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Altersvorsorgedepot (AVD)

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hallo liebe Community,

Das neue Altersvorsorgedepot (AVD) startet am 1. Januar 2027 und löst die bisherige Riester-Rente in ihrer alten Form ab. Es ermöglicht Ihnen erstmals, staatlich geförderte Altersvorsorge direkt in ETFs und Fonds am Kapitalmarkt anzulegen, ohne dass strenge Beitragsgarantien die Rendite auffressen.

Mit Renteneintritt kann man sich bis zu 30% als Einmalzahlung auszahlen lassen und erhält den Rest als monatliche Rente. Einen Rechner dazu gibt es unter:

Ich denke, dass die private Vorsorge als weitere Säule eben gesetzlicher Rente und Betriebsrente ein guter und wichtiger Baustein für die Altersvorsorge ist. Mit einer Startsumme von umgerechnet nur 10 € im Monat ist das Altersvorsorgedepot für nahezu jeden machbar. Generell profitieren vor allem kleine Einkommen/Renten von dem Depot.

Was mich allerdings überrascht: Trotz Steuerstundung und staatlicher Förderung ist das Altersvorsorgedepot keineswegs ein No-Brainer.
  • Vorgabe ist ein Kostendeckel von 1%. Ein erfahrender Anleger weiß allerdings, dass 1% für einen ETF extrem teuer ist und ETFs oft für nahe Null zu haben sind.
  • Zwar spart man während der Ansparphase die Abgeltungssteuer von 25%, muss aber in der Auszahlphase das ganze mit dem persönlichen Steuersatz versteuern, der höher sein kann
  • Das Geld ist bis zum Renteneintritt gebunden und selbst dann sind nur 30% als Auszahlung möglich. Man kann nicht auf halben Wege mit 40 sagen: Ich möchte mir davon eine Wohnung als Altersvorsorge kaufen
  • das AVD ist relativ komplex und schwer kalkulierbar weil es diverse Zulagen gibt, z.B. für Kinder und vermutlich kaum jemand sein Einkommen und seine Rente lebenslang im Vorfeld kennt.
Ich persönlich hätte mir lieber etwas wie eine Spekulationsfrist auf Kapitalanlagen gewünscht, wie es sie bis 2008 auch gab: Wer X Jahre spart ohne an der Börse zu zocken, muss keine Steuern zahlen. Einfaches Konzept, ideal für die Altersvorsorge.

Ich bin auf eure Meinung gespannt. Was haltet ihr vom AVD?
Meine Vermutung ist: Menschen mit geringem Einkommen, denen das AVD am meisten helfen würde, werden kaum sparen wollen/können. Für höhere Einkommen macht es steuerlich keinen Sinn. Für mittlere Einkommen ist der Nutzen überschaubar und die Kapitalbindung ist abschreckend, gerade wenn man noch jung ist und vielleicht irgendwann Eigentum plant.

Die FDP wollte zu Zeiten der Ampel ursprünglich ein System nach schwedischem Vorbild, bei dem ein Teil Ihrer gesetzlichen Rentenbeiträge direkt für Sie am Aktienmarkt angelegt wird. Das jetzige AVD hingegen ist der Nachfolger der privaten Riester-Rente, den man selber aktiv besparen muss.

Ich möchte den Fokus nicht auf das Gesellschaftsthema legen, sondern eher praktisch auf uns selber. Also lohnt für euch das AVD und werdet ihr es nutzen?
 
Hallo Anfreas,

weshalb interessierst du als Beamter dich dafür, wie wir Rentner ein paar mickrige Euro mehr bekommen könnten?

Bei der Riester Rente hat sich auch erst später herausgestellt, dass das alles mehr Betrug am Einzahler ist als Hilfe.
 
Hallo Anfreas,

weshalb interessierst du als Beamter dich dafür, wie wir Rentner ein paar mickrige Euro mehr bekommen könnten?

Bei der Riester Rente hat sich auch erst später herausgestellt, dass das alles mehr Betrug am Einzahler ist als Hilfe.
Das AVD Depot steht allen Menschen offen, auch Beamten. Insofern ist das auch für mich persönlich eine Entscheidung ob ich das AVD nutzen möchte oder nicht.

Und du weist ja zurecht darauf hin, dass die Riester Rente schlecht konstruiert war. Deswegen finde ich umso wichtiger zu diskutieren ob dieses AVD jetzt gut ist und ob es für uns sinnvoll ist.
 
Das ist für mich ein Triggerthema.

Ich kann es nie fassen, dass Beamte so überbezahlt sind-.

73% Pension vpm letzten Gehalt, und wir Rentner ein paar 40% vom ganzen Leben.

Viele Arbeitnehmer haben keinen Cent übrig zum Anlegen am Monatsende.

Es ist eine Frechheit, dass man als Rentner nach 35 Jahren Arnbeit soviel wie nichts bekommt und n icht die Rente sich an den gezahlten Beitragsjahren orientiertz.

Unter 40 Jahren Arbeit kommt so gut wie keine Rente heraus.
 
Das AVD Depot steht allen Menschen offen, auch Beamten. Insofern ist das auch für mich persönlich eine Entscheidung ob ich das AVD nutzen möchte oder nicht.

