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Ich halte mich selbst in der Depression gefangen.

Danke an alle, die sich die Zeit genommen habe auf meine Beitrag zu antworten. Die Ratschläge und Denkanstöße nehme ich gerne an.

Die Frage von @Ausnahmsweise hat mich an meisten nachdenken lassen und wenn ich wirklich ehrlich bin denke ich, dass ich nicht wirklich bereit bin etwas zu ändern. Ich wähle doch immer das vertraute und dahingehend irgendwie bequem.

Nicht missverstehen, die Frage fand ich nicht provokant. Es tut mir selbst einfach weh, wie egal ich mir mittlerweile bin. Aber das Ganze geht schon seit ich auf der Welt bin so. Bin immer verunsichert, und selbst wenn ich mich mal was traue und das auch irgendwie zu was führt, sehe und fühle ich nur Negatives. Ich hab’s mit Therapien, Medikamenten und stationärer Behandlung versucht. Nie habe ich mich verstanden gefühlt und mich auch nur ein wenig besser gefühlt. Ich wollte aber wohl auch nie wirklich etwas ändern. Warum? Keine Ahnung...
Ich schaffe es nicht, mich richtig auf andere einzulassen, mich zu öffnen und mir zu erlauben, einfach mal unverfälscht zu fühlen und zu denken. Alles fühlt sich falsch an. Alles ist so unangenehm und erdrückend.
Ich weiß eigentlich, dass ich es in der Hand habe. Ich könnte was anders machen. Aber mehr als ein paar lächerliche Versuche bekomme ich nicht hin, bevor ich wieder in mein Loch falle. Es tut mir ständig alles so leid. Aber wenn es mir wirklich leid tun würde, würde ich doch was ändern, oder nicht?
Ich verstehe mich nicht. Innerlich zerfressen mich Vorwürfe, aber irgendwas ändern lässt mich mein Kopf nicht... ich mich nicht. Mir geht es wohl einfach noch zu gut.

Ich hoffe ich sage hiermit nichts was jemand provokant oder triggern entfindet.

Meine Gedankengänge sind wirr und oft widersprüchlich. Das merke ich teilweise auch selbst, aber es ist wirklich anstrengend das ständig zu entzerren. Je mehr ich es Versuche des so schlimmer mache ich es dann meistens.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn ich wirklich ehrlich bin denke ich, dass ich nicht wirklich bereit bin etwas zu ändern. Ich wähle doch immer das vertraute und dahingehend irgendwie bequem.

Na, wie wäre es dann zur Abwechslung mal mit etwas anderem?
Du kämpfst ständig. Gegen alles Mögliche dagegen an.

Wieso versuchst du es nicht mal mit Gelassenheit? Gelassener Akzeptanz?
Nimmst dich selbst so an, wir du eben bist?

Mittlerweile bekomme ich nur gerade so das Nötigste hin und verwahrlose immer mehr. Bei der Arbeit schaffe ich immer weniger

Ständiger Kampf muss ja auslaugen, völlig erschöpfen. Lass das.
Steh vor dir selbst dazu, dass du eben keine Stimmungskanone bist, dass du eine faule Socke bist, auf Vieles keinen Bock hast. So what?!
Vielleicht ist es genau das, was du brauchst. Chill dein Leben.

Zu Hause lasse ich mich nur noch von Videos im Internet berieseln

Und? Was ist falsch daran?
Wenn du nix anderes wirklich willst, du deine Bequemlichkeit und deine bequeme Beschäftigung magst, dann lass dich da genüsslich reinfallen!
Hey, es gibt da so viel zu entdecken, da tut sich ständig Neues! Das kann mega spannend und fesselnd sein.

Statt es dir selbst zu vermiesen, Druck zu erzeugen, mach das einfach und genieße es!

Meine Wohnung ist nach drei Jahren immer noch nicht fertig eingerichtet. Es fehlen manche Möbel, an der Decke hängen nur Glühbirnen, mein Balkon ist überhaupt nicht eingerichtet bzw mit Kartons zugemüllt.

Und? Dich stört's nicht wirklich. Nicht genug, um es ändern zu wollen.
Dann halte es eben auf einem Level, das für dich ok ist, so, dass du keine ungebetenen Mitbewohner bekommst, und mach das einfach mal so. Ohne Kampf, ohne Krampf.
Ein heiteres, gelassenes, kleines Experiment.
Vielleicht passt dieses Leben ja zu dir und wenn du keine Energie dagegen ankämpfend vergeudest, wer weiß, vielleicht kommen dazwischen manchmal energetischete Tage und du möchtest plötzlich eine Kleinigkeit mehr erledigen.

