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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Zum Beispiel bei der Gestaltung seines Zimmers: welche Farbe die Wände haben sollen, wie er es einrichten möchte, welche Möbel oder Dekorationen ihm gefallen. Auch bei Dingen wie der Auswahl seiner Kleidung, der Gestaltung seines Schreibtisches, welche Hobbys er ausprobieren möchte, welche Ausflüge oder Unternehmungen wir machen, welche Filme wir gemeinsam schauen
Das klingt, als würde es sich um ein Kleinkind handeln und nicht um einen in spätestens drei Jahren Volljährigen. Schlimm.

Mit 16 geht man unter Umständen schon in eine Ausbildung.

Man kann einem Teenager schon verständlich machen, dass es wegen der Allergie nun mal nicht anders geht, aber ich hätte ihm halt eine Entschädigung als Wiedergutmachung angeboten. ZB ein eigener kleiner Welpe, den er sich aussuchen darf, oder ein Mofa.
Das ist ja genau so übel, ich hoffe sehr, du hast keine Tiere. Das ist ein geliebtes Lebewesen, das man doch nicht einfach gegen ein anderes oder einen Gegenstand „austauschen“ kann. Mir fehlen echt die Worte.

Und natürlich wäre es anders gegangen, wenn man nicht holterdipolter schon so schnell zusammengezogen wäre. Gerade mit Kindern muss man doch auch auf die Rücksicht nehmen und nicht das komplette Leben auf einmal umkrempeln. Und sowohl Sohn als Katze waren zuerst da!

Und für den Mann spricht es auch kein Stück, dass er zulässt, dass wegen ihm der Sohn der neuen Partnerin seine Katze hergeben muss. Ich habe z. B. auch eine Katzenallergie, deswegen würde ich aber niemals von einem neuen Partner erwarten, dass er seine Katzen abgibt. Da muss man eben eine andere Lösung finden, solange die Tiere leben. Oder es passt eben einfach nicht.
 
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Mit Fünfzehn ist man kein Kind mehr, das ist echt ein Hammer, hier hat jemand vermeldet, das tut man einem Teenie nicht an, ihm einen Mann für die Mama vorzusetzen. Gehts noch? Der fragt auch nicht, wenn er mit seiner Freundin auftaucht von einem Tag auf den anderen.

Das wird nie aufhören, dass Geschwister auftauchen, Scheidungen passieren, neue Partnerschaften gegründet werden, mit dem muss man zurechtkommen lernen, auch wenn das "schrecklich fies" ist für manche Gemüter. Man ist nicht alleine auf der Welt, andere haben auch Bedürfnisse.
Natürlich ist es das gute Recht von geschiedenen Eltern, sich neu zu verlieben und einen Partner zu haben.
Genauso wie mit neuen Geschwistern, niemand hat das Recht, als Einzelkind aufzuwachsen.

Aber gerade 15jährige Jugendliche sollte man in solche schwerwiegenden Neuerungen wie Umzug, Schulwechsel, Einziehen des neuen Partners und vor allem Haustiere zumindest mit einbeziehen, und auch ein paar Wünsche berücksichtigen, wenn es irgendwie geht.
Alle Wünsche des Kindes ignorieren und dafür noch Dankbarkeit einzufordern, das kann einfach nicht gutgehen...

Und daß der Junge vom leiblichen Vater ignoriert wird und in dessen Leben anscheinend nicht erwünscht ist, macht die Sache natürlich auch nicht besser, auch wenn die TE da nichts für kann.
Aber gerade deshalb sollte sie wirklich mehr Rücksicht auf den Jungen nehmen, und seine Bedürfnisse ernster nehmen...
 
Meine Tochter wollte in diesem Alter ihr Zimmer in quitschegrün haben. Wäre mir zuviel gewesen, aber es war ihr Zimmer.
Ja, schwarz ist erstmal heftig. Kann man jedoch mit vielen Bildern aufpeppen und dein Sohn muss sich in seinem wohl fühlen. Zur Not kann man Wände wieder überstreichen.
Was darf er ganz alleine entscheiden?
 
