Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Abneigung gegenüber Stiefvater wird immer größer

  • Starter*in Starter*in Sheik
  • Datum Start Datum Start
S

Sheik

Gast
Wie ist meiner Mutter noch zu helfen?

Hallo!

Ich weiß gar nicht wirklich, wie ich mein Problem am besten beschreibe, ich glaub ich schreib einfach mal drauf los 😀

Also, ich bin ein 16 Jahre alter Junge, lebe mit meinem Bruder (9) und meiner Mutter bei meinem Stiefvater. Ich bin Kind aus ihrer ersten Ehe, mein Bruder aus der zweiten Ehe und das ist jetzt momentan ihre dritte Ehe. 2012 haben sie sich kennengelernt, 2013 haben sie schon geheiratet (ja, echt dämlich, ich weiß, aber so ist meine Mutter immer bei den Männern - leider).

Ich hatte nie ein wirkliches Problem mit meinem SV, nach meinem ersten SV (also dem Vater meines Bruders), der mich und meine Mutter regelmäßig seelisch und körperlich misshandelt hat, war ich ja schon froh drum, dass er nicht so drauf ist. Trotzdem hatte ich nie eine wirkliche Bindung zu ihm, hab ihn auch nie wirklich gemocht, hab seine Anwesenheit immer mehr oder weniger nur geduldet. Das hat sich in den letzten Wochen schlagartig geändert.

In den letzten Monaten merkt man, dass die Ehe langsam auseinanderbricht. Die vorherige Ehe meiner Mutter lief so in etwa 5 Jahre lang, also zeitlich würde es passen. Aber je mehr ich meine Mutter unter der Situation hier leiden sehe, desto größer wird meine Antipathie für ihn. Das Ding ist, dass sie, voreilig wie sie bei Männern ist, ihren Job gekündigt hat, als wir zu ihm gezogen sind und sich somit völlig in eine finanzielle Abhängigkeit von ihm getrieben hat.

Die Ehe ist mittlerweile nur noch eine Art Zweckgemeinschaft, zumindest in meinen Augen. Meine Mutter hat mir mehrmals selbst gesagt, dass sie die Liebe zu ihm nur noch vorgaukelt, weil sie keinen anderen Weg weiß. Ihr Selbstvertrauen ist offensichtlich total im Keller, dass sie lieber mit einem Mann zusammenlebt, den sie gar nicht mal mehr liebt, anstatt den Schritt zu machen und auszuziehen. Es treibt mich echt zur Weißglut zu sehen, wie die beiden zusammen auf dem Sofa sitzen, als wäre nix, und man sieht einfach von der Ferne schon, dass da keine Liebe mehr ist.

Mein Stiefvater meint natürlich schon, dass das Liebe ist. Er wickelt sie jedes Mal wenn sie streiten mit inhaltslosen Aussagen wie "Ich liebe dich, lass uns nicht streiten" oder "Wo soll das denn hinführen" ein. Vor etwa einem Monat war meine Mutter nur wenige Zentimeter vor dem langersehnten Auszug, hat dann aber wieder einen Rückzieher gemacht, weil er sie wieder mit seinen hohlen Phrasen überschüttet hat. Sie fordert immer von ihm, dass er sich ändert, aber das tut er nicht. Er WILL es auch gar nicht, er ist einer dieser Menschen, die sich niemals ändern werden. Meine Mutter gibt ihm so viele Chancen, aber ich glaube, inzwischen weiß sie, dass er sich nicht ändern in seiner Verhaltensweise (die jetzt nicht wirklich wichtig ist für das Thema).

Das ist jetzt alles zu einem Teufelskreis geworden, es ist immer das selbe Schema: Streiten, 2 Tage anschweigen, er kommt mit schnulzigen Sprüchen und Liebesbriefen an, sie vertragen sich, 2 Tage später streiten sie wieder. Und es geht immer um das selbe Thema, d.h. er ändert sich nicht mal, auch wenn er es immer behauptet, wenn sie mal wieder kurz vorm Auszug steht.

