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alles wird schlimmer

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wie der Titel schon sagt, habe ich die Berfürchtung, dass ich beruflich nie wieder so glücklich sein werde wie immoment . Ich bin Uni-Absolventin und habe während meines Studiums mehrere Jahre im gleichen Unternehmen als Aushilfe gejobbt. Insgesammt hat es mir dort sehr gut gefallen, denn man kannte jeden und wusste was erwartet wird. (Die Arbeit an sich war weniger spannend, vielmehr kam ich mit dem drumherum sehr gut zurecht) Ich habe mich dort einfach sicher und geborgen gefühlt und jetzt musste ich kündigen. Ich habe gekündigt, weil ich jetzt "richtig" arbeiten muss und ich freue mich auch auf eine neue Tätigkeit in einem ganz fremden Bereich, doch ich habe Angst, dass die neuen Kollegen nicht nett sein werden, ich mit den neuen Aufgaben überfordert sein werde und schlichtweg einfach keinen Spass habe. Es wäre soviel einfacher in dem alten Job zu bleiben, aber ich will mich ja auch weiterentwickeln. Was mache ich nur gegen diese Angst alles zu verlieren. Es klingt jetzt komisch, aber meine Kollegen sind zu meiner Familie geworden, außerdem genoss ich den Tagesablauf, die festen Regeln etc. Natürlich gibt es immer auch Dinge, die einem nicht passten, aber mit denen konnte ich leben. Trotzdessen habe ich gekündigt, aber irgendwie bereue ich es und bin tottraurig. Ich weiß nicht, ob es die Angst vor Neuem ist, die Gewohnheit, oder meine mangelnde Berufserfahrung (hab ja gar keinen Vergleich, war mein erster Job), die mir sagen, dass ich mit der Kündigung einen Fehler begangen habe. Ich bin wirklich am Überlegen meine Kündigung irgendwie rückgängig zu machen, doch vielleicht würde ich mich auch ärgern niemals was anderes ausprobiert zu haben....in den alten Job kann ich schließlich immer wieder zurück...ich weiß immoment wirklich nicht wohin...
 
Sieh doch nicht so schwarz 😉
Freu dich erstmal, das die Vergangenheit dir so nette Kollegen einbrachte.
Angst vor dem neuen, besonders wenn man in einem noch zuvor unbekannten Bereich neu einsteigt ist normal. ( so geht es auch jedem Azubi bei seiner ersten Lehre 😉) Man kennt es nicht, man hat Druck, und man muss seinen Lebensunterhalt ja irgendwie verdienen... und die Sache mit "bis 67 arbeiten" macht das Leben auch nicht unbedingt frustfreier. Da ist es klar, das du es dir wünschst, das auch der neue Job dich so weit wie es geht erfüllt.
Schau es dir erstmal an, und wenn es dir nach ein paar Jahren so sehr widerstrebt das du es hasst, sieh dich nach was anderem um.

Und wer oder was sagt überhaupt, das Abi und Uni die genialste Zeit waren? 😉 Stell dir doch mal vor, im neuen Job bist du mit halbwegs netten Kollegen am Arbeitsplatz die auch gerne mal helfen, das was du an Geld raushast reicht zum Leben und evtl sogar, das du jeden Monat etwas für "wirklich schlechtere Zeiten" zurücklegen kannst. Wichtig ist erstmal, das du das hohe Glück hast, gleich nach dem Studium etwas zu finden, das sozialversicherungspflichtig ist, und nicht von H4 und Co. zu leben, denn da kommt man wirklich nur mit Glück und viel Mühe raus.
Und hey, du bist noch jung, klar meint man da noch, man muss eine Arbeit haben, die Spass macht...
Sei einfach froh über das was du bist jetzt hattest und hoff, das du mit dem Erfolg weiterarbeiten kannst.

