Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angst um meine Schülerin

  • Starter*in Starter*in Katja
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    angst
Hallo,

Leute, Leute sachlich bleiben...es gilt glaube ich mehrere Aspekte zu beachten. Ich finde schon, dass man in Hinsicht auf etwaige Konsequenzen schauen sollte, was sein könnte. Meiner Ansicht nach besteht schon ne Pflicht der Lehrerin ne Straftat zu melden..es geht ja hier um den Schutz des Opfers und den der Allgemeinheit. Schlau ist es daher andere und in diesem Fall nen Vorgesetzte mit einzuschalten und die Verantwortung zu delegieren...auch hier ist Selbstschutz der Lehrerin gefragt. Mal abgesehen vom schlechten Gewissen, dass einen (sowohl das Opfer als auch mitwissende Lehrerin) auf ewig plagen würde, wenn der Täter plötzlich nochmal zugreift oder ggf. das Opfer umbringt sollte man bei Kenntnis einer Straftat auf Nummer Sicher gehen und Handeln.

Trauma des Opfers hin oder her...letztlich müssen nach einer erfolgten Straftat gewisse Schritte erfolgen. Besser ist natürlich rasch nen guten Zugang zum Opfer zu finden, damit es freiwillig und aus eigenem Willen tut, was notwendig ist....dieser Weg ist immer vorzuziehen.
Hilfe geben bedeutet nicht 1🤐 nach der Vorgabe des traumatisierten Opfers vorzugehen, sondern mit gutem selbstsicheren Vorbild, mit Herz + VERSTAND (auch Frauen haben den nutzen den aber oft nicht genug...damit gemeint sind taktische rationale Vorgehensweise, die durchaus mit Mitgefühl vereinbar ist!!) voranzugehen, aufzuzeigen, dass Hilfe nur Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet und es in der Eigenverantwortung des Opfers liegt sich zu schützen und was gegen den Täter zu unternehmen. Hilfe geben bedeutet auch nicht, dass man sich durch emotionalen Druck seitens des Opfers und zu viel Mitleid oder Gefühlskonfusionen dazu zwingen lässt zu schweigen da wo sachlich-klare Handlungen, eher lautes Kreischen und Anzeige erforderlich sind! Hier ist Abgrenzungsvermögen gefragt um sich nicht von der Irrationalität eines traumatisierten Menschen zu sehr anstecken zu lassen. Man sollte dem Opfer ggü sein Dilemma zwischen Meldepflicht, allgemeiner Verantwortung und dem Willen das Opfer zu schützen klar machen und es klar bitten dahingehend mitzuwirken damit man gemeinsam tut, was notwendig ist...so auf dieser Schiene mit auf die sanfte aber bestimmende Art kann hier gut wirken...da muss man halt Verantwortung zeigen, sich kümmern, am Ball bleiben um das Opfer sanft in die richtige Richtung zu schieben. Da sein, helfen, zuhören, ..aber unter der Voraussetzung der Mithilfe des Opfers, das grad durch diese Art, dass man es paradoxerweise selber um Mithilfe bittet in dieser Sache oft selbstbewusster und klarer in der Birne wird.

Ein Suizidversuch weist auf eine einsame mit seinem Problem allein gelassene Seele hin, das anscheinend niemanden hat, der in der derzeit bestehenden Verwirrung ein wenig Klarheit und Ordnung in die Gedanken des Opfers bringen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass der behandelnde KH-Psychologe das etwas hinkriegt und die Eltern einigermaßen sozial fit sind um ihre Tochter aufzufangen.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sori,

ich habe mich vor Jahren aus gegebenen Grund mit mit diesem
Thema beschäftigen "müssen" und das Schulgesetz ,sowie
eine von einem Professor (?) geschriebene Arbeit über die
"tatsächliche" Anwendung der Gesetze an den an den Schulen gelesen.


Das Anzeigen von Straftaten,welche zu Gehör gebracht wurden,
ist im Gesetz zum Schutz der Schüler vorgeschrieben.
Dazu gehören auch Straftaten aus dem häuslichen Bereich.

Mir fällt im Moment leider die "amtliche"Bezeichnung dafür nicht ein.
Ich glaube aber,es unter dem Thema Aufsichtspflicht gelesen zu
haben.

Meinem Sohn wurde von einer Gruppe Mitschülern "unter den Augen "
seiner Lehrerin Gewalt angetan.Mein Sohn hat seine Lehrerin mehrere Male davon unterrichtet.
Wir sind erst später dahintergekommen,da unserem Sohn mit Mord gedroht wurde,sollte er uns etwas erzählen.


Die vorherigen Taten der gewaltbereiten Schüler gegen andere Schüler waren der Lehrerin sowie der Schulleitung bereits bekannt.

Die Übergriffe der Schüler,wurden von der ,uns Eltern ,als Schulpsychologin vorgestellten Kollegin,als "völlig grundlos nur aus Freude an der Tat " erkannt.

