Tyra
Sehr aktives Mitglied
@annalu3:
selbstredend widme ich mich dem Thema auch ernshaft...jedoch ab und an gewürzt mit einer Prise Humor..das kann niemandem schaden.
Was Fundamentalismus angeht so sehe ich was anderes darin...hat weniger mit Fundament sondern eher mit fundamentaler Einzementierung und daraus resultierend Gefährdung zu tun. Religiöser Fundamentalismus ist so etwas wie Fanatismus und der dann durchaus mal tödlich wirken, insbesondere dann wenn eine Horde Fanatiker einem halbwegs charismatischen Anführer in Glaubenskriege folgen und sich anmaßen die Welt retten zu wollen indem sie Andersgläubige niedermähen.
Die Gefahr die ich darin sehe wenn sich Menschen in der Kette der Wesen zu hoch ansiedeln und zu ernst nehmen ist die sich zu sehr ihrer biologischen Natur gemäß also ausbeuterisch ggü dem Planeten zu verhalten. An sich halte ich das biblisch-christliche Programm mit der Sache den Menschen ins Zentrum oder an die oberste Sprosse einer irdischen Hierarchie zu stellen für unmoralisch...und als eine Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln. Mag sein, dass man auch ohne das Christentum über anders gestrickte Glaubensdinge zum Gleichen Ergebnis kommt z.B über die Wissenschaft aber zumindest das Christentum ist eindeutig mit diesem Makel versehen.
Aus menschlicher Perspektive mag es einem vollkommen logisch erscheinen sich als ein höheres Wesen zu betrachten oder als eine höhere Entwicklung eines Evolutionsprozesses, aber aus kosmischer Sicht: wer weiss was es da noch alles so gibt? Es ist in meinen Augen vermessen zu denken wir kleinen Kacker auf diesem -bemessen an dem was der Kosmos noch alles zu bieten hat- verschwindend kleinen blauen Planeten wären die Spitze der Schöpfung....sowas ernsthaft zu glauben ist glaube ich eher lächerlich.
In der Behauptung der Mensch sei etwas Besonderes liegt Überheblichkeit und darin liegt die Gefahr sich auch überheblich ggü der Natur zu verhalten..wohin das führt..die totale Ausbeutung des Planeten (2/3 des Regenwalds und der Artenvielfalt ist unwiderruflich bereits dahin) zeigt sich ja...nun wenn das nunmal gottgewollt ist..so denke ich verzichte ich lieber auf einen solchen Gott und setze stattdessen lieber ein etwas bescheideneres buddhistisches Demutsgefühl..das mein EGo ein wenig erdet und auf ein kosmisches Normallevel relativiert..auch damit kommt man gut klar.
Du scheinst mich da irgendwo missverstanden haben...manchmal bin ich intellektuell wohl etwas zuuu wendig..was soll ich total ablehnen? An sich bin ich nicht so totalitär oder fundamentalistisch drauf (wie du es geoutet und zugegeben bist) sondern immer offen für ALLES...In Sachen Glaubensdingen bin ich jedoch eher erdbezogen und lehne himmelwärts gerichtete Hirngespinste ab...außer ggf. in Büchern von Terry Pratchett oder so...also Dingen die sich von vornherein offen als Fiktion ausgeben und nicht ernsthaft so tun als wären sie erwiesene Sache.
Konkrete Frage an dich: wie stehst du zur Evolutionstheorie? Glaubst du in echt daran dass wir Menschen alle aus Adams Rippe abstammen??
Tyra
Betr. Fundamentalismus gucke mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentalismus
was mich besonders daran stört ist das:
Fundamentalismus ist allgemein gesehen eine Überzeugung, die sich zu ihrer Rechtfertigung auf eine Grundlage beruft, die auf einer Letztbegründung beruhe und absolut wahr sei. Nicht nur Religionen, sondern auch Philosophien, Weltanschauungen oder politische Theorien vertreten so nicht selten den Anspruch auf den Besitz der absoluten Wahrheit, was praktisch einhergeht mit einer Aufspaltung der Mitmenschen in Rechtgläubige und Falschgläubige bzw. im Konfliktfall in Freund und Feind.
(Zitat aus dem Wikipedia-Artikel)
sowas (= zu behaupten man ist Inhaber einer absoluten Wahrheit) ist unruhestiftender Murks in meinen Augen. Ich als Konstruktivistin und in erster Linie Mensch mit Vernunft und Umsicht sage es mit den Worten des weisen Xenophanes:
Und das Genaue freilich erblickte kein Mensch, und es wird auch nie jemand sein, der es weiß (erblickt hat) in bezug auf die Götter und alle Dinge, dich ich nur immer erwähne; denn selbst wenn es einem im höchsten Maße gelänge, ein Vollendetes auszusprechen, so hat er selbst trotzdem kein Wissen davon: Schein (Meinen, also subjektives Wahrnehmen) haftet an allem
Dem stimme ich zu und hätten alle Menschen diese Einstellung würde die Welt weitaus friedlicher sein denke ich. Aber ich denke die Welt ist so wie sie ist weil Menschen nunmal sind wie sie sind: Raubtiere, die zwar kulturfähig sind, aber ihre Kultur (inklusive Relgionen, Moral) derart gestalten dass sie oft nur Fortsetzung der Natur ist. Über ihr Ego und ihre Gier kommen (bis auf eine Handvoll Buddhisten, authentischer Buddhisten) die meisten wohl nicht hinaus...davon nehme ich mich auch nicht vollkommen aus, aber zumindest bin ich keine religiöse Fanatikerin oder Fundamentalistin also kein Mensch, der eine reichhaltige und komplexe Welt auf gut oder böse reduziert und vorgibt Inhaberin einer absoluten Warheit zu sein und damit einer zumindest bruchstückhaften Wahrheit natürlich nicht ansatzweise gerecht werden kann.
selbstredend widme ich mich dem Thema auch ernshaft...jedoch ab und an gewürzt mit einer Prise Humor..das kann niemandem schaden.
Was Fundamentalismus angeht so sehe ich was anderes darin...hat weniger mit Fundament sondern eher mit fundamentaler Einzementierung und daraus resultierend Gefährdung zu tun. Religiöser Fundamentalismus ist so etwas wie Fanatismus und der dann durchaus mal tödlich wirken, insbesondere dann wenn eine Horde Fanatiker einem halbwegs charismatischen Anführer in Glaubenskriege folgen und sich anmaßen die Welt retten zu wollen indem sie Andersgläubige niedermähen.
Die Gefahr die ich darin sehe wenn sich Menschen in der Kette der Wesen zu hoch ansiedeln und zu ernst nehmen ist die sich zu sehr ihrer biologischen Natur gemäß also ausbeuterisch ggü dem Planeten zu verhalten. An sich halte ich das biblisch-christliche Programm mit der Sache den Menschen ins Zentrum oder an die oberste Sprosse einer irdischen Hierarchie zu stellen für unmoralisch...und als eine Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln. Mag sein, dass man auch ohne das Christentum über anders gestrickte Glaubensdinge zum Gleichen Ergebnis kommt z.B über die Wissenschaft aber zumindest das Christentum ist eindeutig mit diesem Makel versehen.
Aus menschlicher Perspektive mag es einem vollkommen logisch erscheinen sich als ein höheres Wesen zu betrachten oder als eine höhere Entwicklung eines Evolutionsprozesses, aber aus kosmischer Sicht: wer weiss was es da noch alles so gibt? Es ist in meinen Augen vermessen zu denken wir kleinen Kacker auf diesem -bemessen an dem was der Kosmos noch alles zu bieten hat- verschwindend kleinen blauen Planeten wären die Spitze der Schöpfung....sowas ernsthaft zu glauben ist glaube ich eher lächerlich.
