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Abschlussarbeit - wie durchhalten?

lujanta

Neues Mitglied
Hallo in die Runde!

Ich war jetzt vier Semester lang in einem sprachwissenschaftlichen Masterstudium inskribiert, das momentane Wintersemester ist mein erstes über der Mindeststudienzeit. Für meinen Abschluss fehlt mir noch eine Prüfung und meine Masterarbeit... aber seit einiger Zeit bin ich total blockiert.

Meine Noten bisher waren sehr gut, viel besser, als ich mir das nach einer Pause zwischen Bachelor und Master erwartet hatte. Ich hatte grundsätzlich eine positive Einstellung zum Studium, auch wenn ich weiß, dass es mir an sich nicht viel bringt. Für meine Arbeit zahlt es sich aber aus, wenn ich statt eines dreijährigen Studiums einen fünfjährigen Abschluss vorweisen kann. Es ging und geht mir also vor allem um den Titel an sich, an sich sind Sprachwissenschaften ja ziemlich brotlos.

Hat jemand konkrete Tipps, wie ich es jetzt schaffe, auch diese letzten zwei Hürden noch zu überwinden? Ich hätte Zeit genug zum Arbeiten, bekomme aber den Kopf nicht frei und habe zudem Angst vor dem Versagen. Die Prüfung wäre nicht wahnsinnig schwer, aber ich schaffe es nicht ein Prüfungsprojekt auf die Beine zu stellen, auch wenn ich schon zwei Ideen mit meinem Professor abgesprochen habe. Es ginge nur darum, das jetzt auch durchzuziehen. Bei der Masterarbeit dasselbe in grün: Ich habe seit Februar ein Thema und eine betreuende Professorin, lese mich seitdem ins Thema ein, sammle Literatur und habe einen kleinen Teil meiner eigenständigen Leistung auch schon gemacht. Jetzt muss ich dazu noch empirische Daten sammeln, konkret heißt das, dass ich Befragungen in einer Schulklasse mache. Sogar eine Gliederung für die Arbeit gibt es schon, einen Entwurf zumindest. Aber auch da: Alles, was erfordert, dass ich mich an den Schreibtisch setze und konkret schreibe, transkribiere etc. ist komplett blockiert.

Wie komme ich nur da raus?? Mein Kopf weiß, wie es geht, aber mein Bauch sagt "mag ich nicht" und ich fühle mich vollkommen energielos, dumm und blockiert.

Falls jemand Tipps hat, danke schon im Voraus!
 

Yang

Sehr aktives Mitglied
Lernen macht in der Regel wenig Spaß. Oftmals frustriert es nur.
Allmählich, mit der Zeit, mit viel Übung wird es immer besser und fühlt sich auch so an.
Fortschritte sind dann kleine Erfolge.
Aber solange man das Gefühl hat, nur zu tun, was andere wollen, fühlt es es sich fremdbestimmt an und man hat keine Lust sich endlich dazu zu überwinden.
Frage dich also, was dir wirklich wichtig ist. Versuche den Sinn zu erkennen in dem was du tust, und Freude, Engagement, Fortschritt und Kreativität wird von ganz alleine kommen.
Krisen und Rückschläge gibt es immer und überall, die sollten dich aber nicht abhalten, denn sie sind nicht die Ursache für deine Unlust.
 

lujanta

Neues Mitglied
@Yang: Danke für deine Antwort!

Bisher war es so, dass mir Lernen durchaus Spaß gemacht hat, natürlich nicht immer, aber doch insgesamt gesehen. Es war schön zu sehen, wie ich mir langsam mehr Wissen oder Fähigkeiten aneignen kann.

Aber es stimmt, ich sehe keinen rechten Sinn (mehr) (?) in meiner Masterarbeit. Ich habe ein ziemlich komplexes Thema gewählt und kann es jetzt nur in Umrissen behandeln... und das wirklich alles ziemlich unwissenschaftlich und bruchstückhaft. Wie kann man denn argumentieren, wenn man ein Thema nicht vollständig erfasst hat? Wie weit geht das sog. "common knowledge" und ab wann muss man dann Begriffe definieren und mit Literatur untermauern? Wieso macht man erste Programmtests mit 6-8 Personen, wenn man daraus gefühlt kaum etwas ableiten kann...?

Fragen über Fragen und ein totales Chaos im Kopf!!
 

ms.cooper

Mitglied
Hast Du das Themeneingrenzung, die Gliederung und Art und Umfang der empirischen Untersuchung mit Deiner Betreuerin abgesprochen? Es klingt, als ob das Thema zu weit und zu komplex sein könnte im Sinne von "Die Sychronie und Diachronie des deutschen Verbalsystems"...
 
E

Eine

Gast
Wenn das Thema bereits gut eingegrenzt ist und du dir einen ausreichenden Blick über die Litetatur verschafft hast, solltest du eine Gliederung deiner Arbeit ableiten können. Steht diese bereits, kannst du dich ja an dieser entlang arbeiten. Ich schrieb meine Masterarbeit auch in einem Sprachwissenschaftlichen Kontext, ebenfalls empirisch. Ich laß mich zunächstin das Thema ein, sammelte dann genügend Datenmaterial und wertete dieses entsprechend der Fragestellung aus. Mein Prof meinte damals zu mir, erkläre nur jene Begrifflichkeiten genauer, von denen man nicht zwangsläufig ausgehen kann, dass ein anderer Sprachwissenschaftler sie in diesem Kontext versteht. Da solltest du inzwischen etwas Feingefühl entwickelt haben. Ich verstehe deine Sorgen. Ich hatte damals einen wahnsinnig großen Korpus an Daten, die es auszuwerten galt. Mir hat da das Gespräch mit dem Prof geholfen und das Sichten ähnlicher Arbeiten. Auch habe ich mir die Arbeit in viele kleine "Ziele" eingeteilt und jeden Tag eines dieser Ziele abgearbeitet. Zwar ist es wichtig, das Ergebnis bzw das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren - oft aber denken wir an das Ende/das Ziel und verlieren dabei "den We" aus den Augen.
Wenn ich es nicht uberlesen habe, steht denn bereits eine Gliederung?
 

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