Nochmal zum Job:
Ist es dir wichtig, dich selbst nicht vom Stast abhängig zu machen oder ist dir das egal?

Was ist mit Medicheck?
Richtiges Medikament, richtige Dosierung?
Mal Arzt wechseln, neuen Besen evtl. besser kehren lassen?

Mal 'ne Auszeit in Form vom Job von psychosomatischer Klinik? Bisschen Abwechslung, die sogar positiven Effekt haben könnte, und wenn es nur ein anderes, evtl. wirksameres Medikament wäre.
Dort Sozialberatung und gleich um Anschlussreha kümmern. Vielleicht hat ja etwas einen positiven Effekt.
Weitergammeln daheim kannst du danach immer noch, du verpast ja nix.
 
Schlafentzug ist ja ein probates Mittel gegen Depressionen, solange sie keinen sehr schweren Verlauf haben. Aber arbeiten kannst du ja noch, wenn auch sicher nicht sehr gut. Folglich hast du noch Energie für irgendetwas.

Weniger Schlaf könnte also helfen. Nur dafür musst du handeln. Auch hier gilt, daß du nie so ausgeruht sein wirst, das du freiwillig früh aufstehst. Du musst es einfach tun, deinen Körper in Bewegung bringen. Deine Seele folgt dem und wird dann auch aktiver, aber es beginnt mit einem Entschluss.

Alles zu durchdenken und zu zerlegen ist eigentlich immer der Anfang vom Ende.
 
Hallo,

Entschuldigung, das ich mich nicht mehr gemeldet habe. Mir geht mittlerweile schlechter. Nicht körperlich... die Psyche macht langsam nicht mehr mit. Mir ist mittlerweile wirklich alles zu viel. Ich versuche irgendwie den Tag hinter mich zu bekommen. Aber ich will eigentlich nicht. Ich hasse die Arbeit. Es ist so ein Müll und nur Chaos... Endlose Schadensbegrenzung. Ich geb mir die Schuld, weil ich keinen konstruktiv Änderungen anstoßen. Ich will nur irgendwie mit allem fertig werden. Die Versuch Ordnung zu schaffen machen alles auch nur schlimmer..

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

Ich habe keine Kraft in irgendeinen Richtung zu gehen. Ich stehen still und halte es irgendwie aus und hasse mich.

Jetzt sind auch noch neue Kollegen da und den soll man zeigen wie was funktioniert... Ich weiß es doch selbst nicht. Nichts macht hier Sinn. Nichts funktioniert richtig und jeder macht im Grund was er will...

Es ist alles so frustrierend und ich weiß nicht wo hin mit dem Frust... Ich bin im Grund auch nur hauptsächlich auf mich selbst wütend. Aber ander bekommen es ab. Nicht körperlich. Ich verhält mich einfach nur wie ein Idiot.
 
Hallo, es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Kannst Du Dich erstmal eine Zeitlang krank schreiben lassen? Etwas zur Ruhe kommen?

Ich habe eine Bekannte, bei der es auch eine Zeitlang gedauert hat, bis sie die richtigen Medikamente bekommen hat. Jetzt geht es ihr besser, sie ist zwar nicht sehr aktiv, aber von der Stimmung her geht es ihr gut.

Ich würde mir andere Medikamente verschreiben lassen. Und auch aufhören, Dich selbst so runterzumachen und zu beschimpfen. Du bist krank und es geht Dir schlecht. Je negativer Du mir Dir selbst redest, umso schlimmer wird es. Versuche mal, liebevoller mit Dir zu reden, Dir zuzureden.

Du könntest Dir auf youtube mal Mediationen zum Thema Selbstliebe anhören bzw. von Mojo Di Meditationen, sie hat schöne Meditationen zu verschiedenen Themen. Du willst zuviel auf einmal, was verständlich ist, da Dich Deine Situation sehr stört.

Wie wäre es mit einem Miniplan täglich? Wo Du Dir gut zuredest und Dir sagst: ich räume jetzt 10 Sachen weg. 10 Sachen. Und das schreibst Du Dir auf und hakst es ab. Einen Minischritt machen.

