.
Hast Du mit ihm über dieses "irgendwann" gesprochen? Es ist wertvoll und auch ehrlich für Eure Freundschaft, daß
er von Deinem Vorsatz weiß. So weiß er, was passiert, wenn er nicht weniger trinkt.
Sollte dieses Weniger-Trinken von ihm in den nächsten Wochen nicht eingehalten werden, wünsch ich Dir, daß
damit Dein von Dir gesetztes "irgendwann" erreicht ist und Du es zumindest schaffst, Dir eine Auszeit aus Eurer
gemeinsamen Beziehung zu nehmen, was nun nicht gleich das Ende Eurer Freundschaft bedeutet.
Weiß er von Deiner Trennungsabsicht und wird er es nicht schaffen, sich selber und seinem Versprechen Dir gegenüber
treu zu bleiben, ist es wertvoll, Deinen Vorsätzen treu zu bleiben und die damit verbundenen Konsequenzen zu
leben. Sonst könnte es für Dich bedeuteten, daß er seinen Vorsatz, weniger zu trinken, ignoriert. Das zuletzt Erwähnte
würde auf ein Alkoholproblem hindeuten.

Sein Alkoholkonsum bringt Unruhe in Dein Leben und das ist nicht gut.

Danke für Dein Vertrauen.

alles Liebe
gaestin
 
Es ist nicht immer leicht darüber zu sprechen. Es fällt mir einfach sehr schwer klar und deutlich auszusprechen: entscheide Dich ob Dir der Alkohol und die Partys wichtig sind, oder ich. Einfach, weil er dann zu macht, nicht mehr zuhören kann und nichts mehr hört. Ich komme immer dann weiter, wenn wir es schaffen, in Ruhe zu sprechen.

Mittlerweile sind einige andere Menschen in seinem Freundeskreis auch soweit, dass sie ihm gesagt haben, dass er zu viel trinkt. Dass es so nicht geht. Und langsam kommt es an - zumindest habe ich den Eindruck.

Es fällt mir schwer, einen Zeitpunkt festzulegen. Ich kann nicht sagen: Du kriegst vier Wochen Zeit. Ich kann für mich diese Grenze nicht festsetzen. Ich muss irgendwie sehen, dass sich was ändert, aber ich weiß für mich selbst nicht, wie viel Zeit ich ihm geben kann oder will.
Kennt ihr diese Gefühl, wenn man eines Morgens aufwacht und weiß, dass ein bestimmter Punkt erreicht ist? Oder man fühlt, dass auf einmal etwas anders ist? Nur wann dieser Zeitpunkt kommt, das weiß ich nicht. Und vorher aufgeben will ich nicht.

Im Moment ist es auch wirklich keine Trennungsabsicht. Ich will mich ja nicht trennen. Ich kann nur nicht ewig damit leben, dass er so weiter trinkt. Ist das das gleiche? Keine Ahnung ...

Ich für mich habe nun zwei Sachen festgelegt: ich will ihn nicht mehr sehen, wenn er betrunken ist - zumindest nicht solange es so häufig ist. Und ich werde wieder mehr Wert auf meine eigenen Hobbies legen. Ich habe sie eine Zeit lang ziemlich zurück gestellt und es tut mir glaube ich gut, wieder daran anzuknüpfen.
 

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