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Am Ende meiner Kraft (körperlich und psychisch)

  • Starter*in Starter*in cora1234
  • Datum Start Datum Start
Ich bin momentan ernsthaft am überlegen, ob ich mein Studium erstmal auf Eis lege bzw. mich parallel zum Studium um eine 30 Stunden Stelle bemühe und dann das Studium abbreche.
Dadurch hätte ich keine finanziellen Sorgen und auch die Pflege mit der Oma wäre leichter zu vereinbaren.
Mit dem Unistoff komme ich kaum hinterher. Es ist sehr schwer geworden und wird mir jetzt auch gerade zu viel.
Mir ist heute bewusst geworden, dass ich den Master nicht schaffe. Dieses Semester sind die ganzen Forschungsthemen hinzu gekommen und auch viel mathematisches. Auch habe ich jetzt am Anfang schon sehr viel verpasst durch meinen Ausfall.
Ich habe letztes Semester schon sehr kämpfen müssen, um die Noten zu halten. Jetzt noch jeden Tag mehrere Stunden lernen, packe ich nicht und der Stoff ist wahnsinnig schwer.

Wenn Du für Oma jemanden hättest , der Aufgaben für sie erledigt und pflegt , hättest Du mehr Zeit fürs lernen.

Oder aber auch , wenn Oma Dich bezahlen würde , wie jeden anderen, der sie als Fremder pflegt. Dann müsstest Du nicht auch noch nebenher arbeiten. Möglich wäre es nämlich.

@blaumeise: Ich vermute Endometriose schon länger. Es ist aber ziemlich schwer das diagnostizieren zu lassen, weil eben sehr wenig Ärzte darauf spezialisiert sind. Ich hab jetzt einen Facharzttermin und werde um eine Bauchspiegelung nicht umhin kommen.

Das geht nie ohne Bauchspiegelung. Da braucht es auch keine Spezialisten , nur ein Krankenhaus und einen Frauenarzt.

Ja, ich habe Angst vor Konflikten mit der Familie und das alles noch schlimmer wird. Meine Mutter ist seit heute selbst krank und kann sich endlich mehr um die Oma kümmern.

Und was nützt das alles, wenn Du vor die Hunde gehst und Deine Zukunft komplett verspielst?
Wer dankt Dir das hinterher und unterstützt Dich dann?
 
Wenn Du für Oma jemanden hättest , der Aufgaben für sie erledigt und pflegt , hättest Du mehr Zeit fürs lernen.

Oder aber auch , wenn Oma Dich bezahlen würde , wie jeden anderen, der sie als Fremder pflegt. Dann müsstest Du nicht auch noch nebenher arbeiten. Möglich wäre es nämlich.

Meine Mutter kümmert sich ab jetzt noch verstärkter.
Aber das löst das Problem nicht, dass mein Studium zu schwer ist und ich nicht mehr hinterher komme.


as geht nie ohne Bauchspiegelung

Das schrieb ich. Schau genau hin.

Und was nützt das alles, wenn Du vor die Hunde gehst und Deine Zukunft komplett verspielst?

Ich hab das Gefühl, dass ich den Master auch nicht schaffen würde, wenn die Bedingungen anders wären.
 
Wenn Deine Mutter krank ist – wie kann sie sich dann um die Pflege Deiner Oma kümmern? Sie ist krank – da muss sie sich auskurieren. Genauso wie Du. Da sind doch keine Lösungen, sondern nur kurzfristiges gesundheitsschädliches Vorgehen.

Wenn Du das Gefühl hast, das Studium nicht zu schaffen und jetzt zu canceln – was genau ist damit erreicht, wenn Du jetzt einen 30h Job suchst. Damit hast Du noch lange keine Ausbildung. Was ist mit DEINER Zukunft? Wie stellst Du Dir die vor?

Du drückst Dich weiterhin vor extrem wichtigen Entscheidungen. So wird das nichts.
 
