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82-Jähriger bricht in Bank zusammen - Kunden ignorieren ihn

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Ich weiß ja nicht, was du für Obdachlose kennst, aber stell dir vor: Die müssen auch mal schlafen. Und ich glaube nicht, dass die Betten besitzen.
Es war ja auch keine Erklärung, eher eine rhetorische Methode, zu kommunizieren, wie angewidert ich wäre, wenn die Passanten wirklich wider besseren Wissens keinen Notruf abgesetzt haben.

//E:
Wenn ich Rhetorik benutze, um eine Meinung zu kommunizieren, ist diese nicht weniger ernst gemeint. Ich verabscheue diese Leute, und nichts Anderes habe ich gesagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich denke, alle die auf den Aufnahmen der Bank zu sehen sind und nicht geholfen haben, werden wegen unterlassener Hilfeleistung etwas zu hören bekommen. Und das ist gut so.
Und das soll auch veröffentlich werden, damit die Courage auch in solchen Fällen angestrebt wird. Der Dank des Geretteten und ggf. seiner Angehörigen kann erwartet werden.
Hier kann nur noch getrauert werden wegen der Feigheit und Ignoranz.
 
:mad: Es spielt doch keine Rolle, ob der Mann ein Obdachloser oder Betrunkener hätte sein können oder nicht. Gerade Betrunkene sind in ihrem Zustand eine Gefahr für sich und andere. Selbst in diesem Fall hätte man die Polizei und den Notarzt verständigen müssen. Unglaublich, was man hier zu lesen bekommt.
 
82-Jähriger bricht in Bank zusammen - Kunden ignorieren ihn
So war das:

Essen: Mann bricht in Bank zusammen - Kunden ignorieren ihn - SPIEGEL ONLINE
Ich finde das Verhalten jener Kunden empörend.
Oder - was meint ihr dazu?
Gut, dass wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt wird. Selbst wenn der alte Mann sturzbetrunken gewirkt hätte, hätte Lebensgefahr wegen einer Alkoholvergiftung bestehen können. Auch ein Alkoholiker besitzt Menschenwürde. Auch ihn darf man nicht einfach krepieren lassen.

Das Verhalten ist symptomatisch für unsere Zeit. Für Geschenke braucht man sich nicht mehr umgehend zu bedanken, da man ja schließlich nicht um sie gebeten hat. Diese Einstellung war kürzlich auch schon in diesem Forum mehrheitsfähig. Und in diesem Stil entwickelt sich unsere Gesellschaft dann eben auch in anderer Hinsicht weiter. Um Menschen, die man nicht persönlich kennt, braucht man sich auch keine Gedanken zu machen, wenn sie vor den eigenen Augen zusammenbrechen. Solange man nicht selbst derjenige ist, der auf Hilfe angewiesen ist, ist doch alles in Butter.

So ist das halt, und dieser Trend wird sich noch weiter fortsetzen. Der Ausgang der Strafverfahren würde mich interessieren. Ich werde das weiter verfolgen.
 
Wenn jemand 82 ist und in diesem Alter sieht man ihm das meist deutlich an, liegt die Begründung er sei betrunken wohl eher sehr fern.

Ich finde es ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Wobei mich das nicht groß verwundert.

In einer Zeit, in der sich jeder selbst der Nächste ist, ist das erst der Anfang.


Jeder der hier Ausflüchte empfindet sollte sich fragen, wie er sich gefühlt hätte, wenn das sein Opa/Onkel oder Vater gewesen wäre...

Wo waren da eigentlich die Bankangestellten?
 
Stichwort Bystander-Effekt. Man muss nicht zwangsläufig von einer Verrohung der Gesellschaft ausgehen, das Verhalten kann auch psychologisch nachvollzogen werden.
 
Ohne Worte.
Unser gesellschafticher Verfall ist in vollem Gange. Nur fällt das eben nur in Extremsituationen auf.

Trotzdem habe ich so meine Skepsis mit diesem Bericht.
Man sieht oft Penner in einer Bank schlafen, ich habe noch nie einen kontrolliert ob er noch lebt.
Es kann durchaus ein Missverständnis gewesen sein. Vor allem weil die Kunden buchstäblich über die Person drüber gestiegen sind. Eine solche Unverfrorenheit kann ich mir dann doch nicht vorstellen.

Das dachte ich mir auch. In manchen Bankfilialen liegen abends Penner mit Sack und Pack, da ich schaue ich auch nicht nach, ob derjenige schläft etc.

Unverschämt finde ich, dass die Kunden , die angeblich nicht reagiert haben, verklagt werden sollen.
Ein Unding, als ob man auf diese Weise Menschen zum Hinschauen und Handeln bringen würde.

Hoffentlich wird keiner von ihnen gefunden. Man kann im Alltag nicht alles bedenken und geht vielleicht gar nicht mal von einem medizinischen Notfall aus.

Zuza
 
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