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Meine Frau will keinen Sex mehr

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Ja klar.
Beschreibt er doch drastisch ein Phänomen, was schon zum Klischee geworden ist aber trotzdem wahr ist.

Aber was konkretes zu meinen Problemen, was hilfreich wäre, hat bis jetzt noch keiner gesagt....
 
Habe genau das selbe Problem wie der Kollege im ersten Post, nur mit anderen Daten...

Argument meiner Gattin: Ich kann auch ohne Sex gut leben. Ich nicht.

Ich liebe sie (natürlich nicht mehr so abgöttisch wie am Anfang), ich respektiere sie, ich unterstütze sie auf voller Linie.

Wir sind eine unschlagbare GbR "Familie". Aber ich habe mit Anfang 40 auch noch Bedürfnisse.

Wir hatten vereinbart, uns zum Sex zu "verabreden". Das ging eine weile gut, dann wurden die Verabredungen seltener.

Jetzt wird zur getroffenen Verabredung, etwas vorgeschoben (Unwohlsein, Müdigkeit...) und danach verschoben...

Wenn wir mal Sex haben, dann guten. Und sie hat Spaß dabei. 100%. Aber zu schnell ist es vergessen!

Ich habe auch einen anstrengenden Job, wenig Schlaf, die Kinder (mehr als sie), den Haushalt.

Trotzdem wünsch ich mir mal ein kuscheln, aus dem mehr wird. Aber schon am kuscheln scheitert es. Grund: sie ist fertig, hat Streß und ist müde. Everyday.

Ich habe schon vor 10 Jahren aufgehört um Sex zu betteln...ich kam mir vor wie ein Hund, der um Leckerlis jault. Erfolg brachte es eh nicht, außer die werd-schnell-fertig-Nummer.

Neueste Begründung: das jahrelange Einnehmen der Pille hat ihre Libido getötet (seit 5 Jahren keine Pille mehr), Pech gehabt.

Kann dir das sehr nachfühlen. Guter Rat ist da teuer. Meine Frau verweigert sich zwar nicht ganz, aber sie will immer seltener. Und so wirklich Spaß machts ihr erkennbar oft nicht wirklich.

Nein, eine Niete musst da nicht sein. Aber leider gibt es halt Frauen die einen eingeschränkten Libido haben, zumindest mit den Jahren.
Hat deine Frau noch nie gefürchtet, dass du dir deine Befreidigung anders wo holen könntest. Oder wäre ihr das egal?
 
Meine Frau ist sehr konservativ erzogen worden, während es in meiner Familie lockerer zuging.
Dies meine ich jetzt hinsichtlich solcher Dinge, wie Nacktheit und ungezwungener Umgang damit.
Sie findet sich selber nicht mehr attraktiv genug, wobei ich ihr ständig versichere, das ich das sehr wohl tue.
Ich zeige ihr das auch, bin aber schon seit längerem davon abgekommen um Sex zu bitten.

Vlt. interpretiert sie in meine Zurückhaltung, das es mir auch nicht wichtig ist. Obwohl wir vor einiger Zeit über dieses Thema offen (so offen, wie es halt ihre Erziehung zulässt) geredet haben und ich ihr auch meine Gedanken und Wünsche dargelegt habe.

Aus diesem Gespräch entsprang auch der Gedanke mit dem "verabreden". Aber leider werden seit einiger Zeit "Verabredungen" ihrerseits nicht eingehalten...und somit ist dieses Modell in meinen Augen gescheitert.

Wie ich ihrer Einstellung in vielen Gesprächen entnehme, würde sie ein Fremdgehen, und sei es auch nur um des Sexes Willen, nicht tolerieren. Ich habe mich den gegebenen Umständen anzupassen.
Ich denke sie kann sich keinen Millimeter in mich reinversetzen.
 
😱😱 Wapiti 🙂 so kenne ich dich ja gar nicht??


Aber Gelinda...
eine spöttische Antwort auf einen spöttischen Beitrag ( ich dachte, so kennt mich jeder hier)😉
Das bezog sich übrigens in keiner Weise auf den TE, sondern lediglich auf den fiktiven Brief eines fiktiven Mannes an seine fiktive Ehefrau.
 
Wie ich ihrer Einstellung in vielen Gesprächen entnehme, würde sie ein Fremdgehen, und sei es auch nur um des Sexes Willen, nicht tolerieren. Ich habe mich den gegebenen Umständen anzupassen.

Und warum schert Dich das? Sie hat Dich doch Durch die andauerende Verweigerung eh von jedem Treueversprechen entbunden. Nimm Dir eine Geliebte und gut ist - und zwar mit vollkommen reinen Gewissen! Ob Du es ihr ankündigst, danach oder überhaupt nicht sagst, bleibt dabei vollkommen Dir überlassen.

