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Als Mutter Teilzeit arbeiten

T

Teilzeit

Gast
Hallo!
Ich bin alleinerziehend und eine junge Mama (20 Jahre alt). Ein gutes Abitur habe ich zwar, aber noch keine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium. Der Vater meiner Tochter zahlt viel Unterhalt, kümmert sich aber nicht persönlich um sie. Meine Familie ist ebenfalls nicht wirklich präsent, meine Tochter hat nur mich als ihre Bezugsperson.
Eigentlich habe ich geplant ein duales Studium zu machen und immer Vollzeit zu arbeiten. Nun habe ich aber einen kleinen Einblick darüber bekommen wie der Ablauf in einer Ganztagskita so ist. Die Kinder waren alle
sehr ruhig, angepasst und irgendwie traurig. Viele haben geweint und ihre Eltern vermisst..
Meine Tochter ist 8 Monate alt und ich kann mir nicht vorstellen sie von 8-17 Uhr in die Kita zu geben... Auch mit 3 Jahren nicht.
Es ist ja nicht so, dass sie eine tolle Oma oder einen fürsorglichen Papa hat..
Findet ihr es in meinem Fall in Ordnung Teilzeit zu arbeiten?
Ich möchte erst Vollzeit arbeiten wenn meine Tochter etwas älter ist.
Nur man hört oft dass man dann ein Schmarotzer sei. Allerdings bekomme ich außer Kindergeld nichts vom Staat und werde auch nie etwas beantragen . Der Vater meiner Tochter hat sehr viel Geld sodass wir finanziell null Probleme haben. Ich kann meiner Tochter sehr viel ermöglichen. Da sich der
Vater meiner Tochter nicht kümmert findet er es besser wenn ich nur Teilzeit arbeite und uns vieles finanziert.
 

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Mozu

Aktives Mitglied
Ich finde das völlig in Ordnung! Unterstützt dich deine Familie gar nicht, auch nicht emotional? Wie ist dein Verhältnis zu ihnen so? Und was ist mit der Familie des Vaters?

Mit 20 auf sich allein gestellt zu sein mit einem kleinen Baby ist nun wirklich kein Zuckerschlecken und nichts, was man sich aussuchen würde. Du hattest in dieser Situation noch Glück im Unglück, weil du wenigstens keine Geldprobleme und gute Startvoraussetzungen (ein gutes Abitur) hast. Spricht also aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen, noch eine Weile sogar "nur" für dein Baby da zu sein und später mit Teilzeit anzufangen, und erst in einigen Jahren Vollzeit zu arbeiten. Was möchtest du denn in Teilzeit machen?
Übrigens, gerade wenn du momentan die einzige Bezugsperson für deine Tochter bist, wird ihr die Kita später bestimmt gut tun, das wird ihren Horizont und ihre Komfortzone erweitern :)
 

_cloudy_

Urgestein
Hallo.

Es ist wirklich ein unheimlich langer Tag für Kleinkinder. Und u nter 3 Jahren braucht und will ein Kind das nicht.

Halbtags ist ok, wobei 1 Jahr schon sehr jung ist. Da sind sie schon noch Babies.
Vielleicht kannst du noch ganz daheimbleiben, bis es 1 1/2 oder 2 ist?

Ein Schmarotzer oder sowas bist du auf keinen Fall! Im Gegenteil, ich finde das sehr verantwortungsvoll, dass du dir so viele Gedanken machst.
 

miasma

Aktives Mitglied
Es wäre vielleicht für euch beide toll... wenn du für den Anfang eine Kita findest die euch sachte eingewöhnt und erstmal für ein paar Stunden die Kleine betreut.

Meine Tochter war damals 14 Monate ( hatte die 2 Monate Elternzeit vom Vater noch genommen) und wir haben bis sie 3 J. wurde mit 6 Stunden, 9-15 Uhr einen guten Kitastart gehabt.
Danach habe ich wieder Vollzeit gearbeitet, weil sie dann oft gar nicht begeistert war... wenn ich sie schon um 15:00 Uhr abholen wollte.

Man bekommt automatisch Kontakte zu andern Müttern + Kindern im selben Alter.
Außerdem ist es keine Pflicht das Kind sofort jeden Tag die ganze Zeit dort hinzubringen.
Heißt... auch 1-2 mal die Woche früher abholen + einen Tag frei kann schön sein... oder im oft angegliederten "Familientreff" noch die Kafferunde mitmachen.

Du kannst es ja langsam angehen und dir genau anschauen wie es euch dabei geht.

Ein großer Vorteil der Kita ist noch... das man sich immer wieder sehr freut... das Kind abzuholen.. weil man ein paar Stunden Pause hatte zum "aufladen der Betreuungs-Akkus" ;-)
 