In den letzten Tagen hat dieser...Stiefvater dann auch nicht mehr davor Halt gemacht, mich in die Sache mitreinzuziehen. Er hat mich dumm angemacht, weil ich mit meiner Mutter geredet habe auf der Terrasse (gehts noch? Brauchen wir seine Erlaubnis dafür?) und als er mich im Auto gefragt hat, ob ich etwas gegen ihn hätte und ich ihm mit einem indirekten Ja geantwortet habe, kam er darauf auch überhaupt nicht klar und hat dann sogar meiner Mutter die Schuld gegeben, sie würde uns gegen ihn aufhetzen. Mein Respekt ihm gegenüber ist inzwischen so ziemlich am Nullpunkt, mir kommt schon die Kotze, wenn ich jetzt über ihn schreibe. Es ist auch einfach mega schlimm für mich, mit einer Person unter einem Dach leben zu müssen, die ich nicht leiden kann. Sowas ist einfach kacke, kann man nicht anders sagen.

Jetzt kommt noch dazu, dass mein Bruder demnächst zu seinem leiblichen Vater zieht, sein Hauptgrund ist, dass er unseren SV nicht leiden kann. Ich plane ebenfalls, nächstes Jahr nach meinem Schulabschluss wegzuziehen, wenn meine Mutter bis dahin nicht den Schritt gegangen ist. Ich hab ein bisschen schlechtes Gewissen gehabt, weil ich sie damit ja in gewisserweise auch ein bisschen erpresse, aber sie hat es gut aufgenommen, als ich es ihr gesagt habe.

Die Situation ist jetzt folgende: Beide (!) Kinder wollen wegen dem Stiefvater (!) ausziehen, meine Mutter liebt diesen Mann im Grunde nicht mehr (!), lebt aber trotzdem weiter mit ihm zusammen, weil sie finanziell von ihm abhängig ist und zu wenig Selbstvertrauen für einen Auszug hat. Deswegen spielt sie jetzt Liebe mit diesem Mann vor (!!!).

Ich will meiner Mutter so gerne helfen, aber langsam verzweifel ich an ihr. Ich dachte, wenn beide Kinder ausziehen wollen wegen dem Ehemann, das ist schon Warnzeichen genug, aber falsch gedacht. Heute war es wieder das selbe, sie hatten Streit, wir sind zusammen in die Stadt gefahren, weil wir beide keine Lust auf den Kerl hatten und als wir wieder daheim waren, hat er sie wieder irgendwie eingewickelt und sie saßen wieder auf dem Sofa, als wäre nix.

Ich frage mich, wie lange das noch so gehen soll, es ändert sich ja nix, aber meine Mutter zerbricht sichtlich daran. Sie raucht inzwischen wieder sehr viel und trinkt dazu noch sehr viel Alkohol (nein, sie ist keine Alkoholikerin, es ist einfach wegen der Situation hier momentan). Dazu kommt, dass mich die Anwesenheit dieses Typen einfach nur noch ankotzt, ich verzieh mich immer auf mein Zimmer, wenn er von der Arbeit kommt, nur um ihn nicht sehen müssen. Meine Mutter weiß inzwischen auch, dass ich ihn überhaupt nicht leiden kann. Langsam krieg ich auch das Gefühl, dass wir Kinder ihr nicht so richtig wichtig sind. Wenn ein 9 Jähriges Kind wegen deinem Ehemann auszieht, da müssten doch alle Alarmglocken schrillen oder nicht?

Ich hoffe, ihr versteht mein Problem, ich weiß es ist ziemlich kompliziert (und dabei habe ich ungefähr die Hälfte ausgelassen xD). Naja, über eine Antwort würde ich mich natürlich sehr freuen! ^^

Ich wünsche allen eine gute Nacht :3
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist traurig. Aber es ist Sache deiner Mutter, ob sie die Beziehung noch will oder nicht. Du schreibst, der Auszug sei "heiß herbeigesehnt" und ihr wart nahe dran, aber dann haben sie sich wieder vertragen. Dein Wunsch liest sich sehr egoistisch, verzeih.
Dein Stiefvater sagt ihr, dass er sie liebt, weil er sie liebt. Und nicht, um sie "einzuwickeln. Welchen Nutzen hätte er davon?
Er füttert drei Menschen durch, das ist sehr großzügig von ihm. Und liebevoll.
Niemand tut das "einfach so".
Wenn du so gar nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben willst, könntest du zu deinem Vater oder anderen Verwandten ziehen.
Aber versuche nicht, eine Beziehung zu zerstören, weil es für dich so netter wäre.
 
Hallo Bacon,

als ich in Deinem Alter war, habe ich mir sehr viel Sorgen um meinem Vater gemacht.

Wie meine Vorrednerin schon sagte:

Das geht Dich nichts an. Deine Mutter ist eine erwachsene Frau, die selbst für sich und ihr Leben ihre Entscheidungen treffen kann.

Wenn sie bereit ist, dann wird sie mit ihrem Mann sprechen und die Beziehung beenden.

Es ist nicht Deine Beziehung, sondern die Beziehung zwischen Deiner Mutter und Deinem SV.

Was ich Dir raten kann, ist, Deine Schule so gut wie möglich zu beenden und Dir eine Ausbildung zu suchen (oder Studium) und Dein Leben selbst zu gestalten.

Wie gesagt, "Kinder" leiden, wenn sich die Eltern in Beziehungen verstricken, zu viel Rauchen und Trinken. Letzenendes sind Eltern für die Kinder da und nicht Kinder für ihre Eltern. Dieser Rollentausch funktioniert einfach nicht.

Wie Konny schreibt:

Dein Stiefvater sagt ihr, dass er sie liebt, weil er sie liebt. Und nicht, um sie "einzuwickeln. Welchen Nutzen hätte er davon?
Er füttert drei Menschen durch, das ist sehr großzügig von ihm. Und liebevoll.
Niemand tut das "einfach so".

finde ich auch, daß ihm aus diesem Aspekt Respekt gebührt. Eine Beziehung ist zu führen ist schwer und ja, man streitet, aber daran sind beide beteiligt. Eine Familie zu ernähren und oder zu managen ist auch eine große Aufgabe. Wäre toll, wenn Deine Mutter und SV eine Beratungsstelle aufsuchen würden. Aber das müssen die beide entscheiden und nicht Du. Das ist nicht Dein Job.

Du solltest Dich um Dein Leben und um Deine Zukunft kümmern.

Ob es Deinem Bruder beim leiblichen Vater besser geht, zeigt die Zukunft.
nach meinem ersten SV (also dem Vater meines Bruders), der mich und meine Mutter regelmäßig seelisch und körperlich misshandelt hat, war ich ja schon froh drum, dass er nicht so drauf ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen 9 Jährigen Jungen zu einem Vater mit Gewaltpotential ungeschütz zurück schicken würde bzw. wollte. Kinder haben von Natur aus eine Loyalität zum Elternteil und wenn ich das als Mutter nicht unter meiner Kontrolle hätte, würde mich das doch sehr beunruhigen. Ein 9 jähriger Junge kann dies nicht so abschätzen.

Liebe Grüße

Kolya
 
Hallo!
Ich finde es toll, dass du dir so viele Sorgen um deine Mutter machst. Sie ist dir sehr wichtig und ich bin mir sicher, dass du es auch für sie bist.
Wie du schon geschrieben hast, war dies nur ein sehr kleiner Einblick in euer Leben. Und das macht es für uns Leser auch sehr schwierig einen objektiven Eindruck zu erhalten.
Leider sind immer die Kinder die Leidtragenden an diesen Streitereien und scheiternden Beziehungen.
Es ist verständlich, dass du dich hundertprozentig hinter deine Mutter stellst. Du schreibst, dass er sich ändern muss, ob sich das auf Kleinigkeiten bezieht oder das schwerwiegende Dinge sind, die deine Mutter sehr verletzen wissen wir nicht. Zu einer funktionierenden Beziehung gehören aber immer zwei.
Warum glaubst du, dass er deine Mutter nicht mehr liebt?
Welche Gründe hätte er dann, sich jedesmal wieder mit ihr zu versöhnen?
Bist du dir da wirklich ganz, ganz sicher? Wenn er wirklich nur jemanden braucht, der für ihn kocht und putzt, könnte er sich jemanden einstellen. Denke da nochmal darüber nach. Für mich sieht es eher so aus, dass er sie nicht verlieren will. Das würde auch erklären, dass er sich dir gegenüber so verhält. Er sieht in dir eine Gefahr für seine Ehe.
Es mag schon sein, dass deine Mutter ihn nicht mehr richtig liebt und das als Zweckgemeinschaft sieht. Und vielleicht ist sie mit der Situation überfordert. Wahrscheinlich macht sie sich selbst viele Vorwürfe, da es schon die 3. Ehe ist, die nicht funktioniert. Es hört sich einfach an, Schluss zu machen und auszuziehen. Aber wohin? Ohne Arbeit und alleinerziehend eine Wohnung zu bekommen ist sehr schwierig. Eine neue Arbeitsstelle zu bekommen ist nicht immer einfach. Wieder allein zu sein und ganz von Vorne anzufangen kostet sehr viel Kraft.
Es ist die Entscheidung deiner Mutter und so sehr sie dir in der jetzigen Situation leid tut, das muss sie ganz alleine entscheiden. Du hast deiner Mutter deinen Standpunkt klar gemacht und auch wenn es dir sehr schwer fällt, würde ich mich da in Zukunft heraushalten.
Dass dein Bruder zu seinem Vater ziehen will, finde ich bedenklich.
Weiß er, wie es euch damals bei ihm ging? Er war ja noch zu klein und wird sich an nicht mehr viel erinnern, oder? Sprich darüber mit deiner Mutter. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, dass er das erstmal versuchsweise, z.B. in den großen Ferien für ein paar Wochen ausprobiert.
Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, dass sich eure Situation schnell bessert.
Liebe Grüße
 
Wenn alles letztlich nur an ihrer finanziellen Abhängigkeit von ihm hängt, warum macht sie dann nicht Nägel mit Köpfen und sucht sich wieder eine Arbeit, damit sie wieder auf eigenen Füßen stehen kann? Ist zwar schwer für Leute die nicht mehr jung sind, aber schwer heißt nicht unmöglich, vor allem wenn Notwendigkeit dahinter steckt. Statt also zuzusehen, wie sie sich mit Alk vollaufen läßt, solltest Du ihr einfach Stellenangebote in ihrem früheren Arbeitsbereich heraussuchen, als kleine Aufforderung. Du und Dein Bruder müßt ja nicht mehr ständig von Mutti betütelt werden, es gibt also keinen Grund mehr, warum sie noch länger unglücklich zuhause sitzen soll. Lieber eine schlechtbezahlte Arbeit in der sie trotzdem glücklich wird, als in einer längst erkalteten Ehe langsam einsam zu erfrieren.
 
Danke an euch drei für eure Antworten!

Bei euch beiden, Kolya und Konnyblue, hab ich das Gefühl, das ihr nicht ganz verstanden habt, was mein Problem ist. Ist auch nicht zu verübeln, ich habe ziemlich viel ausgelassen, da die ganze Situation hier sehr, sehr komplex ist mit vielen Faktoren, die dazu geführt haben. Dazu kommt, dass ich es heute Nacht um 1 Uhr geschrieben habe xD

Konnyblue meinte:
Dein Wunsch liest sich sehr egoistisch, verzeih.

Wirklich? Das sollte es eigentlich nicht. Natürlich spielt bei der Sache auch mein eigener Wille auszuziehen mit hinein, aber ich dränge meine Mutter nicht zu irgendwelchen Aktionen oder beeinflusse sie zu meinen Gunsten. Sie weiß auch, dass ich hier weg will und kann es auch komplett nachvollziehen, da sie weiß, dass das Verhältnis zwischen meinem SV und mir im Grunde komplett zerstört ist nach den letzten Tagen hier im Haus. Dazu kommen noch äußere Einflüsse wie zB die Location, als 16-Jähriger in einem Dreckskaff voller asozialer Hinterwäldler (sry, kann die Leute hier nicht anders beschreiben) mit schrecklicher Verkehrsanbindung ist halt auch nicht so das Wahre (bin ein Großstadtkind).

Konnyblue meinte:
Dein Stiefvater sagt ihr, dass er sie liebt, weil er sie liebt. Und nicht, um sie "einzuwickeln. Welchen Nutzen hätte er davon?
Er füttert drei Menschen durch, das ist sehr großzügig von ihm. Und liebevoll.

Das Problem hierbei ist, dass er das nur sagt um zu beschwichtigen. Er sagt nie etwas konkretes was helfen könnte, ihre Ehe zu retten. Immer nur kommt er mit "Ich liebe dich doch so sehr" an anstatt mal auf'n Tisch zu hauen und zu sagen, was sich ändern muss, damit sie noch länger zusammensein können. Dass es so weiter nicht kann ist anscheinend nur meiner Mutter klar, hab ich das Gefühl. Und der Begriff "einwickeln" passt ziemlich gut, weil er gemerkt hat, dass meine Mutter immer auf diese Masche anspringt und dann zurückrudert. So will er das ja, bloß kein aufmüpfiges Weib.

Konnyblue meinte:
Wenn du so gar nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben willst, könntest du zu deinem Vater oder anderen Verwandten ziehen.

Ist leider ausgeschlossen, weil meine Mutter und mein Bruder die einzigen Verwandten sind mit denen ich noch Kontakt hab. Abgesehen davon werde ich bis zu meinem Auszug meiner Mutter niemals von der Seite weichen. Ich hänge sehr an ihr, vor allem weil es in meinem Leben nie eine Vaterperson gab.

Konnyblue meinte:
Aber versuche nicht, eine Beziehung zu zerstören, weil es für dich so netter wäre.

Ihre Beziehung ist ein Scherbenhaufen, da gibt es nichts mehr zu zerstören. Hätte meine Mutter ein Einkommen, wäre sie längst mit uns über alle Berge. Er hält sie sozusagen mit seinem Geld in der Beziehung zusammen. Dazu kommt ihr niedriges Selbstvertrauen und der fehlende Mut, aus dieser Zweckgemeinschaft, die mit Liebe eigentlich gar nichts mehr zu tun hat, auszubrechen.

Kolya meinte:
Das geht Dich nichts an. Deine Mutter ist eine erwachsene Frau, die selbst für sich und ihr Leben ihre Entscheidungen treffen kann.

Es geht mich insoweit etwas an, dass ich mit diesem Mann unter einem Dach leben muss und er mich inzwischen in die ganze Sache mitreinzieht. Er wirft mir zB vor, dass ich mit meiner Mutter gegen ihn verbünden würde, was einfach der größte Quatsch ist, ich meine, wenn ich die Wahl habe zwischen meiner leiblichen Mutter, die mein Leben lang als einzige für mich da war und einem praktisch wildfremden Mann, zu dem ich ein total gestörtes Verhältnis habe - zu wem werde ich wohl halten?


Kolya meinte:
finde ich auch, daß ihm aus diesem Aspekt Respekt gebührt.

...warum genau?

Kolya meinte:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen 9 Jährigen Jungen zu einem Vater mit Gewaltpotential ungeschütz zurück schicken würde bzw. wollte. Kinder haben von Natur aus eine Loyalität zum Elternteil und wenn ich das als Mutter nicht unter meiner Kontrolle hätte, würde mich das doch sehr beunruhigen. Ein 9 jähriger Junge kann dies nicht so abschätzen.

