Atheismus ist kein Schimpfwort. Auch wenn viele Gläubige es so verwenden.
Was ist der Grund, dass so viele 'Nicht-Gläubige' sich scheuen diesen Begriff für sich zu verwenden?
Es gilt als politisch unkorrekt etwas gegen Religionen zu äußern. 'Wir sind ja tolerant' 'Den Glauben muss man respektieren' 'Und sie tun doch auch so viele gute Dinge' 'Nur die Fundamentalisten und die 'Sekten' die sind 'böse''
Gäbe es nur liberale Religiöse, die zu Hause und in ihrer Gemeinde beten, was kann man denn dagegen haben, das ist doch Privatsache! Ein bisschen naiv vielleicht, aber, ach ja... harmlos.
Und sich 'Atheist' zu nennen, das ist gleich wieder so aggressiv!
So haben sich die 'Nicht-Gläubigen' ihre Nische geschaffen aus der sie nur manchmal ganz vorsichtig den Kopf um die Ecke strecken und mit dünnem Stimmchen sagen: "Also, ich will dich wirklich nicht verletzen, und ich respektiere auch deinen Glauben, nur geht es nicht ein bisschen zu weit zu sagen, dass Homosexuelle oder Wirbelstürme von Gott kommen?"
Dann bekommen sie sofort einen drauf - wie kannst du es wagen überhaupt zu fragen! Wir Gläubigen wissen was Gott will! Blasphemie wissen zu wollen woher! Und da haben die Gläubigen die 'bösen' Atheisten wieder wo sie sie haben wollen
Und man zieht sich bedremmelt wieder in seine Ecke zurück.
Nur muss man sich klar machen:
Wenn Menschen in einer Fantasiewelt leben, dann leisten sie damit keinen, aber auch wirklich gar keinen, Beitrag zur Lösung der großen und drängenden Probleme unserer Zeit . Im Gegenteil, sie behindern es mit stumpfsinnigen Diskussionen. Sie indoktrinieren Kinder die Erwachsenen 'glauben' müssen - weil sie noch Kinder sind und noch nichts gelernt haben. Sie ermutigen sie dumm zu bleiben und nicht zu fragen.
Es gibt keine 'privaten' Gläubigen. Jemand der denkt, dass Homosexuelle 'Sünder' sind, Krebs und Wirbelstürme eine 'Strafe Gottes' wird sich einer 'klammheimlichen Freude' nicht entziehen können, wenn tausende drauf gehen. Warum sollte man Mitgefühl mit Menschen haben die an AIDS krepieren - die werden es schon verdient haben - ist ja eine 'Strafe Gottes'. Natürlich wird das selten so offen gesagt.
Ich sage inzwischen: ich bin Atheist. Damit sage ich nicht, dass ich 100% 'weiß' es gibt keine Götter. Aber ich weiß 100%, dass diese Götter, sollte es sie geben für mein Leben keine Rolle spielen.
Atheist ist kein Schimpfwort - ich kenne keinen Atheisten der 'für seinen Nichtglauben' jemals einen Mord begangen hätte. Ich kenne keine atheistischen Kreuzzüge, keine atheistischen Selbstmordattentäter, keine atheistischen Folterungen um Gläubige zum Unglauben zu bringen...😀