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96 % der Hähnchenmast mit Antibiotika belastet

M

Manuel+

Gast
Laut einer Studie des NRW-VerbraucherschutzMinisteriums wurden 96,4 % der Tiere in der Hähnchenmast mit Antibiotika behandelt. Die Zahlen gelten als repräsentativ für ganz Deutschland. Nur die ebenfalls getesteten BioBetriebe schnitten gut ab.

Über die Nahrungskette gelangen diese Antibiotika in den menschlichen Körper. Möglicherweise vorhandene Bakterien werden durch den häufigeren Kontakt mit den Antibiotika resistent gegen dieselben. Bekommt der betreffende Mensch nun in einer Notsituation dieses Antibiotikum, ist dasselbe möglicherweise wirkungslos. Eine lebensgefährliche Angelegenheit!

Dieser Zustand ist unhaltbar!

Warum werden die Antibiotika flächendeckend (96 %!) eingesetzt? Der Verdacht liegt nahe, dass es aus Wachstumszwecken geschieht. Die Hähnchen gedeihen besser, werden schwerer und bringen schliesslich mehr Profit. Sicherlich wird auch die Lebenserwartung der Hähnchen größer.

Massentierhaltung zugunsten des Profits ist an und für sich schon äußerst bedenklich. Wenn aber sogar die Wirkung von Antibiotika auf den Menschen vermindert oder ganz ausser Kraft gesetzt wird, ist das in höchstem Grade perfide, stockdumm, unmoralisch und letztlich gegen jedes vernunftorientierte Rechtsempfinden.

Das Problem ist lange bekannt. Warum wird nichts gemacht? Wieder einer von vielen Fakten, die unsere Regierung als nicht tragfähig erweisen. Menschen sterben, weil Politiker der Finanzgier von Unternehmern nichts entgegenstellen.
 

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juka

Aktives Mitglied
Manuel+ meinte:
Massentierhaltung zugunsten des Profits ist an und für sich schon äußerst bedenklich. Wenn aber sogar die Wirkung von Antibiotika auf den Menschen vermindert oder ganz ausser Kraft gesetzt wird, ist das in höchstem Grade perfide, stockdumm, unmoralisch und letztlich gegen jedes vernunftorientierte Rechtsempfinden.
Ich finde es interessant, dass sich die Bedenken zum Thema Antibiotika-Missbrauch wiedermal ausschließlich auf das Wohl der Menschen beziehen.

Manchmal kann man gar nich so viel essen wie man kotzen möchte. :rolleyes:
 
D

DeOx

Gast
Da kann man mal wieder die Idiotie der Obrigkeiten sehen: mündigen Bürgern zu verbieten, Penicillin für sich rezeptfrei einzusetzen, während man in der Tierhaltung das Zeugs frei gibt.

Aber gut zu wissen: bei meiner nächsten Angina futtere ich einfach drei bis fünf vollständige Gockel.:D
 
D

DeOx

Gast
Was ein Flachwichs!!!
Mag gut sein:p, dennoch ist es doch faktisch richtig. Antibiotika ist verschreibungspflichtig, mit der Begründung einer möglichen Resistenz der Bakterien. Da nützt es mir aber wenig, wenn es mir ins Futter beigemischt wird, sondern der gegenteilige Effekt wird damit erreicht.

Wäre mit Sicherheit besser, ich müsste mein Penicillin nicht in Spanien bestellen und für Tiere wäre es verschreibungspflichtig bzw. für Tiermäster oder zumindest reglementierter.
 
Zuletzt bearbeitet:
R

Real

Gast
Ich überlege gerade wie viele Brathähnchen ich essen muss, damit das Schreckensszenario von Manuel und der Studie eintritt.

hat das jemand mal ausgerechnet?
reicht da 1-2 Brathähnchen in der Woche oder müssen die es am Tag sein?
 
M

Manuel+

Gast
Ich überlege gerade wie viele Brathähnchen ich essen muss, damit das Schreckensszenario von Manuel und der Studie eintritt.

hat das jemand mal ausgerechnet?
reicht da 1-2 Brathähnchen in der Woche oder müssen die es am Tag sein?
Im Prinzip müßten Sie, Real, gar nichts mehr essen, um die Resistenz aufzubauen, weil die Resistenz bereits durch andere Verbraucher eingetreten ist.

Das Grundprinzip ist so: ein bestimmtes Bakterium ist häufig mit einem bestimmten Antibiotikum in Kontakt gekommen (durch viele andere Verbraucher) und hat sich durch den häufigen Kontakt an das Antibiotikum "gewöhnt".

Wenn man Ihnen nun - ganz unabhängig von Ihrer bisherigen Ernährung - im Krankheitsfall dieses bestimmte Antibiotikum geben würde, dann würde es gegebenenfalls eben aufgrund der genannten "Gewöhnung" nicht mehr wirken. Den Aufbau der Resistenz haben schon andere vor Ihnen erledigt. Im Prinzip wäre dieses Antibiotikum sogar für kommende Generationen - auch noch nicht geborene Menschen - unbrauchbar. Man müßte ein neues Antibiotikum gegen dieses bestimmte, sich angepasste Bakterium entwickeln. Die Pharmaindustrie freut sich.
 

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