Leider in einer von der Lehrerin und entsprechenden Kolleginnen,
ohne Wissen der Schulleitung,
"inoffiziell geführten Konferenz" w ä h r e n d der Unterrichtszeit,
zu der aber alle Eltern der beteiligten Schüler geladen waren, alle Eltern dachten es wäre eine offizielle Zusammenkunft,man hatte sich zu dem "unüblichen Zeitpunkt" von der Arbeit freinehmen müssen.(???)


Ich weiß inzwischen ,wie diese Einladungen in korrekter Form hätten
ausgesprochen werden müssen.

Die an dieser Konferenz teilnehmende "Schulpsychologin"war wie sich
später herausstellte nicht d i e Schulpsychologin,sondern eine
junge Sozialarbeiterin,welche sich allgemein um die Schüler bemühte.

Diese Übergriffe welche "grundlos,nur aus Freude an der Tat" vorgenommen wurden gingen
so weit,daß unserem Sohn "im Unterricht" an seinem Sitzplatz von hinten mit der Faust ein Schädelbruch geschlagen wurde.

Mein Sohn erzählte seiner Lehrerin ,daß es bei diesem Schlag in seinem Kopf "geknackt" hätte und ihm wäre schlecht und schwindelig.
Die Lehrerin hat nur gesagt da kümmer ich mich später drum.

Nichts ist daraufhin passiert.

Hintergrund: Verletzte Aufsichtspflicht.

Wie sich diese Geschichte zugetragen hat,das wäre zu lang um sie hier
zu wiederholen.
Einen Teil habe ich in meinem eigenen Thread "Gewalt an der Schule"
beschrieben.


Zu der Rechtschreibung ,der Threaderöffnerin, fiel mir
als ehemalige Hauptschülerin eigentlich nur auf,
daß hier grundlegende Fehler in der Rechtschreibung gemacht
wurden,welche nicht einmal einem Grundschüler passieren dürfen.

Hier schreibt aber eine Person mit Abitur und anschließendem Studium,
welche in der Lage sein sollte die Grundlagen der Rechtschreibung
zu beherrschen.


Wenn das, was hier von einer Lehrerin geschrieben wurde,
der "Normalfall" sein soll,

dann "Kuhte Nach Teutscheland ".

Pisa lässt grüssen,

Karin auch
 
lach, lach...kuhter Post Deichgräfin/Karin,

sehe es ähnlich wie du...ich denke Gewalt und auch Gewalt an Schulen ist nur einzudämmen wenn mehr Leute mehr Verantwortung übernehmen und diese Dinge ernster nehmen würden, anstatt zu oft wegzusehen, drüber hinwegzusehen, zu bagatellisieren.

Leider sind Lehrer oft schlecht geschult und überfordert mit derartigen Situationen...überfüllte Klassen, Mangel an Lehrmitteln und Lehrpersonal..oft vergleichsweise schlechte BEzahlung bei hohem Gefahrenpotenzial in Hauptschulen von pubertär-marodierenden Gang-Alphas angegriffen zu werden...wer hat da noch Bock Investemen in diese Kids zu stecken? Wohl nur noch Idealisten, die jedoch schnell ausbrennen und mit ihren Ideen an die Wände der suboptimalen Realitäten krachen. Statt die SChwerpunkte nur auf Lehrinhalte zu legen wäre es überfällig grundlegendere Änderungen im Schulsystem anzusteuern, sowas wie Sozialtraining, allgemeine Verhaltensbiologie (was ist der Mensch?, wie geht man artgerecht mit ihm um...wobei das Thema Gewalt als Anthropologikum auch ein wichtiger Aspekt ist) , De-eskalationstraining, Ethik, und sone Sachen mit auf den Ausbildungsplan von Lehrern zu setzen...lieber mangelhaft in Rechtschreibung als mangelhaft in Mitmenschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Besser wäre natürlich in allen Punkten zumindest ein befriedigend zu erlangen 😀 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Leute,
ihr kommt vom Thema ab. Für weitere Diskussionen über das Schulsystem und Gewalt und Rechtschreibung im selbigen macht doch bitte ein neues Thema auf. Darum gehts nämlich nicht.
Ich stimme Deichgräfin und Tyra ja auch dahingehend zu (habe ich auch schon vorher geschrieben), dass Katja sich auf jeden Fall Unterstützung holen sollte und dies vielleicht auch besser früher getan hätte.
Ebenso bin ich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Straftaten. Wenn dies möglich ist, sollten diese sofort angezeigt werden.
Was ich allerdings nicht in Ordnung finde, wenn hier Beiträge entstehen, die eine Userin, die hier um Hilfe bittet, nur mit "Vorwürfen", statt mit sinnvollen Ratschläge zu überschütten. Das nützt jetzt auch nicht wirklich viel.
Ebenso finde ich es nicht in Ordnung, wenn irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, die so nicht stimmen und die die Beitragsschreiberin ja scheinbar auch nicht belegen kann. (Gewalt in der Schule ist ein ganz anderer Sachverhalt als der Missbrauch/Vernachlässigung/Vergewaltigung einer Schülerin ausserhalb der Schule. Das eine fällt unter Aufsichtspfllicht, das andere nicht).
Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, wenn du mir die entsprechende Paragraphen vorlegst.