Hallo,

Dein Thema ist bekannt, schrieben auch schon andere hier. Momentan ist wohl der Bammel vor den Prüfungen am größten.

Wenn es Dir als Orientierung hilft, schreibe ich Dir mal eine Prioritätenliste, wie ich sie an Deiner Stelle aufstellen würde:

1. Gesundheit (die eigene)
2. Geld (als Grundlage für alles weitere)
3. Ausbildung (Wechselwirkung mit 2.)

Das Studium auf Eis legen, wenn das möglich ist, nutze diese Möglichkeit. Kuriere Dich aus. Als Nebenjob solltest Du auch etwas anderes finden, wo Du vlt. nicht auf einen so uneinsichtigen Chef triffst. Irgendwelche Gewissensbisse wegen einer Kündigung mußt Du nicht haben.

Deine Oma läßt nicht mit sich reden, schreibst Du. Damit verrät sie Dich, hindert Dich an Deiner Entwicklung, Deinem Erfolg. Wenn ihr ein Pflegegrad zuerkannt wurde, ist eine Pflegekraft doch nur eine Formsache (DRK, Caritas o. ä.). Damit kann sie vorläufig zu Hause weiter gepflegt werden. Ich glaube mich zu erinnern, daß ich schon ein Mal zu bedenken gab, daß Du nicht den ganzen Tag um Deine Oma "herumtanzen" mußt. Auch Deine Oma sollte einsehen bei aller Bedürftigkeit, daß sie nicht der Nabel der Welt ist und nicht die ganze restliche Familie für sich in Beschlag nehmen kann (darf). Ihr alle, Deine Mutter, Du u. a. habt auch noch ein eigenes Leben.

Wenn Dein Leben geordnet ist, hole den Uni-Stoff privat nach (büffeln) und setze das Studium fort, wenn Du wieder bei Kräften und auf dem aktuellen (geforderten) Wissenstand bist. Überlege aber auch, ob der Master Dich beruflich wirklich weiter bringt - mit entsprechenden Jobchancen - oder ob eine Facharbeiterausbildung nicht vlt. sinnvoller wäre. Nicht wenige Studienabgänger stehen danach trotzdem auf der Straße. Verfolge keine Sackgasse weiter, wenn Du das Ende schon sehen kannst.

Verschaffe Dir eine Atempause, das geht. Man wird Dir auch helfen - wenn Du danach fragst.

Viele Grüße
 
@arrargon: Ich habe bereits einen Bachelorabschluss, mit dem ich durchaus arbeiten könnte und man sagte mir vom Arbeitsamt aus sogar, dass der Master nicht viel bringen würde. Nur vielleicht, dass ich schneller eine feste Stelle bekäme. Ganz ohne Ausbildung bin ich also nicht. 30 Stunden deshalb weil ich zum einen endlich Geld bekäme und zum anderen immer noch so viel Zeit hätte, mich nebenher um die Oma zu kümmern. Momentan bin ich 3 Tage die Woche an der Uni mit 30 Stunden + Anfahrt 35. So würde es sich auf 5 Tage verteilen.


@einhorn: Meine Oma will leider keinen Pflegedienst. Danke für den Beitrag. Was meinst du mit Fachausbildung?

Das Problem das ich sehe ist eben, dass mir so wieder ein Semester verloren geht und wenn ich später wieder einsteige, fehlt mir wieder Stoff und Zeit. Entweder ich ziehe das durch oder ich lasse es und gehe arbeiten. Ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste und welcher Chef nimmt jemanden mit 16 Semestern und Abbruch? (also ich sitze im Master, aber mit meiner langen Studienzeit hat man bald 2 Bachelorabschlüsse im petto)
 
Facharbeiterausbildung, also mehr sowas mit körperlicher Anstrengung und evtl. "Finger schmutzig machen" - auch da kann man je nach Branche gut verdienen.

Später wieder einsteigen sollte doch nicht heißen, daß Du bis dahin alles liegen lassen sollst - eben gerade nicht. Nutze die Zeit Anschluß zu finden.

