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Die Welt der Extreme...

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Nun, die Frage ist ja, ab welchem Punkt der Fortschritt so schnell voranschreitet, dass Mensch überfordert ist.
LOL! 😀 Das ist die exakte Definition der Singularität.


So 150 Jahre ist das her - das ist nicht lange. Aber du hast Recht, dass seitdem die technische Entwicklung sehr schnell abläuft.

Fortschritt ist aber nicht nur die Entwicklung von Technik, sondern auch die Entwicklung von gesellschaftlichen und sozialen Werten und Maßstäben. Weil die technische Entwicklung aber sehr schnell abläuft, hinkt die gesellschaftliche Entwicklung hinterher. Das kann ein Grund dafür sein, dass sich mit der Zeit soziale Extreme herausbilden.
Fortschritt ist nicht nur technologischer Natur, stimmt. Aber auch der gesellschaftliche und soziale Fortschritt ist in den letzten 150-200 Jahren, rasant gestiegen.

Zufall?
 
Also erstens ist der Mensch mit dem Fortschritt nicht überfordert und zweitens ist der Fortschritt kein Zufall.

Ich behaupte - und zwar aus eigener Erfahrung - das sich der Mensch diesem Fortschritt anpasst.
 
🙂Meinetwegen - ich für meinen Teil hätte übrigens nix dagegen, wenn diesmal die Singularität nicht ausdiskutiert würde. Das hatten wir ja schon mal.

Da haben wir ja Ausnahmsweise die gleiche Meinung.
Denn stell dir vor, eine weitere Singularitäts-Diskussion brauch ich auch nicht.
 
Denn stell dir vor, eine weitere Singularitäts-Diskussion brauch ich auch nicht.
🙂
Also erstens ist der Mensch mit dem Fortschritt nicht überfordert und zweitens ist der Fortschritt kein Zufall.
😕


Dieses Thema, also inwieweit der gesellschaftliche hinter dem technischen Fortschritt hinterher hinkt und woran das liegt, intressiert mich - ich bin da gespannt auf jede Meinung.
Ich will Souls Thread aber auch nicht in diese Richtung biegen. Man könnte einen extra Thread aufmachen. Oder was meinst du, Soul ?
 
🙂😕
Dieses Thema, also inwieweit der gesellschaftliche hinter dem technischen Fortschritt hinterher hinkt und woran das liegt, intressiert mich - ich bin da gespannt auf jede Meinung.
Ich will Souls Thread aber auch nicht in diese Richtung biegen. Man könnte einen extra Thread aufmachen. Oder was meinst du, Soul ?

Könnt ihr gerne machen; würde mich je nach Entwicklung des Threads auch einbringen, bestimmt wird es mich aber interessieren verschiedene Ansichten und Meinungen darüber zu lesen.

An mir soll es nicht liegen... 🙂

Soul...
 
Ich glaube unsere Gesellschaft kämpft mit einem allgemeinen Werteverfall, der mit einer übermäßigen Betonung des Individuums einhergeht. Die extreme Ich-Betonung lässt nur in den wenigsten Fällen eine Betrachtung der Welt aus der Sicht eines anderen zu. Daraus resultierend folgt eine Ratlosigkeit angesichts komplexer Problematiken, die nicht selten in Doppelmoral enden, da dem Individuum die Fähigkeit zur Abstraktion abhanden gekommen ist. Ohne Werte keine Richtlinien, ohne Richtlinien keine Moral.

Nicht zuletzt haben die Vorbilder aus Politik und Medien ihr Verantwortungsgefühl verloren, eben die benötigten Wertideale zu verkörpern. Frei nach dem Motto "Brot und Spiele" wird der Bevölkerung ein Selbstbild vorgegaukelt, das es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt. So bekommt zwar jeder mit, wer "Knut" oder "Flocke" ist, aber kaum einer interessiert sich noch für Gesetzesbeschlüsse, Debatten und dergleichen, obwohl gerade diese unser Leben beeinflussen wie kaum etwas anderes.

Werte bringen in den Gesellschaften die voran, die bereit sind, diese zu leben. Individuen aber sind von einem nicht zu verachtenden Egoismus geprägt, der weit über das gesunde Maß an Selbstbestimmung hinaus geht. Es ist für ein Individuum einfacher ohne Werte zu leben, da es sonst gezwungen wäre die eigene Motivation zu hinterfragen und gegebenenfalls auch mal Fehler zu korrigieren.

Durch die fehlenden Werte verschieben sich alle Wahrnehmungsgrenzen drastisch. Das äussert sich bspw. darin, dass Täter und Opfer zunehmend verwechselt werden. Zieht sich bspw. ein Mädel einen engen Rock an und tatscht ihr dann einer ungefragt auf den Hintern, heisst es, sie wäre selber Schuld.

Wir erleben eine Zeit, in der das Individuum nicht nur von den Werten wie Moral befreit wird, sondern auch größtenteils der Verantwortung für sein Tun enthoben wird. Früher wurden bspw. Eltern bestraft, wenn ihr Kind mit Steinen nach anderen Leuten warf, heute wird die Tat des Kindes damit entschuldigt, dass es ja noch so klein ist. Von der Verantwortung der Eltern, auf das Kind aufzupassen ist keine Rede mehr.

Ich glaube alles zusammen genommen ist eine sehr gefährliche Mischung, die bald zu einem gewaltigen Knall führen kann...

Ich höre in dem Zusammenhang öfter das Zitat von Sokrates:
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
zusammen mit der Ansicht, dass es ja alles nicht so schlimm sein kann, wenn sich schon die alten Römer über diese Problematiken beschwerten... nun ich antworte dann immer, dass es die alten Römer heute nicht mehr gibt...

 
Ich glaube unsere Gesellschaft kämpft mit einem allgemeinen Werteverfall, der mit einer übermäßigen Betonung des Individuums einhergeht. Die extreme Ich-Betonung lässt nur in den wenigsten Fällen eine Betrachtung der Welt aus der Sicht eines anderen zu. Daraus resultierend folgt eine Ratlosigkeit angesichts komplexer Problematiken, die nicht selten in Doppelmoral enden, da dem Individuum die Fähigkeit zur Abstraktion abhanden gekommen ist. Ohne Werte keine Richtlinien, ohne Richtlinien keine Moral.

Nicht zuletzt haben die Vorbilder aus Politik und Medien ihr Verantwortungsgefühl verloren, eben die benötigten Wertideale zu verkörpern. Frei nach dem Motto "Brot und Spiele" wird der Bevölkerung ein Selbstbild vorgegaukelt, das es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt. So bekommt zwar jeder mit, wer "Knut" oder "Flocke" ist, aber kaum einer interessiert sich noch für Gesetzesbeschlüsse, Debatten und dergleichen, obwohl gerade diese unser Leben beeinflussen wie kaum etwas anderes.

Werte bringen in den Gesellschaften die voran, die bereit sind, diese zu leben. Individuen aber sind von einem nicht zu verachtenden Egoismus geprägt, der weit über das gesunde Maß an Selbstbestimmung hinaus geht. Es ist für ein Individuum einfacher ohne Werte zu leben, da es sonst gezwungen wäre die eigene Motivation zu hinterfragen und gegebenenfalls auch mal Fehler zu korrigieren.

Durch die fehlenden Werte verschieben sich alle Wahrnehmungsgrenzen drastisch. Das äussert sich bspw. darin, dass Täter und Opfer zunehmend verwechselt werden. Zieht sich bspw. ein Mädel einen engen Rock an und tatscht ihr dann einer ungefragt auf den Hintern, heisst es, sie wäre selber Schuld.

Wir erleben eine Zeit, in der das Individuum nicht nur von den Werten wie Moral befreit wird, sondern auch größtenteils der Verantwortung für sein Tun enthoben wird. Früher wurden bspw. Eltern bestraft, wenn ihr Kind mit Steinen nach anderen Leuten warf, heute wird die Tat des Kindes damit entschuldigt, dass es ja noch so klein ist. Von der Verantwortung der Eltern, auf das Kind aufzupassen ist keine Rede mehr.

Ich glaube alles zusammen genommen ist eine sehr gefährliche Mischung, die bald zu einem gewaltigen Knall führen kann...
Ich höre in dem Zusammenhang öfter das Zitat von Sokrates:
zusammen mit der Ansicht, dass es ja alles nicht so schlimm sein kann, wenn sich schon die alten Römer über diese Problematiken beschwerten... nun ich antworte dann immer, dass es die alten Römer heute nicht mehr gibt...



Knut und Flocke sollen leben - aber sollten wir die selbe Aufmerksamkeit nicht auch unseren Kindern geben oder haben sie kein Recht auf Zukunft in
diesem Leben ............... sie heissen vieleicht auch Flocke und Knut, aber ihnen geht es nicht so gut..........................
 
Knut und Flocke sollen leben - aber sollten wir die selbe Aufmerksamkeit nicht auch unseren Kindern geben oder haben sie kein Recht auf Zukunft in
diesem Leben ............... sie heissen vieleicht auch Flocke und Knut, aber ihnen geht es nicht so gut..........................

Das war doch nur ein Beispiel. Mir ging es darum aufzuzeigen, dass die Masse der Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist Wichtiges von Unwichtigem zu differenzieren - dazu gehört auch die Vernachlässigung der Familie und Kinder, wie du es ansprichst. Hauptsache man ist über Dinge wie Knut und Flocke informiert, alles andere wird nicht als wichtig wahrgenommen.
 
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