Danke liebe roxana, für dein Mitgefühl!
Nein, er liebt mich, wie er nur einen Menschen vertrauen und lieben kann. Gewalttätig ist er mir gegenüber e i g e n t l i c h nicht. Aber er ist .. er regt sich über so Sachen auf und dann bekomme ich schon Angst, er rastet dann hier bei mir aus, obwohl ich ja gar nichts dafür kann. Er will mir wirklich nichts böses tun, aber er kann sich nicht bremsen. Manchmal denke ich, er zerschlägt noch unsere Wohnung oder noch schlimmer.
Nein, er ist mit unserer Gemeinschaft mehr als nur zufrieden. Trotzdem fürchte ich,..... wenn sich seine Wut mal eines Tages gegen mich richten sollte, was dann? Wir sind seit 20 Jahren zusammen, wir haben geschafft, woran viele scheitern. Beide haben wir unsren Anteil daran. Unsere Nachbarn bewundern uns, daß es bei unseren Projekten i m m e r so ruhig zu geht, warum? -->weil, wenn ich dann mal was lauter sagen müßte, dann flüstere ich, denn wir wollen unsere Probleme nicht als Schauspiel für die anderen darstellen. Mein Mann ist, wenn er nüchtern ist, ein ganz stiller, ruhiger, lieber.
Ich müßte einen Weg finden, wie er seine Wut ableiten kann. Vielleicht sollte ich mir dafür Hilfe suchen. Aber kein Arzt hilft, wenn der Patient nicht zu ihm kommt. Bisher habe ich noch immer die richtigen Worte ihm gegenüber gefunden, aber was, wenn Worte ihn nicht mehr erreichen?
Ich habe so in Zeiten nie für ihn gesprochen, er mußte für sich einstehen- das wußte er, daß weiß er. Vielleicht hat er deshalb immer den Bogen gerade noch so kurz vorm Ausklinken gekriegt?
Das ist schon ein echtes Problem, wenn man auch noch zusammen arbeitet. Vielleicht könntest du in der Cheffin eine Verbündete finden, da sie ihn ja offenbar auch mag, achtet und schätzt- ? Einen Trinker "retten" kann nur er selber, aber geht bestimmt nur m i t "seiner" Gruppe, seinen Kollegen, seinen Mitmenschen, die damit bewußt umgehen können. Das geht nur mit Menschen, die ihn mögen und ihm nix böses wollen u n d über solche Sachen Informationen haben. Er dürfte auf Arbeit von keinem zu Alk aufgefordert werden, bzw. müßte/dürfte er mindestens eben dort gar nicht trinken, nicht einen Schluck - aus seinem eigenen Willen heraus. Er muß sich selber Grenzen setzen. Das zu erkennen, dabei könntest du ihm sachte helfen.
Damals hatte ich mich auf das Ende eingestellt, völlig losgelassen, alles auf eine Karte gesetzt. Wir hatten damals auch das Haus gekauft, mit allen Probelem drum und dran, (waren aber nicht überschuldet!)! Und du kannts dir vorstellen, wir schwer mir da schon ein theoretischer Abschied gefallen ist, weil wir ja selber mit unseren eigenen Händen das meiste geleistet haben.
Glücklicherweise, war es ihm peinlich zu versagen. Es wäre sein versagen gewesen, wenn ich gegangen wäre. Das war seins, was er auf keinen Fall wollte. Zu meinem Glück. Vielleicht denkt ja dein Mann auch so, damit hättest du gute Chancen.
Du mußt ihn quasi bei seinen Hörnern zu packen kriegen. 😀
Daß er nicht so ein organsatorisches Talent hat, das nimm ihm mal nicht übel. Jeder hat so seine guten Seiten, das ist es ja, was ein Paar stark macht. Jeder hat sich mit dem einzubringen, was er am besten kann. Jetzt wo ich nicht so richtig ticke, wo ich mich selber manchmal nicht mehr kenne, paßt er z.B. auf, daß ich Termine nicht versäume. Das macht er richtig lieb.
Du schreibst ja auch, daß ihr euch liebt. Ich denke, ihr werdet das Problem schon bewältigen. Auch wenn man manchmal denkt, es geht so nicht mehr weiter, es gibt immer wieder einen gemeinsamen Weg, wenn beide wollen.