Viele Grüße
 
Ich bin momentan ernsthaft am überlegen, ob ich mein Studium erstmal auf Eis lege bzw. mich parallel zum Studium um eine 30 Stunden Stelle bemühe und dann das Studium abbreche.
Wenn du der Meinung bist, dass das Studium generell zu schwer für dich ist, dann brich doch ab. Was bringt es dann weiter zu studieren und sich nebenbei zu bewerben? Zum Schreiben von Bewerbung braucht man auch Zeit die du ja nicht hättest, wenn du weiter studieren würdest. Dann brich das Studium gleich ab und konzentriere dich voll auf die Bewerbungen.
Ich würde mich aber an deiner Stelle nicht zu sehr auf eine Teilzeistelle versteifen. Wenn du ein gutes Angebot für eine Vollzeitstelle erhälst, dann würde ich dir raten auch diese anzunehmen.

Dadurch hätte ich keine finanziellen Sorgen und auch die Pflege mit der Oma wäre leichter zu vereinbaren.
Die Pflege wird aber wahrscheinlich in Zukunft immer unfangreicher, so, dass es dann selbst mit Teilzeitjob nicht mehr zu bewältigen wäre.

Warum lehnt deine Oma eine Pflege durch Dritte so wehement ab? Hast du sie das mal gefragt?
Wieso entscheidet sie das allein, dass eine Pflegekraft nicht infrage kommt? Wieso bezieht sie euch nicht mit in die Entscheidung ein? Ich finde das ziemlich egoistisch euch gegenüber und das würde ich ihr auch mal so verdeutlichen. Vielleicht braucht sie auch einfach mal einen Dämpfer, damit sie erkennt, dass nicht alles so laufen kann, wie sie es gerne hätte.

@blaumeise: Ich vermute Endometriose schon länger. Es ist aber ziemlich schwer das diagnostizieren zu lassen, weil eben sehr wenig Ärzte darauf spezialisiert sind. Ich hab jetzt einen Facharzttermin und werde um eine Bauchspiegelung nicht umhin kommen.
Ich drücke dir die Daumen, dass eine Ursache gefunden wird 🙂

Ja, ich habe Angst vor Konflikten mit der Familie und das alles noch schlimmer wird.
Welche Befürchtung hast du genau? Was wird deiner Meinung nach schlimmer?

Meine Mutter ist seit heute selbst krank und kann sich endlich mehr um die Oma kümmern.
Wenn man krank ist, hat man sich zu schonen und nicht die Aufgabe, sich stattdesse um jemand anderes zu kümmern.
 
Wenn du der Meinung bist, dass das Studium generell zu schwer für dich ist, dann brich doch ab. Was bringt es dann weiter zu studieren und sich nebenbei zu bewerben? Zum Schreiben von Bewerbung braucht man auch Zeit die du ja nicht hättest, wenn du weiter studieren würdest. Dann brich das Studium gleich ab und konzentriere dich voll auf die Bewerbungen.

Es ist wesentlich leichter sich eingeschrieben zu bewerben, als wenn man bereits arbeitssuchend ist. Warum? Weil dann jeder Tag als arbeitssuchend zählt und die Lücke im Lebenslauf größer ist. Mir wurde auch vom Arbeitsamt bei Beratungstagen empfohlen mich wenn parallel zu bewerben.
Wenn man krank ist, hat man sich zu schonen und nicht die Aufgabe, sich stattdesse um jemand anderes zu kümmern.

Dann dürfte ich mich auch nicht um die Oma kümmern. Ich bin nämlich auch nicht gesund.


Warum lehnt deine Oma eine Pflege durch Dritte so wehement ab? Hast du sie das mal gefragt?

Sie will eben niemandem außer denen, die sie kennt im Privatumfeld haben.
 
Was für ein ungeurer Egoismus der Großmutter.

Seid ihr eigentlich finanziell von ihr abhängig oder von der Wohnmöglichkeit oder dem zukünftigen Erbe?

