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  • Starter*in Starter*in Gelöscht 100977
  • Datum Start Datum Start

Hallo Gelöscht 100977,

schau mal hier: /. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich kann dir deine Fragen beantworten.

Zu deiner Eingangsfrage: Weil sie es vortäuschen.

Was in einem Menschen drinnen ist, was er WIRKLICH fühlt, das siehst du nicht - du siehst nur, was er bereit ist dir zu zeigen. Auch andere Menschen schützen sich so. Ich habe das schon oft erlebt, jemand lacht die ganze Zeit und du denkst, boa, das nervt echt, wieso is die Person in ner Klinik, wenn es ihr ach so toll geht...*genervt sei* ja und dann, dann rastet sie plötzlich voll aus, weil sie irgendwas offenbar getriggert hat *huppala* da gehts der wohl doch nicht so gut...
Jupp, so ist das.
Oder du denkst, boa, das Mädel ist so hübsch und strahlt Selbstbewusstsein aus, so wär ich auch gern...und dann gehst du mit ihr in die Stadt und sie erzählt dir dass sie garkein Selbstbewusstsein hat und schon zweimal versucht hat sich umzubringen und ihr Freund sie voll fertig gemacht hat... ok, dann wär ich doch lieber und ausschließlich nur so wie ich, auch wenn ich total kaputt bin, aber da weis ich was ich habe.

Das ist Selbstbewusstsein.
Hast du mal darüber nachgedacht was das Wort bedeutet? Selbst Bewusstsein: Du bist dir deiner selbst bewusst. Will sagen, du kennst dich, deine Schwächen und Stärken, deine Ängste und was dir Freude macht... und du stehst dazu.
Du musst nicht nur wissen, was du nicht an dir magst, denn das kannst du ja ändern (wenn du dir eben dessen bewusst bist), du musst auch wissen was du an dir magst und auf deine Stärken konzentrierst du dich dann.

Wenn du dich nicht magst, dann kannst du das von keinem anderen erwarten.
Wenn du dich nicht kennst und verstehst, dann kannst du das von keinem anderen erwarten.
Wenn du nicht zu dir stehst, dann kannst du das von keinem anderen erwarten.

Wenn du drohst dich umzubringen, dann ist das natürlich nicht lustig - für keinen!!! Oder meinst du, für die Polizisten war das "lustig" wenn sie zu einem (potentiellen) Selbstmörder gerufen werden?
Den scheiss lass mal lieber.
Wenn du Probleme hast, dir deiner selbst bewusst zu werden, dann hilft eine Therapie.

Zu deiner abschließenden Frage: Ja.

Ich verstehe schon was du meinst, das ist eben auch harte Arbeit, Selbstreflektion, Selbstliebe, Selbstakzeptanz, sich selbst kennenlernen und dazu stehen, Vertrauen in sich selbst aufzubauen.
Vertraust du dir selber, dann wird es leichter anderen zu vertrauen.

Zu all den "glücklichen und lebensfrohen" Menschen habe ich ja oben schon was gesagt. Die meisten Menschen haben eine Maske, die setzen sie anderen gegenüber auf, um selbst nicht verletzt zu werden.

Du scheinst sehr sensibel zu sein, das ist nicht immer leicht und man wird oft nicht verstanden, das kannst du aber nciht ändern, was du ändern kannst ist, dir mehr Zeit für dich selbst zu nehmen und gut für dich zu sorgen.
Sensibel zu sein ist nicht immer leicht, aber nichts schlechtes - und schon gar keine schlechte Eigenschaft!

Du bist so wie du bist. Wenn du anfängst das zu akzeptieren, dann bist du schon ein ganzes Stück weiter.
 
Pancake (süßer nick! 🙂), es ist auch eine Alterssache. In der Pubertät/Adoleszenz ist es ganz normal, selbstunsicher zu sein.
Selbstbewusstsein ergibt sich, wenn man zufrieden mit sich ist.
Konzentrier dich auf deine Stärken und wechsel auch mal die Rolle - es ist auch wichtig für die Selbstwahrnehmung, sich nicht NUR als weinendes Sensibelchen zu erleben.
Probiere mal die anderen Facetten deiner Persönlichkeit aus.
Lass sie von der Leine! 😉

(Hast du eine gute Freundin?)
 
