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3 Monate ohne einen cent

  • Starter*in Starter*in sad dream
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S

sad dream

Gast
Hi,

als mir meine Ausbildung gekündigt wurde habe ich mich bei der Arge gemeldet. (Wegen der Kündigung habe ich einen Anwalt eingeschaltet)
Es vergingen gut 5 wochen.
Bis dahin habe ich mich so gut es ging mit meinem Ersparten/Eltern über wasser gehalten.
Dann bin ich hin hab nach einem Cheque gefragt.
Sollte ihn mir am nächsten Tag abholen.
Als ich da war, wurde ich informiert das es wohl ein Problem gibt und ich sollte zur Kollegin meiner Sachbearbeiterin gehen (Sie ist wohl noch Azubi oder so was) welche mir mitteilte, da mir gekündigt wurde bekomme ich eine 3 Monatige 100% Sperre.
Auf die Frage wie ich denn überleben solle wurde mir nur gesagt: "Es gibt die Tafel".
Naja, aber was ich da bekam war nicht gerade rosig.
Klar besser als nichts, aber meiner meinung nach reicht es nicht um sich zu ernähren.
Ich bekam (meine mutter hat sich, meinen Stiefvater und mich dort angemeldet und ich hab dann für 3 bekommen.... wenn man es so nimmt) 2 Brote (1-2 Tage später voll schimmel) ein Bund suppengrün, 2 Yogurt (einer verschimmelt), eine Packung Nudeln, 1 Marmelade und eine "Dose" Corney snacks.. irgendwelche kleinen bällchen die nach Paprika schmeckten.
Naja, davon musste ich mich eine Woche ernähren. und die folgende sah es nicht besser aus. So ernährte ich mich davon so gut es ging und trank Wasser. Ich nahm innerhalb von wenigen wochen 10-15 KG ab und hatte kaum noch Kraft irgend etwas zu tun.

Ich Meldete mich bei jedem von dem ich rechnungen Bekam.. solange mein Telefon noch funktionierte und schilderte meine Situation. von einigen bekam ich Stundungen von anderen Mahnungen.

Nach einiger Zeit holte meine Mutter sich zu sich, weil sie angst hatte das ich es nicht mehr lange machen würde.

Naja, aber ich konnte in den 3 Monaten so gut wie nichts bezahlen.
Handy vertrag wurde gekündigt und von deren Anwalt bekamm ich eine hohe Rechnung. Telefon, Internet, Kabel, Strom.
Überall habe ich nun einiges an Rechnungen gesammelt.
Aber erlich gesagt, ich habe den überblick verloren.
Es sind insgesamt etwa 2000€ geworden, ich bekomme im November das erste mal volles alg2, wenn ich glück habe.
Und ich weiß echt nicht wie ich da wieder raus kommen kann.
Wiederspruch gegen die Sperre läuft, aber es sind bereits einige Wochen ohne Reaktion von der arge verstrichen.
Auch wenn ich volles alg2 bekomme, weiß ich nicht wie ich da wieder rauskommen kann (wenn ich alles was monatlich anläuft zahle, hab ich vllt noch 50€ zum leben.. einige ratenzahlungen schon eingerechnet). hier in meiner region (nächste stadt hat vllt 8000 einwohner) gibt es keine Arbeit, werde mich mittwoch als Kundendienstberater im Außendienst (klinkenputzer) vorstellen, da es das einzige angebot war hier in der umgebung.
Allerdings hab ich da meine zweifel, da mir telefonisch nur gesagt wurde entweder auf provision oder mit fest gehalt. allerdings kam mir die person nicht besonders vertrauenserweckend vor, da sie mich eher über die provisions variante aufgeklärt hat und mir nichts mit der anderen Variante erklärte.

Hat da irgendjemand ideen?
Mir gehen sie langsam aus...
ein bekannter meinte schon, ich soll anschaffen gehen...
aber bei meiner Statur mach ich da sicher nur noch mehr miese... *witz*
 
Ich will dir da jetzt nicht all zuviel Hoffnungen machen, aber es gibt noch immer das Sozialamt...frag da mal nach vielleicht können sie dir helfen.
Aber das mit der Drückerkolonne...ich weiß nicht:-( da hört man schlimme Sachen. Versuch lieber erst mal das Soz.amt vielleicht das die wenigstens Miete und so übernehmen und den Strom natürlich.
Ich wünsch Dir Glück🙂
 
Hallo, man hats wieder einen so übel erwischt!
Wollte mal fragen warum man Dir den Ausbildungsplatz gekündugt hat, oder hat man Dich nur nicht übernommen nach der Ausbildung?????
 
