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Angst beim Autofahren!!!

  • Starter*in Starter*in sabrina21
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    angst
S

sabrina21

Gast
Hallo, Leute

ich weiss nicht, wem ich mich sonst mit meiner Angst anvertrauen soll. Vor ca. zwei Wochen hatte ich auf der autobahn hier bei Dortmund einen Auffahrunfall, die Straße war nass ich habe es unterschätzt und zu spät reagiert, habe <vollbremsung gemacht aber bin trotzdem meinem Vordermann mit ca 30 kmh hinten drauf gerutscht.

Nun bin ich schon öfter wieder auto gefahren. Aber noch immer beschleicht mich ein sehr ungutes Gefühl. Morgen muss ich allein 400 km fahren, es ist diesmal niemand da, der mich ablösen kann. ich hab Angst beim fahren, kommt mir ein auto entgegen in einer engen straße oder auf einem engen parkplatz erscheint sofort ein bild in meinem kopf, wie ich frontal mit ihm zusammenstoße. ich habe vor dem unfall endlich viel sicherheit beim fahren gewonnen (habe meinen FS erst im sommer 2005 gemacht) und der unfall hat alles wieder zunichte gemacht. ich habe angst, dass ich einfach träume auf der autobahn, nicht sehe, wenn jemand vor mir einschert - bzw. es zwar sehe an sich, aber nicht reagieren kann. ich habe angst dass nebel ist, ich habe angst in der dunkelheit zu fahren, denn die scheinwerfer der anderen autos blenden mich sehr stark, ich sehe dann oft meine eigene spur nicht mehr. was kann ich tun? ich möchte die gleiche sicherheit habenwie vor dem unfall, autofahren hat mir immer spass gemacht , ich bin nie bedeutend zu schnell gefahren bin nie gerast und immer vorsichtig und getreu den regeln gefahren. nun ist das fahren für mich nur noch stress, ich habe andauernd angst vor allen möglichen situationen, halte extra viel abstand....ich habe konzentrationsprobleme beim fahren, meine gedanken schweifen ab, ich registriere nicht mehr bewusst was um mich auf der straße passiert und habe daher angst, dass ich im richtigen moment falsch reagiere.......kann mir jemand helfen?????
 
Hallo Sabrina21!

Zwei Wochen sind noch keine so lange Zeit, die seit Deinem Unfall verstrichen sind.

Der Königsweg zur Bewältigung Deines Problems wäre wohl, zunächst einmal zu pausieren mit dem Autofahren (wenn dies Deinem Bedürfnis entspricht). Allmählich dürfte dann die Lust am Autofahren wieder zurückkommen. Es ist ein langfristiger Prozess. Stück für Stück!

Wenn Du allerdings fahren mußt (z. B. die 400 km), dann kannst Du vielleicht die Rahmenbedingungen für Dich verbessern (viel Zeit einplanen, rechtzeitig losfahren, nicht im Dunklen fahren, Pausen einlegen, Rush-Hour vermeiden etc.)
 
Pausieren halt ich nicht für richtig. Nur Übung macht den Meister. Ich würde mich anstrengen soviel wie nur möglich zu fahren. Zunächst mal tagsüber und auch ganz bewußt Landstraßen suchen, nicht unbedingt Autobahn, weil dort am rücksichtslosesten gefahren wird.
Über den Auffahrunfall würde ich mir keine großen Gedanken machen. Wenn die richtige Kosntsellation da ist, würde sowas den überaus meisten Fahrern ebenso passieren - weil kaum einer in der Lage ist, Abstände richtig einzuschätzen. Übrigens zweifle ich etwas an den 30 Km Aufprallgeschwindigkeit. Das ist nämlich schon eine ganze Menge Holz. Ich hatte vor einigen Jahren auch einen Crash auf das Heck eines Geländewagens mit etwa dieser Geschwindigkeit - bei mir waren aber alle Finger blutunterlaufen, vom krallen ins Lenkrad. Ich bin aber 1 Stunde später mit einem Leihwagen ( der eigene war Totalschaden ) weitergefahren, habe die Geschichte in aller Ruhe realisiert und es verarbeitet. Allerdings muß ich sagen, daß ich heute auch viel mehr Abstand halte als vorher.
 
Hallo Sabrina21!

Auch ich halte pausieren für den falschen Weg.

Was dir langfristig vielleicht helfen könnte, wieder die nötige Ruhe und Sicherheit beim Autofahren zu bekommen wäre z.B. ein Sicherheitstraining beim ADAC. Da lernt man in brenzligen Situationen richtig zu reagieren.

Erkundige dich mal, wo so etwas in deiner Nähe angeboten wird.

Liebe Grüße und Glück auf allen Wegen
Sisandra
 
Hi Sabrina ,
hatte auch mal einen Unfall mit meinem Roller , mußte danach noch ein ganzes Stück nach Hause fahren .
Ich weiß nicht genau wie ich den Heimweg geschafft habe , aber es war die Hölle .
Wäre ich nicht mehr aufgestiegen und hätte nicht weitergemacht , dann wäre ich nie wieder auf das Teil gestiegen . Das weiß ich .
Auch die Zeit danach war ich noch verängstigt , und eher übervorsichtig .
Das gab sich aber mit der Zeit , sodaß ich wieder normale Gefühle beim Fahren bekam .

LG
Yaksini
 
So ein Unfall ist ein Schock und der kann zu einer akuten Belastungsreaktion führen. Dass deine Emotionen beim Autofahren nach der Belastung nicht mehr so sind, wie vor dem Unfall, ist erstmal normal.

Durch den Unfall ist dir, vielleicht zum ersten mal, richtig bewußt geworden, dass Autofahren eben nicht nur Spaß macht, sondern auch gefährlich sein kann. Du bist aus deiner Sorglosigkeit unsanft geweckt worden. Jetzt durchlebst du einen Anpassungsprozess, bei dem du das Autofahren emotional neu lernst, also neue, deiner jetztigen Erfahrung angepasste, (hoffentlich) gesunde Emotionen entwickelst.

Das einzig richtige ist, jetzt weiterzufahren, blos nicht damit anfangen, die angstmachende Situation zu vermeiden. Vermeidungsverhalten ist der sicherste Weg zur Angststörung ... sagt dir eine Angstpatientin 😉.

Bleibt die Angst über Wochen, dann empfehle ich dir zu deinem Hausarzt zu gehen. Angsterkrankungen sind sehr verbreitet und im Anfangsstadium gut zu behandeln.
 
Hallo,

vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich habe die lange Fahrt geschafft, ich bin ganz früh losgefahen und kam so auch nicht in die Rush Hour.
Vielleicht habt ihr recht, bisher hat mir Autofahren Spaß gemacht, aber nun sehe ich, dass auch schlimme Dinge passieren können....

Das Auto ist nun bei meinem vater zur Reparatur, nächste Woche hole ich es mit meinem Freund zusammen ab.
ICh bin erleichtert, dass ich es geschafft habe....das war überhaupt das erste Mal, dass ich allein so eine lange strecke gefahren bin und dann auch noch nach dem Unfall...ich wurde dann auch immer entspannter und letztendlich gewann ich sogar ein wenig meiner früheren Sicherheit zurück.

Danke nochmal für eure ANtworten, ich werde jetzt so oft wie möglich mit dem AUto fahren, soweit mein Freund mich lässt ;-)

LG

Sabrina
 

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