Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Mal ein paar Statistiken des Passivrauchens für Alle, die meinen der Nachbar darf so viel Rauchen wie er will und man müsse es ertragen:
Passivrauchen ist selbst heute immer noch ein Problem. Es ist nicht nur ein bisschen schlecht riechender Qualm, ist ist eine Gesundheitsschädigung bis hin zu Todesfolgen.
Globale Todeszahlen (WHO)
- Jährliche Todesfälle: Weltweit sterben laut der WHO jährlich ca. 1,3 Millionen Menschen an den Folgen von Passivrauchen.
- Verteilung:
- Frauen machen rund 47 % der Opfer aus.
- Kinder unter 15 Jahren machen etwa 28 % der Todesfälle aus.
- Männer machen rund 25 % aus.
- Krankheitsursachen: Die meisten Todesfälle durch Passivrauch entstehen nicht durch Lungenkrebs, sondern durch Herzkreislauferkrankungen.
- Ischämische Herzkrankheiten (z. B. Herzinfarkt)
- Schlaganfälle
- Chronische Atremswegserkrankungen & Atemwegsinfektionen
- Lungenkrebs
Zahlen für Deutschland
Für Deutschland gibt das DKFZ sowie Studien deutscher Universitäten folgende Richtwerte an:- Todesfälle: Jährlich sterben ca. 3.300 Nichtraucherinnen und Nichtraucher an den Folgen von Passivrauch.
- Ursachenaufteilung in Deutschland (Auszug):
- ca. 2.140 Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten
- ca. 770 Todesfälle durch Schlaganfälle
- ca. 260 Todesfälle durch Lungenkrebs
Betroffenheit (Exposition)
Passivrauchen betrifft ein Vielfaches mehr Menschen, als daran sterben:| Ebene | Statistische Zahl / Belastung |
| EU-Ebene | Etwa 31 % der Bevölkerung in der Europäischen Union sind regelmäßig an öffentlichen Orten, am Arbeitsplatz oder zu Hause Passivrauch ausgesetzt. |
| Kinder | Kinder sind besonders gefährdet, da sie eine höhere Atemfrequenz haben. Sie erleiden gehäuft Erkrankungen wie Bronchitis, Asthma, Mittelohrentzündungen und in schweren Fällen den plötzlichen Kindstod (SIDS). |
| Risikoerhöhung | Regelmäßiges Passivrauchen erhöht das Risiko für Lungenkrebs um bis zu 40 % und das Risiko für Herzerkrankungen um 25–30 %. |