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Altersarmut befürchtet? Wie denkt ihr?

Als die medizinische Forschung viel weniger weit war als heute. Als viel mehr Menschen körperlich schwer arbeiten mussten (z.B. um das Land nach dem Krieg wieder aufzubauen).

Nur weil wir älter werden können wir nicht automatisch länger arbeiten - zumindest nicht ohne angepasstes Berufsfeld.

Heute arbeiten viele Menschen in körperlich eher wenig anstrengenden Jobs

..was nicht heißt, dass sie "gesünder" sind. Ich denk' da so an sitzende Tätigkeit und Rücken zB.
 
Also bei mir schauts da zappenduster aus.
Ich hab vor 2 Jahren mal einen Bescheid bekommen, daß mir so um die 500 Euro Rente zusteht.
Arbeite zwar seitdem und hoffentlich noch paar Jährchen, aber da wird sich nicht mehr viel ansammeln schätze ich.

Gott sei Dank bin ich nicht auf die Riester-Rente reingefallen, da muß man ja 95 werden bevor man auch nur 1 Cent von seinem eingezahlten Geld sieht,

aber mich würde schon interessieren, was ich jetzt am besten machen sollte, um doch ein paar Euro auf der hohen Kante zu haben sollte ich mein Rentenalter wider Erwarten doch erleben.

Außerdem habe ich vor, mir von meinem Erbe im Alter eine Wohnung zu kaufen (reicht in München ca. für eine 2-Zi--Whg.), und die dann meinen Kindern zu vererben, da ich selber nichts Vererbbares auf die Reihe bekommen habe.

Bloß, sollte ich also sehr wenig Rente bekommen krieg ich vom Staat ja auch nichts, weil ich erst die Wohnung runterleben müßte? Das will ich auf keinen Fall, weil meine Kinder das erben sollen.

Wenn ich jetzt z.B. 50 Euro für mein Alter sparen würde im Monat, würde das noch was bringen bzw. wie und wo mach ich das am besten?
 
..was nicht heißt, dass sie "gesünder" sind. Ich denk' da so an sitzende Tätigkeit und Rücken zB.

Nein, sicher nicht per se gesünder. Andererseits stirbt man auch nicht so schnell an einem kaputten Rücken. Ich meinte auch nicht unbedingt, dass die Menschen heute weniger krank sind, sondern eher, dass eben mehr Krankheiten heil- und therapierbar und somit nicht mehr unbedingt tödlich sind.
 
der Mensch wird immer älter, auch wegen immer besserer Medizin.
Und man ist sicher in vielen Berufen mit 65 noch einsetzbar (Büro usw...).

Der Haken an der Sache ist, wieviele haben in dem Alter noch einen Job und sind nicht schon von einem 40 Jahre jüngerem Arbeitnehmer abgelöst worden?
Der Junge kostet auf jeden Fall um einiges weniger und hat im Normalfall auch weniger Krankenstände und Wehwehchen. So ist die Natur.

Es sind schöne Worte, wir arbeiten alle bis 65,67 oder 70 Jahren.
Blöd ist es nur, wenn die Mehrheit dann zwischen 50 und 60 den Job verliert aus Altersgründen, dann die restlichen Jahre keine Beitragszeiten mehr sammeln kann und dadurch die Rente fürchterlich gering ausfällt.

Das ist nämlich der wahre Plan hinter den schönen Worten.
Rente erst später und möglichst gering.
 
Angst vor Altersarmut hatte ich auch immer. Nun gehöre ich zu den Älteren und ich kann jetzt sagen, ich habe alles richtig gemacht.

Schon als ich 30 Jahre alt war, habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Und einen Bausparvertrag abgeschlossen. Weil mein Ziel war, eine Eigentumswohnung zu kaufen, damit ich bei Rentenbezug nicht auch noch die teure Miete bezahlen muss. Ich habe damals nicht so viel verdient und trotzdem jeden Monat etwas auf den Bausparvertrag eingezahlt. Das war auch mit manchem Verzicht verbunden, d.h. ich konnte es mir nicht jedes Jahr leisten in Urlaub zu fahren und die allerneuesten Klamotten gab es auch nicht immer. Ich musste mein Bankkonto stets im Griff haben und habe es nur ganz selten geringfügig überzogen.

