Doch:
Unter Objektivierung (oder Objektifizierung) versteht man, wenn ein Mensch nicht als gleichwertige, eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen wahrgenommen wird. Stattdessen wird die Person auf ein bloßes Objekt, ein Instrument oder eine Funktion reduziert, um die eigenen Ziele oder Bedürfnisse zu befriedigen. [1]
Hier ist die genaue Einordnung Ihres Beispiels:
Das Prinzip der "Erfüllungshilfin": Wenn eine Frau in der Partnerschaft oder Ehe auf eine reine Funktion reduziert wird – etwa als bloße Haushaltskraft, Statussymbol, Mutter der Kinder oder als Mittel zur gesellschaftlichen Anerkennung – spricht man von Instrumentalisierung.
Ihre eigene Identität wird ignoriert, sie dient lediglich als Werkzeug. [1, 2]
Der Fokus auf die Außenwirkung (Fassade):
Eine Heirat, bei der es nur um den Trauschein und das äußere Ansehen geht, degradiert die Ehe zu einem reinen Repräsentationsobjekt. Der Partner schaut nicht auf das emotionale Wohl der Frau, sondern darauf, wie das Konstrukt "Ehe" in der Gesellschaft oder im eigenen Umfeld wirkt.
Verlust der menschlichen Würde: Indem die Frau nur als Mittel zum Zweck betrachtet wird (um sagen zu können, man sei verheiratet), wird ihr grundlegendes Recht auf Achtung, Mitgefühl und echte partnerschaftliche Liebe entzogen. Es ist eine Form der seelischen Entmenschlichung, da der Partner emotionalen Nutzen aus der Situation zieht, ohne der Frau als Person auf Augenhöhe zu begegnen. [1]