Ich will damit auch nicht sagen, dass ich für Heimlichtuerei in so einem Fall bin. Auf gar keinen Fall. Aber es darf auch nicht einfach kopflos irgendeine Behörde eingeschaltet werden, ohne die Schülerin zu beachten.
Wie gesagt, ich halte es in solchen Fällen für die beste Variante, sich Unterstützung von ausserhalb (eine erfahrene Kollegin, der Schulleiter, der Kinderschutzbund, das Jugendamt anonym) zu holen und das Mädchen mit sanften Druck in Richtung Therapeut/Anzeige schieben.

Sori
 
AW: Angst um meine schülerin

Hi
Vielen dank für die vielen Tipps! habe mich ersteinmal Beurlauben lassen da die Schülerin im Krankenhaus Selbstmord begangen hat habe solche schultgefühle.Habe ich als Lehrerin versagt.

Katja
 
Hi Katja, ich möchte dir sagen das es mir sehr leid für dich tut. Nein du hast nicht versagt. Viele andere Lehrer hätten gar nicht gemerkt wie schlecht es ihren Schülern geht. Du hast getan was du konntest. Dich mal lieb in den Arm nehme!
 
Hallo Katja,
das tut mir sehr leid. Ich denke nicht, dass Du versagt hast. Du kannst nichts dafür, dass das Mädchen diesen Schritt gegangen ist.
Und es nützt auch nichts zu spekulieren, wie man es hätte anders machen können. Ich rate Dir wirklich, Dir Hilfe zu suchen, zum einem, um mit dem Tod des Mädchen zurecht zu kommen und zum anderen, um in ähnlichen Situationen sicherer reagieren zu können.
Aber bitte rede Dir nicht ein, dass du Schuld bist. Das bist du definitiv nicht!!!

Sori
 
Hallo Katja,

letztlich ist jeder selber verantwortlich für sein Leben und dich trifft keine Schuld an dem Selbstmord der Schülerin.

Dir würde ich raten einen Psychologen aufzusuchen um diese Sache mit ihm zu besprechen, damit da nicht zu sehr was hängen bleibt und du genügend Unterstützung dabei hast angemessen mit diesem traumatischen Erlebnis umzugehen. Isolier dich nicht und pröttel nicht für dich alleine rum, sondern rede mit jemandem drüber! Ist sehr wichtig für dich und auch für deinen Job als Lehrerin.

Gruß
Tyra
 
Hallo!
Also ich bin 15 Jahre alt, und hab sowas auch hinter mir bzw. kommen mir diese Situationen sehr bekannt vor. Ich hab selber schon viele Versuche unternommen, mir das leben zu nehmen, sei das durch aufritzen der Pulsadern, Tabletten oder einer hohen Brücke.. Ich erzähle hier sowas ungern, doch will ich dir helfen. Ich kann dazu nicht viel sagen, aber sie braucht jemand, sie braucht unterstützung. Und das von möglichst vielen Leuten, man darf sie aber nicht hintergehen( das heißt leuten einfach da mit reinziehen) weil man nichzt weiß, was das für eine Reaktion auslöst. Jedenfalls will sie sich nicht helfen lassen, und sie sollten dann auch nichts unüberlegt machen, z.b. mit den Eltern reden wenn sie das nicht möchte. Jemand, der wirklich suizid begehen will, den kann man auch nicht aufhalten.. Also ich weiß nicht wie das jetzt genau aussieht, aber ich hab mich so tief geritzt, dass ich schon 2 mal genäht werden musste. Ich hab aber gesagt, ichw ill das nicht mehr, bin in eine Therapie gegangen, die mir sehr hilft. Es gibt immer mal momente, wo ich mir vielleicht gerne heißes Wasser über die Arme kippen würde etc. aber ich mache das meines Freundes zu Liebe. Er macht das alles auch bzw. hat es gemacht wir haben jetzt beide damit aufgehört. Ich denke, sie wissen über dieses Mädchen wohl jetzt am besten bescheid, und tragen somit auf ihrer eigenen Seele die "Verantwortung" weil wenn sie sich jetzt das Leben nimmt, machen sie sich die Vorwürfe (was hätte ich tun sollen? etc.). Am besten ist es, ihr zu sagen, dass sie für sie da sind. Und sie solten auf jedenfall drüber nachdenken sie in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, falls der Letzte Suizidversuch wirklich so knappw ar. ABer wenn sie sich nicht helfen lassen will, kann ihr keiner helfen.

Falls sie noch fragen haben, mailen sie mir.

egnebrfls@web.de

gruß Rebekka
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben