Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Zweifel an Informatik

P

Pseudosmile

Gast
Hallo,

mein erster Beitrag in eurer Community habt ihr sicher so schon oft genug zu lesen bekommen. Ich bin nun 18 Jähre jung und werde mein Abitur nächstes Jahr machen. Wie alle anderen in meinem Alter habe auch ich mir Gedanken gemacht, wie es danach weitergehen soll. Ich wollte schon so viel studieren: Biologie, Englisch, Französisch, Germanistik, Journalismus, Ingenieurswesen, Wirtschaftsingenieur und schließlich (Wirtschafts-) Informatik. Da mich Englisch und Französisch nicht weit bringen (kann so ziemlich jeder, man müsste wenn schon eine ausgefallene Sprache lernen -> Chinesisch oder so) konnte ich die beiden Fächer abhaken. Genauso Germanistik. Biologie habe ich nach der 11. Klasse abgewählt - mir würde im Studium viel Wissen fehlen.

Journalismus - total überlaufen, genauso wie Medien.

Ingenieurswesen - zu schwer! In Mathe war ich nie das Genie, stehe derzeit zwischen 2 und 3.

Tja, eines Tages muss ich dann wohl aufgewacht sein und mir kam Informatik in den Sinn. Hardware, Sytemintegration, sowas halt. Vielleicht auch Programmieren. Aber: Ich hab das in meinem Leben noch nicht gemacht, ich kenne mich nur ein wenig in HTML aus und das kann man nun wirklich nicht als richtige Programmiersprache ansehen.

Mein Problem? Da mir Informatik von einer Sekunde auf die andere eingefallen ist, habe ich sehr viel Angst, dass es nur wieder eine Phase von mir ist. Ich denke "Ja das ist doch was", so wie ich es auch bei den anderen Fächer gedacht habe und doch jetzt lieber die Finger davon lasse.

Jeder sagt Informatik ist schwer. Woher sonst soll die hohe Abbrecherquote kommen? Und da komm ich, ein junges Mädel dass noch nie im Leben was programmiert hat und will das studieren? Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Leute mir davon schon abgeraten haben. "Man muss Informatik lieben um es zu studieren" .... "Hardcore pur" ..... "Wer noch nie etwas damit gemacht hat, dem rate ich ab"

... die Liste ist endlos.

Meine Zweifel werden immer größer und langsam bekomme ich Angst, dass aus mir nichts wird. Schon allein der Gedanke, alle zu enttäuschen raubt mir den Schlaf.

Meine Hoffnungen sind nun, dass es hier jemanden gibt, der Informatik oder Wirtschaftsinformatik studiert oder damit schon Erfahrungen hat.


Traurige und müde Grüße
 
Nun, ich hab mich fünf Jahre mit Wirtschaftsinformatik gequält (Schule) und ich würds freiwillig nicht noch einmal machen. Meine Codes waren zwar schlußendlich meist ganz brauchbar, nur habe ich immer sehr lang gebraucht, bis ich das System einer Sprache (C++, C# etc.) verstanden habe.

Ich glaube, dass das Programmieren stark davon abhängt, wie schnell man sich in eine Sprache eindenken kann. Manche durchschauen es sehr schnell, manche brauchen länger, manche checken's nie - das dürfte wohl eine Frage des Talents sein. Daher unterschreibe ich nicht, dass Informatik grundsätzlich "schwer" ist. Wem diese Denkweise liegt, kommt sicher damit klar (mal abgesehen davon, dass Informatik ja nicht nur rein aus Programmieren besteht, wie du selbst schreibst).

Mein Freund hatte ebenfalls Informatik in der Schule und arbeitet heute neben seinem Wirtschaftsstudium für ein Computerdienstleistungsunternehmen - er programmiert. Eigentlich sitzt er da in einer Position, die für Uniabgänger gedacht wäre, er kommt aber mit seinem Schulwissen da sehr gut durch. Einfach weil's ihm liegt.

Wieso testest du nicht einfach aus, ob auch dir das Programmieren entgegenkommt? Kauf dir Fachliteratur (irgendetwas Einführendes) und schau, wie damit zurecht kommst. Oder buch dir einen Kurs an der Volkshochschule.

Ich wünsch dir viel Erfolg!
 
Du solltest dich erst einmal informieren, welche Voraussetzungen in diesem Studium empfohlen sind und was die Studieninhalte sind. In Mathe sollte man z.B. gut sein, um Informatik erfolgreich studieren zu können.
 
Nun, das hängt stark davon ab, was Dich interessiert und wo Deine Neigungen und Talente liegen.

Ich habe auch Informatik studiert und würde es definitiv nicht noch einmal tun. Das Studium war eine einzige Quälerei für mich, und die Jobs machen mir auch keinen Spaß. Die Vorlesungen waren extrem trocken und man musste sich stundenlang mit formelübersäten Tafeln beschäftigen. Eine typische Vorlesung bestand aus einer endlosen Abfolge von Definition, Satz, Beweis, Definition, Satz, Beweis... Es war zum Einschlafen!

Inhaltlich hat ein Informatikstudium an der Universität übrigens nicht allzu viel mit Programmieren zu tun. Eigentlich ist es eher ein Mathematikstudium mit viel theoretischer Informatik (Logik, formale Sprachen usw.).

Aber wie gesagt, das hängt von Deinen Interessen ab. Einige meiner Studienkollegen fanden es super-interessant.
 
Wie Knuddel40 schon sagte kann man Informatik gut mit einem Mathestudium vergleichen.Man muss dort auch höhere Mathematik hören und mind. eine Klausur drüber schreiben.Das packen schonmal viele nicht.
 
Man muss dort auch höhere Mathematik hören und mind. eine Klausur drüber schreiben.Das packen schonmal viele nicht.

Nur eine? Also, zumindest an meiner Uni musste man die Mathematik-Klausuren eher dutzendweise schreiben. Die Fächer hießen unter anderem: Lineare Algebra, Analysis, Numerik, Stochastik, Kryptologie. Die Aufgaben beschäftigten sich im übrigen größtenteils mit Beweisen. Es wurden also mathematische Aussagen (Lehrsätze, Lemmas) präsentiert, die in der Klausur hieb- und stichfest bewiesen werden mussten. Also, ich konnte das nie und habe mich meistens nur mit Hilfe der einfacheren Aufgaben gerettet. Konnte man diese korrekt lösen schaffte man grade so die nötige Punktezahl, um nicht durchzufallen.
 
ich werd mir vielleicht ein Buch über Java besorgen. Aber ich denke, ich lass lieber die Finger von Informatik.
 
Wenn Dich das Programmieren wirklich interessiert kannst Du ja überlegen, ob Du nicht an einer Fachhochschule oder einer sonstigen Ausbildungsstätte studierst. Meine Aussagen galten nur für die Universität - dem Vernehmen nach sind Fachhochschulen etwas praxisorientierter...
 
Hallo Pseudosmile

So, wie Du es beschreibst, würde ich Dir auch zuerst einmal raten, Dich mit dem Bereich Informatik zu beschäftigen, ehe Du Dich dafür entscheidest.

Informatik ist äußerst trocken, hat wenig mit Programmierung zu tun, und liegt nahe an einem Mathematikstudium.

Wenn Dich der Bereich Informatik bzw. Ingenieurswissenschaften interessiert, solltest Du Dir überlegen, ob Du nicht eine Ausbildung machst, bevor Du studierst. Einige Menschen, die z.B. eine Ausbildung als irgendwas in Richtung Programmierung gemacht haben, haben anschließend ein Studium angeschlossen.

Die Ausbildung wird nicht so trocken sein, wird Dich ausreichend fordern, ist oft nicht allzuschlecht bezahlt, und verschafft Dir einen Einblick in das, was im Studium auf Dich zukommen könnte. Ein anschließendes Studium würde Dir leichter fallen, und Du könntest mit einer abgeschlossenen Ausbildung leichter nebenher jobben.

Außerdem halte ich es für besser, zuerst eine Ausbildung durchzuziehen, und danach zu überlegen, ob man noch studieren soll, als evtl den umgekehrten Weg zu gehen, zuerst zu studieren, und dann evtl abzubrechen, um dann doch eine Ausbildung zu machen.

Vielleicht solltest Du nicht ins blaue hinein studieren, sondern versuchen, einen Kompromiss zu finden, zwischen dem, was Dir liegt, wo Du gut bist, was Dir Spaß macht, und innerhalb dieses Bereiches nach den Zukunftsaussichten schauen, die Du haben könntest. Du hast ja selbst ein Beispiel genannt. Wenn Dir Sprachen liegen, dann wäre es vielleicht sinnvoller, sich auf eine zukunftsorientierte Sprache zu konzentrieren, als auf solche, die jeder studiert.

Günter
 
Wenn Dich das Programmieren wirklich interessiert kannst Du ja überlegen, ob Du nicht an einer Fachhochschule oder einer sonstigen Ausbildungsstätte studierst. Meine Aussagen galten nur für die Universität - dem Vernehmen nach sind Fachhochschulen etwas praxisorientierter...
uh schon lange nicht mehr, ich bin auf einer FH, das einzige was mehr PRaxis ist, ist das Pflichtbetriebspraktikum

Aber ich begrüße die Entscheidung, zumindest für mich...

Für Leute die es wirklich interessiert, ist die Informatik eine eigene Welt, eine Welt die man sich selbst ummodullieren kann...

Sagen wir mal so ich mache es aus totaler Leidenschaft 🙂

Doch sind Ingenieurswesen und Informatik, was die Mathematik betrifft, relativ gleich... von daher wäre das eher ein Punkt für dich, etwas anderes zu machen...

Außerdem stellst du dir glaube ich unter Programmieren etwas anderes vor, als es ist...

Programmieren ist reine Mathematik, die in Wörtern formuliert ist...
kompliziert werden mathematische Zusammenhänge ausgerechnet und in einer anderen Form dargestellt, selbst Sätze werden in dieser Art, durch Zusammenfügen von einsen und nullen (das mit den einsen und nullen macht aber die Programmiersprache für dich) berechnet...

Also wenn du Mathe nicht magst, ist informatik für dich absolut falsch, denn absolut alles, wenn manches auch nicht danach aussieht, bezieht sich auf Mathematik


mfg
Surrender

achja: Übrignes ist Java eine Scriptsprache, das ist nochmal was anderes als ne richtige Programmiersprache...

Ich würde dir raten mit Object Pascal (Sehr einsteigerfreundlich) oder mit C (nicht gerade einsteigerfreundlich, dafür aber sehr praxisorientiert, weil damit fast alles programmiert wird, also zumindest mit C++) anzufangen. Java, PHP und andere Konsorten kommen zwar relativ nahe, sind aber noch nicht so wirklich das, was dich erwartet
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben