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Abitur nachholen - aber wie finanzieren?

Mich würden mal die genauen Umstände interessieren. Wo wohnt derjenige zur Zeit, von was lebt er? Wieso wollen die Eltern nichts beisteuern?

Sie hat ein Zimmer in der Wohnung ihrer Eltern. Die Eltern bezahlen die normalen Lebenshaltungskosten (wohnen, essen usw.). Meine Frage bezog sich lediglich auf die zusätzlichen Kosten (Kursgebühren, Lehrmaterial usw.).
 
Sie könnte ja auch zuerst eine Ausbildung abschließen und dann in der Abendschule das Abitur nachholen.

Ist hart aber machbar.
 
Sie hat ein Zimmer in der Wohnung ihrer Eltern. Die Eltern bezahlen die normalen Lebenshaltungskosten (wohnen, essen usw.). Meine Frage bezog sich lediglich auf die zusätzlichen Kosten (Kursgebühren, Lehrmaterial usw.).
Verstehe. Nunja.

In Baden-Württemberg gibt es die Schulfremdenprüfung. Man meldet sich an und nimmt an den regulären Abiturprüfungen teil, ohne dafür auf eine Schule gegangen zu sein. Die Vorbereitung des Stoffs geschieht in Eigenregie. Voraussetzung ist lediglich ein Wohnsitz in BaWü. Sowas ließe sich zum Beispiel gut mit einer Ausbildung kombinieren. Das wäre dann finanziell machbar. Wenn man will.

In NRW gibt es an beruflichen Gymnasien keine Altershöchstgrenze. Reguläre berufliche Gymnasien dürften meines Wissens keine nennenswerten Gebühren erheben.
 
Verstehe. Nunja.

In Baden-Württemberg gibt es die Schulfremdenprüfung. Man meldet sich an und nimmt an den regulären Abiturprüfungen teil, ohne dafür auf eine Schule gegangen zu sein. Die Vorbereitung des Stoffs geschieht in Eigenregie. Voraussetzung ist lediglich ein Wohnsitz in BaWü. Sowas ließe sich zum Beispiel gut mit einer Ausbildung kombinieren. Das wäre dann finanziell machbar. Wenn man will.

In NRW gibt es an beruflichen Gymnasien keine Altershöchstgrenze. Reguläre berufliche Gymnasien dürften meines Wissens keine nennenswerten Gebühren erheben.

Danke für die Antwort!

Zur "Schulfremdenprüfung": Das heißt glaube ich in NRW anders, aber der Sache nach gibt es das hier wohl auch. Wäre aber schon sinnvoll, wenn es etwas Begleitung dabei gäbe, zum Beispiel in Form eines Fernlehrgangs mit Materialien, Aufgaben, Tests usw. Das alles in Eigenregie zu machen erfordert denke ich viel Disziplin. Und so ein Fernkurs kostet dann ja auch wieder Geld...

Zum "Beruflichen Gymnasium": Wird man da auch ohne abgeschlossene Berufsausbildung angenommen? Das war nämlich das Problem am Abendgymnasium, dass das da Voraussetzung ist...

Ich hab da ehrlich gesagt gar nicht so den Überblick, was es da alles gibt und worin genau da die Unterschiede bestehen...
 
Ausziehen steht nicht zur Debatte? Bei 700 Euro plus ca. 300-450 durch Nebenjob am Samstag kommst du bei 1000 Euro raus, da ist eine Wohnung oder ein WG-Zimmer ganz locker drin.

Dafür eignet sich immer ein Kolleg für Erwachsenenbildung in der nächsten Stadt, welche nicht allzu hohe Mietpreise hat. Du musst für das Bafög nur mind. 2 Jahre gearbeitet haben. Alles über mind. 20 oder 25 Wochenstunden gilt als Berufserfahrung. Ausbildungszeiten werden mit angerechnet. Als auch Zeiten der Arbeitslosigkeit von ungefähr einem Jahr (voraussetzend du warst beim Amt als arbeitslos angemeldet).
 
Zur "Schulfremdenprüfung": Das heißt glaube ich in NRW anders, aber der Sache nach gibt es das hier wohl auch. Wäre aber schon sinnvoll, wenn es etwas Begleitung dabei gäbe, zum Beispiel in Form eines Fernlehrgangs mit Materialien, Aufgaben, Tests usw. Das alles in Eigenregie zu machen erfordert denke ich viel Disziplin. Und so ein Fernkurs kostet dann ja auch wieder Geld...
Das ist wohl zu allererst einmal eine persönliche Einstellung. Manchen Menschen fällt das leicht, andere quälen sich damit. Wenn man nicht die große Wahl hat, dann muss man einen Tod sterben bzw. Kompromisse eingehen. Wenn besagte Dame psychische Probleme hat, dann sollte sie lernen zu akzeptieren, dass bestimmte Dinge im Leben eben so sind. Akzeptanz erleichtert so einiges. Das meine ich wirklich ernst, keinesfalls böswillig.

Die Materialien sind meiner Meinung nach nicht das große Hindernis. Inzwischen bietet das Internet eine Hülle und Fülle an Informationen, auf YouTube gibt es zahlreiche Videos, in denen ganz gewöhnlicher Unterrichtsstoff erklärt wird. Das Einzige, was ich mir tatsächlich kaufen würde, wären die Bücher mit den Prüfungen der letzten Jahre. Sie enthalten alle Fragen und Antworten. Wenn man die Prüfungsfragen durchpaukt, kann eigentlich nichts schief gehen.

Das Studium erfordert übrigens ein ähnliches Maß an Eigeninitiative.

Zum "Beruflichen Gymnasium": Wird man da auch ohne abgeschlossene Berufsausbildung angenommen? Das war nämlich das Problem am Abendgymnasium, dass das da Voraussetzung ist...
Ich habe dir mal beispielhaft das Wirtschaftsgymnasium der BKB Düsseldorf herausgesucht. Dort gelten folgende Voraussetzungen:

Sie können die Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums besuchen, wenn Sie...

  • die Realschule oder die Hauptschule Klasse 10B oder die Gesamtschule mit Fachoberschulreife und Qualifikationsvermerk abgeschlossen haben oder
  • das Gymnasium mit der Versetzung nach Klasse 9 oder die Klasse 10 verlassen haben.
Quelle: https://www.bkb-duesseldorf.de/bildungsangebot/schulische-ausbildung/neuwirtschaftsgymnasium2.html

Hier hast du außerdem eine Liste von beruflichen Gymnasien in NRW: https://www.ihk-krefeld.de/de/sites/dual-studieren/berufliche-gymnasien.html

Nachtrag:
Was möchte sie denn eigentlich mit dem Abitur anstellen? Hat sie ein bestimmtes Ziel?

Ich frage deswegen, weil viele Wege nach Rom führen. Möchte sie sich in einen Studiengang ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben, dann reicht es auch, wenn sie ihr Abi mit Ach und Krach besteht. Man muss sich nicht für alles gleich ein Bein ausreißen. Manchmal kann man auch Fünf gerade stehen lassen und entspannt nebenbei jobben. Hauptsache bestanden.

Prinzipiell kann man aber auch ohne Abitur studieren, wenn man eine einschlägige Berufsausbildung und einige Jahre Berufserfahrung vorweisen kann.

Überlegt doch mal, was denn eigentlich das Ziel ist und welche Wege sich dorthin auftun.
 
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