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12-14 semester studieren

  • Starter*in Starter*in Spt 457
  • Datum Start Datum Start
Hallo,
Danke für die Antworten. Ich werde darauf Inden nächsten Tagen detailliert antworten. Ich wollte nur mitteilen, dass ich echt Angst überhaupt das Studium zu schaffen oder es bei mir einfach grundsätzlich zu spät für ein Studium ist.
 
also so wird das nichts, da braucht man schon mehr Infos...

1. Was hast Du 5 Semester gemacht,
hast Du a. gebummelt oder bist Du
b. überfordert oder c. psychisch erkrankt?
2.was hat Dich zum Wechsel gebracht?
3. was hast Du mit dem Studium vor?
4. was sagt die Studienberatung...

fragt der Uni-Dozent.
 
Ich kenne dieses Problem sehr gut.

Manchmal sind Dinge möglich, die man erstmal für komplett unmöglich gehalten hat.

Ich habe vor ein paar Tagen mein Bachelorzeugnis erhalten und hatte die Regelstudienzeit überschritten. Bei uns gilt 10 als Höchstmaß, aber wegen Corona haben alle Verlängerungen bekommen. Dann nochmal eine und dann muss man einen Antrag stellen.
Vor Corona war das so, dass man für das 11. Semester einen Antrag stellen musste. Es gab aber die Ausnahme: wenn man nur noch die Mündliche, die Thesis und noch 10 Credits offen hat, durfte man quasi ohne Probleme ein Semester nehmen.

Die Hochschulen und Unis geben da einem schon Freiraum und schmeißen einen nicht direkt raus.

Jetzt zu deinem Problem. Du bist im 5. Semester. Wie kommst du darauf, dass du 10+ brauchst?
Wie viele Prüfungen hast du offen?

Vielleicht hilft es dir, wenn ich sage, dass mein Studium alles andere als toll lief. Ich war im 7. Semester erst im Praxissemester, weil ich es vorhin aus psychischen Gründen nicht hinbekommen habe. Und ich hatte fast das halbe Studium noch offen. Ich musste dann alle Prüfungen innerhalb kurzer Zeit durchdrücken, teilweise sich kollidierende Vorlesungen besuchen, mir einen genauen Plan machen, wie ich vorgehe, was ich wann schreibe und ganz wichtig: REDE mit deinen Professoren.
Ich habe mich da immer geniert und mir war das peinlich, aber tu es. Ich hatte mehrere Zweitversuche und sogar einen Drittversuch. Also mein Studium war immer haarscharf vorbei.

Ich weiß nicht, wie viel % du von deinem Studium schon bestanden hast, aber zieh es lieber durch. Jetzt wieder abzubrechen... hm... ich weiß nicht. Nachher landest du beim Arbeitsamt und dann siehst du, wie viel Wert du für den Arbeitsmarkt bist. Man denkt am Anfang immer: ich schaff das nicht, ich will hier weg. Und wenn dann der harte Boden kommt, merkt man, dass man vielleicht doch lieber hätte durchhalten sollen. Klingt voll blöd. Ich bin fast durchgedreht.

Aber ich habe es tatsächlich geschafft. Ich habe in einem Semester 13 Klausuren bestanden. Es geht, auch wenn man das nicht glauben will.

Mein Schnitt ist nicht supertoll, aber ich habe jetzt den Abschluss. Mir hat es auch geholfen, dass ich mit der Studienberatung darüber gesprochen habe. Es ist am Anfang peinlich, weil man sich voll dumm vorkommt. Aber er kann dir sagen, wie du am besten vorgehst. Keiner sagt: Brechen Sie das Studium lieber ab.
Die versuchen dir immer zu helfen und es gibt ja auch sowas wie so eine Art Vereinbarung, dass du mit deinem Dekan ausmachst, dass du so und so viele Prüfungen machst in einem Semester. So war das zumindest bei uns, was man machen konnte.