Was ist das für eine ungute Gemeinschaft von 3 Frauengenerationen in der ihr lebt? Du hast auch mal geschrieben, daß Du dich auch zukünftig, selbst wenn du Job und Partner hast, nicht weit aus dieser Konstellation fortbewegen magst.

Nicht falsch verstehen. Ich kenne wunderbar funktionierende Gemeinschaften über mehrere Generationen. Aber die basieren auf gegenseitigem Respekt. Und innerer Freiheit und Unabhängigkeit. Und sehr offener liebevoller Kommunikation. Zumindest aus der Sicht, die Du in Deinen Threads schilderst, spüre ich das nicht.

Was ist da los, daß weder Deine Mutter noch Du in Eure Kraft kommen dürft?

Und hast du auch mal überlegt, ob es so etwas wie Selbstsabotage bei dir geben könnte, die verhindert, daß du Dein Studium erfolgreich abschließt und hinausgehst in dein eigenes unabhängiges Leben? Gibt es in Eurer Familie einen Glaubenssatz, daß die Tochter nicht gehen darf? Solche alten Familiengesetze, die teilweise viele Generationen alt sind, können sehr sehr mächtig sein und unbewußt ein Verhalten prägen, das für Außenstehende schwer zu verstehen ist. Schau einfach mal liebevoll auf dich und die Frauenvorgenerationen, ob da etwas sein kann, was dazu führt, daß du dich so hilflos und überfordert und aussichtslos fühlst, so daß dir jede Änderung unmöglich erscheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist wesentlich leichter sich eingeschrieben zu bewerben, als wenn man bereits arbeitssuchend ist. Warum? Weil dann jeder Tag als arbeitssuchend zählt und die Lücke im Lebenslauf größer ist. Mir wurde auch vom Arbeitsamt bei Beratungstagen empfohlen mich wenn parallel zu bewerben.
Dann hast du aber eine zusätzlich Aufgabe, um die du dich kümmern musst - zusätzlich zu den ganzen anderen Dingen. Dir bleibst nichts anderes übrig, als auf ein oder zwei Sachen zu verzichten oder du lässt dich mal eine Weile krank schreiben, wie ich dir bereits empfohlen habe.

Dann dürfte ich mich auch nicht um die Oma kümmern. Ich bin nämlich auch nicht gesund.
Genau so ist es. Und warum kümmerst du dich trotzdem um alles und jeden obwohl es dir schlecht geht? Wissen deine Oma und deine restliche Familie, dass es dir nicht gut geht? Hast du das mal kommuniziert?

Sie will eben niemandem außer denen, die sie kennt im Privatumfeld haben.
Ja, aber das muss ja einen Grund haben. Dass sie nur nicht will, ist kein Grund. Meistens stecken Ängste dahinter. Angst vor Fremden. Angst vor dem Unbekannten. Wenn du mal mehr nachhaken würdest, würdest du wahrscheinlich den wahren Grund erfahren.
Es kann auch sein, dass sie schlicht zu bequem ist und sich dann nach anderen richten müsste, was sie jetzt nicht tun muss. So wie es jetzt ist, ist es für sie natürlich bequem. Wenn sie etwas will, dann springt ihr. Ich will deine Oma nicht schlecht reden. Allerdings habe ich noch nicht aus deinen Texten herausgelesen, dass sie mal etwas für dich bzw. euch tut und sei es nur, euch ein wenig entgegenzukommen und zu entlasten.
Deine Oma zahlt ja noch nicht einmal für den Aufwand, den du erbringst. Mein Bruder hatte auch eine Weile meine Oma gepflegt. Aber auch er hat Geld von ihr erhalten und auch mal ein warmes Essen. Pflege sollte honoriert werden - egal wer pflegt. Es sollte ein Geben und Nemen sein. Aber bei dir und deiner Oma scheint es so zu sein, dass du nur gibst und sie nur nimmt. Das geht auf Dauer nicht gut.
 

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