Und du weist ja zurecht darauf hin, dass die Riester Rente schlecht konstruiert war. Deswegen finde ich umso wichtiger zu diskutieren ob dieses AVD jetzt gut ist und ob es für uns sinnvoll ist.
Wir halten uns , nach der Erfahrung mit Riester, fern davon.
Wir sind auch zu alt um noch damit anzufangen.
 
Ich sehe das als Honigfalle. Wir haben Allzeithoch, das höchste aller Zeiten und dann steigt man ein. Ich wette, wenn man in Rente geht, daß wir dann Crash haben und das Invest sich halbiert oder gedrittelt hat. Mal davon abgesehen, man denke nur an Riester. Hörte sich auch super an. Jedoch haben die Leute nicht jedes Jahr ein Papier ausgefüllt und abgeschickt, wodurch Riestern zur Lachnummer wurde. Zu guter Letzt kommen irgendwann neue Gesetze, dass Geld zusätzlich zu versteuern ist. Es ist doch jetzt schon so dank Abgeltungssteuer über 1/4 an den Staat geht. Darüber hinaus werden solche Depots dem Vermögen angerechnet. Wenn man mal Sozialfall wird, was ganz schnell durch Krankheit usw. passieren kann, dann heisst es Tschüss seitens des Staates und man kann alles kündigen und verbrauchen. Das funktioniert alles solange wie man selbst funktioniert. Ich sehe es so. Meine Eltern sind nach Renteneintritt krepiert. Mein Vater war mittellos, der bekam alles vom Staat bezahlt, war in einer Luxuseinrichtung, die 300 Euro am Tag gekostet hat. Meine Mutter hatte vor 30 Jahren in Grundstück besessen und für 5000 verkauft. konnte aber nicht nachweisen, wie sie die Kohle verbraucht hat. Die wollten ernsthaft Quittungen von Aldi von vor 10, 20 Jahren sehen, was sie dort jede Woche ausgegeben hat. Aus Mangel an Plausibilität Antrag abgelehnt. Sie bekam keine Hilfe, 0. Am besten hat man später nichts, dann wird einem geholfen.
 
Man darf nie vergessen, wenn der Staat dir was gibt, holt er sich das doppelt und dreifach zurück. Denke nur mal an die Corona Beihilfen. Ich kenne einige kleine Einzelhändler hier im Kaff, die jetzt am A. sind. Die haben sich nach Corona gerade mal so erholt, jetzt will Staat Geld zurück. Gleichzeitig nimmt man denen die Parkplätze für Fahrradwege und irgendeinen Quatsch weg, damit gar keine Kunden mehr kommen.
 
Man darf nie vergessen, wenn der Staat dir was gibt, holt er sich das doppelt und dreifach zurück. Denke nur mal an die Corona Beihilfen. Ich kenne einige kleine Einzelhändler hier im Kaff, die jetzt am A. sind. Die haben sich nach Corona gerade mal so erholt, jetzt will Staat Geld zurück. Gleichzeitig nimmt man denen die Parkplätze für Fahrradwege und irgendeinen Quatsch weg, damit gar keine Kunden mehr kommen.
An Corona habe ich bei deinem 1. Beitrag auch gleich gedacht.

Ein Kioskbesitzer hat mir erwzählt, dass er sein Leben löang für die Rente gespart hat und das jetzt alles verbrauchen musste bis er einen Cent Unterstützung vom Staat bekam.
 
Ich sehe das als Honigfalle. Wir haben Allzeithoch, das höchste aller Zeiten und dann steigt man ein. Ich wette, wenn man in Rente geht, daß wir dann Crash haben und das Invest sich halbiert oder gedrittelt hat.
In das AVD zahlt man über Jahre und Jahrzehnte als private Altersvorsorge ein. Ob sich zwischendurch mal durch einen Crash das angesparte Vermögen reduziert ist irrelevant. Die statistisch erwartbare Rendite sind rund 7%.
Auch deine Argumentation, dass wir ein Allzeithoch hätten, halte ich für irrelevant. Wer jetzt beginnt einzuzahlen, hat ja kaum was, das sich "halbieren" kann.
Darüber hinaus werden solche Depots dem Vermögen angerechnet. Wenn man mal Sozialfall wird, was ganz schnell durch Krankheit usw. passieren kann, dann heisst es Tschüss seitens des Staates und man kann alles kündigen und verbrauchen.
Das ist nicht korrekt. Der staatlich geförderte Teil des neuen Altersvorsorgedepots ist beim Bezug von Grundsicherungsgeld/Bürgergelds als Schonvermögen geschützt.
 
In das AVD zahlt man über Jahre und Jahrzehnte als private Altersvorsorge ein. Ob sich zwischendurch mal durch einen Crash das angesparte Vermögen reduziert ist irrelevant. Die statistisch erwartbare Rendite sind rund 7%.
Das haben sie bei Riester auch ausgerechnet. Gestimmt hat es mitnichten.
Der größte Scherz war - nach der Ansparphase - die geplante Überführung in einen Auszahlungsfonds - für schlappe 3500 Euro (!) - und wer weiß ob bei der neuen Regelung nicht auch wieder so eine Falle wartet , von der jetzt keiner spricht.
 

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