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Altersarmut befürchtet? Wie denkt ihr?

Landkaffee

Urgestein
Ich denke immer öfter: ich werd´eh´so nicht alt.

Eigentlich bin ich sonst ganz und garnicht resignativ, aber in dem Punkt... .
Also, meine Felle, die sehe ich zunehmend schwimmen.


Wie geht es Euch?
Fürchet Ihr Altersarmut für Euch selbst?

Wie geht Ihr für Euch damit um?

Wünsche mir in diesem Thread Eure Meinung, Erfahrung, Antworten und bitte auch positive Anregungen und - keinen Streit.


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
von staatlicher Seite kann man nicht mehr viel erwarten.
Und je jünger man ist umso schlechter siehts aus.
Einzige Chance auf einen lebenswerten Ruhestand ist eine vernünftige private Vorsorge.
 
Puh...naja, bei mir ists ja noch bisschen bis dahin😉 Aber ich sehe es bei meinen Eltern, die auch eher kleine Renten haben und damit keine großen Sprünge machen können. Die müssen da schon immer gut timen, um die Heizöllieferung oder irgendwelche Arbeiten am Haus bezahlen zu können. Wobei sie ja eben ein eigenes Haus samt Grundstück haben - ohne Schulden/Hypotheken drauf - das ist natürlich schon eine gewisse Sicherheit fürs Alter.

Meine Generation kann eh nicht mehr auf Renten setzen. Ich hab natürlich ne private Rentenversicherung und auch ein kleines Aktienpaket. Ob das am Ende reicht - keine Ahnung.

Ich glaub, Wohneigentum ist schon ne ganz gute Basis - obwohl es eben auch "bindet". Mein Freund und ich, wir sind beide Einzelkinder. Jeder wird also mal ein Haus + Grundstück erben. Vielleicht auch ein Stück Sicherheit.
 
Ich habe privat vorgesorgt und das so viel, wie ich eben kann - ohne dass ich heute finanziell zurückstecken muss. Ob ich es dann im entsprechenden Alter tatsächlich mal brauche? Kann man nie wissen, vielleicht zahle ich jetzt umsonst ein wenn ich mit 50 herzinfarktbedingt aus den Latschen kippe oder an etwas anderem erkranke, sterbe...

Anderseits, würde ich heute nichts ansparen und mich auf den Staat verlassen...nee, das konnte es nicht sein, daher hab ich mir mehrere Standbeine aufgebaut und wenn dann tatsächlich alless so abläuft wie heute prognostiziert, dann sollte ich im Rentenalter eigentlich sehr gut leben können.

Altersarmut fürchte ich daher also eher nicht. Abgesehen davon lebe ich sowieso Hier und heute.
 
[FONT=&quot]Ja es wird sie geben die Altersarmut, sogar sehr hart.[/FONT]

[FONT=&quot]Eine unverantwortlich Politik, wild wuchernde Neoliberalität, hat eines unserer sozialen Standbeine gefährlich angesägt.[/FONT]
[FONT=&quot]Es dauert nicht mehr lange, dann wird es nur noch eine Grundrente geben. Ich erwarte diese Entscheidung, zumindest die Diskussion, in der nächsten Legislativperiode.[/FONT]
[FONT=&quot]Eine große Koalition wird es möglich machen.[/FONT]

[FONT=&quot]Hallo Natascha,

Einzige Chance auf einen lebenswerten Ruhestand ist eine vernünftige private Vorsorge.
Und die wäre?
Es hat sich doch gezeigt, dass diese doch sehr teuer, unberechenbar und sogar zur Katastrophe führen kann.[/FONT]

[FONT=&quot]Die einzige Vorsorge, die ich mir diesbezüglich vorstellen kann, ist Immobilienbesitz.[/FONT]
[FONT=&quot]Doch wer kann bei diesen Arbeitsmarktbedingungen sich auf eine Verschuldung einlassen, wenn man nicht befürchten muss, alles zu verlieren.[/FONT]
 
😕 wieso befürchtet die Altersarmut ist doch teilweise schon da.

Bei vielen Alten Menschen reicht die Rente doch vorne und hinten nicht
obwohl Sie Jahrzehntelang gebuckelt haben.

Alt werden oder Krank sein daß sollte man 🙄vermeiden.

Für eine private Vorsorge reicht es nicht immer
und daß der Staat nicht viel wert legt auf Alte oder gar deren Rente weis jeder

🙄Stop hab mich vertan unsere Damen und Herren aus Der Politik sind versort.
 
Hallo Rhenus,

es kommt vor allem auf den Ist-Zustand an.
Jeder hat andere Voraussetzungen.

Wichtig ist als allererstes, raus aus jeder Form von Mietverhältnis.
Eigenbesitz, egal ob Haus oder Eigentumswohnung, ist der erste (und wichtigste) Schritt.
Damit hat man eine gute Basis im Ruhestand, muß sich "nur" noch um Betriebskosten kümmern um ein Dach übern Kopf zu haben.
Und vor allem hat man ein Eigentum, daß man eines Tages den Kindern überlassen kann.
Das sie dann nützen können oder zu Geld machen können, jedenfalls gebe ich ihnen damit eine große Erleichterung mit.

