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Am Ende meiner Kraft (körperlich und psychisch)

  • Starter*in Starter*in cora1234
  • Datum Start Datum Start
Die Problematik mit der Anämie und die damit verbundene extreme Schwäche und Müdigkeit kann ich sehr gut nachempfinden, mir ging es auch immer so, wenn der Wert fürchterlich im Keller war. Die Infusionen werden dir sicher helfen. Bloß schafft das Ausgleichen von Mangelerscheinung ja keinen Ausgleich in deinem Leben. Die Stressfaktoren bleiben.
Wenn du deine Psyche nicht weiter so hart belasten willst, kommst du über kurz oder lang um eine Entscheidung nicht drumherum. Man kann sich leider nicht 2 Hälften teilen.
 
Wenn es bei mir gar nicht mehr geht, kümmert sich mein Onkel. Aber das wirklich nur im Extremfall.
Alte Leute sind ja leider sehr eigen und sie lehnt eben alles andere ab.
Sie auf die Nase fallen lassen, sagt man so leicht. Wenn man jemanden liebt, lässt man ihn ja auch nicht ins offene Messer rennen.

Hab heute morgen die Infusionen bekommen.
Hab mir das aber anscheinend einfacher vorgestellt als es war.
Ich dachte, das wäre wie bei einem Akku, den man wieder aufladen kann wenn er leer ist und ich bin sofort wieder top fit. 🙁
Meine Ärztin hat mich nur ausgelacht und mir klar gemacht, dass mein Blutwert nicht gleich von 0 auf 100 hoch geht.
Hab jetzt etliche Tabletten zusätzlich bekommen und muss Ende der Woche wieder zur Infusion.

Hab grad das Gefühl mir gehts körperlich schlechter als meiner Oma. Ich komme die Treppen gar nicht mehr hoch ohne Schwindel und Keucherei.🙁
 
Was hat Deine Oma nun davon, wenn Du so weiter machst und dann komplett ausfällst?

Was hast Du dann davon?

Da es so offensichtlich nicht mehr geht, musst Du ja irgendwo Abstriche machen und irgendwas ändern.

Kannst Du nicht die anderen Familienmitglieder mehr in die Pflicht nehmen?

Wie krank ist denn die Oma derzeit? Wie hoch ist ihre Pflegestufe? Hat sie selber noch Geld um was für ihre Pflege beizusteuern?
 
Sie auf die Nase fallen lassen, sagt man so leicht. Wenn man jemanden liebt, lässt man ihn ja auch nicht ins offene Messer rennen.

Und wer sagt, dass man jemanden ins offene Messer rennen lässt?

Das tut man nicht, wenn man dafür sorgt, dass er die bestmögliche Pflege bekommt und die muss nicht zwangsläufig immer von den Angehörigen selber kommen.

Manchmal ist es sogar besser, wenn das geschultes Personal übernimmt.
 
Warum sprichst du nicht mit deiner Oma und sagst ihr ehrlich, wie es dir geht und dass dir alles zusammen einfach zuviel wird. Schlag ihr eine Haushaltshilfe vor. Das kann sie vielleicht leichter annehmen als eine Pflegekraft. Meine Schwiegermutter hat seinerzeit so eine Hilfe gehabt. Die kam, hat sich um den Haushalt gekümmert und ist ihr auch sonst zur Hand gegangen. Vermittelt hat diese Dame die Kirche. Vielleicht geht es ja auch nur darum, dass deine Oma sich nicht vorstellen kann eine völlig fremde Person zu sich zu lassen. In dem Fall lädt man die Person halt erst einmal zum Kaffee und zu einem Kennenlerngespräch ein.

Gerade jetzt, wo es dir so schlecht geht wäre der ideale Zeitpunkt deiner Oma das vorerst einmal als Probelauf schmackhaft zu machen. Am Ende findet sie sogar Gefallen daran, wer weiß.
 
Wo ist deine Mutter, die Dich vor der Überforderung durch ihre Mutter schützt?

Es ist nicht deine Aufgabe mit der Oma zu sprechen. Es ist ihre Rolle, ihrer Mutter zu sagen, ich dulde nicht, daß Du meine Tochter ausnutzt und sie nicht genügend Kraft und Zeit für ihr Studium hat, nur weil Du starrköpfig bist und keine Hilfe von Außenstehenden willst.

Fordere den Rückhalt Deiner Mutter ein

Es geht nicht, daß ein alter Mensch evtl. sogar sein Geld spart, anstatt es für notwendige Hilfsleistungen einzusetzen. Wenn ich mich recht erinnere hat deine Oma Geld, Grundvermögen und Mieteinnahmen von Euch. Und nur weil deine Mutter keinen Ärger mit ihrer Mutter will und eines Tages das Haus erben möchte, kannst du nicht deine Zukunft aufs Spiel setzen.

Es wird Zeit, daß du in Dein eigenes Leben gehst. Du hast ein Recht dazu. Dann kannst du auch in deine ureigene Kraft kommen.

Was zahlt eigentlich deine Oma dir für Deine Pflegedienste? Wenn sie dich ordentlich finanziell unterstützen würde, müsstest du doch nicht arbeiten. Und wie unterstützt dich deine Mutter dafür dass du ihr die Pflege Ihrer Mutter abnimmst?

Ich rate dir, dich vollkommen auf den Abschluss Deines Studiums auszurichten und auf Deine Unabhängigkeit und dich aus dem Machtgefüge von Mutter und Großmutter zu lösen. Denn beide sind in ihrer unschönen Rolle unfair dir gegenüber. Die eine weigert sich, ihre Mittel und Möglichkeiten einzusetzen, um für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und die andere weigert sich ebenfalls in ihre Kraft und ihre Verantwortung zu gehen. Und das alles auf Kosten Deiner beruflichen Zukunft und Deiner Gesundheit.
 
Cora, du hattest doch schon Threads mit ähnlicher Thematik geschrieben (bezüglich deiner Oma und deinem Studium). Dort wurden dir doch auch schon viele hilfreiche Tipps gegeben. Konntest du da nichts für dich mitnehmen?

Was deinen Gesundheitszustand betrifft: Deine starke Menstruationsblutung sollte abgeklärt werden. Mit Infussionen oder gar Bluttransfussionen wird die Ursache nicht behoben. Es ist reine Symptombehandlung. Was sollen das für Infussionen sein? Eiseninfussionen? Wenn ja, dann ist es wichtig auch Folsäure und Vitamin B12 zuzuführen. Beides ist ebenfalls wichtig für die Blutbildung. Es wäre auch wichtig, dass die B12- und Folsäurewerte ebenfalls überprüft werden. Mich würde es nicht wundern, wenn diese auch niedlig sind.
Die Ursache für die starke Blutung solltest du bei einem Gynäkologen abklären lassen. Es können Myome oder eine Endometriose dahinter stecken, oder etwas anderes.

Außerdem würde ich dir empfehlen, dich eine Weile krank schreiben zu lassen. Dann kommst du auch mal ein wenig zur Ruhe. Wenn du das nicht willst, dann bitte zumindest deine Familienangehörigen darum, dass diese vorrübergehend deine Oma pflegen. Auf Dauer werdet ihr aber so oder so mal eine Lösung finden müssen, die dich mehr entlastet. So, wie es jetzt ist kann es nicht weiter gehen. Das weißt du sicher selbst.
Ich frage mich nur wovor du Angst hast dich mal mit deiner Familie zusammenzusetzen und eine Änderung vorzuschlagen und auch zu verdeutlichen, dass du kräftemäßig am Ende bist. Hast du Angst, dass es zu Konflikten kommen könnte? Kann das sein? Oder steckt etwas anderes dahinter? Weißt du, ich frag mich echt, warum es immer noch so ist wie es ist, obwohl du schon vor einiger Zeit hilfreihe Ratschlge erhalten hast. Irgendwas muss es doch geben was dich davon abhält, mal eine Sache davon umzusetzen.
 
Ich kenne ja auch Deinen anderen Thread – dort ging es ja ums gleiche Thema. Auch dort wurden Dir viele Tipps gegeben – wie hier jetzt auch.

