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Alle müssen arbeiten, keiner hat Faulenzer gut zu finden!!! ist das Faschismus??

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Hallo,
was mich immer mehr und mehr in diesem Lande stört ist die Einstellung zur arbeit. Immer häufiger musste ich beobachten , wie Leute im Stich gelassen wurde , die andere gebraucht haben ,wie man sogar behinderte dazu treibt arbeiten zu gehen, wie man Leute fertig macht , die von der Stütze leben, wie willkürlich das ganze System alleine mittlerweile ist.Dass mittlerweile sogar Leute mundtot gemacht werden und die Polizei nach belieben wegschaut.Wie Leute in Jobs mit minnimaler Bezahlung gedrängt werden (nach dem Motto "lieber den Spatz in der Hand , als die Taube auf dem Dach").Wie man unliebsamen Menschen nur aus purer Antipathie heraus ihre Qualifikationen , Zertifikate und schulischen Leistungen aberkennt um sie zu unterjochen und gefügig zu machen.Und alles wird dadurch unterstützt indem es nur eine einzige Meinung geben darf und kann "Alle müssen arbeiten , egal wer du bist und jeder der dass anzweifelt wird fertig gemacht"

Tatsache ist: Von Nix kommt Nix!

Bedeutet: Wer Brot essen möchte, der muss zunächst ein Stück Land urbar machen, darauf Getreide sähen, das Getreide ernten, das Korn malen und daraus Brot backen. Wer dies alles tun will, der muss zunächst einmal wissen wie das alles geht, braucht ein Stück Land, Zugang zu Wasser, benötigt entsprechende Werkzeuge und Rohstoffe und nicht zuletzt die Kraft, um all dies in Bewegung zu bringen.

Mit Faulenzen erreicht Niemand irgendetwas in diesem Reigen, denn Brot ist das Produkt von Arbeit.

Aus welchem Grund sollte ein Faulenzer also Anspruch auf ein Brot haben?

Es gibt keinen Grund! Ein Faulenzer hat demnach keinen Anspruch auf ein Brot!

Für einen Faulenzer gibt es nur drei Möglichkeiten, um an ein Stück Brot zu gelangen:

1. Er bekommt ein Brot geschenkt von einem Menschen der sich sein Brot erarbeitet hat.
2. Er findet ein Stück Brot, das ein Mensch weggeworfen hat weil er es selbst nicht mehr essen will.
3. Er nimmt einem anderen Menschen sein erarbeitetes Brot mit Gewalt weg.

Am besten über die Runden kommen wird ein Faulenzer wohl dadurch, dass er diese drei Möglichkeiten miteinander kombiniert ..... oder anders ausgedrückt:

Ein Faulenzer beantragt Harz 4, holt sich möglichst viel von den Tafeln und arbeitet nebenher noch ein wenig schwarz ......

Soweit also zu den Faulenzern .......

Mal angenommen, es würde gelingen allen Faulenzern eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu verschaffen!
Also eine genügend große Anzahl von Faulenzern soweit zu qualifizieren und zu motivieren, dass sie in der Lage sind die derzeit ca. 750000 in der Jobbörse gemeldeten offenen Stellen und die ca. 240000 offenen Ausbildungsplätze zu besetzen.

Dann wäre doch erst mal alles in Ordnung und jedwede Diskussion um Faulenzer und andere Sozialschmarotzer müsste sich auflösen ....

Was aber fangen wir dann mit den restlichen 2000000 Menschen an, die sich dann immer noch auf dem Portal der Jobbörse tummeln und eine Arbeit suchen ???

Was tun wir dann mit diesen 2000000 Menschen bei denen es sich ja nicht zwangsweise nur um Faulenzer handeln kann, sondern eventuell einfach nur um Menschen die gerade weder zum Brot backen, noch zum Straße kehren, noch als Lehrer, Arzt, Schumacher, Bundestagsabgeordneter oder Teilnehmer irgendeiner dieser mehr als peinlichen Fernsehserien gebraucht werden die gerade so beliebt sind in diesem, unserem Land ???

Rauswerfen wäre eigentlich die einfachste Lösung .... raus aus Deutschland mit dieser unbrauchbaren Menschenmasse, die uns allen ohnehin nur auf der Tasche liegt und am Ende noch auf Gleichstellung mit all Jenen pocht, die ihr Brot unter teils unerträglichen Bedingungen mit ihrer eigenen Hände Arbeit verdienen .....

