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Abbruch nach dem 8. Semester?

Moni_83

Neues Mitglied
Hallo,

seit acht Semestern studiere ich nun Lehramt (Fächer: Kunst, Französisch, Englisch) … und ich habe schon oft daran gedacht abzubrechen…habe aber immer aus Pflichtbewusstsein weiter gemacht. Aber jetzt fehlt mir wirklich die Kraft! Ich bin alleinerziehende Mutter(25) (mit Hilfe von Großeltern und Kindergarten). Alle erwarten, dass ich es schaffe und glauben an mich nur ich selber nicht!! Ich habe einfach keine Motivation, keine Kraft, keine Lust... ich kann einfach nicht weiter ...bin seit Wochen blockiert und suche nach Auswegen.

Was für Möglichkeiten hätte ich denn wenn ich abbrechen würde? Bringt es mir später irgendetwas, dass ich Fremdsprachen studiert habe (ohne Abschluss).
Bis ich endlich fertig wäre würden noch etwa 3 Jahre vergehen (als nächstes müsste ich Zula schreiben, dann Prüfungen, Referendariat…) - in der Zeit könnte ich so viel anderes tun!! Oder? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat einen Tipp für mich? Bin ziemlich verzweifelt!

Grüße Moni
 

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Faust

Aktives Mitglied
Wirst du von der Uni mit deinem Kind nicht unterstützt?
Wie wärs wenn du erst mal nur bis zum 1 Staatsexamen weitermachst, dann hast wenigstens schon mal etwas in der Tasche und dann nimmst du dir eine Pause?
Oder willst du den Job auch nicht mehr ausüben? Ein paar mehr Infos würde bestimmt helfen.
 

polgara

Aktives Mitglied
Hallo,

seit acht Semestern studiere ich nun Lehramt (Fächer: Kunst, Französisch, Englisch) … und ich habe schon oft daran gedacht abzubrechen…habe aber immer aus Pflichtbewusstsein weiter gemacht. Aber jetzt fehlt mir wirklich die Kraft! Ich bin alleinerziehende Mutter(25) (mit Hilfe von Großeltern und Kindergarten). Alle erwarten, dass ich es schaffe und glauben an mich nur ich selber nicht!! Ich habe einfach keine Motivation, keine Kraft, keine Lust... ich kann einfach nicht weiter ...bin seit Wochen blockiert und suche nach Auswegen.

Was für Möglichkeiten hätte ich denn wenn ich abbrechen würde? Bringt es mir später irgendetwas, dass ich Fremdsprachen studiert habe (ohne Abschluss).
Bis ich endlich fertig wäre würden noch etwa 3 Jahre vergehen (als nächstes müsste ich Zula schreiben, dann Prüfungen, Referendariat…) - in der Zeit könnte ich so viel anderes tun!! Oder? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat einen Tipp für mich? Bin ziemlich verzweifelt!

Grüße Moni

Was ist denn dein Ziel?
 
L

lisette gabelstapler

Gast
hei moni,

ich bin 25, habe kein kind, habe spanisch und französisch studiert und wär dieses jahr im 10. semester gewesen und habe abgebrochen. ich hatte seit 2 jahren schon keine motivation mehr und komme mit dem unstrukturierten uni- alltag, der ganzen theorie, dem stress etc nicht klar. alternativen sind z.b. ne ausbildung. wegen der sprachen ginge z.b. fremdsprachenkorrespondentin, allerdings kann aus dem studium nichts angerechnet werden. geh doch mal zum arbeitsamt und lass dich beraten! alternativen gäbe es bestimmt. aber handle auch nicht vorschnell sondern überleg dir alles gut!

liebe grüße!
 

qwert

Mitglied
Du hast nach dem vorzeitigen Abbruch nicht viel in der Tasche.

Eine Lehre/Ausbildung würde auch 3 Jahre benötigen - mit einem minderwertigeren Abschluss.
Bis dahin würdest Du dich vermutlich sehr langweilen (Fremdsprachenkorrespondentin), weil Du viele Dinge schon beherrscht.

Eine Ausbildung ist eben "nur" eine Ausbildung - auch später auf dem Arbeitsmarkt.

Wende Dich einmal an die Frauenbeauftragte Deiner Uni. Es sollte möglich sein, mit Kind ein Urlaubssemester zu beantragen, welches nicht auf die Gesamtstudienzeit angerechnet wird.

Das ist wichtig, falls es zu zeitlichen Engpässen während des Studiums kommt.

Es bringt Dir ein halbes Jahr Zeit zum Erholen und Abstand gewinnen.

Denke daran: 3 Jahre dauert eine Ausbildung sowieso und kann zeitlich nicht so flexibel gestaltet werden wie ein Studium!


qwert
 
Hi Moni,

so eine Auszeit von einem Urlaubssemester würde ich dir auch anraten. Du bist jetzt durch den Streß mit Kind und Uni am Ende und willst die ganze Arbeit dir am liebsten vom Hals schaffen. Abbruch geht dabei am schnellsten, nur danach stehst du ohne alles da!

Nach dem halben Jahr Ruhe, kannst du weiter überlegen. Dann hast du vielleicht wieder Kraft zum weitermachen. Wär das nicht ein Versuch wert?