Zum Beispiel bei der Gestaltung seines Zimmers: welche Farbe die Wände haben sollen, wie er es einrichten möchte, welche Möbel oder Dekorationen ihm gefallen. Auch bei Dingen wie der Auswahl seiner Kleidung, der Gestaltung seines Schreibtisches, welche Hobbys er ausprobieren möchte, welche Ausflüge oder Unternehmungen wir machen, welche Filme wir gemeinsam schauen.
Na ja das sind Dinge die man auch einen 8 jährigen mitentscheiden lässt, nichts wichtiges was sein Leben entscheidend beeinflußt. Der Junge ist in 3 Jahren volljährig, da solltest du ihn nicht mehr wie einen Grundschüler behandeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitrag 311 hätte von mir sein können.
Hey ich bin auch erst 19 und dass ich 15 war ist quasi gestern gewesen. Dass dein Sohn in Rekordzeit und ohne eigene Entscheidungsmöglichkeit ein neues Leben übergestülpt bekommen hat - eine neue Familie, neue Schule, Kater weg (DAS SCHLIMMSTE!!!) und stattdessen neuer "Vater-Ersatz" mit Hund, bald eine kleine Schwester - dann auch noch Beratung/Therapie um ihm zu sagen, dass ER sich ändern muss... das alles wurde hier ja schon ausreichend kommentiert und ich stimme allen zu, die das auch nicht gut finden, wie du mit deinem Sohn umspringst.
Sorry aber ich wäre in dieser Situation durchgedreht!!

Was ich noch sagen wollte: Dein Sohn ist 15 und nicht 5!
Und bisher wart ihr 3 eine Familie: Du, er und der Kater.
Du behandelst ihn aber so als wäre er immer noch 5. Du entscheidest für ihn, du bestimmst sein ganzes Leben. Und er soll das alles mitmachen und gut finden, nur weil du es gut findest. Er ist aber nicht du! Und er ist alt genug, mitzureden, wenn es um SEINE Familie geht - die du auseinander gerissen hast, umgetauscht hast gegen ein Happy Family Bilderbuchleben, das aber wohl auch nicht so riesig toll ist. Also bitte, welcher "Neue" wird dem Stiefkind gegenüber mehrmals handgreiflich, gehts noch???
Und dann schreibst du, er könnte seinen weggegebenen Kater ja jederzeit besuchen - also irgendwie bist du echt schräg drauf. So ein Besuch würde mir persönlich jedesmal das Herz zerreißen!!!

Ach und dass er seine Möbel mit aussuchen darf, und über das Essen und über gemeinsame Wochenendaktivitäten mitbestimmen darf (was er ja sicher so richtig bombig findet, schön mit Mami und dem neuen Kerl in den Zoo oder was??), wow, wie großzügig... 🙄
Lass ihn doch einfach sein Ding machen, er hat Hobbys und Freunde! Er muss nicht mit deinen Freunden eure Hobbys ausleben!

Irgendwie lebst du an der Realität deines Sohnes absolut vorbei, aber du willst es offenbar nicht merken. Was ich richtig schlimm finde, ist dass du IHM dafür auch noch die Schuld gibst und sogar noch Dankbarkeit von ihm erwartest!
Was kommt als nächstes? Suchst du ihm eine Lehrstelle, suchst du seine künftige Ehefrau aus? 😵‍💫
 
Solange der Verlobte sich als Erziehungsberechtigter aufführen darf,
In einer Familie sollen Vater und Mutter gemeinsam entscheiden. Er ist aber nicht Vater und will auch erst nachdenken, ob er die Vaterrolle übernehmen will.
Bis dahin ist es tabu, dass er bei der Erziehung mitmacht. Ich kann dich ja verstehen, dass du Unterstützung brauchst. Aber, das Tempo eurer Beziehung inkl. gemeinsames Kind ist zu schnell. Dein Sohn hat ja nicht mal Zeit Luft zu holen.
Ihr schmeißt ihm Brocken hin, die er nehmen muss, ansonsten ist er undankbar.
Ihr hättet erstmal zu 3 euch finden müssen, aber nein, ein Baby musste ja auch noch schnell dazu kommen.
Warum nur diese Eile?
 