Nein, er hat sich wirklich gebessert seit der Trennung von meiner Mutter 2011. Er ist ein sehr fürsorgender Vater und mein Bruder ist sehr gern bei ihm. Da braucht man sich wirklich nicht drum sorgen.

Was ich etwas enttäuschend finde, ist dass mir hier gesagt wird, dass mich das alles nichts angehen würde, weil ich das Kind bin. Finde ich ehrlich gesagt ziemlich unfair, immerhin betrifft mich diese Situation hier direkt und indirekt, selbstverständlich geht mich das was an. Es ist auch nicht meine Absicht, ihre Beziehung zu zerstören oder mich zwischen die beiden zu stellen (ist ja beides gar nicht mehr nötig), sondern meiner Mutter zu helfen, weil sie das wirklich schwer belastet.

Ich kann ja noch ein paar Randinfos raushausen, evtl könnten sie wichtig sein:
Seit Jahren gibt es schwere Probleme zwischen meiner Mutter und der Mutter meines SVs, also ihrer Schwiegermutter. Mein SV ist aber ein ziemliches Mamasöhnchen und hält nie wirklich zu meiner Mutter (so viel zu "er hat Respekt verdient" 😉).
Dann hat meine Mutter noch 2 Pferde hier im Dorf stehen, ebenfalls eine Sache, die sie hier gewissermaßen festhält. Mit 2 Pferden und 1 Kind umziehen ist halt auch wirklich nicht einfach.

Ich freue mich auf weitere Antworten 🙂
 
Was macht Deine Mutter denn mit den Pferden? Ist das eine Eigentumsbeteiligung an einem Reitstall oder was? Normalerweise ist jemand, der sich Pferde leisten kann, nicht gerade ein armer Habenichts. Paßt nicht zu Deiner Aussage, daß sie ohne ihn nichts hätte.
 
Nein, sie hält die Pferde auf dem Hof ihrer Schwiegermutter, ja genau der Schwiegermutter. Dass das oft zu Spannungen führt brauch ich glaub ich nicht zu erwähnen.
Pferde sind eine sehr große Leidenschaft von ihr, manchmal hab ich sogar das Gefühl, dass sie die Pferde über uns stellt.
Die Pferde nimmt sie auch oft als Argument dafür hierzubleiben, weil sie halt sich nicht zutraut eine Arbeitsstelle, Wohnung UND noch einen neuen Platz für die Pferde zu finden. Sie macht es sich also sehr einfach, auch wenn sie selbst weiß dass es auf Dauer nicht funktioniert.
 
Ich denke schon, dass dein Stiefvater deine Mutter liebt, sonst hätte er euch alle längst vor die Tür gesetzt.
Deine Mutter hat sich bei ihm ins gemachte Nest gesetzt und er finanziert ihre ganze Familie, einschliesslich ihrer Pferde.
Warum sollte er das machen, wenn er sie nicht liebt?

Dass er ein Muttersöhnchen ist, hat deine Mutter vorher gewusst.

Das hat sie aber nicht davon abgehalten, ihn zu heiraten.
Deine Mutter hat anscheinend gar nicht vor, ihn zu verlassen. Sie lässt lieber deinen Bruder zu seinem Vater ziehen und bleibt weiter bei ihm. Das spricht nicht gerade für sie.

Vielleicht sollte dein Mutter ihr Verhalten ändern und nicht dein Stiefvater. Sie wird an den ganzen Streitereien nicht unschuldig sein.
 
Dass er sie liebt steht für mich auch außer Frage. Aber sie ihn eben nicht mehr und da ist halt das Problem hier. Ob er das schon gecheckt hat weiß ich nicht, es scheint ihm ja auch irgendwie egal zu sein, solange sie so spurt wie er das will.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 3) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben