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Bundestagsabgeordnete wollen mehr Geld während Millionen von Bundesbürgern Not leiden

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Hallo miteinander

Ich habe mich auch zuerst über die Diätenerhöhung gewundert, besonders über die Höhe. Ich habe mich mal umgeschaut und halte sowohl die Erhöhung, als auch die Summe insgesamt für akzeptabel (als ALG2-Empfänger, wenn ich das noch erwähnen darf), auch wenn der Zeitpunkt unglücklich sein mag.

Zur Erhöhung: Die letzte Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete gab es im Januar 2003, die folgende Erhöhung kann erst wieder im Januar 2010 stattfinden. Insgesamt geht es also um Erhöhungen für 2004 bis 2009. Da halte ich 9,4% für insgesamt 6 Jahre für akzeptabel. Das dürfte etwa bei der Preissteigerung im gleichen Zeitraum liegen, und die Größenordnung des Nettonanstiegs sozialversicherungspflichtiger Einkünfte nicht erheblich übersteigen, wenn überhaupt (der meines Wissens bei Arbeitern und Angestellten in den vergangenen Jahren im Mittel bei je etwa 1-2% lag - die Tabelle habe ich gerade nicht zur Hand).

Die Erhöhung wird hier recht plausibel erklärt:

http://www.abgeordnetenwatch.de/diaetenerhoehung-636-141.html

Dass sich die Steigerung der Bezüge von ALG2-Empfängern an den Rentenerhöhungen und nicht an den Preisteigerungen orientiert, und die Summe seit Januar 2005 um ganze 2 Euro angestiegen ist, die Grundsicherung, die auch Rentner und Menschen betrifft, die ihren Lebensunterhalt nicht durch ihren Arbeitslohn bestreiten können, um 0,6% gestiegen ist, während die Preissteigerung im gleichen Zeitraum 5,7% betrug, ist wieder ein Thema für sich.

Zur Summe insgesamt: Die Einkünfte eines Abgeordneten lassen sich sicher nicht mit den Bezügen von ALG2-Empfängern vergleichen. Genauso wenig mit denen von Vorstandmitgliedern, deren utopische Topgehälter in den vergangenen Jahren im Mittel um jährlich 10% oder mehr angestiegen sind.

Abgeordnete sind eine Kategorie für sich. Die Tätigkeit läßt sich vielleicht am ehesten mit einem Ehrenamt als Manager vergleichen. Die Vergütung ist so hoch angesetzt, dass ein Abgeordneter mit seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit vollkommen aussetzen könnte - wenn er es möchte, ohne große finanzielle Einbußen, oder wirtschaftliche Schäden hinnehmen zu müssen. Für mein Empfinden kommt daher nur ein Betrag von mindestens 5000 Euro Netto in Frage, damit im Bundestag auch höher qualifizierte Menschen sitzen können, die nicht nur aus Idealismus auf den Mehrverdienst verzichten, den sie in ihrem Beruf erzielen könnten (man denke beispielsweise an Rechtsanwälte).

Seit Januar 2003 betrugen die Diäten eines Bundestagsabgeordneten 7009 Euro. Dies ist meines Wissens fast ein Nettoeinkommen. Der Abgeordnete muss davon lediglich den Solidaritätsbeitrag abführen (stimmt das?) und seine Krankenkassenbeiträge bezahlen. Dazu kam eine "steuerfreie" Kostenpauschale von 3551 Euro monatlich (ab Januar 2004) für z.B. eine Dienstwohnung, Fahrten im eigenen Wahlkreis, etc. - Reisekosten als Abgeordneter werden gesondert bezahlt. Ortszuschläge oder ähnliches bekommen Abgeordnete meines Wissens nicht.

Als Grundlage für die Diäten dient die Besoldungsgruppe B6, zu der beispielsweise Bürgermeister kleinerer Städte gehören. Beispiele für diese Besoldungsgruppen kann man sich hier anschauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Besoldungsordnung_B

Und die Höhe der Besoldung hier:

http://www.bmi.bund.de/cln_012/Inte...ile.pdf/20040818_W_BesoldungsordnungB_pdf.pdf

Aus meiner Sicht ist das alles akzeptabel. Nicht ganz einsehen kann ich dagegen die Höhe der Altersansprüche, die bereits nach 8jähriger Zugehörigkeit zum Bundestag entstehen. Diese werden mit der aktuellen Diätenerhöhung auch gekürzt, wenn auch nicht erheblich.

Zur "Gegenfinanzierung" könnte man ja die Einkünfte der Landtagsabgeordneten in Bayern um denselben Betrag kürzen. Die würden (inclusive Kostenpauschale) immer noch über denen jedes anderen Bundeslandes liegen.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Günter! Das wird die selbsternannten "Moralisten" zwar nicht umstimmen, weil alle Argumente schon mal hier gebracht wurden, aber es ist vollkommen richtig, das Volksvertreter einigermaßen gut bezahlt werden müssen. Das die ausufernde Altersversorgung dabei aber auf ein normales Maß zurückgeführt werden sollte, ist aber auch klar. Und wird ja auch so von den verschiedenen Stimmen ( sieh` an Olaf Scholz.... ) bestätigt.`
 
