So ist es. Wir haben jemanden im Freundeskreis, der das Geld an eine gemeinnützige Organisation spendet. Er ist sehr wohlhabend und nicht auf das Geld angewiesen. Wir anderen möchten mit dem Geld hauptsächlich unsere Feiern bezahlen. Wir geben schon eine Menge aus für das warme Essen und die ganzen Getränke.
Sie machen immer, was er sagt, weil sie ihn am längsten kennen. Am Wochenende macht er die Vorschläge, wo man sich trifft usw. und die anderen schließen sich ihm an.
Die anderen reden leider nur hinter seinem Rücken, wenn er ihnen Alkohol und kein Geld schenkt. Mein Freund meinte, dass irgendjemand ihn schon mal darum gebeten hatte, in Zukunft wie alle anderen Geld in die Kasse einzuwerfen. Er hätte sich dann quergestellt und gesagt, dass er sich von niemandem vorschreiben lässt, was er schenkt.
Nein, sein Alkohol wird auf den Feiern nicht getrunken. Die anderen Leute mögen im Gegensatz zu mir zwar schon Alkohol, aber das Problem ist, dass er ihnen keine Getränke schenkt, die sie mögen. Er schenkt ihnen Getränke, die er mag.
Ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass jemand Veganer ist, schenke ich ihm doch auch kein Fleisch oder ein anderes tierisches Produkt, mit dem er nichts anfangen kann. Für mich zählt in erster Linie, dass das Geschenk dem Geburtstagskind gefällt und nicht der schenkenden Person.
Also, in dem gegebenen Kontext kann ich das schon nachvollziehen.
Normalerweise achte ich zwar bei der Wahl des Geschenks schon auf Geschmack und Wünsche des zu Beschenkenden.
Hier wünschst du dir ja aber keinen Gegenstand zum Geburtstagsgeschenk, sondern einen Unkostenbeitrag für die Party.
Es geht dir also darum, mit Freunden zu feiern und eine schöne Zeit zu haben.
Wenn du nun einen oder paar Kumpel hast, die du gerne auf deiner Feier hast, und die dann gerne mit X (Alkohol ihrer Wahl) feiern, finde ich es verständlich, dass die X auch mitbringen, wenn du X aus verständlichen Gründen nicht besorgen magst, weil du X selbst nicht magst.
Vermutlich konsumieren sie und andere dafür entsprechend weniger von dem anderen, was du besorgt hast und tragen dadurch auf ihre Weise zu den Unkosten der Party bei, wie gewünscht.
Allerdings muss ich gestehen, dass mir Regeln wie in deinem Freundeskreis noch nie vorher begegnet sind.
Ich kenne es so, dass man als Gast den Gastgeber fragt, was man mitbringen kann. Damit sind aber Sachen gemeint (z. B. Salat, Baguette, o ä), damit nicht die ganze Arbeit an einem hängen bleibt.
Meist kommt dann als Antwort 'brauchst du nicht - nur falls du was spezielles brauchst, um dich wohl zu fühlen: das dann bitte mitbringen'.
Na gut, manche wünschen sich auch einen Gurkensalat m, Kuchen oder sonst etwas
🙂
Geschenke sind davon unabhängig.
Geschenke stehen im Belieben des Schenkers, das unterscheidet sie von Eintritt oder Preis.
Und ja, normalerweise ist es üblich, dass der Geschmack des Beschenkten berücksichtigt wird.
Normalerweise ist es aber auch üblich, dass der Gastgeber den Geschmack seiner geladenen Gäste berücksichtigt.
Wenn ich z B einen Vegetarier einlade, sorge ich im Normalfall dafür, dass auch etwas entsprechendes essbares da ist.
Wenn ich das nicht möchte oder kann, wäre ich auch nicht beleidigt, wenn er dann etwas Vegetarisches zum Essen mitbringen würde.
Mir kommt das mit dieser Spenden Kasse sehr kommerziell vor, so wie in der Schule sich der Schulverein über das Sommerfest finanziert hat.
Andere Sitten halt.