Salome
 
D

desira drake

Gast
Liebe Moni,

nach 8 Semestern würde ich nicht hinschmeissen, ganz blöde Idee, in meinen Augen bist du einfach nur überfordert, nimm dir ein Urlaubssemester und schau, dass Du in der Zeit in eine Mutter -Kind - Kur gehst, und dann mach weiter.....viel Kraft wünscht Dir

Kitty :)





Hallo,

seit acht Semestern studiere ich nun Lehramt (Fächer: Kunst, Französisch, Englisch) … und ich habe schon oft daran gedacht abzubrechen…habe aber immer aus Pflichtbewusstsein weiter gemacht. Aber jetzt fehlt mir wirklich die Kraft! Ich bin alleinerziehende Mutter(25) (mit Hilfe von Großeltern und Kindergarten). Alle erwarten, dass ich es schaffe und glauben an mich nur ich selber nicht!! Ich habe einfach keine Motivation, keine Kraft, keine Lust... ich kann einfach nicht weiter ...bin seit Wochen blockiert und suche nach Auswegen.

Was für Möglichkeiten hätte ich denn wenn ich abbrechen würde? Bringt es mir später irgendetwas, dass ich Fremdsprachen studiert habe (ohne Abschluss).
Bis ich endlich fertig wäre würden noch etwa 3 Jahre vergehen (als nächstes müsste ich Zula schreiben, dann Prüfungen, Referendariat…) - in der Zeit könnte ich so viel anderes tun!! Oder? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat einen Tipp für mich? Bin ziemlich verzweifelt!

Grüße Moni
 

Moni_83

Neues Mitglied
Hallo,

ich danke euch sehr für eure Antworten. Es ist vermutlich wirklich so, dass ich mich überfordert fühle ... ich denke ich schaffe das alles nicht, bin nicht gut genug! Aber ihr habt sicher recht, dass ich ein Studium nicht so unüberlegt hinschmeissen sollte. Ich werde noch einmal intensiv über alles nachdenken und dazu auch eure Beiträge nocheinmal durchlesen. Vielen Dank,
liebe Grüße
Moni
 
S

solace

Gast
Hallo Moni, es kann schon helfen, wenn du dich selbst nicht so sehr unter Druck setzt, was z.B. passieren kann, wenn du falsche Verpflichtungen oder Versprechungen gegenüber deinem näheren Umfeld (Freunde, Familie) eingehst, die bei ihnen Erwartungen/Hoffnungen hervorrufen. Damit steigt für dich automatisch die Belastung und du blockierst, steckst sprichwörtlich in einer ''psychologischen Falle'', weil du es allen recht machen wilst.

Psychologisch wichtig ist es auch, dass du dir nebenbei kleine Auszeiten/Belohnungen gönnst, in denen du nur an dich und dein Kind denkst und mal nicht an das, was dich vielleicht noch in der Uni erwartet. Wenn du den Kopf freier hast, fällt dir auch das Lernen leichter und du siehst nicht alles so schwarz. Wichtig ist auch der Austausch mit anderen, so dass man sich mal seinen Frust von der Seele reden kann und Bestätigung findet. Qwert hat recht mit dem Hinweis, dass es für dich sicherlich noch am besten ist, weiterzustudieren, denn eine Ausbildung wird erstens auch seine Zeit brauchen und zweitens dürftest du während einer solchen auch bei weitem nicht so zeitlich flexibel sein. Das ist aber auch wichtig für dein Kind!

Wie sagte eine bekannte Fernsehmoderatorin: Alles wird gut.:)
solace
 

Fiona21

Mitglied
Hallo Moni,
ich verstehe deine Situation voll und ganz. Ich bin auch alleinerziehend und studiere Lehramt ( Bin im achten semester). Ich weiß, wie furchtbar anstrengend es vormittags zu studieren, nachmittags Mutter zu sein und abends und zu lernen. Und das ständige Gefühle alles nur halb zu machen. sich nicht richtig um sein Studium, sich aber auch nicht richtig um sein Kind kümmern zu können. Gerade jetzt in der Endphase meines Studiums erschlägt mich der Stress. Ich möchte am liebsten alle hinschmeißen, endlich nur meine Ruhe haben und nicht diese gräßliche Anspannung und das Gefühl nie Fertig zu sein.
Aber was wäre denn die Alternative? Abbrechen, nachdem man sich vier Jahre gestresst und gequält hat? Alle Zeit umsonat vergeudet. Ich müsste dann eine Ausbildung machen, dass dauert auch vier Jahre, also auch nicht schneller als Studium und Ref.
Ich könnte auch alles hinschmeißen Sozialhilfe beziehen und das war`s. Aber bin es nicht meinem Kind schuldig ihm eine sichere Existenz bieten zu können. Damit auch meinem Kind alle Möglichkeiten offen stehen.
Ich weiß es es ist hart und ich denke jeden Tag, ich schaffe das nicht mehr ich will es auch nicht mehr. Aber ich muss ich bin e s meinem Kind schuldig.
Und denke immer daran, andere schaffen es nicht einmal ohne Kind zu studieren.
Wir aber müssen viel mehr leisten als alle anderen und wenn wir es geschafft haben können wir stolz auf uns sein, richtig stolz.
 

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