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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Lieblingsgedichte (keine Eigenkreationen)

Sind so kleine Hände-winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen,die zerbrechen dann.
Sind so kleine Füsse mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten,können sonst nicht gehn.
Sind so kleine Ohren scharf - und ihr erlaubt-
Darf man nie zerbrüllen,werden davon taub.
Sind so schöne Münder sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,kommt sonst nichts mehr raus.
Sind so klare Augen,die noch alles sehn,
Darf man nie verbinden,könn´sie nichts verstehn.
Sind so kleine Seelen-offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen,gehn kaputt dabei.
Ist so´n kleines Rückgrat,sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen,weil es sonst zerbricht.
Grade klare Menschen-wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat hab´n wir schon zuviel.

Bettina Wegener

Das kenne ich und finde es auch sehr schön, danke

Kati
 
Was ist die Liebe ?

Es ist Unsinn - sagt die Vernunft.
Es ist Unglück - sagt die Berechung.
Es ist aussichtslos - sagt die Einsicht.
Es ist nichts als schmerzt - sagt die Angst

Es ist was es ist - sagt die Liebe.
 
Von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.

Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;

Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;

Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen

(Khalil Gibran)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Süsser Stern

Du bist mein Tag,
Du bist meine Nacht,
Du hast das Feuer der Liebe in mir entfacht,
Du hast mein Leben auf den Kopf gestellt,
Du bist der schönste Mann für mich auf dieser Welt!
Du zeigst mir was es noch schönres gibt,
Du zeigst mir, ich werde wieder geliebt,
Ich hab mich total in dich veriebt,
Leben bedeutet für mich die Zweisamkeit,
Dafür bin ich ab nun mit dir bereit,
Dein Lächeln verzaubert mich wie der hellste Stern,
Deswegen habe ich dich nun mal so gern,
Ich lege mein Herz in deinen Schoss,
Und bitt dich lass mich nie wieder los!
Was kann es im Leben schönres geben, als deine Liebe,
Du bist mein Leben!!!

verfasser unbekannt
 
Gegen den Wind gestemmt
geh ich weiter
gegen den Wind

Treibt mir Schnee
überlebtes Laub
vor die Füße
ins Gesicht
Gesänge
aus Einsamkeit
und Silberblitzen

Gegen den Wind gestemmt
geh ich weiter

(Ingrid Olbricht)
 


WAS ES IST


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
es ist Leichtsicht
sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried
 
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Kerzephilosophie[/FONT]


[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Sechs Kerze, in 'rer Schublad drin,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]verzehlen grad vum Läwenssinn:[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ach", seifzt die glää Kerz voller Fruscht,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"wie schrecklich, wann d' verbrenne muscht![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]In dämm Fall bischt en arme Drobb:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Du krie(g)scht e Flämmsche uff dein Kopp,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]werscht irgendwu schää uffgedischt[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]bis d' norre noch en Stumbe bischt[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un fliegscht am Schluß, ganz hämlich still,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]gedankelos dann in de Mill!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ich selwer mecht e Daafkerz sei,"[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]platzt jetzt die weiß Kerz zwischenei,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"deet ämol an de Kin(d)daaf brenne[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un's Vertiko mein Stammplatz nenne."[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Geh," lacht die grie👎, "des hot kään Zweck![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Do stehscht not rum, staabscht zu mit Dreck.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Wer korz bloß brennt, kummt nit in Schwung[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un läbt als Art Erinnerung!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ich," määnt die rot Kerz, " 's is kään Scherz,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]ich weer am liebscht e Weihnachtskerz![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Am Chrischtbaam in die Wohnstubb g'stellt,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]weer ich Symbol vum 'Licht der Welt'!" ...[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]E klänni Kerz aus Bienewachs die motzt uff ämol:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Uhne Flachs, ich fer mei Dääl, ich saach's eich grad,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]bin zum Verbrenne viel zu schad![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Merr sollt' sei Winsch' nit iwwertreiwe.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Ich mecht gern in de Schachtel bleiwe!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Was," faucht die bloo Kerz, dick un drall,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"im Karton gammle? Uff kään Fall!"[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Die annre Kerze - zamme viere -[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]duhn ganz energisch prodeschtiere.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Sie sin sich äänich in de Not:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Wer niemols brennt, der is schun dood!" ...[/FONT]


[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Quelle:.....von der Pfälzer Mundart-Dichterin Waltraud Meissner[/FONT]​
 
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Kerzephilosophie[/FONT]




[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Sechs Kerze, in 'rer Schublad drin,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]verzehlen grad vum Läwenssinn:[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ach", seifzt die glää Kerz voller Fruscht,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"wie schrecklich, wann d' verbrenne muscht![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]In dämm Fall bischt en arme Drobb:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Du krie(g)scht e Flämmsche uff dein Kopp,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]werscht irgendwu schää uffgedischt[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]bis d' norre noch en Stumbe bischt[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un fliegscht am Schluß, ganz hämlich still,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]gedankelos dann in de Mill!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ich selwer mecht e Daafkerz sei,"[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]platzt jetzt die weiß Kerz zwischenei,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"deet ämol an de Kin(d)daaf brenne[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un's Vertiko mein Stammplatz nenne."[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Geh," lacht die grie👎, "des hot kään Zweck![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Do stehscht not rum, staabscht zu mit Dreck.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Wer korz bloß brennt, kummt nit in Schwung[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]un läbt als Art Erinnerung!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Ich," määnt die rot Kerz, " 's is kään Scherz,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]ich weer am liebscht e Weihnachtskerz![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Am Chrischtbaam in die Wohnstubb g'stellt,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]weer ich Symbol vum 'Licht der Welt'!" ...[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]E klänni Kerz aus Bienewachs die motzt uff ämol:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Uhne Flachs, ich fer mei Dääl, ich saach's eich grad,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]bin zum Verbrenne viel zu schad![/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Merr sollt' sei Winsch' nit iwwertreiwe.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Ich mecht gern in de Schachtel bleiwe!"[/FONT]

[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Was," faucht die bloo Kerz, dick un drall,[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"im Karton gammle? Uff kään Fall!"[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Die annre Kerze - zamme viere -[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]duhn ganz energisch prodeschtiere.[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Sie sin sich äänich in de Not:[/FONT]
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Wer niemols brennt, der is schun dood!" ...[/FONT]



[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Quelle:.....von der Pfälzer Mundart-Dichterin Waltraud Meissner[/FONT]​

*grins* Der Dialekt gefällt mir... Apropos Kerzen.. da hab ich eine schöne Geschichte:

4 Kerzen brannten.
Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die
Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:
Ich heiße Frieden.
Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.



Die zweite Kerze flackerte und sagte:
Ich heiße Glauben.
Aber ich bin überflüssig.
Die Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.



Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
Ich heiße Liebe.
Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen stellen mich an die Seite.
Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
Aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!
Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:
Hab keine Angst!
Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.
Ich heiße Hoffnung.
Mit einem Streichholz nahm das Kind das Licht von dieser Kerze
und zündete die anderen Lichter wieder an!




Verfasser unbekannt
 

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