(...)Ich kann aber leider immer nur dasselbe erzählen. Ich würde an deiner Stelle das Fühlen lernen. Das ist die Instanz, die einen normalerweise durch's Leben bringt, die aber bei den meisten Menschen auf die eine oder andere Weise beschädigt wurde.
Wo wir bei deiner Kindheit sind. Du solltest dich fragen, was deine Verhaltensmuster mit deiner Kindheit zu tun haben. Und damit, wie dich deine Eltern behandelt haben. Anscheinend mußtest du wie ein Roboter funktionieren und konntest kaum ehrlich, offen und respektvoll mit ihnen kommunizieren. Dieses Bild ergibt sich aus deinen Alltagsschilderungen.
Es bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als dein Leben aufzuarbeiten. Du hast von Traumen und Mobbing erzählt. Am besten ist wohl, wenn du realisierst, daß du "normal" bist. Du mußt nicht irgendwer sein und funktionieren. Du hast deine spezifische Geschichte, und du darfst so sein, wie du bist, mit all deinen Schwächen. In der Regel ist es nicht das Problem, daß man irgendwas im Leben auf die Reihe kriegen will, sondern daß man emotional entfremdet ist. Daß man quasi ein Zombie ist und wie ein Untoter durch's Leben läuft. Mit mehr Kontakt zu deinen Gefühlen verringert sich auch die Unzufriedenheit, das Gefühl der Unzulänglichkeit.
Schön ist, daß du so aktiv antwortest. Das macht solche Fäden deutlich angenehmer und effektiver.