Ich denke, da hast du die Ursache.
Vater -> Autorität -> und beim Beispiel mit dem Chef überträgt sich das.
Die Ursache ist erkannt und weiter? Löst das diese Angst und das Zittern?
Früher löste das vielleicht Angst aus und Zittern, als man noch Zehn war zum Beispiel- ist man noch Zehn? Kann man nicht im Moment, wo sich dieses Zittern einstellen will fest stehen bleiben und nicht mehr in diese Kinderzeit rutschen mental? Fest bleiben, nicht flüchten, das Triggern überwinde ich jetzt, indem ich ruhig bleibe, nicht klein werde- nicht mehr der Junge werde, der zittert. Ich werde gelassen bleiben. Gestern habe ich deshalb getriggert, heute nicht mehr.
Gestern habe ich dieses Reagieren gezeigt, heute reagiere ich bewusster, nicht mehr so, sondern anders. Da gabs bei mir zum Beispiel viele seltsame Teufelskreisläufe, die sich dadurch aufgelöst haben, indem ich einmal anders reagierte als üblich. Zum Beispiel nicht streiken, aufschieben, nicht gleich nein sagen, oder gleich ja sagen, oder ich werde NICHT klagen, oder nicht wie üblich zornig werden, oder mich diesmal eben nicht mehr fürchten ua- das sind alles in allem übliche Abläufe, die mein Gehirn "lieferte" und wegen dem ich immer das Gleiche erlebte. Ändere alles, indem du anders reagierst, anders machst, anders vorgehst.
Das ist doch spannend, sehr interessant, übliches Reagieren zu überdenken und auszutauschen- mir hat das viel gezeigt und mich sehr belehrt. Bleib höflich, bleib "guter Stimmung", sei NICHT gekränkt oder beleidigt und schon ergab das in Folge einen weit besseren Verlauf, als wenn ich wie üblich die Rollos fallen lassen hätte und geschmollt hätte. Das geht immer leichter, kein kindliches Muster mehr einzunehmen, sondern vernünftig, erwachsen zu handeln. Das ist nun mal ruhig und gelassen, achtsam, bedächtig sein, überlegt, überlegen sein. Das kann man täglich üben.