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2 Jahre Wartezeit Therapie

benstone

Mitglied
Ich weiß nicht wie lange ich es noch aushalten kann.
Ich hoffe seit über 2 Jahren auf eine Psychotherapie. Es war damals schon längst überfällig, und es sieht bis jetzt immer noch aussichtslos aus. Ich fühle mich wie ein Wrack. Innerlich verkümmert und verstorben. Wenn man die Wartezeit endlich überstanden hat, muss man feststellen, dass die Therapeuten überhaupt nichts bringen weil man nicht verstanden wird.
Ich habe ein riesiges Problem mit mir selbst, das ich allein nicht bewältigen kann.
Ich wurde vor drei Jahren nach nur 2 Monaten Beziehung verlassen und ich bin immer noch nicht über die Sache hinweggekommen. Es quält mich so.
Ich weiß nicht was ich machen soll.
 

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seele28

Gast
Naja du must auch bei mehreren Therapeuten Terminen machen oder dich auf Wartelisten setzen lassen. Monatelang oder sogar Jahre auf einen Termin zu warten, nur um heraus zu finden das der Therapeut nicht der richtige ist, da kannst du natürlich dein ganzes Leben lang so weiter machen bis zu endlich irgendwann nach ca. 10 Jahren vielleicht Glück mit einem Therapeuten hast. Ruf bei so vielen Therapeuten wie möglich an und mach Termine oder lass dich auf Wartelisten setzen. Dann hast du schneller die Chance einen Platz zu bekommen und falls der nicht passt, hast du weitere Chancen auf einen Therapieplatz.

Hast du noch andere psychische Probleme oder "nur" den Liebeskummer? Wenn ja wäre eine Therapie sicherlich erforderlich, ansonsten bei Liebeskummer eher nicht. Ist aber meine Meinung, muss niemand teilen. Aber gut drei Jahre immer noch kummer, bei einer nur zweimonatigen Beziehung, da steckt vermutlich mehr psychische Probleme dahinter. Wie gesagt versteife dich nicht auf einen Therapeuten, such weiter.
 

benstone

Mitglied
"Liebeskummer" nenne ich das nicht mehr. Das ist einfach nur noch krankhaft oder?
Es steckt wie gesagt ein sehr großes Problem mit mir selbst dahinter.
Stimmt schon ich müsste mich richtig reinhängen, aktiv werden und so viel Therapeuten anfragen wie möglich.
Ich weiß auch nicht, warum ich das nicht hingekomme.
Es ist so verzwickt, ich schaffe es ein paar Wochen da geht es mir gut und ich kann mich auf meinen Beruf konzentrieren. Dann gibt es einen Knick und ich muss kämpfen dass ich meinen Job nicht schmeiße. Ich breche fast zusammen das ist dann aber nur etwa zwei bis drei Tage, und dann geht es wieder für ein paar Wochen bis mich das ganze wieder niederdrückt.
Heute war ich wieder mal so am kämpfen ich musste so die Zähne zusammen beißen. Ich hasse das wenn man seinen Gefühlen so ausgeliefert ist. Es fühlt sich an wie ein freier Fall. Dein Herz ist beschwert und angespannt. Ich kann es nicht beschreiben.
 
S

seele28

Gast
Du hast Recht, Liebeskummer kann man dies nicht mehr bezeichnen. Du scheint weit mehr Probleme zu haben. Was hast du noch für psychische Probleme oder was macht dir noch zu schaffen außer die beendete Beziehung?

Kannst du nicht an den guten Tagen/Wochen mehrere Therapeuten anrufen oder eine Mail schicken? Es ist hart, ich weiß, so ging es mir früher auch. Ich hab es auch nur alle paar Wochen geschafft mal ein paar anzurufen. Da mir die Kraft für alles fehlte, aber so kommt man nicht weit. Daher A**** zusammen kneifen und wenigstens zwei bis drei Therapeuten am Tag oder zumindest jeden zweiten Tag anrufen und/oder auf den AB drauf sprechen. So hast du irgendwann Erfolg und glaub mir, das tut gut, wenn man was hinbekommen hat. Ich musste auch lernen, von nichts kommt nichts. Viel Kraft wünsche ich dir und das du schnell Erfolg hast!
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich hasse das wenn man seinen Gefühlen so ausgeliefert ist. Es fühlt sich an wie ein freier Fall. Dein Herz ist beschwert und angespannt. Ich kann es nicht beschreiben.
Hallo benstone,
kannst du die Zeiten beschreiben, in denen
es dir besser geht bzw. noch gut ging - was
war da der Unterschied zu heute?

Und was die Therapeuten betrifft: es gibt
auch freie, die nicht im Kassensystem sind.
Da bekommt man viel schneller einen Termin,
hat mehr Auswahl bei den Methoden und
wird (meist) mehr als Kunde bedient. Der
Haken ist halt, dass man das selbst bezahlen
muss - aber mir wäre es das schon wert.