Aber HALT !!!
Das könnte zu echten Problemen führen!
Was machen wir dann mit dem ganzen aufgeblasenen Verwaltungsapparat und den Kontrollorganen, die dann plötzlich völlig überflüssig wären und die man dann konsequenterweise gleich hinterher werfen müsste, hinaus aus Deutschland .... ?
Und welchen Einfluss hätte dann der plötzlich auftretende Mangel an Arbeitskräften auf unsere Wirtschaft?
Könnte denn unsere Wirtschaft überhaupt konkurrenzfähig sein auf dem globalen Markt, wenn plötzlich kein schier unerschöpflicher Pool an Malochern mehr zur Verfügung stünde und wenn nicht einmal mehr eine Behörde existieren würde, die eventuell doch noch hier und da aufzustöbernde Faulenzer dazu knebeln könnte ihr Leben für nen Appel und nen Ei in den Rachen irgendeiner Produktionsmaschinerie zu werfen ???

Am Ende gewänne die Arbeitskraft wieder an Wert und der abzuschöpfende Rahm an der Oberfläche unserer Volkswirtschaft würde so dünn, dass der Standort Deutschland gänzlich unattraktiv für Investoren würde ..... und dann lassen die den Rest des Wohlstandsmülls der noch in Deutschland produziert wird auch noch irgendwo am anderen Ende der Welt produzieren, wo es noch genügend Menschen gibt denen es noch dreckiger geht als den paar Hanseln hier in Griechenland oder Portugal oder Dortmund .....

Denn Tatsache ist und bleibt: Von Nix kommt Nix !

Bedeutet: Mit Faulenzen erreicht Niemand irgendetwas.

Bedeutet aber auch: Alles hat seinen Preis!

Und solange es genügend Menschen gibt die sich verheizen lassen, wird mit dem Verheizen weiter gemacht.
Und solange es genügend Menschen gibt die applaudieren und johlen bei den Sprüchen des Herrn Bohlen, wird es solche Sendungen geben und die Taschen der Macher zum Bersten bringen.
Und solange es genügend Menschen gibt die ihre Kreativität dazu benutzen völlig an den Haaren herbeigezogene Verknüpfungen zwischen absolut unsinnigen Produkten und den tiefsten unerfüllten Sehnsüchten der Menschen in Form netter, bunter laufender Bildchen zu erschaffen, werden die Menschen lustvoll Schwachsinn kaufen und Müll produzieren.
Und solange genügend Menschen bereit sind sich selbst zu Knechten der Finanzwirtschaft zu machen, indem sie Kredite aufnehmen für die Anschaffung von Dingen die sie sich nicht leisten können und indem sie ihr Vermögen in fragwürdige Geschäfte investieren in der Hoffnung auf Profit, solange wird die Finanzwirtschaft die Fäden in der Hand halten, an denen ihre Knechte zappeln.
Und solange wir es zulassen, dass irgendwelche Mafiosos mit ihren ergaunerten Milliarden das Land und die Quellen und die Rechte am Saatgut unserer Kinder kaufen um auch dann noch die Macht zu haben, wenn alles Gold und Geld der Welt keine Macht mehr besitzt ...... solange wird es geschehen, denn diese Leute sind keine Faulenzer!

Ich wage mal zu behaupten:
Unser Problem sind nicht die Handvoll Faulenzer, die es zweifellos in Deutschland oder sonstwo geben mag.
Unser Problem sind die Heerscharen von Machthabern, die sich an den Fäden ihrer Macht fest gebissen haben und erst loslassen werden, wenn ihnen entweder die Zähne herausgeschlagen werden, oder Niemand mehr Angst davor hat die Fäden zu zerschneiden, selbst wenn das den freien Fall bedeutet.
 
"Alle müssen arbeiten, keiner hat Faulenzer gut zu finden" ist das Thema, richtig?! 😉

Da müsste man, um die Diskussion hier wieder auf ein sachliches Level zu bringen, erst einmal den Faulenzer definieren, denn offenbar gibt es unterschiedliche Haltungen dazu.

Für mich persönlich ist ein Faulenzer gar nicht existent. Jemand, der nicht arbeiten geht, obwohl er nicht offensichtlich krank ist (weder körperlich noch psychisch, noch emotional noch sozial), wird andere Gründe haben, warum er nicht arbeiten geht.

Das kann z.B. die Hausfrau/Mutter sein, die nicht arbeiten geht, weil sie ihre Arbeit im und ums Haus erledigt.
Das kann der schwerreiche sein, der es nicht nötig hat, arbeiten zu gehen.

Alle anderen die den Popo nicht hochbekommen, obwohl augenscheinlich nichts dagegen spricht, haben, davon bin ich überzeugt, Gründe. Denn es ist eben kein Luxus, kein Vergnügen, nicht zu arbeiten. Man stagniert auf einem Level, man hat keine Kollegen, man hat kaum Selbstbestätigung, man verlangsamt in seinen Bewegungen, man hat faktisch kein Wochenende, ... usw.

Als "steuerpflichtiges Mitglied der Gesellschaft" nehme ich die Menschen, die es nicht schaffen, zu arbeiten, wahr. Und freue mich, dass wir in einem Sozialstaatleben und ich dazu beitragen kann, dass diese Menschen ihren Fähigkeiten, ihren Ressourcen und ihren Möglichkeiten entsprechend leben können. Ich möchte nie und nimmer tauschen, ich brauche meine Arbeit, um meinen Tag zu strukturieren, um Vorbild für meine Kinder zu sein, um jeden Monat mein Gehalt zu empfangen, um abgesichert zu sein, um etwas fürá Alter zur Seite legen zu können, um an Lebenserfahrung hinzuzugewinnen. Ich habe einen Beruf, zu dem ich mich berufen fühle und der mich voll und ganz ausfüllt. Dafür habe ich mich angestrengt, Schulden (BaFöG) in Kauf genommen, viele Jahre investiert und mich hochgeackert. Ich habe aber das Glück, die notwendigen Ressourcen (z.B. Gesundheit in grundsätzlich allen Bereichen) dazu zu besitzen und dafür bin ich dankbar.

Das Leben eines Arbeitslosen, eines Arbeitsunfähigen ist, so empfinde ich das, traurig. Keine Highlights, keine Wertschätzung (und sei es über das Gehalt), keine KollegInnen, keine Identifizierung mit dem, was man außerhalb der Familie, des Privatlebens tut. Nervige Gänge zu Ämtern, Abhängigkeiten, wenig Autonomie. Ein schlichtes Leben ohne Urlaub, ohne "sich mal was zu gönnen"- und dazu der Blick der Gesellschaft, der diesen Menschen das Gefühl geben muss, nichts wert zu sein. Schrecklich. 🙁

Es nervt mich zu sehen, wie Menschen in der Leiharbeit versklavt werden. Es nervt mich, wenn Hausfrauen von oben herab angesehen werden. Es nervt mich, den Spruch "Wer arbeiten will, findet auch Arbeit" zu hören.

Meine Meinung. 🙂

Edit: Fortbildungen zahlt mein Arbeitgeber, es muss also nicht immer selbst über via BAfA finanziert sein. Allerdings hat mich mein Studium mit BAfÖg-Schulden in erheblicher Höhe hinterlassen. Ich habe also während des Studiums von der Gesellschaft prfitiert und es ist nur fair, dass ich es zurückzahle.
 
Es ist eigentlich immer günstig, wenn man seinem Partner das Gefühl gibt wertvoll zu sein!

Warum schafft Ihr das nicht, nennt Dich Dein Mann, "eine Schmarotzerin"?
Nennt er Dich eine dumme Putze?

Oder redest Du Dir das so ein?

Nein Spoony das tut er nicht, dieses Gefühl erhalte ich oft von Menschen aus meiner Gesellschaft! Ich erwähnte eine diverse Freundin und da gibt es noch ähnlich denkende Menschen!
 
@Gast, ich finde, das musste mal gesagt werden! Zwar empfinde ich es als wichtig, dass sich Menschen anstrengen um ihrer Gesellschaft etwas zu geben, aber dass Menschen, die nicht leistungsstark oder sozial gewandt genug sind um einen Vollzeitjob durchzuhalten, von der Gesellschaft gemobbt werden, ist sehr, sehr unfair!🙁
Letzten Endes akzeptieren Leute so Vieles: wenn man seinen Partner mies behandelt, bei seinen Freunden Riesen-Egotrips durchzieht, und und und.
Doch wenn man keinen 8.00 bis 17.00 Uhr-Job durchhält, dann ist man ganz schnell unten durch. Dann hat man schnell keine Freunde mehr.
Dabei kann es heutzutage jedem passieren, dass er langzeitarbeitslos wird. Doch bevor es einen selber trifft, will man das nicht sehen. Stattdessen zieht man über Hartz IV Empfänger her. Wie parasitär sie leben (auch wenn sie so gerne anders leben würden!). Und wie viel sie dem Staat kosten. Dabei kostet ein Hartz IV Empfänger dem Staat nur einen Bruchteil von dem, was ein millionenschwerer Steuerflüchtling dem Staat kostet. Doch Millionäre, die sich nach Monaco oder in ein anderes Land absetzen, werden bewundert.
Der, dem es schlecht geht, wird verachtet.
Es muss sich etwas ändern!
 
Letzten Endes akzeptieren Leute so Vieles: wenn man seinen Partner mies behandelt, bei seinen Freunden Riesen-Egotrips durchzieht, und und und.


Auch das wird nicht akzeptiert.

Doch wenn man keinen 8.00 bis 17.00 Uhr-Job durchhält, dann ist man ganz schnell unten durch. Dann hat man schnell keine Freunde mehr.


Ja, weil andere Leute das finanzieren müssen.

Wie gesagt, wenn jemand krank ist oder keinen Job findet ist das alles kein Thema. Aber wenn jemand in Lage ist zu arbeiten, physisch und psychisch, und es bloß nicht will und dafür staatliche Unterstützung wünscht, dann sehe ich das schon als grobes Schmarotzertum, das andere finanzieren sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
was mich immer mehr und mehr in diesem Lande stört ist die Einstellung zur arbeit. Immer häufiger musste ich beobachten , wie Leute im Stich gelassen wurde , die andere gebraucht haben ,wie man sogar behinderte dazu treibt arbeiten zu gehen, wie man Leute fertig macht , die von der Stütze leben, wie willkürlich das ganze System alleine mittlerweile ist.Dass mittlerweile sogar Leute mundtot gemacht werden und die Polizei nach belieben wegschaut.Wie Leute in Jobs mit minnimaler Bezahlung gedrängt werden (nach dem Motto "lieber den Spatz in der Hand , als die Taube auf dem Dach").Wie man unliebsamen Menschen nur aus purer Antipathie heraus ihre Qualifikationen , Zertifikate und schulischen Leistungen aberkennt um sie zu unterjochen und gefügig zu machen.Und alles wird dadurch unterstützt indem es nur eine einzige Meinung geben darf und kann "Alle müssen arbeiten , egal wer du bist und jeder der dass anzweifelt wird fertig gemacht"

Du hast alles auf den Punkt gebracht, was mich auch stört!
Wir alle sollten uns bemühen, dass solche Machenschaften keine Chance mehr haben!
 
Es gibt wenige Länder, wo es Geld für das Nichtarbeiten gibt. Was hat das mit Faschismus zu tun?

Hängt davon ab, was man unter Faschismus versteht!

Die Grundzüge des Faschismus wie ich ihn verstehe, lassen sich durchaus in gewissen gesellschaftlichen Strömungen wiedererkennen.
Man könnte es ruhig als faschistoid bezeichnen, wie die auf ständigen Fortschritt, grenzenloses Wachstum und die sogenannte freie Marktwirtschaft bauenden "Macher" innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft mit brachialer Gewalt ihr Weltbild versuchen über Alles und Jeden zu stülpen und kein anderes Weltbild neben ihrem eigenen eine Existenzberechtigung zugestehen .....
In einer Gemeinschaft, deren Wertesystem auf Leistung durch Ausbeutung und Übervorteilung und die Reduzierung des Menschen zum Wirtschaftsfaktor aufgebaut ist, wird das Menschsein leicht zum Feindbild.
 
Das Probelm ist nur , dass die Antwort auf die Finanzierungsfrage lautet:

Du finanzierst beides.
 
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