Aber eines muss Dir klar sein: es wird sich NICHTS ändern, wenn DU nicht bereit bist etwas zu ändern. Du musst für Dich, Deine Zukunft,Dein Berufsleben, Dein privates Leben eine Entscheidung treffen. Bisher habeich den Eindruck, dass Du prinzipiell genau so weitermachen willst wie bisher,weil in Deinen Augen keine Änderung möglich ist. Aber Du merkst auch, dass es soo eben nicht mehr geht.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich fassungslos wie extrem lieblos Du mit Dir selbst umgehst. Dein Körper sendet hier inzwischen ernste Warnhinweise, dass alles zu viel ist. Das Du das alles nicht mehr hinkriegst. Wie schlecht muss es Dir noch gehen, bis Du bereit bist etwas zu ändern?? Wie krank musst Du noch werden, bis Du bereit bist, absolut notwendige Konflikte auszutragen?Möchtest Du Dein Studium am Ende abbrechen, nur damit die Oma bekommt was sie will und Du nicht mit ihr diskutieren – im worst case über ihren Kopf hinweg entscheiden – musst, wie es mit ihrer Pflege weitergeht, da Du das nicht mehr schaffst. BistDu wirklich bereit Deine eigene Zukunft hintenan zu stellen, damit ein Mensch, der sein Leben gelebt hat, seinen Kopf durchsetzen kann? Ich glaube Dir, dass Du Deine Oma liebst – aber was ist mir ihr? Liebt sie Dich auch? Wenn sie es wirklich täte, dann müsste sie doch wollen, dass Du einen guten Beruf hast, es Dir gesundheitlich gut geht und glücklich bist, oder? Ich denke, bei ihr ist der eigene Egoismus und/oder Angst vor dem Unbekannten größer als ihre Liebe zu Dir. Und das würde ich nicht akzeptieren.

Also zusammengefasst: es MUSS sich was ändern, ÄNDERN kannst aber nur DU die Situation – dafür müssen Entscheidungen her – die man gerne mit Betroffenen diskutieren kann, aber mit dem Ziel, dass Du selbst entlastet wirst. Dafür sind Konflikte notwendig. Das ist nicht angenehm, aber notwendig. Und mach Dir klar: wenn das alles nicht geschieht, wird alles nur noch schlimmer – und zahlen tut hier dann nur ein: Du selbst. Niemand anders.

Viel Glück und gute Besserung.
 
Ganz einfach- wenn man nichts ändern will und auch keine Prioritäten setzen will, muss man so lange weitermachen, bis der Zusammenbruch kommt... Danach funktioniert es mit den Änderungen meistens ganz schnell ...

Entweder Pflegestufe -/ Kraft für die Oma beantragen. Wenn Sie das nicht will, soll sie Dir das Geld geben damit Du weniger jobben musst. Oder andere Familienmitglieder heranziehen...auch wenn die vermutlich eh nicht helfen.

Irgendwann muss die Oma eh in ein Pflegeheim, denn kein Mensch kann neben Job etc noch einen Angehörigen pflegen. Das funktioniert nur kurze Zeit auf Kosten anderer ( gesundheitlich etc ) , irgendwann geht es dann nicht mehr.

Zuza
 
Ich bin momentan ernsthaft am überlegen, ob ich mein Studium erstmal auf Eis lege bzw. mich parallel zum Studium um eine 30 Stunden Stelle bemühe und dann das Studium abbreche.
Dadurch hätte ich keine finanziellen Sorgen und auch die Pflege mit der Oma wäre leichter zu vereinbaren.
Mit dem Unistoff komme ich kaum hinterher. Es ist sehr schwer geworden und wird mir jetzt auch gerade zu viel.
Mir ist heute bewusst geworden, dass ich den Master nicht schaffe. Dieses Semester sind die ganzen Forschungsthemen hinzu gekommen und auch viel mathematisches. Auch habe ich jetzt am Anfang schon sehr viel verpasst durch meinen Ausfall.
Ich habe letztes Semester schon sehr kämpfen müssen, um die Noten zu halten. Jetzt noch jeden Tag mehrere Stunden lernen, packe ich nicht und der Stoff ist wahnsinnig schwer.

@blaumeise: Ich vermute Endometriose schon länger. Es ist aber ziemlich schwer das diagnostizieren zu lassen, weil eben sehr wenig Ärzte darauf spezialisiert sind. Ich hab jetzt einen Facharzttermin und werde um eine Bauchspiegelung nicht umhin kommen.

Ja, ich habe Angst vor Konflikten mit der Familie und das alles noch schlimmer wird. Meine Mutter ist seit heute selbst krank und kann sich endlich mehr um die Oma kümmern.
 

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