G

Goldi

Gast
Dein Kind zur Priorität zu machen, wenn die Basis finanziell abgesichert ist, ist nicht etwas, das Dir jemand zum Vorwurf machen darf. Du bist eine sehr junge verantwortungsvolle Mutter, die sich Gedanken macht. Längst nicht alle sind so.
Die Kita ist der Notnagel wenn berufliche oder private Umstände keine andere Lösung ermöglichen. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Kind in der Familie betreuen zu lassen ist immer schöner, wenn man denn die Möglichkeit hat. Ich lebe auf dem Land und hier ist das vielerorts noch der Standard.
Ja, ich finde es gut, dass Du erstmal Teilzeit arbeiten möchtest. Manche Mütter machen eine weitere Ausbildung, andere bleiben einfach in Teilzeit und Mutter wenn sie es sich leisten können. Das ist eine persönliche finanzielle Entscheidung, Dein Kind und Dein Leben. Emanzipation und Feminismus sollten eigentlich verschiedene Lebensentwürfe als gleichwertig berücksichtigen. Das du dir in Deiner schwierigen Situation immer noch Sorgen machen musst, was die Gesellschaft denkt zeigt, das es damit leider nicht weit her ist. Sich um sein Kind zu kümmern damit es zu zu einem „fähigen“ Menschen gerät ist schließlich kein Job den man im Schnelldurchlauf wuppt.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Also, was die Andern sagen ...., nein, Du bist bestimmt kein Schmarotzer!
Ich finde es sehr wichtig, dass Du, als junge Frau und junge Mutter lernst, für Deine Rechte einzustehen. Beantrage ruhig, was Dir zusteht, das würde Dich etwas unabhängiger von dem spendablen Vater machen.
Für das Kind ist es bestimmt besser, die ersten Jahre bei der Mutter zu sein, und Du möchtest das ja auch so. Um den Anschluss nach draussen nicht zu verlieren, könntest Du ja vielleicht schon per Korrespondenz studieren. Dann hast Du etwas in der Tasche für später.
Es ist wirklich gut, dass Du Dich um Deine Zukunft kümmerst, schon allein deswegen, damit Du Deinen Platz in der Gesellschaft findest. Denn das ist nicht immer so leicht als alleinerziehende Mama.
Viel Freude weiterhin mit Deiner Kleinen!
 
Y

Yalu

Gast
Hey Teilzeit! 😉

ich find das richtig cool das du dich hier meldest! Vorneweg: Du bist super stark als 20 jährige zu studieren und alleinerziehend zu sein 💪!
Du könntest entweder dein Kind zu einem Verwandten oder einer Freundin geben. Da hat das Kind eine feste Bezugsperson. Oder aber du könntest dich noch in weiteren Ganztageskitas umschauen. Ich weiß, es gibt einige KiTas wo die Erzieher echt "streng" sind aber: Es gibt auch viele KiTas wo die Kinder die schönste Zeit ihrs Lebens haben (war ironisch gemeint 😜). Auch wenn es vielleicht Klischeehaft klingt, Waldorfkindergärten sind sehr individuell und lassen den Kindern viele Freiräume (ich war selber dort und die Kinder meiner Schwester auch). Dein Kind auf eine Waldorfschule zu geben würde ich dir nicht empfehlen aber der Kindergarten ist echt super 👍. Ich weiß nicht wo du wohnst, aber in Hamburg-Bergedorf gibt es solch einen Kindergarten.
Wenn du dich dazu entscheidest dein Kind in eine KiTa zu geben, könntest du Dual studieren und arbeiten. Oder aber du machst ein Fernstudium und arbeitest nebenher wo du dein Kind mitnehmen kannst.

ganz Liebe Grüße und du bist eine super Frau!!
Yalu 🙋‍♀️
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Die moderne Pädagogik empfiehlt für Kinder unter 4 Jahren eine Tagesmutter. Dem Kind ist das egal, ob die Person ihre Tante oder reine nicht-Blutsverwandte ist.
Nutz es aus, dass Du nicht arbeiten musst und mach´ eine Ausbildung bzw. ein Studium und zwar so, dass das Kind nicht 8 Stunden am Tag weg ist.
Ob sich allerdings mit einem dualen Studium verträgt, glaube ich eher nicht. vielleicht ein normales Studium?


Das "langsame Eingewöhnen" ist übrigens ein Konstrukt von Erwachsenen und entspricht nicht dem Verständnis von Kindern.
Erwachsene machen sich da was vor.
Hier sieht man, wie Kinder das empfinden....
"Eingewöhnung" hängt also nicht von der "Zeit" ab sondern schlicht und einfach an der Bindung, die aufgebaut wird.





Kindliches Zeitempfinden
Der Familienmediator Jan Piet H. de Man untersuchte das kindliche Zeitempfinden. In seinen Forschungsergebnissen hält er fest:
1 jähriges Kind empfindet 1 Tag wie seine 30-jährigen Eltern 1 Monat
1 jähriges Kind empfindet 12 Tage wie seine 30-jährigen Eltern 1 Jahr
Kindergartenkind empfindet 12 Tage wie seine 30-jährigen Eltern 4 Monate
Kindergartenkind empfindet 1 Woche wie seine 30-jährigen Eltern 2 Monate
Eine einfache Regel zum Merken:
Trennung von einem Elternteil
Alter: 1 Jahr = maximal 1 Tag Trennung von einem Elternteil
Ein Kind darf nicht mehr Tage von einem Elternteil getrennt bleiben, als es Jahre alt ist.

quelle:

 
Zuletzt bearbeitet:

miasma

Aktives Mitglied
Ich weiß... es gibt da genug sehr unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungen.
Es ist auch jedes Kind ein Individuum mit unterschiedlichen Empfindungen, Anpassungsfähigkeiten und Sozialkompetenz.

Traut euren Kindern einfach mal was zu ;-)

Es ist heutzutage sehr schwer... bis ca. 4 Jahren total verzärtelt bei der Tagesmutter oder Oma , Mutter etc. aufzuwachsen und dann mit 5 oder 6 Jahren in die Schule zu kommen.
Da sieht der Alltag so aus das die Klassenzimmer voll sind, keine Zeit für Indivitualbetreung usw.

Kinder die sich zeitig an einen halbwegs geregelten Tag mit andern Kindern "gewöhnen"... haben da deutlich Vorteile.
In einer Gruppe Gleichaltriger zu agieren, sich einzubringen und alles was dazu gehört... ist dann schonmal das normalste der Welt und nicht auch so neu wie zusammen was lernen "müssen".

Ich spreche da jetzt nur aus meiner eigenen Erfahrung ( meine Tochter ist jetzt 13 )
 

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