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Angehörige psychisch Kranker

  • Starter*in Starter*in primavera7
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Wie würdet ihr euch eigentlich gegenüber Freunden oder entfernteren Verwandten wie z.B. Cousins oder Cousinen verhalten, wenn diese einen nahen Angehörigen mit ähnlichen Symptomen wie meine Schwester hätten und dies als große psychische Belastung empfinden würden? Würdet ihr das Thema ausblenden, euch von ihnen zurückziehen oder eher Anteilnahme zeigen? Und worin würde sich ggf. diese Anteilnahme äußern?

Nach den traurigen Erfahrungen, die ich seit so vielen Jahren gemacht habe, würde ich mich bei Menschen mit vergleichbarem Schicksal öfters von mir aus melden (also einmal im Quartal wäre das Mindeste!), fragen, wie es geht, sie vielleicht auch mal besuchen oder einladen und Interesse auch für dieses unerfreuliche Gesprächsthema zeigen. Wenn ich so täte, als ginge mich das alles nichts an, nur um mich damit nicht befassen zu müssen, hätte ich ein schlechtes Gewissen. Aber vielleicht ist das bei mir auch nur deshalb so, weil ich weiß, wie man sich in so einer Situation fühlt...

Es ist zwar prima, dass es heute immerhin etwas wie Selbsthilfe-Beratung zu psychischen Erkrankungen gibt. Habe inzwischen auch eine entsprechende Telefonnummer ausfindig gemacht. Dennoch kann einen auch das nur bedingt über den Rückzug derjenigen Menschen aus dem privaten Umfeld hinwegtrösten, die einem in so einer Lage meines Erachtens eigentlich zur Seite stehen sollten. Jedenfalls dann, wenn man keine "moralische" Unterstützung durch eine "eigene" Familie hat.

Aber die meisten denken nur an sich.

Mich ärgert vor allem, dass gerade die Verwandten, die früher immer so interessiert und besorgt um meine Mutter taten, jetzt nach ihrem Tod so auf Distanz gehen. Aber sie hat trotz ihrer nicht allzu üppigen Rente auch öfters mal finanziell etwas für ihre Nichten bzw. deren Kinder "springen" lassen, da lohnte es sich, anzurufen und zu schleimen. Das entfällt natürlich jetzt, da braucht man sich mit den Nachkommen meiner Mutter dann auch keine Mühe mehr zu geben. Oder es ist bereits vergessen...
 
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Mich ärgert vor allem, dass gerade die Verwandten, die früher immer so interessiert und besorgt um meine Mutter taten, jetzt nach ihrem Tod so auf Distanz gehen. Aber sie hat trotz ihrer nicht allzu üppigen Rente auch öfters mal finanziell etwas für ihre Nichten bzw. deren Kinder "springen" lassen, da lohnte es sich, anzurufen und zu schleimen. Das entfällt natürlich jetzt, da braucht man sich mit den Nachkommen meiner Mutter dann auch keine Mühe mehr zu geben. Oder es ist bereits vergessen...

Hattest Du den zu diesen Verwandten auch selber Kontakt gepflegt?
Wenn nicht, dann kennt Ihr einander auch kaum, garnicht oder nur über vermittelte Informationen.

Ausserdem bist Du in einem Alter, wo man dann ehr automatisch davon ausgeht, Du schaffst das schon.... .

Es muss also nicht zwangsläufig Ablehnung sein, die Du erfährst, sondern da ist einfach kein "Draht" zueinander entstanden.


LG
Landkaffee
 
Hattest Du denn zu diesen Verwandten auch selber Kontakt gepflegt?
Doch, schon, ich hab mir immer wieder Mühe gegeben, an die verwandtschaftlichen Bande anzuknüpfen. Aber umgekehrt kommt weniger Resonanz, am ehesten noch, wenn man mit Enkelkindern, Beförderungen, Reisen oder drgl. glaubt, angeben zu können...

Wahrscheinlich war ich früher nur gut genug, meine Mutter bei gelegentlichen Besuchen zu diesen Verwandten zu chauffieren.
 
Doch, schon, ich hab mir immer wieder Mühe gegeben, an die verwandtschaftlichen Bande anzuknüpfen. Aber umgekehrt kommt weniger Resonanz, am ehesten noch, wenn man mit Reisen oder drgl. glaubt, angeben zu können...

Also schliess ich da jetzt draus: es ist nie ein richtige Verbindung zueinander entstanden.
Wieso sollte sich das jetzt wo Eure Mutter nicht mehr lebt, ändern?

Meinst Du, Blut ist dicker als Wasser? (Heisst. wer miteinander verwandt ist, steht auch automatisch zueinander?)


Tut mir lei, wenn Du Dich hängengelassen fühlst, aber ich vermute, Du sitzt da auf einer Erwartungshaltung, die einfach nicht erfüllt werden wird. Wärest Du jetzt kleines Kind oder Jugendliche, dann mag das anders sein, aber Du bist eine gestandenene Frau.


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Wärest Du jetzt kleines Kind oder Jugendliche, dann mag das anders sein, aber Du bist eine gestandenene Frau.

auch eine gestandene Frau kann manchmal traurig sein und sich Gedanken machen...


Ratte

Ja sicher kann sie das.... und wie... . Das stelle ich ja auch keinesfalls in Abrede.

Bloss wer aus welchen Gründen heraus auch immer, eben keinen "Draht" zur Verwandtschaft hat und Erwachsen ist, bekommt weniger oder auch nichts mehr von denen. Das ist doch wirklich meistens so. Damit ist die TE nicht allein.

Landkaffee
 
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