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25, nichts erreicht und kein Ziel im Leben

@Earl: Hast du meine pn erhalten? 😉

Gut ich schreibe auch mal was zu deinem Thread.
Ich kenne das Gefühl, dass du hast. Ich bin 27 Jahre und ich finde ich habe auch nichts erreicht in meinem Leben. Männliche Jungfrau bis heute, "nur" das die Matura/das Abitur mit 27 Jahren und paar Studien abgebrochen. Außerdem wurde ich auch misshandelt und es fanden auch noch zig andere negative Ereignisse statt. Du kannst ja meinen ersten Thread lesen 😉 . Ich hoffe, dass wir uns in Verbindung setzen können. Dein Leben spiegelt ähnlich meines wider. Deshalb würde ich mich freuen wenn ich mit dir privat via skype oder icq reden könnte 🙂 .
 
Und du, mein Freund, hast dich also immer noch darauf eingeschossen, dass alles immer nur mit dem finanziellen Aspekt verbunden ist. Schon mal dran gedacht, dass es Frauen gibt, die gerne einen Mann an ihrer Seite haben möchten, der mit sich zufrieden ist. Und dabei ist es egal, ob er Maurer oder Rechtsanwalt ist. Diese Zufriedenheit strahlt der Mann dann auch aus und wirkt attraktiver. Das hat mit dem Gehalt nichts zutun. Wenn der TE, was hier ja offensichtlich ist, sich nicht selbst akzeptiert, wie kann er von anderen erwarten, dass sie es tun?

Aus was schliesst du, dass er sich selbst nicht akzeptiert?
 
Für mich (26, w) käme auch ein rundum zufriedener Mann nicht infrage, wenn er nicht arbeitet. Es ist mir vollkommen egal, ob ein Mann Tischler, Verwaltungsfachangestellter oder Bundesrichter ist, aber ich könnte mit niemandem leben, der lebenskünstlerisch den ganzen Tag zuhause sitzt und maximal sich selbst sucht.

Das hat auch nichts mit dem Gehalt zu tun, ich habe nicht vor, irgendwann einmal kein eigenes Geld zu verdienen.
Nur gehört sinnvolle Arbeit für mich zu dem Bild eines erwachsenen Mannes - und einer erwachsenen Frau, natürlich - einfach dazu. Es erweitert den Horizont, eröffnet Perspektiven, macht unabhängig. Und es formt die Persönlichkeit.
Mit 25 "darf" man noch auf dem Weg dahin sein, klar, aber eine erkennbare Richtung und ein absehbares Ziel muss es da schon geben.

Du leitest aus der Arbeit die Reife der Person ab, das ist problematisch. Es gibt viele Idioten in der Arbeit, das erfahre ich jeden Tag. Von daher spielt dieser Aspekt für mich auch keine Rolle. Ich kann mir auch vorstellen mit einer Frau zusammen zu sein, welche nicht arbeitet, für mich ist die Person und ihre Ausstrahlung entscheidend.
 
Also bei manchen Antworten kommt mir hier die warme Wurst. Da ist einer, der von sich sagt, nichts erreicht zu haben und sich nach einer Freundin sehnt, die zu ihm steht und ihm Liebe gibt. Und da haben einige, die von sich glauben, sonstwie hart zu arbeiten und total normal zu sein, nix besseres zu tun, als ihn noch abzuwerten, als Pflegefall zu betiteln und lauter solche daemliche S****. Ich weiss schon, warum ich solche "normalen" Menschen meide und lieber für Bedürftige was tue, anstatt in der ach so tollen Gesellschaft solchen Leuten in die Tasche zu arbeiten.