In der Behauptung der Mensch sei etwas Besonderes liegt Überheblichkeit und darin liegt die Gefahr sich auch überheblich ggü der Natur zu verhalten..wohin das führt..die totale Ausbeutung des Planeten (2/3 des Regenwalds und der Artenvielfalt ist unwiderruflich bereits dahin) zeigt sich ja...nun wenn das nunmal gottgewollt ist..so denke ich verzichte ich lieber auf einen solchen Gott und setze stattdessen lieber ein etwas bescheideneres buddhistisches Demutsgefühl..das mein EGo ein wenig erdet und auf ein kosmisches Normallevel relativiert..auch damit kommt man gut klar.
Du scheinst mich da irgendwo missverstanden haben...manchmal bin ich intellektuell wohl etwas zuuu wendig..was soll ich total ablehnen? An sich bin ich nicht so totalitär oder fundamentalistisch drauf (wie du es geoutet und zugegeben bist) sondern immer offen für ALLES...In Sachen Glaubensdingen bin ich jedoch eher erdbezogen und lehne himmelwärts gerichtete Hirngespinste ab...außer ggf. in Büchern von Terry Pratchett oder so...also Dingen die sich von vornherein offen als Fiktion ausgeben und nicht ernsthaft so tun als wären sie erwiesene Sache.
Konkrete Frage an dich: wie stehst du zur Evolutionstheorie? Glaubst du in echt daran dass wir Menschen alle aus Adams Rippe abstammen??
Tyra
Betr. Fundamentalismus gucke mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentalismus
was mich besonders daran stört ist das:
Fundamentalismus ist allgemein gesehen eine Überzeugung, die sich zu ihrer Rechtfertigung auf eine Grundlage beruft, die auf einer Letztbegründung beruhe und absolut wahr sei. Nicht nur Religionen, sondern auch Philosophien, Weltanschauungen oder politische Theorien vertreten so nicht selten den Anspruch auf den Besitz der absoluten Wahrheit, was praktisch einhergeht mit einer Aufspaltung der Mitmenschen in Rechtgläubige und Falschgläubige bzw. im Konfliktfall in Freund und Feind.
(Zitat aus dem Wikipedia-Artikel)
sowas (= zu behaupten man ist Inhaber einer absoluten Wahrheit) ist unruhestiftender Murks in meinen Augen. Ich als Konstruktivistin und in erster Linie Mensch mit Vernunft und Umsicht sage es mit den Worten des weisen Xenophanes:
Und das Genaue freilich erblickte kein Mensch, und es wird auch nie jemand sein, der es weiß (erblickt hat) in bezug auf die Götter und alle Dinge, dich ich nur immer erwähne; denn selbst wenn es einem im höchsten Maße gelänge, ein Vollendetes auszusprechen, so hat er selbst trotzdem kein Wissen davon: Schein (Meinen, also subjektives Wahrnehmen) haftet an allem
Dem stimme ich zu und hätten alle Menschen diese Einstellung würde die Welt weitaus friedlicher sein denke ich. Aber ich denke die Welt ist so wie sie ist weil Menschen nunmal sind wie sie sind: Raubtiere, die zwar kulturfähig sind, aber ihre Kultur (inklusive Relgionen, Moral) derart gestalten dass sie oft nur Fortsetzung der Natur ist. Über ihr Ego und ihre Gier kommen (bis auf eine Handvoll Buddhisten, authentischer Buddhisten) die meisten wohl nicht hinaus...davon nehme ich mich auch nicht vollkommen aus, aber zumindest bin ich keine religiöse Fanatikerin oder Fundamentalistin also kein Mensch, der eine reichhaltige und komplexe Welt auf gut oder böse reduziert und vorgibt Inhaberin einer absoluten Warheit zu sein und damit einer zumindest bruchstückhaften Wahrheit natürlich nicht ansatzweise gerecht werden kann.
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