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Meine Mutter macht mich wahnsinnig

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Ich muss hier noch einmal das Forum nutzen, um mich auszuweinen. Es belastet mich sehr.

Zur Situation:
Meine Mutter hat seit über 20 Jahren einen Gallenstein. Als ich noch jung und später Teenager war hieß es, "Ich lasse mich operieren, wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast."
Seit Jahren schiebt sie es vor sich her. Grund ist Panik, sie könnte genauso enden wie ihre Mutter, die kurz nach der O.P an einer Thrombose gestorben ist.
Mittlerweile liegen bei sämtlichen Familienmitgliedern die Nerven blank und auch bei ihr wird es immer enger.
Sie war nun diese Woche beim Internisten und der stellte eine vergrößerte Gallenblase fest, Sludge und dass der Stein noch mehr gewachsen ist.
Sie hat nun einen MRT Termin. Mit ihrem Verhalten zieht sie die Familie extrem runter.
Für sie ist klar, dass sie die O.P nicht überlebt, daher schiebt sie es immer weiter raus. Sämtliche Versuche sie zu motivieren, dass es ein kleiner Eingriff ist prallen ab. Sie befasst sich zwar mit dem O.P Gedanken, plant aber keinen konkreten Termin.
Ich habe ihr nun einen Termin beim Chefarzt der Klinik gemacht (Sie ist privatversichert).

Hat noch jemand einen Rat für mich? Ich versuche mich bereits mich zu distanzieren, aber ich habe sie ja trotzdem lieb. Immerhin ist sie meine Mutter.
 
Ja, es gibt leider Menschen, die extrem Angst vor OPs haben.
Ein Freund von mir ist auch so einer. Da musste auch der Chefarzt her.
Ob er die OP tatsächlich gemacht hat, weiß nur das OP-Team. Ich würde nicht darauf vertrauen.
Sein Knie wurde dann tatsächlich ziemlich verpfuscht und er hatte noch sehr lange danach damit zu tun. Soviel also zum Chefarzt.
Ganz persönlich bin ich der Meinung, dass ein ganz neuer Arzt das vielleicht sogar besser hinkriegt, weil er sich mehr Mühe gibt und auch von der Vorgehensweise auf dem neuesten Stand ist.
Wenn ich die Wahl hätte, dann gerne ein Jungarzt.
 
Deine Mutter ist erwachsen und solange sie nicht unter Betreuung steht, kannst du nichts machen.
Deine Mutter ist erwachsen und solange sie nicht unter Betreuung steht, kannst du nichts machen.
Das ist mir klar, dennoch habe ich meine Mutter lieb.
Insofern ist es nicht verwerflich sich Gedanken zu machen.
Warum redet ihr seit Jahren immer wieder über dieses Thema?
Du scheinst deine Mutter nicht zu lieben.
 
Meine Mutter hat mir mal direkt gesagt, dass es sie mehr als nervt wenn ihr immer alle Ratschläge geben und auf sie einreden.
Selbst als sie sich einer OP (ging aber nicht um Gallenstein) unterzog, nervte es sie anschließend, als ständig alle nachfragten wie es ihr geht.

Deine Mutter hat Angst vor einer OP. Verständlich.
Duch machst dir Sorgen und Gedanken. Verständlich.
Lass ihr den Freiraum den sie brauch. Sie muss selbst entscheiden. Auch wenn es dich belastet, was nachvollziehbar ist, darfst du sie nicht bedrängen. Denn damit erreicht man oft das Gegenteil.
Hat sie Schmerzen? Oder was belastet dich, wenn sie sich nicht operieren lässt?

Eine OP ist ja nicht immer unbedingt notwendig. Medikamente oder Ernährungsumstellung können teilweise auch helfen (wobei die Medis evtl. eher nicht zu empfehlen sind).
Warum wäre, deiner Meinung nach, eine OP unbedingt notwendig?

Wie gut ist eurer Verhältnis? Redet ihr offen über alles?
Denkst du, es wäre eine Möglichkeit deiner Mutter mal zu erklären, wie es dir mit der Situation geht?
Hierbei aber nicht darauf eingehen, dass es um ihre Gesundheit geht. Sondern nur, was in dir vorgeht.
Wäre es schlimm, wenn du ihr ehrlich sagst, dass es dich sehr belastet?
 
Apropo, Mutter macht einen wahnsinnig, da kann ich von meiner auch gerade ein Lied singen.
Umso älter, umso sturer 🙄
Wenn deine garnicht will, wirst du nichts machen können.
Zur Gallen-OP, das wird heute ganz anders gemacht als früher.
Deine Mutter wird da nicht dran sterben.
Es gibt nur eine kurze Narkose (die Mittel sind heute viel verträglicher) und dann minimal-invasiv, ohne Bauchschnitt. Mein Bruder hatte das vor einem Jahr, dem wurde gleich die ganze Gallenblase rausgeholt und der hatte nur ein kleines zugenähtes Löchlein im Bauch.
Und gegen Thrombose bekommt man Stützstrümpfe und Spritzen.
 
Selbst wenn sie sich gegen die OP entscheiden sollte. Was passiert schon groß?
Sie wird evtl. mal Koliken haben, die sehr heftig sind und dann bekommt sie eine Not-OP, ganz ohne Chefarzt. Zeitpunkt meist sehr unpassend, aber das wollte sie ja so.

An deiner Stelle würde ich mich gänzlich raushalten, denn sie macht sowieso das, was sie für richtig hält.
 
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