Hallo Günter ! Das was Du hier schreibst kann so nicht unbeantwortet bleiben! Die Summe die die Abgeordneten Monat für Monat bekommen ist Dir nicht zu hoch ???? Selbst wie einer der Vorredner geschrieben hat das die Armen Abgeordneten 200 Stunden im Monat Arbeiten sollten( sofern man das so nennen kann, hört sich eher lächerlich an) macht das bei den alten 7000,- Euro ein Stundenlohn von 35,-Euro !! Halloooo????? Welcher Facharbeiter, welcher Angestellter usw. hat diesen Satz ????? Selbst Mediziner, einfacher Assistensarzt oder lass es normaler Hausarzt sein hat dies nicht !! So wird das hier in diesem Land echt nichts mehr !!!Da muss ich sagen, geht es Arbeitslosen noch zu gut wenn man so was hört !PMD
 
Hallo Marcel

Selbst wie einer der Vorredner geschrieben hat das die Armen Abgeordneten 200 Stunden im Monat Arbeiten sollten( sofern man das so nennen kann, hört sich eher lächerlich an) macht das bei den alten 7000,- Euro ein Stundenlohn von 35,-Euro !! Halloooo????? Welcher Facharbeiter, welcher Angestellter usw. hat diesen Satz ????? Selbst Mediziner, einfacher Assistensarzt oder lass es normaler Hausarzt sein hat dies nicht !!
Im Bundestag sollen auch Facharbeiter, Angestellte und Assistenzärzte sitzen können, aber nicht ausschließlich. Diese Menschen vertreten immerhin unseren Staat mit 80 Millionen Einwohnern. Denen soll am Monatsende nicht unbedingt das Geld knapp werden. Und 5.000 oder 10.000 Euro sind wirklich kein Betrag, den ich mit "reich" beschreiben würde.

Schaue Dir einfach mal die Tabelle der Besoldungsordnung an, und sage mir, wo Du einen Bundestagsabgeordneten einordnen würdest.

So wird das hier in diesem Land echt nichts mehr !!!Da muss ich sagen, geht es Arbeitslosen noch zu gut wenn man so was hört !PMD
Mein ALG2 kürzt sich derzeit durch die Preissteigerung von selbst. Wenn Dir das nicht ausreicht, könntest Du Dich ja für eine Kürzung des Arbeitslosengeldes bei Akzeptieren der Diätenerhöhung einsetzen.

Günter
 
Hallo 🙂

Ich Stimme eure Eingaben in vollem Umfang zu , nur was mich unheimlich bei den AGO stört,ist,das die AGO für ihr Diät-Gehalt gänzlichst nicht alle im Bundestag Anwesend sind.
 
Es gibt keine Anwesenheitsverpflichtung. Was soll auch ein Familienpolitiker dort, wenn über Afghanistan-Einsätze geschwafelt wird?
 
[
quote=Gastleser;677308]Und wir ernähren nicht nur die, sondern auch noch alle anderen, die nichts arbeiten wollen.

Und wenn man sieht, was ein Manager verdient, dann ist das Einkommen der Abgeordneten doch bescheiden dagegen.



Dafür werden die Gehälter der Manager nicht durch Steuergelder finanziert.
Die Gehälter und Prämien der Politiker fallen allein dem Steuerzahler zur Last!


Warum sollte der Steuerzahler weitere Prämien für Politiker leisten, wenn immer mehr Sozialleistungen abgebaut werden?

Die Politiker sollten sich wieder Ihrer primären Funktion widmen. Nämlich dem Land dienen und nicht das eigene Privatvermögen durch Staatsgelder erhöhen.
 
Die OT-Beiträge wurden entfernt 🙄

bei eventuellen Unsicherheiten: AGO soll die Abkürzung für Abgeordnete sein.
 
[

Dafür werden die Gehälter der Manager nicht durch Steuergelder finanziert.

Dafür bezahlt sie auch der Kunde, also der kleine Mann. Und keiner schreit auf, wenn ein sogenannter Top-Manager tausende von Leuten auf die Straße setzt, dabei sein Gehalt massiv erhöht, Milliarden in den Sand setzt und so weiter und so fort.

Beispiele gibt es ja genug.

Ob über Steuern oder über den Konsum, bezahlen tun wir es alle.

Und daher sind die MdBs doch die günstigere Alternative.
 
Dafür bezahlt sie auch der Kunde, also der kleine Mann. Und keiner schreit auf, wenn ein sogenannter Top-Manager tausende von Leuten auf die Straße setzt, dabei sein Gehalt massiv erhöht, Milliarden in den Sand setzt und so weiter und so fort.

Beispiele gibt es ja genug.

Ob über Steuern oder über den Konsum, bezahlen tun wir es alle.

Und daher sind die MdBs doch die günstigere Alternative.



Ein Grund mehr warum die Politiker endlich die Interessen der Bürger sinnvoll vertreten und deren Bedürfnisse nach bestem Willen realisieren sollten. Anstatt ihr eigenes Privatvermögen weiter zu erhöhen, während das Privatvermögen der Bürger weiter dezimiert wird.

Dies ist extrem kontraproduktiv, da durch diesen Zyklos noch mehr Bürger mittellos werden und somit der Konsum reduziert wird.


Frage: Wer soll dann noch die Industrie bereichern und die Wirtschaft antreiben, wenn die Hälfte der Bürger mittellos ist und die Lebenshaltungskosten immer höher werden?
 
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