Dann ist die finanzielle Vorsorge.
Wer will soll es unterm Kopfpolster lagern. Oder ein Sparbuch füllen. Oder in einer Rentenversicherung ansparen, Aktien kaufen usw....
Das ist jedem selbst überlassen. Und ich will da keine Tipps abgeben da ich keine Finanzberaterin bin.

Aber um zur ursprünglichen Frage zurückzukehren:
Altersarmut gibt es heute schon und so wird in 10, 20, 30 Jahren immer schlimmer werden.
Wer sich heute noch auf den Staat verlässt wird nicht nur sein blaues Wunder erleben sondern entweder den Kindern auf der Tasche liegen (keine angenehme Vorstellung) oder eben irgendwo versumpfen.

Wir (West)Europäer sind einfach mit dem Sozialstaat aufgewachsen und können und nur schwer vorstellen, daß es ihn irgendwann nicht mehr bzw. nur sehr eingeschränkt geben wird.

Die Amerikaner, auf die immer so gern geschimpft wird, werden schon mit ganz anderen Werten erzogen.
Sie wissen: hilf dir selbst, denn der Staat hilft dir sicher nicht.
Für sie ist es völlig normal, sich selbst um Krankenversicherung, Rentenvorsorge usw... zu kümmern.

In Westeuropa leben heute noch viele mit der Vorstellung, Papa Staat wird mich schon ewig durchfüttern und für mich sorgen. Das böse Erwachen ist garantiert.

Und ein sehr wichtiger Punkt:
man geht doch nicht arbeiten nur um zu überleben, man will auch vernünftig leben.
Und wer hat nicht Vorstellungen, was er in seinem Ruhestand alles erleben/nachholen will, was jetzt durch Kindererziehung und Job nicht möglich ist.

Die Welt bereisen, tolle Orte sehen, in Hawai am Strand liegen, die Malediven besuchen bevor sie die Erderwärmung überflutet. Jeder hat so seine Träume, die er im Ruhestand unbedingt durchziehen will.
Nur muß man sich das im Alter auch leisten können.
 
Abwarten... et kütt, wie et kütt... verhungern lassen wird uns der Staat nicht... hoff ich doch mal.

Ansonsten hab ich eine private RV und werd zudem von meinen Eltern einiges erben. 😱
 
Hallo Käffchen!


Hach - endlich mal ein Thema, bei dem ich mich nicht angesprochen fühle!😀

Da ich bisher im Leben nie in den Genuss von Vergünstigungen/Gewinn/Erbe etc. kam - und auch durch's Elternhaus nie gesponsert wurde - bin ich es gewohnt, selbst für mich zu sorgen.

Allein & erziehend, in Partnerschaft, kenne von wirklich Arm bis zum - relativen - Überfluss die ganze Palette....

Mir war immer sehr wichtig, kleine Brötchen zu backen, niedrige Festkosten, nie
Konsumgüter auf Kredit etc.

Ich bin damit immer gut gefahren, leide auch bei unvorhergesehenen Katastrophen keine Not, ich bin wohl tatsächlich zum Finanzgenie mutiert!

Dazu kommt, dass ich materiell- oder Konsumorientiert war, ich brauch keine Markenklamotten, 5*AI etc.
Die Welt habe ich bereist, Heute liebe ich es, Daheim zu sein.
Mein kleiner schwarzer Twingo ist > 10 Jahre alt - er bringt mich von A nach B ohne
dass ich ständig die Tankuhr im Auge behalten muss.

Möbel und Technik erstehe ich oft günstig übers Internet, gerne auch über 3,2,1 - das vermittelt mir ein Glücksgefühl...fette Beute sozusagen!😀

Im Alter werde ich evtl. nur Grundrente bekommen - so what - mir ist das
völlig wurscht, ich komme mit wenig aus, mein Lieblingsmensch ist ähnlich gestrickt - zum Glück!
Wir wollen evtl. in noch eine Immobilie investieren - aber ganz ehrlich:
Da sitz ich dann wieder und kalkuliere, kümmere mich um die (kostenintensive) Wartung und Instandhaltung etc., habe aber wenig davon.
Das Elternhaus meines Mannes ist nicht belastet, wir bauen und investieren hier immer dann etwas, wenn wir Geld übrig haben - das ist natürlich nicht viel, aber immerhin jedesmal eine
große Freude, wenn wir etwas erneuern!

Was mich etwas stört ist eher, dass ich meinen Kindern gerne mehr zukommen lassen würde, viel mehr in soziale Projekte investieren würde...dafür bleibt leider wenig übrig (wobei das ja letztlich auch eine Frage MEINER Priorität ist!).

Ich fürchte mich eher vor Krankheit im Alter...

Wie schlimm muss es sein, auf Dauer körperlich hilflos zu sein und die Selbstständigkeit aufgeben zu müssen...dann erübrigt sich eh jeglicher Gedanke daran, die Welt zu bereisen - das sollte man m.E. eh in jungen Jahren machen...

Käffchen...Klare Antwort auf Deine Frage:

Nein, keine Befürchtung!

Inwiefern siehst Du Deine Felle schwimmen?
Magst Du das etwas konkretisieren?
 

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