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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

Ich finde es super, wie überlegt du an dein Hausprojekt herangehst und einen Punkt nach dem anderen systematisch abarbeitest, Andreas. 👍 Und ganz im Sinne deiner Großeltern ist es sicherlich auch, dass ihr Häuschen in so guten Händen ist und sorgfältig für die Zukunft fitgemacht wird! 🙂
 
Künftig kommt dann einmal im Jahr ein Gärtner zum Rückschnitt der Sträucher während die Mitte von mir gemäht wird, vielleicht künftig sogar mit einem Rasenmähroboter. Ich bin zwar noch nicht sooo alt, möchte aber Haus und Garten perspektivisch so gestalten, dass ich auch im Alter damit klar komme.

Das mit dem Rasen könntest du dir nochmal überlegen. In Anbetracht dessen, dass wir immer mehr Hitzewellen bekommen werden, ist klassischer Rasen problematisch. Wird sehr schnell braun, muss gewässert werden, falls man ihn grün haben will etc.
Es gibt Alternativen, vielleicht fragst du den Gärtner mal danach.
 
Das mit dem Rasen könntest du dir nochmal überlegen. In Anbetracht dessen, dass wir immer mehr Hitzewellen bekommen werden, ist klassischer Rasen problematisch. Wird sehr schnell braun, muss gewässert werden, falls man ihn grün haben will etc.
Es gibt Alternativen, vielleicht fragst du den Gärtner mal danach.
Eine kleineres Stück Rasen (eher im Halbschatten als komplett sonnig) finde ich schon schön. Ansonsten würde ich für Freiflächen aber auch eher z.B. eine Wildblumenwiese vorziehen.

Und ich würde mir um Teile des Gartens, die ich de facto nicht nutze, gar nicht so viele Gedanken wegen der Pflege machen... einen bereits angelegten Naturgarten könnte man auch prima einfach verwildern lassen. Das wäre ökologisch sicherlich am wertvollsten, und man hätte dann kaum Arbeit damit...
 
Das mit dem Rasen könntest du dir nochmal überlegen. In Anbetracht dessen, dass wir immer mehr Hitzewellen bekommen werden, ist klassischer Rasen problematisch. Wird sehr schnell braun, muss gewässert werden, falls man ihn grün haben will etc.
Es gibt Alternativen, vielleicht fragst du den Gärtner mal danach.
Ich habe bereits jetzt einen Teil Rasenfläche. Und ja, viele Nachbarn haben im heißen Sommer braunen Rasen. Sie bewässern den Rasen oft intensiv und kämpfen dennoch im Sommer um jeden grünen Grashalm.
Ich bin überzeugt, dass mein Rasen auch im Hochsommer so grün bleibt, weil ich ihn immer nur wenig mähe. Rasenmäher auf höchste Stufe, immer nur maximal 1/3 des Grashalmes und nicht vor oder während Hitzeperioden mähen.

Das gilt auch für meine vorhandenen Sträucher. Ich wässere meinen Garten garnicht. Sträucher bekommen in den ersten Monaten nach der Pflanzung Wasser, danach müssen sie selber überleben. Auf diese Weise habe ich über die Zeit durch "natürlich Auslese" Pflanzen gefunden die auch mit Hitze klarkommen: Kornelkirsche, Haselnuss, Weißdorn, Eberesche, Eibe.... sind so robust, dass sie einmal eingewurzelt alles überleben und kräftig wachsen.

Dennoch guter Tipp von dir! Bei der Saat des neuen Rasens werde ich gezielt auf eine Sorte setzen, die besonders hitzeresistent ist, denn das dürfte tatsächlich immer wichtiger werden.
 
Zwischenfazit:

Wir haben zwar erst Mitte des Jahres, aber gedanklich habe ich alles bereits abgeschlossen bzw. geplant, was ich in diesem Jahr mache will.

Insofern kann ich ein Zwischenfazit für das erste Jahr der Sanierung ziehen

Umgesetzte Maßnahmen bzw. Maßnahmen, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden:
  • Planung (Verbraucherzentrale, Energieberater, Baugutachter)
  • Entrümpelung
  • Kellersanierung mit Paraffin Einspritzung
  • PV Anlage
  • Klimaanlage
  • neue Fenster
  • Gartenzaun und -tor
  • Umgestaltung des Gartens
Summe abzüglich der Fördergelder, die ich erwarte: rund 87.000 €
Soweit bin ich mit allem zufrieden, wobei Keller und Fenster schon sehr teuer waren und bis zu meinem Lebensende halten sollen.

Im Moment bin ich müde. Ich bin froh wenn die Fenster drin sind, aber das dauert noch etwas.