Alles Gute!
Werner

P.S. Ich habe Zugang zu einer Therapeuten-
Mailing-Liste mit Hunderten von Lesern aus
ganz Deutschland. Wenn du mir (auch per
PN) deine Gegend sagst, kann ich da für dich
eine Suchanfrage durchgeben.
 

benstone

Mitglied
Was hast du noch für psychische Probleme oder was macht dir noch zu schaffen außer die beendete Beziehung?
Bei allem Respekt, ich möchte nicht weiter ins Detail gehen müssen was meine Probleme anbelangt. Nicht in einem öffentlich zugänglichen Forum. Nicht dass es mir peinlich wäre, aber es kann hier wirklich jeder lesen was man schreibt.

Kannst du nicht an den guten Tagen/Wochen mehrere Therapeuten anrufen oder eine Mail schicken?
Können schon, nur mit dem umsetzen hab ichs irgendwie nicht so.
Wie schnell alles vergessen ist wenn es einem wieder besser geht und man möchte am liebsten ignorieren, dass man an Brocken zu kauen hat, die man alleine nicht zu bewältigen schafft.

Viel Kraft wünsche ich dir und das du schnell Erfolg hast!
Dankeschön!



Hallo,

wenn du zu einem Neurologen gehst, hast du solche Wartezeiten nicht. Und du brauchst keine Überweisung und kannst noch dazu sicher sein, nicht an einen Schwafler zu geraten.
Muss ich davon ausgehen, dass er mir Medikamente verschreibt und mich dann wieder nach Hause schickt?

Hallo benstone,
kannst du die Zeiten beschreiben, in denen
es dir besser geht bzw. noch gut ging - was
war da der Unterschied zu heute?
Gute Frage. Das fällt mir sehr schwer, ich kann mich nicht zurück erinnern, als das es mir jemals einigermaßen gut ging. Ich war schon immer ein sehr nachdenklicher und schwermütiger Mensch mit Hang zum Pessimismus. Inzwischen gebe ich mehr darauf Acht mit dem was ich denke. Negative Gedanken sind wie Gift.

Und was die Therapeuten betrifft: es gibt
auch freie, die nicht im Kassensystem sind.
Da bekommt man viel schneller einen Termin,
hat mehr Auswahl bei den Methoden und
wird (meist) mehr als Kunde bedient. Der
Haken ist halt, dass man das selbst bezahlen
muss - aber mir wäre es das schon wert.

Alles Gute!
Werner
Das wäre wirklich eine Überlegung wert.
Vielen Dank!


P.S. Ich habe Zugang zu einer Therapeuten-
Mailing-Liste mit Hunderten von Lesern aus
ganz Deutschland. Wenn du mir (auch per
PN) deine Gegend sagst, kann ich da für dich
eine Suchanfrage durchgeben.
Was ist das?
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Gute Frage. Das fällt mir sehr schwer, ich kann mich nicht zurück erinnern, als das es mir jemals einigermaßen gut ging. Ich war schon immer ein sehr nachdenklicher und schwermütiger Mensch mit Hang zum Pessimismus. Inzwischen gebe ich mehr darauf Acht mit dem was ich denke. Negative Gedanken sind wie Gift.
Das ist sicher ein guter Ansatz - mehr darauf zu
achten, was du denkst. Man ist ja (mit etwas
Übung) seinen Gedanken nicht einfach ausge-
liefert, sondern kann sie steuern, beenden oder
ändern.

Kennst du das Buch "Veränderung des subjektiven
Erlebens"? Das scheint mir das Beste zu diesem
Thema zu sein, wenn auch etwas amerikanisch
im Stil (der Autor Richard Bandler ist Amerikaner).

Wenn es dir "noch nie" richtig gut ging, dürfte es
schwer sein, das durch eine Therapie zu ändern.
Denn woran würdest du denn merken, dass es dir
besser ginge, wenn es du es vorab gar nicht be-
schreiben kannst? Du würdest es vermutlich gar
nicht bemerken (also den Unterschied). Es sei denn,
es gibt jetzt schon Unterschiede zum Besseren -
dann könntest du gezielter schauen, was die Aus-
löser dafür sind (dass es dir manchmal etwas besser
geht) und die dann soweit dir möglich, steuern.

Die Therapeuten-Liste ist eine nicht-öffentliche
Einrichtung, in der sich Therapeuten per Mail Fragen
stellen oder Tipps geben. Wenn ich da schreibe: Ich
suche einen Therapeuten für jemand aus dem PLZ-
Bereich XY mit folgendem Anliegen - dann ist die
Chance hoch, dass sich jemand meldet und dir rasch
zumindest einen Termin für ein Erstgespräch gibt.
Ich war mal Ausbilder für Psychotherapeuten, daher
mein Zugang zu dieser Liste (da kommt man nur
auf Empfehlung rein). Also kein Grund zum Pessimis-
mus ;) ;)