Aber das beste wäre natürlich gewesen, schon in Friedenszeiten klar zu stellen, dass ein sexueller Exklusivitätsanspruch selbstverständlich nur dann bestehn kann, wenn der andere gewillt ist, diesen Anspruch auch in ausreichendem Umfang auszuüben. Niemand kann und darf die Erfüllung elementarer biologischer Bedürfnisse vom Wohlwollen eines anderen abhängig machen.

Ich würd ihr ganz offen sagen, dass Du Dich ihr gegenüber nicht mehr zu sexueller Treue verpflichtet fühlst, sie aber selbstverständlich weiterhin von ihr erwartest, da Du ja durchaus bereit wärest, Deinem Teil der Verpflichtung nachzukommen. Und das ganz unabhängig davon, ob Du jetzt wirklich sofort davon Gebrauch zu machen gedenkst. Sie hat durch ihr Verhalten jedenfalls das Recht verwirkt sich Deiner weiterhin sicher sein zu dürfen.

digitus
 
Das verstehe ich....aber es ist mir, wie soll ich sagen...zu krass.

Eine Geliebte OHNE ihr Wissen...Sex woanders ohne Verpflichtung und Reue...das praktiziere ich bereits...

Aber es ist irgendwie nicht das selbe...
 
Das verstehe ich....aber es ist mir, wie soll ich sagen...zu krass.

Eine Geliebte OHNE ihr Wissen...Sex woanders ohne Verpflichtung und Reue...das praktiziere ich bereits...

Aber es ist irgendwie nicht das selbe...

Na wenn Du es unbedingt von ihr haben willst, dann wirds schwierig. Das geht nur, wenn Du bereit bist, Deine Ehe aufs Spiel zu setzten, denn nur Eifersucht oder Verlassensangst können sie jetzt noch aus der Reserve locken, aber das kann natürlich auch nach hinten los gehen. Trotzdem: nur wenn Du beginnst, Dich auch in ihren Augen wieder wie ein Mann zu verhalten, wird sie Dich auch als solchen akzeptieren können.

digitus
 
Es ist wirklich eine verdammt schwierige Situation für einen Mann, der noch in den besten Jahren ist, und normales sexuelles Verlangen hat, wenn sich seine Frau da schon zurückzieht oder gar ganz verweigert.
Man bekommt oft zu hören, dass es am Mann liegt, wenn die Frau nicht so will.
Von Versager bis er wäre zu wenig zärtlich. Von, er kümmert sich im Alltagsleben zu wenig um seine Frau, wertschätzt sie zu wenig, bis er macht zu wenig im Haushalt, kann man die ganze Palette hören, dass es nur am Mann läge.
Mag in Einzelfällen schon so gelagert sein.

Aber grosso modo behaupte ich, wenn eine Frau kein Verlangen (mehr) hat, dann kann der Mann machen was er will, Purzelbäume schlagen, was immer. Es wird nicht viel nützen.
Ja, sie wird um den Friedenswillen sich vielleicht ab und zu hingeben. So wie der TE (Conrad112) es seinerzeit geschrieben hat: "Seit 3 Jahren will sie keinen Sex mehr, und wenn dann nur das ich ruhe gebe. Sie ist sehr passiv." Wäre ja interessant wie es heute nach weiteren 3 Jahren um die Ehe steht? (Conrad melde dich)

Aber das merkt ein Mann alsbald, dass da keine wirkliche Lust dabei ist, sondern nur Pflichterfüllung. OK, wird manche/r sagen, soll er sich halt mit dem zufrieden geben was er bekommt und sich glücklich schätzen, dass sie sich überhaupt noch hingibt. Schlimm genug.

So wie Nightwalker geschrieben hat, dass Frauen sich da keinen Millimeter in einen Mann hineinversetzen können. Am entwürdigendsten ist es, wenn ein Mann um Sex betteln muss. Oft werden dann solche Männer von ihrer Frau als Sexbesessen hingestellt.
 
Zum Thema, soll er sich eine Geliebte nehmen.
Erstens ist das nicht jedermanns Sache. Zweitens muss man eine Geliebte erst finden, die sich zum Ersatz für eine sex-verweigernde Frau bereitfindet.
"Seriöse" Geliebte wollen im Allgemeinen mehr als bloß Bettgespielin zu sein.
Und dann steht die Ehe tatsächlich auf der Kippe. Und das will der leidende Ehemann nun auch nicht wirklich.

Einzig frag ich mich, ob ein geschicktes Eifersüchtigmachen bei der sexverweigernden Ehefrau vlt. Erfolg haben kann.
 
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