Hey!

Lass den Kopf nicht hängen, auch wenn das blöd dahergesagt klingt.
Um problemlos bei der Arge regelmäßig Geld zu erhalten muss man wirklich hinterher sein. Ich hatte mal vergessen, bzw wusste es nicht, einen Folgeantrag zu stellen, ZACK, hatte ich über einen Monat auch kein Geld und durfte die Tafel besuchen. Nicht schön, da stimm ich dir zu.
Und, dass man dann in die Schuldenfalle gerät ist leider auch kaum zu vermeiden, wenn man nicht spendable Eltern oder ein kleines Geldpolster hat.

Es gibt Schuldnerberatungen, die vom Staat aus sind. Ich weiß nicht genau, ab wieviel Euro Schulden sie beraten, aber mach dich einfach mal schlau. Sehr gut war/ist es auch, dass du dich bei denen Gläubigern gemeldet hast. Erklär ihnen deine Situation. Dass du momentan nicht in der Lage bist zu zahlen, du aber sobald du wieder fähig dazu bist eine Ratenzahlung mit ihnen vereinbarst. Viele Unternehmen sind da recht kulant und so umgehst du, dass sie es an ein Inkassounternehmen weiterleiten, was dir weitere Schulden bereitet.
Ansonsten, sieh dich ganz schnell nach einem Job um, zeig der Arge, dass du dich bemühst, auch wenn es leider vergebens ist. Geh mit den Rechnungen zu deiner Sachbearbeiterin und sagst, dass du aufgrund der Nichtleistung des Arbeitsamtes, Schulden anhäufst. Und vorallem: Such eine neue Ausbildungsstelle! Zur Not auch in anderen Städten. Umzüge werden auch von der Arge übernommen.

Ich wünsch dir viel Glück. Und sei "einfach" immer einen Schritt weiter, als die Arge.

LG.
 
Hallo!

Dir wurde gekündigt und du wirst gesperrt?? Da läuft aber was falsch!! Wenn du selber kündigst, dann wirst du gesperrt, aber nicht wenn du gekündigt wirst!
Geh zum Leiter der ARGE, beschwer dich da und geh nicht eher wieder, bis du einen Scheck oder Bares hast! So geht das nicht!
Wenn der dich auch weg schickt sofort zum nächsten Anwalt für Sozialrecht ( Beratungsgutschein bekommst du beim nächsten Gericht ) und Klage erheben...
Ich fass es nicht, was die sich immer wieder einfallen lassen, echt übel!
 
Hallo sad dream🙂

"da mir gekündigt wurde bekomme ich eine 3 Monatige 100% Sperre"

ich bin auch der gleichen Meinung von Rübe!Das gibts nich,Sperre gibts nur wenn man selbst gekündigt hat(das wird ja immer doller hier😱)

Ich war vor paar Jahren auch mal in einer ähnlichen Situation.Da schickten die mich vom Arbeitsamt zum Soziamt und wieder zurück.Keiner fühlt sich verantwortlich.(weiß der eine nicht was der andere macht)im November wegen "Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers"arbeitslos geworden und über Weihnachten/Neujahr hatte ich keine müde Mark.Bin ich nach Neujahr wieder zum Arbeitsamt (wollten mich auch erst wieder vertrösten)und sagte ich gehe nicht eher wieder bevor ich mein Geld habe das mir zusteht,ansonsten ginge ich zum Anwalt.
Ne halbe Stunde später verließ ich das Amt mit einem Scheck.

Wehr Dich,das ist dein gutes Recht!

Liebe Grüße
Leoni
 
Hallo!