Gruß, Werner
 
G

Gast

Gast
Wenn man die Wartezeit endlich überstanden hat, muss man feststellen, dass die Therapeuten überhaupt nichts bringen weil man nicht verstanden wird.
.
Wenn du schon so denkst, was soll der Therapeut da machen mit dir?
Nun, nicht jedem kann geholfen werden, wenn die Einsicht und das Verständnis für die eigenen Defizite fehlt.
Du verstehst dich ja selber nicht, oder weshalb eine Therapie?
Der Therapeut ist wie ein Trainer, das Leben die Turnhalle mit den Geräten.
Wer sollte da dann turnen, der Therapeut, die andern oder ( DU ) ?
Immer gibt es Rechtfertigungen, die sich in behaupteten Eigenschaften oder Verhaltensweisen begründen.
Du hast die Macht, es zu tun, etwas für dich zu ändern, daher tue es.
Außerdem bringt es dir diesen und jenen Vorteil.
Ich wäre doch dumm, meine Macht nicht zu nutzen.
Ein Mensch in einer Machtposition kann sich fast beliebig aufführen.
Niemand kommt auf die Idee, diese Person zu psychiatrieren.
So lange ein Mensch die Folgen der eigenen Handlungen überblickt (= einsichtig ist) hat dieser Mensch das Recht, selbst schädigend zu handeln.
Hast du diese Einsicht....
Menschliches Verhalten hat immer Gründe.
Wie gut oder schlecht diese Gründe sind, darüber läßt sich streiten.
Aber es ist nicht so, daß einige Menschen „Einsicht“ haben und andere nicht.
Daß diese „Einsicht“ nur ein Trick ist, sieht man am Beispiel des (gesundheits-schädlichen) Rauchens.
Bei vielen derjenigen, die sich freiwillig (also auch ohne Drohungen) psychiatrisch behandeln lassen, ist schlicht der Wille gebrochen.
Sie haben den Terror verinnerlicht und sind, weil es das Leben ( Medikamentös ) so leichter macht, der Meinung, ihnen werde geholfen.
 

benstone

Mitglied
Wenn du schon so denkst, was soll der Therapeut da machen mit dir?...
Pass auf was du da sagst, ist das Klar? Du bewegst dich auf ganz dünnem Eis.
Es ist schön wenn du dich in deinem Leben so gut zurecht findest. Aber gerade deshalb hast du keine Eignung dafür anderen Tipps zu geben.
Man kann nicht einfach die Gesetze die für dich in deinem Leben funktionieren auf das anderer anwenden. Da wo für dich Blockaden aus Styropor sind, die du so leicht durchbrichst, sind andere umzingelt von Wänden aus massiven Stahl.
Du belächelst die Probleme anderer. So Leute wie du können nicht verstehen warum Menschen sich das Leben nehmen, weil sie selbst nie ansatzweise nur an den Punkt gekommen sind an dem Verzweiflung die Hoffnung überwiegt.
Ich will damit nur sagen, wenn du dich in dem Gebiet nicht auskennst, ist es besser dazu auch nichts zu sagen. Manche meinen echt zu allem ihren Senf dazu geben zu müssen.

Lieber Gruß
 

benstone

Mitglied
...
Wenn es dir "noch nie" richtig gut ging, dürfte es
schwer sein, das durch eine Therapie zu ändern.
Denn woran würdest du denn merken, dass es dir
besser ginge, wenn es du es vorab gar nicht be-
schreiben kannst? Du würdest es vermutlich gar
nicht bemerken (also den Unterschied). Es sei denn,
es gibt jetzt schon Unterschiede zum Besseren -
dann könntest du gezielter schauen, was die Aus-
löser dafür sind (dass es dir manchmal etwas besser
geht) und die dann soweit dir möglich, steuern.
...
Dass es mir niemals gut ging wäre nicht korrekt.
Bzw. wie definiert man "es geht mir gut"?
Ist es erstens, die Abwesenheit von negativen Gefühlen? Oder zweitens, die Abwesenheit von negativen Gefühlen und das Erleben von positiven Gefühlen, wie Freude und Glück.

Zu Erstens: Was ist hierbei normal oder außergewöhnlich? Niemand fühlt sich den ganzen Tag durchgehend glücklich. Aber anhaltend negative Gefühle über einen längeren Zeitraum bzw. bei den immer wiederkehrenden der selben negativen Gefühlen. Diese sind krankhaft (sind wir uns da einig?).
Und diese anhaltenden negativen Gefühle sind immer wiederkehrend. Es gab in den letzten 8 Jahren(soweit kann ich mich erinnern) vielleicht maximal 1-2 Wochen am Stück, zu denen ich frei von diesen Gefühlen war. Und das war auch nur der Fall weil ich unter Menschen war bei denen ich mich angenommen gefühlt habe, weil sie es direkt gesagt haben.

Zu Zweitens:
Ja natürlich gibt es Momente zu denen ich mich gefreut habe. Aber die Freude war trotzdem immer begleitet von einem Gefühl von Anspannung. Das Problem ist glaube ich, dass ich so tief mit einer Abneigung gegenüber mir selbst behaftet bin. Die Momente des Glücks und der Freude in meinem Leben haben sich noch nie ganz rein angefühlt. Es hat sich sogar eher künstlich und unecht angefühlt. Ich lache aber das Herz ist bedrückt.

Wenn ich sage, "es geht mir gut" dann also insofern, dass ich mich nicht schlecht fühle.
Wirklich und Aufrichtig gut geht es mir aber nicht.
 

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