I
insomaniac
Gast
Ich weiß, es ziehmt sich nicht unbedingt, einfach in ein Forum zu platzen und direkt loszulegen... aber ich hoffe, durch das Schreiben von meinem Schmerz und meiner Trauer abgelenkt zu werden. Und wer weiß, vielleicht weiß irgendwer Rat, wie ich versuchen kann, mit der Situation umzugehen. Und eventuell zu leben.
Alles begann vor 7 Jahren, als ich mein Mädchen kennengelernt habe... ich war nie der Typ, der Frauen anspricht, aber sie mußte ich einfach ansprechen... wir haben uns damals schon lange unterhalten, sind abends noch mit ein paar Leuten zum Hiesfelder See gefahren. Ich hab damals direkt gespürt, daß ich da einem ganz besonderen Menschen begegnet bin. Leider hatte sie zu der Zeit einen Freund. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, mich mit Ihr zu unterhalten, ich wollte einfach nur in ihrer Nähe sein. Sie wurde ganz schnell zu meiner absoluten Traumfrau, wir konnten zusammen lachen, zusammen träumen... und wir haben viel zusammen geträumt. Ich weiß nicht, wie oft wir damals noch gemeinsam zum See gefahren sind, es wurde auf jeden Fall "unser See". Ich habe über ein Jahr um sie gekämpft, ihr immer wieder geschrieben, mit ihr gesprochen, war für sie da, wenn sie traurig war. Kurze Zeit, nachdem die Beziehung mit ihrem damaligen Freund in die Brüche gegangen ist, sind wir dann endlich zusammengekommen.
Es paßte einfach alles. Sie hat damals ihre Ausbildung zur Krankenschwester gemacht, und weil die Behausung im Schwesternwohnheim wirklich unter der Gürtellinie war, sind wir dann auch schnell zusammengezogen. Es folgten die schönsten Jahre meines Lebens, wir lebten unseren Traum. Ich hab' mich in ihrer Gegenwart immer so wohl gefühlt, ich wußte, da gab es den einen Menschen, nach dem viele Menschen auf der Welt ihr Leben lang vergeblich suchen, und ich hatte diesen Menschen gefunden. Mein Mädchen, meine Prinzessin. Ich wollte alles für sie tun, ihr zeigen, wie glücklich ich mit ihr war.
Leider gab es von Anfang an einen großen Schatten über unserer Beziehung... Alkohol. Sie hat damals regelmäßig sehr viel Alkohol getrunken, wenn sie mit Freundinnen weg war. Diese Exzesse ließen zum Glück in unserer Beziehung nach... hatte ich gedacht. Bis ich irgendwann mehrere leere Weinflaschen, in den Schränken versteckt, gefunden habe. Ich hab sie damit konfrontiert, versucht herauszufinden, warum sie den Alkohol brauchte. Sie konnte es mir nicht sagen. Es häufte sich leider auch immer mehr, daß ich ständig am Computer gesessen habe... wegen besch**** Spielen. Und sie dabei total vernachlässigt habe. Ich trage garantiert einen großen Teil der Schuld, warum sie mit dem Trinken angefangen hat, aber ich hab es damals nicht gemerkt. Wenn ich nach Hause kam und sie mal betrunken vorgefunden habe, auf die Frage, was mit ihr los sei, bekam ich immer Antworten wie "ich bin müde" oder "ich hab einfach nur Kopfschmerzen". Sie hat dann angefangen, mich zu belügen, aber immer nur, wenn es um das Thema Alkohol ging. Sonst war sie der ehrlichste, treuste Mensch, den man sich nur vorstellen kann. Aber irgendwann habe ich resigniert, ich konnte es einfach nicht ertragen, warum mein Mädchen, der Mensch, den ich über alles liebe, mich anlügt. Ich habe damals die Beziehung zum 1. Mal beendet. Aber ich habe die Trennung nicht lange durchgehalten, keine Woche später waren wir wieder zusammen. Wir waren uns jedoch einig, daß eine räumliche Trennung ihr wieder Selbstständigkeit und Stärke geben könnte. Also wohnten wir dann getrennt. Kurze Zeit später habe ich einen Job in Frankreich angenommen, und mußte dafür umziehen. Wir haben uns dann nur noch am Wochenende gesehen, oder wenn sie Urlaub hatte und extra zu mir gefahren ist. Ich hab' sie jeden einzelnen Tag damals vermißt... Aber wir haben es überstanden, knapp ein Jahr später bin ich wieder zurückgezogen, wieder aus beruflichen Gründen.