Und das man mit dem ersten eigenen Job die Kindheit endgültig mit ihren (für die meisten relativ) sorgenfreien Tagen hinter sich lässt- das passiert eben beim älter werden.
Verzweifel bloss nicht dran- bis jetzt war es doch schön. Und selbst wenn es die nächsten Jahre etwas hapern sollte, was sagt dir, das es so weiter geht? Das Leben ist ne Konjunktur- sagte mein Wirtschaftslehrer immer- weiter als bis zur Depression kommt man nicht- dann gibt es auch wieder nen Aufschwung.

Lange Rede- Kurzer Sinn- auch wenn die Zeiten mal nicht so unbeschwert sind- dadurch lernen wir die Guten doch erst zu beachten 😉
 
Klingt garnicht "komisch".
Ein bisschen Furcht ist immer dabei, wenn es grössere Veränderungen gibt, oder?
Durch Deine Tätigkeit während des Studiums hast Du im Grunde nur hinauszögern können, was für andere Absolventen der sogenannte Praxisschock ist. Der kann eintreten, muss aber nicht.
Bislang musstest Du nicht soo viel Verantwortung tragen und fragst Dich, ob auch in einem anderen Areitsumfeld Deine Ausbildung und Deine Fähigkeiten reichen.
Mache Dich nicht selber kirre.
Deine neuen Kollegen... . Lerne sie doch erst einmal kennen. 😉
Hey, es geht hinaus in die Welt! 🙂
Oder bist Du so garnicht auch ein Stück freudig neugierig?

Irgendwann dachte ich, ich bin am Ende. Schlimmer geht´s nicht. Es wurde schlimmer.
Dann dachte ich , es geht nicht besser. Es wurde besser als ich je geahnt hatte, dass es das für mich sein könnte.
Auf und auch ´mal wieder ab eben. Arbeite gerade am "Auf".

LG
Landkaffee

Deine Kündigung zurückziehen? Dazu kann ich nichts sagen..... . Weisst Du, Sicherheitsdenken kann einen bewahren. Es kann auch blockieren. Dann heisst es irgendwann: der/die hat ja nichts Anderes gemacht und noch viel ärger: Du traust Dir nichts mehr zu ausser dem was Du jahrein jahraus getan hast.
 
Du verlässt die geliebte Nestwärme und musst dich auf eine neue Umgebung einstellen - das kann schon Angst machen und man befürchtet dann meist dases schlimmer wird...das ist aber nicht zwangsläufig so!

Menschen sind Gewohnheitstiere und bevorzugen es, beim altbekannten zu bleiben - denn da weiß man was man hat, was man tun muss und wie andere mit einem umgehen. In einer neuen Umgebung, einer neuen Situation weiß man das nicht.

Stell dir aber mal vor, dass du in deinem neuen Umfeld noch nettere Menschen kennenlernen würdest, du kommst beruflich top zurecht, du bist schnell beliebt, niemand dort ist ein Stinkstiefel...und alle deine jetzigen Befürchtungen (die ganz schön Kraft kosten) stellen sich als umsonst heraus...😉

Zuversicht ist die bessere Alternative für´s Leben. Lass es einfach auf dich zu kommen und schreib uns doch, was sich ergeben hat, ok? 🙂
 
Hallo,
also ich finde das auch nicht komisch - wenn du 8 h am Tag arbeitest verbringst du wahrscheinlich mehr Zeit mit deinen Bürokollegen, als mit deiner Familie bzw. Freunden.
Und natürlich wachsen einem Kollegen auch ans Herz. Aber nette Kollegen gibts überall (genauso wie fast überall ein Stinkstiefel dabei ist) - sicher kann man mal Pech haben, aber wie sagt man so schön - wer nicht wagt, der nicht gewinnt - oder ... NO RISK NO FUN 🙂.
Denk' doch mal zurück, wie du dich gefühlt hast, als du deinen jetzigen Job angetreten hast - war doch sicher auch ein mulmiges Gefühl ... und wie wohl du dich jetzt fühlst...
 

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