Man hat es vielleicht nicht 100%ig in der Hand, innerhalb eines bestimmten Zeitraums selbstbewußt zu werden. Aber durch Passivität (ich höre da bei masi etwas in dieser Richtung raus) wird man wohl eher nicht selbstbewußt.

Das "selbst" in "selbstbewußt" deutet ja durchaus auf eine gewisse Aktivität hin. Und auf Unabhängigkeit.

So schwer ist das mit der Selbstbewußtheit vielleicht gar nicht. Wenn man sich erfahrungsgestützt auf seine Möglichkeiten besinnt (das Machbare ins Auge fasst), müßte doch eine gute Lebenspraxis daraus entstehen können.

Der Begriff "Selbstbewußt" wird normalerweise auch zu eng gefasst. Es kommt dabei nicht nur aufs Formale an, also dass ich selbst Ziele definiere und mir eigene Meinungen bilde. Der inhaltliche Aspekt scheint mir auch sehr wichtig zu sein. Welche Ziele sind denn wichtiger als alles andere? Die Antwort darauf zielt auf Moral ab. Wer etwa nur dem Glück nachjagen will, wird wohl oft frustriert sein. Wer dagegen Gutes tut, hat schon sein Ziel erreicht. Egal, ob es ihm gelingt. Es geht um die Haltung, Gutes zu wollen. Und das kann jeder.

Man definiere also sein Selbstbewußtsein nicht nach der Anzahl seiner Autos, seiner Witzigkeit oder Schlauheit etc., sondern an seinem Guten Willen. Aber selbst bei diesem sollte man nicht zu pedantisch verfahren.

Das Problem mit dem Selbstbewußtsein ist also, dass man mit ihm unrealistische Ziele verfolgt. Welchen Wert hat es schon, ein selbstbewußter Pornostar zu sein 🙄? Ein ca. 70% guter Mensch zu sein, scheint mir dagegen ein realistisches Ziel zu sein.
 
Es ist auf jeden Fall keine Frage des Alters, ob du selbstbewusst bist oder nicht. Ich mit meinen fast 40 Lenzen habe leider auch fast kein Selbstbewusstsein und ich bin froh, habe ich dieses Thema gefunden.
Ich habe mal gelesen, dass man selbstbewusster wird, wenn man lernt NEIN zu sagen. Einfacher gesagt als getan, vor allem wenn man jahrelang gemobbt wurde (wie ich) und so erzogen wurde, dass man immer freundlich sein muss.
Es gibt viele Menschen die spielen ihr Selbstbewusstsein keineswegs nur vor, sondern sind es wirklich. Das merkt man daran, dass sie auch alles erreichen, was sie sich als Ziele setzen.
 
Ich finde SKT (soziales Kompetenz Training) z.B. hilfreich um selbstbewusster zu werden. Bei mir war es so, dass ich auch oft nicht wusste wie ich Dinge ausdrücken sollte. Durch das SKT fühlte ich mich sicherer, weil ich da so was wie eine Anleitung hatte. Es da u.U. je nach Gruppe auch die Möglichkeit gibt Situation zu üben und auch ein Feedback zu bekommen, wie das rüber kam.

Dabei muss man allerdings auch Geduld haben, weil es erst mal eingeübt werden muss. Es da auch wichtig ist sich von Fehlschlägen nicht entmutigen zu lassen. Es dann eben auch den Mut braucht es ein zu setzen ggf. therapeutische Unterstützung. Dafür ist es gut eben das Selbstbewusstsein zu stärken. Wie ich finde auch zu sehen, wo es sich überhaupt lohnt etwas zu sagen.

Hast du schon mal von DBT gehört? Das sind Module mit denen gearbeitet wird. Da geht es darum zu lernen sich besser zu regulieren. Dazu gehört unter anderen Umgang mit Gefühlen und es gibt da auch ein Modul zum Thema Selbstwert. Es geht auch darum Grenzen zu setzten unter anderen.
Das kann allerdings auch dauern bis es seine Wirkung zeigt und es setzt viel Arbeit an sich selber vor aus.

Ich denke wichtig ist um Selbstbewusst zu sein, sich selber zu kennen und auch einschätzen zu können. Das wichtigste dazu auch zu stehen. Niemand muss alles können. Niemand ist perfekt.

Welche Schwächen und Stärken hast du? Sind die Dinge, du die als schwäche sieht wirklich alles Schwächen oder könnte es auch eine Stärke sein? Was kannst du gut?