Deswegen denke ich, dass du es vielleicht auch schaffen kannst. Ich sag mal plakativ: Hartz 4 kannst du immer noch beantragen, auch mit 33. Das läuft nicht weg.

Wenn es GAR NICHT mehr geht, dann such dir eine Ausbildung. Es ist wichtig, dass du überhaupt irgendeine Qualifikation hast, denn - glaube mir - heutzutage ohne Abschluss ohne irgendwelche Skills... du wirst von einem Scheiß zum nächsten geschoben. Du wirst immer finanzielle Probleme haben.

Es ist nicht schlimm, wenn man im Leben scheitert. Nein. Es ist nur wichtig, dass man nicht stehenbleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
Ich bin im 5. Semester und ich komme kaum voran und habe dieses wieder vermasselt. Ich glaube, ich brauche nach meinem Plan 12/14 Semester und fertig zu werden, dass zieht mich echt runter. Ich wäre wahrscheinlich h 32/33 Jahre alt. Ich habe den Studien Gang auch schon 1/2mal gewechselt.

Hallo Spt 457,

es kommt sicherlich auch darauf an was Du studierst.

Zwei Fallbeispiele aus meinen Bekanntenkreis.

1) Der eine 32 und hat 12 Semester im Bachelor IT (Wirtschaftsinformatik) studiert.
--> Am Markt gefragt
Heute mit 34 hat er einen gut bezahlten Job als IT-Berater

2) Der eine 31 und 11 Semester Kunstgeschichte im Bachelor studiert.
--> Am Markt weniger gefragt. Exotische Nische.
Studium abgebrochen und eine Ausbildung bei der Versicherung angefangen.

Ich denke ein eher exotisches Studium wird dir da nix mehr bringen.

Wenn es sowas wie Ingenieur etc. ist, kannst Du die Kurve ggfs. noch kriegen.
 
(...)
Jeder Lebensweg sieht anders aus. Man darf sich einfach nicht mit den "Schnelleren" vergleichen, wenn man sich dadurch nur schlecht fühlt.
Ja, wenn einem die Gesellschaft und andere Leute vorgeben, wo man wann zu sein hat, dann ist dass halt nicht schön, daran erinnert zu werden, dass man hinterherhinkt. Vor allem, wenn ich sehe wie ehemalige Mitschüler schon heirateten, Kinder kriegen oder eine erfolgreiche Karriere absolvieren. Ich Vergleiche mich immer, auch wenn es mir nicht guttut.
 
Hallo Spt 457


Woran liegt es? Was denkst du? Was heisst "vermasselt"? Meinst du, dass du die Prüfungsleistungen nicht bestanden hast oder meinst du, dass du es nicht schaffst, genügend Prüfungsleistungen wahrzunehmen und abzugeben, also z.B. ganz viel aufschiebst etc.?

Oder liegt es daran, dass du viel nebenbei arbeiten musst? Dass du mit der Online-Lehre während Corona nicht zurecht kommst?


Ich finde das an sich nicht schlimm, interessant finde ich eher, dass du bereits zwei Mal deinen Studiengang gewechselt hast. Woran lag es?

Bist du einfach allgemein unsicher, was dich interessiert oder was du später machen möchtest?
Oder hast du gewechselt, weil du mit dem Stoff bzw. den Inhalten nicht zurecht kamst?

Grundsätzlich wäre ja zu überlegen, was konkret dir eigentlich schwerfällt - dann hast du konkrete Ansatzpunkte, wie du weitermachen kannst.


Du bist dann eher ein alter Berufsanfänger, aber das muss nichts Schlechtes sein. Es wäre ggf. ratsam, nebenbei als Werkstudent zu arbeiten in einem Bereich, in dem du dir später vorstellen könntest zu arbeiten, und wenn es nur 5-6 Stunden sind. Dann hast du zumindest irgendeine Form von Erfahrung, die du trotz der langen Studiendauer vorweisen kannst und verdienst etwas Geld.