Woher kommen Deine Depressionen? Weißt Du das? Wäre Tagebuchschreiben eine Möglichkeit? Alles das, was Du denkst, runterzuschreiben? Kannst Du auch hier im Forum machen. Da kann man auch, wenn man keine Kommentare möchtest, das dazuschreiben.
 
Hallo,

Entschuldigung, das ich mich nicht mehr gemeldet habe. Mir geht mittlerweile schlechter. Nicht körperlich... die Psyche macht langsam nicht mehr mit. Mir ist mittlerweile wirklich alles zu viel. Ich versuche irgendwie den Tag hinter mich zu bekommen. Aber ich will eigentlich nicht. Ich hasse die Arbeit. Es ist so ein Müll und nur Chaos... Endlose Schadensbegrenzung. Ich geb mir die Schuld, weil ich keinen konstruktiv Änderungen anstoßen. Ich will nur irgendwie mit allem fertig werden. Die Versuch Ordnung zu schaffen machen alles auch nur schlimmer..

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

Ich habe keine Kraft in irgendeinen Richtung zu gehen. Ich stehen still und halte es irgendwie aus und hasse mich.

Jetzt sind auch noch neue Kollegen da und den soll man zeigen wie was funktioniert... Ich weiß es doch selbst nicht. Nichts macht hier Sinn. Nichts funktioniert richtig und jeder macht im Grund was er will...

Es ist alles so frustrierend und ich weiß nicht wo hin mit dem Frust... Ich bin im Grund auch nur hauptsächlich auf mich selbst wütend. Aber ander bekommen es ab. Nicht körperlich. Ich verhält mich einfach nur wie ein Idiot.
Wichtig in der Verfassung: Achte darauf, wann es Zeit wird, um Hilfe zu bitten & nach Hilfe zu suchen. Wenn man das nicht gewohnt ist, kann das sehr lange dauern bis man an den Punkt kommt.
 
Ich finde nicht die Kraft zum Arzt zu gehen und mich krankschreiben zu lassen. Ich habe mir bisher immer Urlaub genommen wenn ich krank war. Die Vorstellung alles liegen zu lassen und andere das zu überlassen verkraften ich nicht. Ich hab schon eine schlechte Gewissen wenn ich pünktlich Feierabend mache.

Wenn ich versuche mich zu loben oder irgendwie Zuspruch zu geben.... tut es weh.
Er fühlt sich falsch an und ich mache mir Vorwürfe.

Lob kann ich auch nicht annehmen.

Tagebuch schreiben habe ich versucht. Handschriftlich ging es nicht ... da kann immer wieder zu viel Frust auf. Eine Zeit lang habe ich es mir einer KI App hinbekommen.. aber da hat sich alles nur im Kreis gedreht.

Was konkret meinen Depression verursacht hat weiß ich heute immer noch nicht.

Mentale Papierschnitte... Viele keinen Dinge haben sich mit der Zeit ganz schlimm entzündet.

Ich will nicht mehr weitermachen. Ich will nur noch schlafen. Alles andere ist einfach zu schwer oder tut zu sehr weh.

Ich weiß ich brauche Hilfe aber kann oder will sie nicht annehmen.

Ich weiß, dass es dann dumm ist sich hier zu melden. Ich verstehe auch nicht was ich will. Ich Handel nur aus Verzweiflung in einem Rahmen der noch irgendwie erträglich ist.

Es tut mir leid
 
Tagebuch schreiben habe ich versucht. Handschriftlich ging es nicht ... da kann immer wieder zu viel Frust auf.

Edit, vergessen:

Lies mal was zu:
'Absichtsloses Schreiben'
'Expressives Schreiben'


Alles andere ist einfach zu schwer oder tut zu sehr weh.

Ohne Anstrengung und Schmerz ist dein jetziger Weg auch nicht. Führt aber zu nichts Gutem.

Einen anderen anstrengenden und schmerzhaften Weg zu wählen würde bedeuten, dir selbst eine Chance zu eröffnen.
Musst du natürlich wollen.

Ich weiß ich brauche Hilfe aber kann oder will sie nicht annehmen.

Wenn du nicht willst, ist das deine Entscheidung, mit den zugehörigen Konsequenzen, die du dann auch mehr willst als Veränderung und eine Chance, dass es dir besser gehen könnte.

Ich weiß, dass es dann dumm ist sich hier zu melden.

Sich einen Ort zu suchen, wo man alles rauslassen kann, ist nicht dumm.
Dir muss da nichts leid tun.

Mal an Online-Therapie gedacht?
 
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