Sei es weil ich müde bin oder weil es bislang schon so teuer war, kann ich mir derzeit auch vorstellen im nächsten Jahr nur wenig zu tun und auch die geplante Wärmepumpe erstmal auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Ich habe derzeit gut 1.800 € Heizkosten im Jahr mit meiner rund 25 Jahre alten Gasheizung. Ich glaube nicht, dass ich mit einer Wärmepumpe weniger Stromkosten als das hätte. Gas wird immer teurer, aber noch finde ich den Betrieb wirtschaftlich. Mein Heizungsbauer nannte meine Heizung "Eisenschwein", weil der Kesselkörper aus Gusseisen ist und als nahezu unzerstörbar gilt. Während moderne Brennwertgeräte mit dünnwandigen Edelstahl- oder Aluminium-Wärmetauschern anfälliger für Verschleiß sind, überstehen diese Gusskessel oft problemlos 30 bis 40 Jahre. Ich könnte also durchaus Glück haben und die Heizung hält noch 10-15 Jahre.

Das würde auch bedeuten, ich muss erstmal keine weiteren Begleitmaßnahmen (Heizkörpertausch, weitere Dämmungen, etc.) machen. Und selbst wenn die Heizung kaputt ginge, sind die Kosten einer neuen Gasheizung überschaubar. Mein Nachbar hat sich für 9.000 € eine neue Gasheizung eingebaut. Für Wärmpumpe und alle Umfeldmaßnahmen rechne ich mit nochmal 50.000 €. Ich glaube rein wirtschaftlich sollte ich mir das dreimal überlegen ob das Sinn macht.

Arbeitslos wäre ich im nächsten Jahr auch ohne Heizungstausch nicht.
Ich will mal die Abwasserleitungen prüfen lassen (Dichtheitsprüfung). Denkbar wäre auch, dass ich zumindest teilweise neue Elektrik verlegen lasse, mehr Steckdosen etc. Und danach Malerarbeiten. Oder Schönheitsarbeiten wie Parkett abschleifen.

Ich denke gerade nur laut ^^
 
Habe passend zu dem Thema gerade nochmal Gasverträge verglichen. Mit meinem letztjährigen Gasverbrauch von 17.500 Kwh würde ich aktuell nur 1.700 € im Jahr zahlen, vermutlich ein bisschen weniger, weil neue Fenster und Rolladenkästen etwas Dämmeffekt bringen.

Wenn die weiteren energetischen Sanierungsschritte inklusive Wärmepumpe 50.000 € kosten, könnte ich davon theoretisch fast 30 Jahre mit Gas heizen!

Klar, Gas wird teurer, aber es ist in diesem und auch in den nächsten Jahren immer noch nicht so teuer als dass sich ein Umstieg auf eine Wärmepumpe für mich lohnt.
 
Nach ein paar Monaten mit meiner neuen PV Anlage ein Zwischenfazit:

In den heißen Sommermonaten hatte ich riesige Stromerträge, habe meinen Strombedarf zu 90% selber gedeckt und dennoch den größten Teil meines produzierten Stromes ins Netz eingespeist. Klimaanlage lief praktisch zum Nulltarif.

Jetzt wo sich der Sommer zu ende neigt und das Wetter oft bedeckt ist, kann ich nur noch ca. 50% meines Stromes selber decken. Stundenweise bekomme ich noch Sonne aufs Dach und die Batterie läd dann auch ein bisschen. Also auch jetzt noch macht die Batterie Sinn.

Für die angedachte Wärmepumpe bedeutet das in meinen Augen: Sie wird kaum von der PV Anlage profitieren, weil ich in dunklen und kalten Jahreszeiten auch ohne Wärmepumpe bereits nicht genug Strom zur vollständigen Selbstversorgung habe.
 
Wir haben einen 16 kw Speicher (für 3 Wohneibheiten), der bislang jeden Tag zu 100% geladen wurde. Auch die Tage, wo es total bewölkt war.
Wir gehen nicht davon aus, dass im Winter die Wärmepumpe zu 100% von der PV-Anlage versorgt werden kann, aber ein Teil wird vermutlich getragen. Derzeit versorgt die PV-Anlage 99% unseres Verbrauchs ( also der 3 Wohneinheiten) ca 20% speisen wir ein und über Tag wird der Speicher wieder geladen ( derzeit ist der spätestens zu Mittag wieder bei 100%).
Dass wir im Winter nicht 100% eigenen Strom haben werden, war uns von Anfang an klar. Aber dennoch rechnet es sich, denke ich, weil wir derzeit gar keine Kosten übers Gas- und E-Werk haben. Wir zahlen zwar einen Abschlag, aber ... Im Winter werden es vielleicht 3 oder 4 Monate, wo wir ähnlich zahlen wie vorher, allerdings für alle drei Wohnungen, anstatt nur für unsere. Im Frühjahr werden wir dann genauere Zahlen haben. Auf jeden Fall wird es deutlich weniger werden als vor PV und Wärmepumpe. Da bin ich mittlerweile von überzeugt.
 

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