Es hat zwar sehr viele Jahre gedauert, aber ich habe mein Ziel erreicht. Heute habe ich eine wunderschöne Eigentumswohnung und kann von meiner Rente gut leben. Aber das funktioniert nur, weil ich eben keine Miete mehr bezahlen muss. Insgesamt habe ich 45 Arbeitsjahre hinter mich gebracht. Allerdings muss ich zugeben, dass der Arbeitsmarkt zu meiner aktiven Zeit noch sicherer war als heute. Trotzdem kann ich jedem jungen Menschen nur raten, es ähnlich zu machen wie ich es getan habe. Und wenn es noch so schwer fällt.......
Ich glaube nämlich nicht, dass Vater Staat noch mehr leisten kann und will. Und wer im Rentenalter nicht auf alles verzichten will, hat wohl keine andere Wahl, als in jungen Jahren selbst vorzusorgen.
 
Bloß, sollte ich also sehr wenig Rente bekommen krieg ich vom Staat ja auch nichts, weil ich erst die Wohnung runterleben müßte? Das will ich auf keinen Fall, weil meine Kinder das erben sollen.
Wenn ich jetzt z.B. 50 Euro für mein Alter sparen würde im Monat, würde das noch was bringen bzw. wie und wo mach ich das am besten?
Das kann man so schwer beantworten, wenn du das mit der Wohnung tatsächlich vor hast, wäre evtl. Wohnriestern etwas oder eben nur ein Bausparvertrag.
Alles können sie nicht nehmen, denn du hast Schonvermögen und erst recht in der eigenen Wohnung.
 
Das kann man so schwer beantworten, wenn du das mit der Wohnung tatsächlich vor hast, wäre evtl. Wohnriestern etwas oder eben nur ein Bausparvertrag.
Alles können sie nicht nehmen, denn du hast Schonvermögen und erst recht in der eigenen Wohnung.

Danke für deine Antwort, Rhenus.

Also mit Riester will ich absolut nichts zu tun haben,
Schonvermögen klingt schon besser. Weißt du, wie hoch das ist?

Ich höre immer wieder von alten Menschen, daß sie ihr Leben lang gearbeitet und vor allem gespart haben, um sich im Alter was zu gönnen,
und dann wurden sie gezwungen, all ihre Ersparnisse erst aufzubrauchen bevor sie Aufstockung auf ihre kleine Rente bekamen😕
 
Sinn und Zweck der Rentenänderungen war nicht zu wenige geborene Kinder, nicht "wir leben länger" sondern das Rentengeld auf den Privaten Geldmarkt zu bringen.
Das wird dem Steuerzahler sehr teuer werden, während Versicherungen sich dumm und dusselig freuen.

Denn nur die Rentenzahlzeiten den Auszahlzeiten gegenüber zu stellen ist die halbe Miete.
Die Höhe der Renten und die Höhe der Einzahlungen in die Kasse entscheiden viel mehr.
Bleibt es bei diesen jetzt gültigen Parametern, Arbeitslosigkeit und Billiglöhnen, dann wird der Staat sehr viele Sozialgelder umschichten müssen.

In Wirklichkeit gibt es nur eine Gleichung, Einzahlung zu Auszahlung. Doch gerade diese Balance wurde durch Riester empfindlich gestört um nicht zu sagen zerstört.
Dazu kommt, dass der, der nicht "Riestert", indirekt andere mitfinanziert.
Tolles System!
 
Claudia,

Schonvermögen klingt schon besser. Weißt du, wie hoch das ist?
da schaust du mal hier.

Um es genau zu sagen muss man auch alles genau wissen.

Die Leute die alles verlieren, sind die, die in ein Heim müssen, um es einfach zu beantworten.
 

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