(...)

@Blauregen :
Du musst viel liegen und hast offensichtlich Zeit zum Lesen.
Hier im Forum schreibt ein junger Mann mit, der mit 15 versehentlich Vater wurde bzw. als das Baby kam, war er eben gerade 16.
Das ist genau das Alter deines Sohnes.
Dieser junge Mann geht so unfassbar erwachsen und reflektiert mit einer Problematik um, die weit jenseits einer Vier nach zuviel Zockerei ist.

Der ist auch Sohn einer alleinerziehenden Mutter. Alles, was er über seine Mutter erzählt, ist so auf liebevoller Augenhöhe, ich würde dir empfehlen, diesen Strang zu lesen.

Vielleicht bekommst du bei einem Fremden mehr einen Eindruck davon, dass 15jährige "richtige Menschen" sind und keine zu formenden Kleinkinder. (Wobei ich an die Formbarkeit von Kindern sowieso nicht glaube, davon abgesehen...aber du scheinst es zu glauben.)

Wenn du nach @colin suchst, findest du den Strang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn alle Stricke reissen, heißt Partner und Sohn kommen nicht zusammen, weil die Mutter ja zum Partner hält in allen Dingen, dann kann der Sohn auch in ein betreutes Wohnen. Das würde ihm wahrscheinlich sogar gut tun.
Nach meiner Einschätzung würde die Mutter das niemals zulassen. Ich habe ein déja-vu zu meiner Mutter, die auch immer "nur das Beste für mich wollte" und die mit sehr zweifelhaften und ungeeigneten, damals noch legitimen Erziehungsmethoden versucht hat, ihre antiquierte Meinung auf Biegen und Brechen durchzudrücken. Das triggert mich hier total und der Junge tut mir einfach nur leid.

Und zu diesem Vorgehen würde eben auch die Haltung passen, dass die Nachbarn bloß nicht mitbekommen dürften, was sich hinter den gutbürgerlichen Mauern abspielt. In meinem Fall wäre es einer offenen Kapitulation vor den geschätzten Nachbarn gleichgekomnen, mich in ein betreutes Wohnen zu geben - ehrlicherweise hätte ich das aber auch selber gar nicht gewollt, denn nicht selten geht es dort erst recht asozial und alles andere als heimelig zu. Internat hingegen hätte ich sofort gemacht; das war aber unbezahlbar.

M.E. müsste sich die TE völlig umkrempeln, damit der Sohn wieder zugewandter wird. Ob man so aus seiner Haut kann bezweifle ich. Meine Mutter geht auf die 90 zu und hat mit ihrer widerwärtigen und selbstgerechten Art, die Weisheit mit Löffeln gefressen und es immer nur gut gemeint zu haben, noch an vielen weiteren Stellen der Familie Porzellan zerschlagen.

Der Sohn hier will keine spießigen Erklärungen und Diskussionen. Er möchte das Gefühl, dass er in einer Familie ist, in der er geliebt und als Mensch wertgeschätzt wird - ganz unabhängig von seiner Leistung. Wie er das hier noch bekommen können sollte jetzt, wo die Geburt des Babys bevorsteht und sich ab dann erst recht alles um das Kleine dreht - keine Ahnung.

Wäre der leibliche Vater vielleicht noch eine Option? Es wäre schon wichtig, dass er einen sicheren Hafen hat. Der neue Mann, dem zugestanden wurde, Gewalt anzuwenden, ist hier sicherlich keine gute Option.
 
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