Ich wollte, daß dann alles perfekt wird... wir haben eine wunderschöne Wohnung gefunden, haben damals alles, was wir hatten in diese Wohnung gesteckt, damit sie für uns so schön wie nur möglich wird, damit meinem Mädchen an nichts fehlt, damit sie nie wieder zum Alkohol greift. Doch leider war der Alkohol stärker, und sie hat immer wieder heimlich getrunken. Erst haben wir uns immer heftig gestritten, dann versucht, mit ihr darüber zu reden, ich hab die Schuld bei mir gesucht, gedacht, daß ich nicht alles dafür getan hab, damit sie glücklich ist. Sie hat mir immer wieder versichert, ja sogar geschworen, daß das Problem nicht bei mir liegt. Dazu kommt, daß ihre Eltern immer schon recht streng mit ihr umgegangen sind. Die Eltern hatten ihre eigene Vorstellung, wie sich ihre Tochter zu verhalten habe. Es wurde ihr immer eingebleut, sie habe sich hier doppelt soviel anzustrengen, wie Deutsche, sie sein ein schlechter Mensch. Es hat sie immer sehr fertig gemacht, ich hab' versucht, sie zu unterstützen.
Aber ich hab sehr große Fehler gemacht... ich hab irgendwann einfach keinen anderen Ausweg gesehen, als ihr zu drohen, sie zu verlassen, wenn sie mich nochmal belügt oder Alkohol trinkt. Sie hat es trotzdem gemacht, aber ich bin bei ihr geblieben, weil ich einfach nicht, mit dem Gedanken leben wollte, ohne sie zu sein. Ich habe versucht, ihr zu zeigen, daß ich mit der Sache hart umgehe, daß ich nicht mehr träume und jetzt objektiv lebe. Aber anstatt etwas damit zu ändern, hab ich es nur geschafft, daß sie aus Angst immer wieder getrunken hat und mich angelogen hat. Irgendwann war ich so verzweifelt, daß ich ihr wieder gesagt habe, daß es aus zwischen uns ist. Aber ich habe es wieder nicht lange ohne sie ausgehalten. Ich bin für ein paar Tage ausgezogen, aber ich konnte nicht schlafen, nicht essen... ich hab nur an sie gedacht. Sie hat mich auch jeden Tag mehrmals angerufen, und mich angefleht, wieder zu ihr zurückzukommen. Ich hab es irgendwann nicht mehr ohne sie ausgehalten, und bin wieder zurück. Ich hab ihr damals gesagt, daß es der allerletzte Versuch sein wird. Sie sollte zu einer Selbsthilfegruppe gehen, damit sie ihr Problem vielleicht leichter in den Griff bekommen würde... ich bin nicht mitgegangen... ich hab damals gedacht, sie müsse es alleine schaffen, davon wegzukommen, weil ich nicht immer bei ihr sein kann, um auf sie aufzupassen. Ich war einfach nur zu feige, mitzukommen und mir einzugestehen, daß ich ihr nicht alleine helfen konnte.
Ich habe letztes Jahr dann angefangen, nebenbei am Wochenende in einer Diskothek zu arbeiten, um unser Kapital aufzufrischen und um einen Ausgleich zu meiner Büroarbeit zu haben. Ich war dann fast jeden Freitag & Samstag die ganze Nacht arbeiten. Ich glaube, dadurch habe ich sie zusätzlich vernachlässigt, wir haben zwar ab und zu am Wochenende noch etwas unternommen, aber ich weiß, daß es nicht genug war.
Wir haben letztes Jahr dann unseren Urlaub geplant und gebucht... immer wieder, wenn sie was getrunken hatte, hab ich ihr gedroht, alles abzublasen. Sie hat es dann über 6 Monate geschafft, keinen Alkohol zu trinken. Ich war einfach nur glücklich... wir haben den schönsten Urlaub gehabt, alles war perfekt. Kein Alkohol, kein Streit, keine Lügen.
Aber als wir wieder zu Hause waren, hat uns der Alltag wieder überrannt. Hinzu kam, daß sie sich in ihrem Beruf nicht mehr so wohl gefühlt hat, sie wollte sich gerne weiterbilden und mehr daraus machen. Ich hab ihr damals gesagt, daß ich sie auf jeden Fall dabei unterstützen würde. Trotzdem, kurze Zeit später fing alles wieder von vorne an, die Streitigkeiten wurden mit jedem Mal stärker, gemeiner. Wir haben uns gegenseitig Dinge gesagt, die uns beiden sehr wehgetan haben. Irgendwann im Oktober letzten Jahres war dann endgültig der Punkt erreicht, ich habe mich von ihr getrennt. Ich habe sehr schnell eine neue Wohnung gefunden und bin direkt ausgezogen. Sie ist dann noch bis Ende des Jahres in unserer alten Wohnung geblieben, bis auch sie ausziehen konnte.
Sie hat immer versucht, mich wieder dazu zu bewegen, zu ihr zurückzukommen... ich hab immer abgeblockt. Ich habe immer wieder geglaubt, daß ICH der Gund sei, weshalb sie trinkt, weshalb es ihr schlecht ging. Ich habe geglaubt, wenn ich ihr die kalte Schulter zeige, ihr sage, ich würde sie nicht mehr lieben, dann würde sie es schaffen, ihr Problem in den Griff zu bekommen. Sie hat dann auch endlich einen Therapieplatz bekommen, und ist dann für 3 Wochen stationär betreut worden. In der Zeit war ich trotzdem noch für sie da, hab mit ihr geredet, mich mit ihr getroffen. Ich habe ihr gesagt, daß wir zwar nicht mehr zusammen sind, ich aber trotzdem immer für sie da sein werde, wenn sie jemanden braucht. Sie hat dann aber oftmals öfter hintereinander angerufen, mir keine Ruhe gelassen. Sie hat mir immer wieder vorgworfen, daß ich nicht mit ihr zusammen zur Therapie gegangen bin. Sie hat ja auch Recht gehabt, aber ich wollte es nicht zugeben. Es ging so weit, daß sie teilweise bis 2-3 Uhr morgens angerufen hat, SMS geschrieben hat usw. Ich hab sie dann irgendwann beschimpft, ihr gedroht, ich würde eine Unterlassungsklage einholen, wenn sie nicht damit aufhört. Ich hab mich ihr gegenüber benommen wie ein Schwein... ich hab gedacht, nur so käme sie von mir ab, würde mich hassen und sich nicht mehr selber wehtun.
Aber irgendwann ist die Maske, die ich aufgesetzt habe, einfach zu schwer geworden. Ich konnte nicht mehr... ich habe ihr letzten Sonntag gestanden, daß ich sie die ganze Zeit immer noch geliebt habe. Und ich liebe sie immer noch, mehr als mein eigenes Leben. Doch jetzt ist der Spieß umgedreht... jetzt sagt sie, daß sie mich nicht mehr liebt, daß sie eine Schutzmauer um sich errichtet hat. Sie hat mir immer gesagt, sie wird irgendwann eine Mauer aufbauen, damit niemand sie verletzen kann... aber ich habe immer gehofft, daß immer noch eine Lücke für mich darin sein wird.
Ich kann seitdem nicht schlafen, nicht essen, nicht mehr normal denken. Sie weist mich ab, sagt, daß sie sich über ihre Gefühle für mich nicht mehr im Klaren ist. Sie geht demnächst für 8 Wochen in eine Langzeittherapie. Sie möchte dadurch endlich mehr über sich selbst, ihr Problem und den Grund dafür erfahren. Bis dahin will sie nicht darüber nachdenken, ob sie noch etwas für mich empfindet, weil es sie zu sehr verwirrt. Es sind jetzt 5 Monate, die wir getrennt sind... es kommt mir wie eine Ewigkeit vor... Ich bin Schuld, daß ich den einen Menschen, den man sonst vergeblich sucht, mit Füßen von mir getreten habe... ich habe unser Glück zerstört, ihr den letzten Funken Hoffnung genommen... Ich schäme mich, kann nicht mehr in den Spiegel schauen, weil ich weiß, was ich ihr angetan habe. Und was ich jetzt durchlebe, hat sie auch durchgemacht. Wochen, monatelang. Bei mir sind es erst 3 Tage, und ich kann nicht mehr.
Ich fühle mich einfach nur noch leer, ohne Sinn. Alles um mich herum ist so nutzlos geworden... ich gäbe alles dafür, wenn wir noch eine Chance bekommen, wenn ich noch eine Chance bekommen könnte. Aber alles deutet darauf hin, daß unser Glück für immer verloren ist, daß ich meine Liebe verloren habe. Daß mein Mädchen, daß ich beschützen und liebhaben wollte, mich nicht mehr liebt.
Ich kann nicht mehr, ich will sie zu nichts drängen, aber die Ungewißheit bringt mich um...
Vielleicht kann mir irgendwer raten, wie ich damit umgehen kann... ich selbst kann mir nicht mehr helfen.
Alles begann vor 7 Jahren, als ich mein Mädchen kennengelernt habe... ich war nie der Typ, der Frauen anspricht, aber sie mußte ich einfach ansprechen... wir haben uns damals schon lange unterhalten, sind abends noch mit ein paar Leuten zum Hiesfelder See gefahren. Ich hab damals direkt gespürt, daß ich da einem ganz besonderen Menschen begegnet bin. Leider hatte sie zu der Zeit einen Freund. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, mich mit Ihr zu unterhalten, ich wollte einfach nur in ihrer Nähe sein. Sie wurde ganz schnell zu meiner absoluten Traumfrau, wir konnten zusammen lachen, zusammen träumen... und wir haben viel zusammen geträumt. Ich weiß nicht, wie oft wir damals noch gemeinsam zum See gefahren sind, es wurde auf jeden Fall "unser See". Ich habe über ein Jahr um sie gekämpft, ihr immer wieder geschrieben, mit ihr gesprochen, war für sie da, wenn sie traurig war. Kurze Zeit, nachdem die Beziehung mit ihrem damaligen Freund in die Brüche gegangen ist, sind wir dann endlich zusammengekommen.
Es paßte einfach alles. Sie hat damals ihre Ausbildung zur Krankenschwester gemacht, und weil die Behausung im Schwesternwohnheim wirklich unter der Gürtellinie war, sind wir dann auch schnell zusammengezogen. Es folgten die schönsten Jahre meines Lebens, wir lebten unseren Traum. Ich hab' mich in ihrer Gegenwart immer so wohl gefühlt, ich wußte, da gab es den einen Menschen, nach dem viele Menschen auf der Welt ihr Leben lang vergeblich suchen, und ich hatte diesen Menschen gefunden. Mein Mädchen, meine Prinzessin. Ich wollte alles für sie tun, ihr zeigen, wie glücklich ich mit ihr war.
Leider gab es von Anfang an einen großen Schatten über unserer Beziehung... Alkohol. Sie hat damals regelmäßig sehr viel Alkohol getrunken, wenn sie mit Freundinnen weg war. Diese Exzesse ließen zum Glück in unserer Beziehung nach... hatte ich gedacht. Bis ich irgendwann mehrere leere Weinflaschen, in den Schränken versteckt, gefunden habe. Ich hab sie damit konfrontiert, versucht herauszufinden, warum sie den Alkohol brauchte. Sie konnte es mir nicht sagen. Es häufte sich leider auch immer mehr, daß ich ständig am Computer gesessen habe... wegen besch**** Spielen. Und sie dabei total vernachlässigt habe. Ich trage garantiert einen großen Teil der Schuld, warum sie mit dem Trinken angefangen hat, aber ich hab es damals nicht gemerkt. Wenn ich nach Hause kam und sie mal betrunken vorgefunden habe, auf die Frage, was mit ihr los sei, bekam ich immer Antworten wie "ich bin müde" oder "ich hab einfach nur Kopfschmerzen". Sie hat dann angefangen, mich zu belügen, aber immer nur, wenn es um das Thema Alkohol ging. Sonst war sie der ehrlichste, treuste Mensch, den man sich nur vorstellen kann. Aber irgendwann habe ich resigniert, ich konnte es einfach nicht ertragen, warum mein Mädchen, der Mensch, den ich über alles liebe, mich anlügt. Ich habe damals die Beziehung zum 1. Mal beendet. Aber ich habe die Trennung nicht lange durchgehalten, keine Woche später waren wir wieder zusammen. Wir waren uns jedoch einig, daß eine räumliche Trennung ihr wieder Selbstständigkeit und Stärke geben könnte. Also wohnten wir dann getrennt. Kurze Zeit später habe ich einen Job in Frankreich angenommen, und mußte dafür umziehen. Wir haben uns dann nur noch am Wochenende gesehen, oder wenn sie Urlaub hatte und extra zu mir gefahren ist. Ich hab' sie jeden einzelnen Tag damals vermißt... Aber wir haben es überstanden, knapp ein Jahr später bin ich wieder zurückgezogen, wieder aus beruflichen Gründen.
Ich wollte, daß dann alles perfekt wird... wir haben eine wunderschöne Wohnung gefunden, haben damals alles, was wir hatten in diese Wohnung gesteckt, damit sie für uns so schön wie nur möglich wird, damit meinem Mädchen an nichts fehlt, damit sie nie wieder zum Alkohol greift. Doch leider war der Alkohol stärker, und sie hat immer wieder heimlich getrunken. Erst haben wir uns immer heftig gestritten, dann versucht, mit ihr darüber zu reden, ich hab die Schuld bei mir gesucht, gedacht, daß ich nicht alles dafür getan hab, damit sie glücklich ist. Sie hat mir immer wieder versichert, ja sogar geschworen, daß das Problem nicht bei mir liegt. Dazu kommt, daß ihre Eltern immer schon recht streng mit ihr umgegangen sind. Die Eltern hatten ihre eigene Vorstellung, wie sich ihre Tochter zu verhalten habe. Es wurde ihr immer eingebleut, sie habe sich hier doppelt soviel anzustrengen, wie Deutsche, sie sein ein schlechter Mensch. Es hat sie immer sehr fertig gemacht, ich hab' versucht, sie zu unterstützen.
Aber ich hab sehr große Fehler gemacht... ich hab irgendwann einfach keinen anderen Ausweg gesehen, als ihr zu drohen, sie zu verlassen, wenn sie mich nochmal belügt oder Alkohol trinkt. Sie hat es trotzdem gemacht, aber ich bin bei ihr geblieben, weil ich einfach nicht, mit dem Gedanken leben wollte, ohne sie zu sein. Ich habe versucht, ihr zu zeigen, daß ich mit der Sache hart umgehe, daß ich nicht mehr träume und jetzt objektiv lebe. Aber anstatt etwas damit zu ändern, hab ich es nur geschafft, daß sie aus Angst immer wieder getrunken hat und mich angelogen hat. Irgendwann war ich so verzweifelt, daß ich ihr wieder gesagt habe, daß es aus zwischen uns ist. Aber ich habe es wieder nicht lange ohne sie ausgehalten. Ich bin für ein paar Tage ausgezogen, aber ich konnte nicht schlafen, nicht essen... ich hab nur an sie gedacht. Sie hat mich auch jeden Tag mehrmals angerufen, und mich angefleht, wieder zu ihr zurückzukommen. Ich hab es irgendwann nicht mehr ohne sie ausgehalten, und bin wieder zurück. Ich hab ihr damals gesagt, daß es der allerletzte Versuch sein wird. Sie sollte zu einer Selbsthilfegruppe gehen, damit sie ihr Problem vielleicht leichter in den Griff bekommen würde... ich bin nicht mitgegangen... ich hab damals gedacht, sie müsse es alleine schaffen, davon wegzukommen, weil ich nicht immer bei ihr sein kann, um auf sie aufzupassen. Ich war einfach nur zu feige, mitzukommen und mir einzugestehen, daß ich ihr nicht alleine helfen konnte.
Ich habe letztes Jahr dann angefangen, nebenbei am Wochenende in einer Diskothek zu arbeiten, um unser Kapital aufzufrischen und um einen Ausgleich zu meiner Büroarbeit zu haben. Ich war dann fast jeden Freitag & Samstag die ganze Nacht arbeiten. Ich glaube, dadurch habe ich sie zusätzlich vernachlässigt, wir haben zwar ab und zu am Wochenende noch etwas unternommen, aber ich weiß, daß es nicht genug war.
Wir haben letztes Jahr dann unseren Urlaub geplant und gebucht... immer wieder, wenn sie was getrunken hatte, hab ich ihr gedroht, alles abzublasen. Sie hat es dann über 6 Monate geschafft, keinen Alkohol zu trinken. Ich war einfach nur glücklich... wir haben den schönsten Urlaub gehabt, alles war perfekt. Kein Alkohol, kein Streit, keine Lügen.
Aber als wir wieder zu Hause waren, hat uns der Alltag wieder überrannt. Hinzu kam, daß sie sich in ihrem Beruf nicht mehr so wohl gefühlt hat, sie wollte sich gerne weiterbilden und mehr daraus machen. Ich hab ihr damals gesagt, daß ich sie auf jeden Fall dabei unterstützen würde. Trotzdem, kurze Zeit später fing alles wieder von vorne an, die Streitigkeiten wurden mit jedem Mal stärker, gemeiner. Wir haben uns gegenseitig Dinge gesagt, die uns beiden sehr wehgetan haben. Irgendwann im Oktober letzten Jahres war dann endgültig der Punkt erreicht, ich habe mich von ihr getrennt. Ich habe sehr schnell eine neue Wohnung gefunden und bin direkt ausgezogen. Sie ist dann noch bis Ende des Jahres in unserer alten Wohnung geblieben, bis auch sie ausziehen konnte.
Sie hat immer versucht, mich wieder dazu zu bewegen, zu ihr zurückzukommen... ich hab immer abgeblockt. Ich habe immer wieder geglaubt, daß ICH der Gund sei, weshalb sie trinkt, weshalb es ihr schlecht ging. Ich habe geglaubt, wenn ich ihr die kalte Schulter zeige, ihr sage, ich würde sie nicht mehr lieben, dann würde sie es schaffen, ihr Problem in den Griff zu bekommen. Sie hat dann auch endlich einen Therapieplatz bekommen, und ist dann für 3 Wochen stationär betreut worden. In der Zeit war ich trotzdem noch für sie da, hab mit ihr geredet, mich mit ihr getroffen. Ich habe ihr gesagt, daß wir zwar nicht mehr zusammen sind, ich aber trotzdem immer für sie da sein werde, wenn sie jemanden braucht. Sie hat dann aber oftmals öfter hintereinander angerufen, mir keine Ruhe gelassen. Sie hat mir immer wieder vorgworfen, daß ich nicht mit ihr zusammen zur Therapie gegangen bin. Sie hat ja auch Recht gehabt, aber ich wollte es nicht zugeben. Es ging so weit, daß sie teilweise bis 2-3 Uhr morgens angerufen hat, SMS geschrieben hat usw. Ich hab sie dann irgendwann beschimpft, ihr gedroht, ich würde eine Unterlassungsklage einholen, wenn sie nicht damit aufhört. Ich hab mich ihr gegenüber benommen wie ein Schwein... ich hab gedacht, nur so käme sie von mir ab, würde mich hassen und sich nicht mehr selber wehtun.
Aber irgendwann ist die Maske, die ich aufgesetzt habe, einfach zu schwer geworden. Ich konnte nicht mehr... ich habe ihr letzten Sonntag gestanden, daß ich sie die ganze Zeit immer noch geliebt habe. Und ich liebe sie immer noch, mehr als mein eigenes Leben. Doch jetzt ist der Spieß umgedreht... jetzt sagt sie, daß sie mich nicht mehr liebt, daß sie eine Schutzmauer um sich errichtet hat. Sie hat mir immer gesagt, sie wird irgendwann eine Mauer aufbauen, damit niemand sie verletzen kann... aber ich habe immer gehofft, daß immer noch eine Lücke für mich darin sein wird.
Ich kann seitdem nicht schlafen, nicht essen, nicht mehr normal denken. Sie weist mich ab, sagt, daß sie sich über ihre Gefühle für mich nicht mehr im Klaren ist. Sie geht demnächst für 8 Wochen in eine Langzeittherapie. Sie möchte dadurch endlich mehr über sich selbst, ihr Problem und den Grund dafür erfahren. Bis dahin will sie nicht darüber nachdenken, ob sie noch etwas für mich empfindet, weil es sie zu sehr verwirrt. Es sind jetzt 5 Monate, die wir getrennt sind... es kommt mir wie eine Ewigkeit vor... Ich bin Schuld, daß ich den einen Menschen, den man sonst vergeblich sucht, mit Füßen von mir getreten habe... ich habe unser Glück zerstört, ihr den letzten Funken Hoffnung genommen... Ich schäme mich, kann nicht mehr in den Spiegel schauen, weil ich weiß, was ich ihr angetan habe. Und was ich jetzt durchlebe, hat sie auch durchgemacht. Wochen, monatelang. Bei mir sind es erst 3 Tage, und ich kann nicht mehr.
Ich fühle mich einfach nur noch leer, ohne Sinn. Alles um mich herum ist so nutzlos geworden... ich gäbe alles dafür, wenn wir noch eine Chance bekommen, wenn ich noch eine Chance bekommen könnte. Aber alles deutet darauf hin, daß unser Glück für immer verloren ist, daß ich meine Liebe verloren habe. Daß mein Mädchen, daß ich beschützen und liebhaben wollte, mich nicht mehr liebt.
Ich kann nicht mehr, ich will sie zu nichts drängen, aber die Ungewißheit bringt mich um...
Vielleicht kann mir irgendwer raten, wie ich damit umgehen kann... ich selbst kann mir nicht mehr helfen.