Dir wurde gekündigt und du wirst gesperrt?? Da läuft aber was falsch!! Wenn du selber kündigst, dann wirst du gesperrt, aber nicht wenn du gekündigt wirst!
Geh zum Leiter der ARGE, beschwer dich da und geh nicht eher wieder, bis du einen Scheck oder Bares hast! So geht das nicht!
Wenn der dich auch weg schickt sofort zum nächsten Anwalt für Sozialrecht ( Beratungsgutschein bekommst du beim nächsten Gericht ) und Klage erheben...
Ich fass es nicht, was die sich immer wieder einfallen lassen, echt übel!

Da kann ich nur zustimmen. Hab gleich, als ich deinen Post gelesen habe, gedacht, dass da irgendwas falsch gelaufen sein muss. Das kann difinitv nicht sein, da würde ich mich an deiner Stelle echt an Rübes Ratschlag halten und mit der ARGE mal Tacheles reden.

Echt unglaublich, was die manchmal bringen.
 
zur Kündigung hab ich hier im Forum schon einiges geschrieben http://www.hilferuf.de/forum/beruf/53172-kranken-und-altenpflegehilfe.html

Es war eine Fristlose Kündigung, außerhalb der Probezeit wegen eines Unentschuldigten Fehltages... dumme sache.. steht auch oben im thread.
Hab als ich das erfuhr auch wegen sozialamt gefragt, da ich bei der arge gemeldet bin gibts da nichts. Miete wird direkt an den Vermieter gezahlt.
Also hab ich die wahl, in einer bezahlten warmen wohnung ohne strom, telefon, essen oder bei meinen eltern.

Bin bei der arge noch im wiederspruch.

Hab vom Anwalt bescheid bekommen das die Kündigung wohl zurückgenommen wird und zwar so als wäre ich nie gekündigt worden.
(muss deswegen morgen zum anwalt)

Daraus ergeben sich neue Probleme, Ich habe nun einige hundert euro schulden, da ja die 3 monate meine miete gezahlt wurde von der arge- bekomme vielleicht ab November wieder 412euro bafög +150€ kindergeld im monat, muss 260€ miete zahlen, die rechnungen und da ich vor kurzem 23 wurde auch monatlich 150€ krankenversicherung zahlen.

Außerdem bin ich momentan in psychologischer behandlung, da ich nach der geschichte und noch einigen anderen was alles gleichzeitig passierte, einen zusammenbruch hatte und auch einige .. dummheiten begangen habe.
Er will mir zu morgen ein attest schreiben das ich wegen meiner psychischen verfassung nicht dazu geeignet bin meine arbeit wieder aufzunehmen/weiter zu führen. (Was sowieso eine farce wäre, da ich nun 3 monate fehlzeit habe und nicht zur prüfung mehr zugelassen werde.)

also ich weiß echt nicht mehr weiter.

Ich glaube ich habe mich überall gemeldet, aber ehrlich gesagt bin ich mir da nicht sicher. Denn ich laufe echt zum teil kopflos durch die gegend, hab so viel im kopf, das ich konzentrations probleme habe.. und sicher auch das eine oder andere weggeworfen habe was ich nicht hätte wegwerfen sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, ist alles ein bisschen wirr, was du da schreibst.
Und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht was KApH bedeutet, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass es sich hier um eine schulische Ausbildung handelt, weswegen du auch Anspruch auf BAFÖG hast/ hattest/ bzw. evtl. bald wieder hast.
Sollte das Gericht zu dem Schluss kommen, dass die Kündigung nicht wirksam ist, könntest du deine Ausbildung fort setzen. Da dir dein Arzt jedoch attestiert, dass du dazu nicht in der Lage bist und du die Ausbildung vermutlich eh nicht mehr weiter machen willst, steht dir ja, wie zu selbst schreibst bald ALG 2 (dann natürlich kein BAFÖG) zu. Dann wäre ja das zumindest schon mal geregelt und du weißt dann was du zum Leben hast. Parallel würde ich nun schon mal alle Gläubiger anschreiben und noch mal die Situation erklären und kleinere Raten zur Abzahlung anbieten (es ist schwer, das vom ALG2 zu bestreiten, aber anders geht es wohl nicht). So und weiter: hast du schon mal daran gedacht umzuziehen und woanders eine Ausbildung anzufangen? Hast du vielleicht schon eine Vorstellung was machen möchtest? Ich würde mal davon ausgehen, dass du nicht mehr in der Altenpflege arbeiten möchtest 😉
 
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