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Er wollte plötzlich mehr Distanz, für mich aus dem Nichts.
und
Dann kam das Treffen mit meiner Mutter.
Sein Distanzbedürfnis kam zu einer sehr ungünstigen Zeit für Dich, da Du schon unter Stress standst wegen des Treffens mit Deiner Mutter.
Ich denke nicht, dass er Dich da manipulieren wollte, sondern dass das Terrain zum Eklat schon durch Deine Angst vor der Begegnung mit Deiner Mutter vorbereitet war. Du warst schon konditioniert, hast es ihm nicht kommunizieren können, da Du Dir dessen selber nicht bewusst warst, und schon geriet alles Weitere in eine Schieflage.
Da er wahrscheinlich selber nicht verstehen konnte, was ihn plötzlich zu einer Distanz bewog und es Dir deshalb auch nicht erklären konnte, wart Ihr Beide so ziemlich hilflos in dieser Situation.
In Eurem gegenseitigen Verständnis bestehen also ziemlich grosse Lücken.
Vielleicht könnt Ihr Euch darüber noch einmal aussprechen?
 

Hallo Youshri,

schau mal hier: ---. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ihr habt beide große Baustellen.
Er kann sich nicht vorstellen, was in dir vorgeht und du kriegst teilweise keine Worte aus dir heraus, was in dir vorgeht.
Das ein Kollidieren vorprogrammiert ist, ist klar.

Was wünschst du dir von ihm und mach dir klar, ob er das erfüllen kann und ob es realistisch ist?
Erwarte aber nicht zu viel.
Autismus ist sehr komplex, das weißt du selbst und es ist bestimmt nicht einfach.
Auch für ihn nicht.

Wenn du möchtest, dass er weiß was du denkst musst du lernen zu reden und es ihm sagen.
Das er wenigstens die Möglichkeit hat einzuordnen was los ist.
Da bist du gefragt.

Deine Mutter: Reduziere den Kontakt auf ein Minimum.
Wer dich nieder macht verdient keine Aufmerksamkeit.
Und nein Schuldgefühle brauchst du keine zu haben.
Dein Wohlbefinden ist wichtig, du bist deiner Mutter nichts schuldig.
 
für mich gibt es sehr wohl ungesunden Selbstwert.

Ist immer dann der Fall, wenn der Selbstwert nicht mit den Tatsachen übereinstimmt.

Nennt sich doch dann Selbstüberschätzung und das macht krank.

Selbstüberschätzung gibt es genauso wie Selbstunterschätzung , hat beides keinen wirklichen Sinn, es sei die Lebenspriorität ist die Ablenkung von dem was wirklich ist.
Sollte man aber eher Interesse haben an der Realität und dem begreifen derselben haben ( Bildung ) und da geht es jetzt nicht um Dinge die noch definiert werden müssen, sondern um die Herleitung dessen was ist, dann ist das Ergründen der Wurzel gut, weil man erst dann in der Lage ist die Andersartigkeit zu definieren.
Ich gebe Dir ein Beispiel - ich kannte mal jemanden der nahm Bedarfsmedikamente wenn die Depression unter der er litt solange er d enken konnte zu stark wurde, nach ein paar Psychosen, war die Medikamenten Einnahme das kleinere Übel.

Nun war geplant wir gehen angeln - " bevor ich wieder depressiv alleine zuhause rumsitze und mir Scheißgedanken mache unternehme ich lieber was ....." war seine Devise.
Der Tag kam er rief an. kann nicht , geht schlecht grade gekotzt etc. Panik....Kopfschmerzen Gesichtsfeld zieht sich zu am besten dunkel Bettdecke über den Kopf , ja und ich hin den aus dem Bett geklingelt und eingepackt .....er den größten Fisch gefangen , hat sich tierisch gefreut, der Tag war ein guter Tag bis auf den Begin.... da war ja klar , alle ziehen ihn auf weil er eh nix fängt, die meckern sicher darüber wie er angelt ( können andere besser / Fehler die er macht ) , lachen über ihn, tuscheln über ihn etc . völlig falsche
Realitätsvorstellung, ein nicht realistischer Selbstwert , sondern klare Selbstunterschätzung.