Danke für diese warmen und wahren Worte!
Nicht jedes Leben verläuft geradlinig.
Und mit Liebe geht tatsächlich vieles leichter. 🙂 Selbstvertrauen, Disziplin, Entscheidungsfreude...all das wird einem schwer gemacht in einem Umfeld, in dem es keinen liebenden Menschen gibt, der einen mal in den Arm nimmt. Ich mache das selber gerade durch.
Lieber TE, Du scheinst wirklich etwas erreichen zu wollen. Und bist, wie es aussieht, sehr selbstkritisch und sensibel. Und Du bist noch so jung (sagt eine Frau von Ende 30 😉). Also, Dein Charakter scheint wundervolle Voraussetzungen für ein privat und beruflich erfolgreiches Leben zu bieten. Das, was Du nun am besten machen kannst, weiß ich auch nicht. Wenn Du geschickt mit den Händen bist kann Dich das zum Handwerker, Krankenpfleger, Elektriker und endlos mehr prädestinieren. Praktika können Dir sicher weiterhelfen. Und das Leben, in dem man von 20 bis zur Rente (welche Rente?) dieselbe Arbeit ausübt, wird sowieso seltener und seltener.
Nur Eines: überlege Dir bitte gut, ob Du in diese harte Welt wirklich ganz, ganz viele Kinder hinein setzen möchtest. Die Gesellschaft wird nicht netter oder mitfühlender. Leider. 🙁
Und last but not least, klar...ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen...das ist schon nett. 🙂 Doch neben diesen Dingen ist die Fähigkeit der Eltern bedingungslos zu lieben, das Allerwichtigste. Keine materiellen Güter der Welt können Liebe ersetzen. Und da Du es selber nicht leicht hast, wirst Du Deinen Kids sicher mehr Verständnis entgegen bringen können als viele dieser Einser-Abiturienten, deren Leben so wenig Tiefen und Wendungen hat wie ein Kanal.
Die, die es nicht leicht haben, sind oft die, die der Welt am meisten zu geben haben.
Du wirst Deinen Weg schon gehen. 🙂
Und Du gehst ihn bereits, denn das Leben ist eine spirituelle Reise. Ich glaube an Gott und an Jesus. Mehr als an Geld. Doch bevor ich für eine Missionarin gehalten werde: das Leben verläuft fast nie linear. Die, die heute kämpfen (mit sich, dem Studium, der Welt, den gesellschaftlichen Erwartungen), sind in ein paar Jahren vielleicht in einem schönen Hafen umgeben von Wohlstand. Geld kommt und geht. Nur Liebe gibt uns Sicherheit.
Wenn Du machen könntest, was Du willst und nicht von der Meinung anderer abhängig wärst, was wäre das dann? Vielleicht könnte das ein kleiner beruflicher Denkanstoß sein? Vielleicht auch nicht. Doch ein Versuch war es wert.
Es wird alles gut!
 
Ich schließe mich meinen Vorrednern an.

Ich selbst werde bald 24 und habe nach 2 abgebrochenen Ausbildungen (Erzieherin / Bäckereifachverkauf) auch noch keine Idee, was ich WIRKLICH machen will. Ich habe zwar sehr wohl Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber davon kann man nicht leben. Wie viele freischaffende Künstler haben denn schon richtig Asche mit ihren Werken gemacht, um davon leben zu können? Von 100 vielleicht ein Halber. 😉 Oder Möchtegern-Buch-Autoren? Ha! Die gibts wie Sand am Meer, aber ich für meinen Teil könnte nicht auf Druck des Verlegers 'produzieren'.
Ergo muss ich das höchstens als Nebenjob ansehen und mir einen im richtigen Leben suchen. Aber was?

Es gibt doch sicherlich auch bei euch (Matura klingt nach Österreich?) Beratungsstellen beim Arbeitsamt oder an deiner Universität, bei denen du dich hinsichtlich der Wahlmöglichkeiten und deiner Wünsche beraten lassen kannst?!

Ansonsten mach, wie schon gesagt wurde, eine stinknormale Berufsausbildung. Damit bist du nicht schlechter, als andere Menschen auch, die einen 'einfachen' Beruf ausüben. 🙂

Viel Glück!
 

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