Was schätzen z.B. andere an dir? Wenn du das vielleicht nicht glaubst, ich bin mir sicher du kannst was, wo andere sagen das könnte ich gerne. Ich glaube oft ist das Problem, dass wir die Dinge, die wir können, als selbstverständlich sehen, obwohl sie es nicht ist.

Ein Punkt den ich dabei auch wichtig finde ist mit was für Menschen umgibst du dich? Sind es Menschen, die dich unterstützen und fördern oder ziehen sie dich runter? Gibt es in deinem Umfeld konkret Menschen, die dich runter machen?

Zu deiner Eingangsfrage ich glaube die meisten Menschen sind nicht so selbstbewusst wie sie auf den ersten Blick erscheinen oder wir sie gerne haben wollen. Wie es in inneren von jemand wirklich aussieht, erkennt man oft nicht.
 
Hallo ThePancake,,

ein hohes Selbstwertgefühl fällt nicht vom Himmel. Dennoch kannst du einiges dafür tun, und das lernen.

Wichtig ist der starke Wille, wirklich etwas verändern zu wollen. Und damit auch ins Handeln zu kommen und dran zu bleiben.

Das ist eigentlich wie beim abnehmen, oder mit dem Rauchen aufzuhören. 😉

Bitte warte nicht darauf, dass dir jemand einen "Magic-Button" oder einen Zaubertrick präsentiert

Also:


  • Du brauchst etwas Geduld
  • Durchhaltevermögen (auch dafür gibt es keinen Magic-Button)
  • ein positiver Glaube an die Methoden, die du übst

Zunächst einmal kann ich dir sagen, dass die Dinge die du beschreibst, normal sind. Natürlich ist tendenziell jeder traurig, wenn er beleidigt oder missachtet wird. Den Unterschied macht es eben, wie stark du so etwas an dich ran lässt und Selbstbestätigung aus dir selbst schöpfst, und damit tendenziell etwas unempfindlicher dafür wirst.

Deshalb diese Fragen:


  1. Wie war deine Kindheit? Wie waren deine Eltern zu dir?
  2. Wie zufrieden bist du mit deinem restlichen Leben? Schule? Job? Freunde oder Beziehung?
  3. Was hast du denn schon konkret probiert, um etwas an deinem Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl zu verbessern?





 
Es sind garantiert nicht alle in deinem Umfeld selbstsicher. Ich hatte früher auch immer das Gefühl, dass alle um mich herum ihr Leben voll im Griff haben, finanziell stabil sind, verantwortungsbewusst sind und ihnen die potenziellen Partner nur so um die Ohren fliegen. Wenn du aber mal anstatt die Leute grummelnd aus der Ferne zu betrachten genauer hinschaust und dich mit ihnen unterhältst, hat jeder seine daily struggles, mit denen er sich so durchs Leben kämpft. Einige mehr, andere weniger.
Ich war immer eher schüchtern und hatte sehr wenig Selbstbewusstsein. Ich dachte, das merkt auch jeder um mich rum, bis ich mal in einer Gruppe Kollegen, während jemand sich über seine eigene Unsicherheit beklagt hat, gesagt hab, ich kenne das, ich bin auch sehr unsicher, und alle angefangen haben zu lachen und dachten ich mache einen Witz, weil jeder dachte, ich wäre irre Selbstbewusst! Ich habe oft mein eigenes Ding gemacht und nicht oft um Erlaubnis gefragt, aber nicht weil mir die Präsenz oder Meinung anderer egal war, sondern weil ich zu schüchtern war zu fragen und dachte, andere wollen eh nichts mit mir zu tun haben. Kam anders rüber. Also, versuche doch, die Ratschläge meiner Vorredner zu befolgen, und nimm dich an wie du bist! Das gibt nämlich Selbstbewusstsein 😉
 
Um der eigenen Angst etwas entgegenzusetzen, kannst Du Deinen Mut zuhilfe nehmen. Davon geht die Angst zwar nicht weg, aber Du bleibst handlungsfähig. Wenn Dir etwas wichtig ist, dann kann das helfen. Und um Laufe der Zeit bekommst Du darin Übung. Es wird nicht unbedingt leichter werden, aber Du kannst es so aussehen lassen. Daher kommt der Spruch fake it, until you make it! Mir hilft er bis heute.
 

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