Und die hat den Miesen Begin verursacht - mittlerweile geht der ohne mich angeln , klar fängt ja auch keine kleinen Fische ....
 
Er wollte plötzlich mehr Distanz, für mich aus dem Nichts. Das kommt bei mir manipulativ, willkürlich an und das triggert. Ich war dabei, das in meinem Gehirn einzuordnen. Dann kam das Treffen mit meiner Mutter. Dadurch fühlte ich mich zurück geworfen. Sie macht mich klein, hört nicht zu, redet nur von sich, ja sie ist (wirklich) sehr narzisstisch (auch wenn das zur Zeit ein Modewort ist, aber bei ihr stimmt es).

Ich wertete mich danach sehr ab, war down. Das passiert recht unbewusst.
Und er verhält sich so wie immer, geht null darauf ein. Ok, ich sage es nicht, weil ich es nicht kann. Und er kann es nicht wahrnehmen und überschreitet meine Grenzen massiv. Das führt zum Eklat.
Was bedeutet konkret..er wollte mehr Distanz...?

In einer Beziehung will oft entweder der Eine oder der Andere mal ab und zu mehr Distanz.
 
Ich denke, ihr macht es euch unnötig schwer.
Du weißt, es gibt Situationen, in denen du nicht kommunizieren kannst.
Mit etwas Übung lässt sich da ein Codewort installieren, dass dem anderen deine Notlage verdeutlicht.
Es ist nicht nötig, in dem Moment alles zu erfassen, es ist wichtig zu wissen, wie die Situation nicht eskaliert.
Besprecht, was du dann brauchst, wie er sich verhalten sollte - dich einfach in den Arm nehmen und still halten?

Es scheint ganz gut zu laufen bei euch für kurze Zeit, aber längere Zeit zusammen überfordert euch und löst Krisen aus, verstehe ich das richtig?
Weshalb die gemeinsame Zeit dann nicht verkürzen, für Unterbrechungen sorgen?
Ich halte Gesellschaft nicht länger als 2 Tage am Stück aus, das ist das Maximum. Egal, wie wichtig mir der andere ist. Es hilft nichts, mir das manchmal anders zu wünschen, so ist es und danach richte ich Planungen.
Seitdem läuft so einiges harmonischer ab.

Versucht die ersten Anzeichen zu erkennen lernen und geht liebevoll-humorig mit euch und euren Marotten um. Redet, plant, wie ihr euch darauf aufmerksam macht und wie ihr das dann löst.
Ein frühzeitiger, liebevoller Abschied ist viel besser für eure Beziehung und jeden Einzelnen als wiederholte Eskalation.

Wenn seine Meise mal wieder für beginnende innere Unruhe sorgt, kann ich das inzwischen deuten und sage mit einem Lächeln und einem Kuss, dass er mich jetzt rauswerfen soll. Meist möchte er noch kurz Nähe, kuscheln, aber dann ist es Zeit zu gehen.
Und wenn sich in mir Unruhe aufbaut, läuft das ähnlich.

Wie lange braucht ihr Abstand, bevor ihr gemeinsame Zeit wieder genießen könnt? Stünde Heimfahrt an oder ein, zwei Übernachtungen in einem Ausweichquartier?
Da werdet ihr den individuell für euch passenden Weg finden müssen.

Viel Glück.
 

So wie du habe ich auch eine narzisstische lieblose Mutter.
Ich weiss wie schlimm dies ist.

Es ist wichtig zu ihr Distanz zu halten.

Dein Freund kann nix dafür.
Ich wäre ihm nicht böse, wenn er sich mal distanziert und es hat nix mit Manipulation zu tun.
 
Vielleicht erwartest du auch zuviel von ihm.

Wenn sich jemand distanziert würde ich ihn einfach in Ruhe lassen....ohne Vorwürfe und Erwartungsdruck.

Sich distanzieren hat oft nix mit Narzissmus und Manipulation zu tun.
Vielleicht tust du ihm unrecht.

Mit den eigenen psychischen Schwierigkeiten kann ein Partner sehr schnell überfordert sein ...deshalb würde ich mir einen sympathischen Psychotherapeuten suchen.
 
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