Doch was empfiehlst du den Männern die diese Gedanken nicht abstellen können und nun mal zu Beginn als erstes auf Sex aus sind, wie es ja oft gerne in Spielfilmen gezeigt wird, aber die meisten Frau sich damit lieber Zeit lassen? Gibt es auch für diese Art von Mann der eben nicht einfach eine H*** nehmen möchte sondern eine sexuelle Beziehung will, wo die Liebe später ins Spiel kommt? Und wenn nicht geht man eben wieder auseinander, aber dann hatte man eine schöne Zeit zusammen.
Ich weiß nicht ob mich überhaupt irgendeine Frau versteht, wenn ihr davon etwas wisst bitte auch per Pn bei mir melden oder sowas. Aber ich glaube den Ersteller dieses Threads würde es genauso brennend interessieren und bestimmt noch einige Jungs mehr die diesen Artikel mitlesen
Ich persönlich denke, dass viele folgende Schlussfolgerung ziehen, egal ob sie bewusst oder unbewusst ist:
"Ich habe keine Beziehung, also bin ich wertlos/unattraktiv/nicht liebenswürdig genug/aussortiert worden/abstoßend/etc."
Aber das stimmt nicht. Ich denke, es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, warum man keine Beziehung hat oder nicht so einfach "bekommt", wie andere. Ein wichtiger Faktor ist für mich die innere Einstellung. Wenn ich mir sage "Scheiß Frauen, die wollen sowieso nur Kohle und gutes Aussehen und ich habe nie Erfolg, egal wie sehr ich mich anstrenge", dann habe ich eine innere Haltung, die sehr selbstzerstörerisch ist. Ich strahle dadurch etwas aus. Und diese Ausstrahlung kann dafür sorgen, dass viele nette und ehrliche Frauen sich dann "abgestoßen" fühlen.
Kennst du das, du lernst jemanden kennen (egal ob beruflich, freundschaftlich oder romantisch), diese Person wirkt ordentlich, nett und ihr unterhaltet euch gut, aber irgendwas passt nicht? Viele sagen, die "Sympathie fehlt" oder "Die Chemie stimmt nicht" oder "Es passt einfach nicht". Genau das kann für mich nicht nur etwas charakterliches sein, sondern auch besagte innere Haltung.
Jede Realität ist anders. Weil jeder seine eigene Realität anders erlebt und selbst aufbaut.
Anderes trauriges Beispiel: es gibt tatsächlich einige Frauen, die landen von einer Beziehung mit einem "Arschlochtypen" in die nächste. Weil sie oft nichts anderes kennen gelernt haben als Gewalt, mangelnder Respekt etc., was oft schon in der Kindheit angefangen hat. Diese Frauen haben häufig die innere Haltung entwickelt, sie sind eben wertlos, "verdienen" keine netteren Männer oder glauben manchmal sogar, es wäre ihr Schicksal, weil sie einfach nicht für andere Beziehungen gemacht sind. Oder sie haben nie richtig gelernt, sich in Beziehungen abzugrenzen oder für sich wirklich selbstbewusst einzustehen.
Es ist für mich dann ziemlich logisch, dass diese Frauen in einigen Fällen besagte nette Typen übersehen. Oder dass sie diesen netten Typen gar nicht auffallen, weil sie durch diese negative entwickelte Haltung häufig wirklich überwiegend nur bei "Arschlochtypen" landen oder diese durch gerade diese Haltung anziehen.
Das Leben bietet so viel. Ich weiß, es hört sich abgedroschen an, wenn man sich eine Beziehung wünscht. Aber nicht ein einziger Mensch (der/die mögliche Partner/in) entscheidet darüber, ob man liebenswürdig, attraktiv oder was auch immer ist. Die Abwesenheit dieses Partners, oder wenn es nicht so gut klappt, entscheidet genauso wenig darüber.
Wenn man zu "needy" wird, strahlt man das auch meistens aus oder drückt es unbewusst in seinem Verhalten aus. Das kann einige Leute einengen oder sie fühlen sich überfordert, weil sie spüren, dass der eine schon so viel will oder erwartet.
Es hilft auch meines Erachtens nicht, die Personen abzuwerten oder ihnen die Schuld zuzuschieben, mit denen man gerne zusammen wäre oder mit denen man Sex haben will, der nicht nur daraus besteht, dass der andere Part seinen Job macht und sein Geld damit verdient.
Klar, es nimmt etwas Druck raus, wenn man sagt "Die Männer/Frauen sind Schuld. DIE Männer/Frauen wollen IMMER nur xxxx." Aber so richtig schön und hilfreich fühlt sich das auch nicht an, oder? Zumal man Menschen allgemein nicht in Schubladen stecken kann. Es ist auch eine gefährliche Sache. Wenn ich anfange, andere abzuwerten, kann es leicht passieren, dass ich nur oder überwiegend darüber mein Selbstwertgefühl beziehe. Wenn ich dann auch noch glaube, ich bin überwiegend nur liebenswürdig, attraktiv oder was auch immer, wenn ich eine Beziehung habe, dann wird es knackig. Ich finde auch Argumentationen wie "Schade, dass nicht mehr Mittelalter ist" fragwürdig im Bezug auf Beziehungen oder Frauen und auch sehr ungut.
Würdest du mit jemandem zusammen sein wollen, der denkt, er ist nur liebenswürdig, wenn diese Person eine Beziehung hat? Oder wenn sie sogar angefangen hat, zusätzlich ihr Selbstwertgefühl darauf aufzubauen, indem sie andere entwertet? Oder wenn diese Person eigentlich denkt "DIE Männer/Frauen sind Schuld. DIE wollen IMMER nur xxxx."
Klar, es IST wunderbar und sehr wichtig, im romantischen Sinne geliebt und begehrt zu werden. Aber es ist nur eben ein wunderbares und wichtiges Teilgebiet. Und im Endeffekt - wenn ihr jetzt zu einer Prostituierten geht, um es "hinter euch" zu bringen, habt ihr letzten Endes trotzdem überhaupt nicht erfahren, wie wunderbar sich Sex aus tiefer Liebe anfühlt oder wie es mit jemandem ist, der nicht sein Geld damit verdient und einen nicht als Kunden betrachtet.
Wenn ihr jetzt alles tut, um zu lernen, wie man Frauen möglichst schnell knacken kann, um möglichst schnell an Sex zu kommen, damit ihr ihn endlich habt, habt ihr noch weniger verstanden, oder es geht euch gar nicht um eine Beziehung.
Es ist nichts Schlimmes oder Verwerfliches, wenn man Sex möchte oder sich danach sehnt. Das liegt in der Natur vieler Menschen. In der Natur aller Menschen liegt das Bedürfnis nach Liebe, Akzeptanz und Nähe.
Aber es geht darum, warum man sich etwas aneignen möchte: Möchte ich lernen, wie ich Frauen für Sex knacken kann, oder wie ich es schaffe, selbstbewusster Frauen anzusprechen und mit ihnen selbstbewusster umzugehen, um dann meine Chancen zu erhöhen, eine Beziehung zu bekommen?
Sicher, in beiden Fällen geht es um Sex. Irgendwie. Aber wenn man genauer hinschaut, haben beide Fälle verschiedene Motivationen.
Und trotzdem bringen die besten Skills nichts, wenn man so needy ist und es in einem schreit. "Ich MUSS es hinter mich bringen. Ich muss endlich Sex haben. DIE Frauen sind sowieso IMMER xxxxx."