Viele Grüsse
Santino
Hallo, Danke für deine Antwort.
Ich weiß inzwischen, was mir schwer fällt. Ich habe mich überlastet. Ich habe versucht, das Studium und einen Nebenjob nebenher zu managen. Das ist dann schiefgelaufen. Ich habe insgesamt 1,75 Jahre von meinen 2, 5 Jahren Studium gearbeitet. Ich wollte unbedingt es in der Regelstufienzeit schaffen. Wollte immer volle LP holen. Das hat dann nicht funktioniert. Ich wollte, dass es gelingt. Leider ist dass mir dann nicht gelungen und ich habe es versiebt. Ich habe zudem zwei Beeinträchtigungen, die sich auch negativ auf mein Lernverhalten auswirken. Diese habe ich mehr oder weniger ignoriert. Habe jetzt auch endlich eine Therapie begonnen und mache bald eine stationäre Behandlung.
MFG
Spt345
 
also ich kenne eigentlich niemanden, der in Regelstudienzeit fertig geworden ist.
da kann doch immer mal was dazwischen kommen. lieber 2 - 3 Semester mehr und dann entspannter und mit besseren Leistungen. dann nimmt man von der akademischen Ausbildung nämlich auch was mit....
das ist doch keine Schule mit Klassenstufen?
 
Wo kann man denn noch 14 Semster studieren ? Bei meinem Bachelor war 10 Semester das obere erlaubte Limit.
Das kann jede Uni selbst regeln. Ich bin aktuell im 16. Semester und war davon nur 4 da. Ich bin nur für das Semesterticket eingeschrieben, weil das billiger ist als das Jobticket meines Arbeitgebers und eine viel höhere Reichweite hat.

Ich glaube aber wenn nach 5 Semestern noch kein Ende in Sicht ist, würde ich das Studium lieber dran geben und mir eine Ausbildung suchen. Insbesondere mit Blick auf die Rente sollte man nicht erst mit 33 anfangen richtig zu arbeiten.
 
Das kann jede Uni selbst regeln. Ich bin aktuell im 16. Semester und war davon nur 4 da. Ich bin nur für das Semesterticket eingeschrieben, weil das billiger ist als das Jobticket meines Arbeitgebers und eine viel höhere Reichweite hat.
Dafür kann man aber nicht Vollzeit in einem regulären Beschäftigungsverhältnis ohne Studierendenstatus arbeiten und verdient weniger. Oder hast du es irgendwie geschafft einerseits das günstige Semesterticket zu ergattern als eingeschriebener Student und andererseits einen Nicht-Studentenjob zu haben, sondern z.b. ganz regulär, vielleicht auch nur teilzeit zu arbeiten? Studierendenstatus contra Nicht-Studierendenstatus halt.

Ich denke, dass ist ja für viele, der entscheidente Punkt. Ab wann im Leben, macht es Sinn, ein Studium zugunsten von einem besser bezahlten Job (sofern dies dann schon möglich ist, meist ist ja das Ende des studiums leider notwendig dafür) aufzugeben, weil man sich was leisten möchte oder auch muss, weil man z.B. Verpflichtungen hat?
 
Ja, wenn einem die Gesellschaft und andere Leute vorgeben, wo man wann zu sein hat, dann ist dass halt nicht schön, daran erinnert zu werden, dass man hinterherhinkt. Vor allem, wenn ich sehe wie ehemalige Mitschüler schon heirateten, Kinder kriegen oder eine erfolgreiche Karriere absolvieren. Ich Vergleiche mich immer, auch wenn es mir nicht guttut.
Das mit der Vorgabe durch die Gesellschaft und andere Leute klingt ein wenig nach Ausrede.
Ich war auch Langzeitstudent , habe dann aber den Abbruch geschafft. Zwischenzeitlich hat ich sogar Angst vor der Zukunft. Das war eine schwere Phase.

Hast Du bereits eine Ausbildung? Wie sind Deine Pläne nach einem Abbruch? Nicht jeder muss oder sollte studieren. Ich habe lange gebraucht, um das zu verinnerlichen.
 

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