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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Ich muss deinen Beitrag kopieren, kann ihn nicht mehr zitieren.

"Nein, es ist nicht okay, aber es gab keine andere Möglichkeit. Wir haben wirklich nach anderen Lösungen gesucht.

Mein Sohn war beleidigt und traurig. Das spreche ich ihm auch nicht ab. Aber irgendwann sollte damit auch mal Schluss sein, und er sollte verstehen, dass wir es nicht aus Boshaftigkeit getan haben, sondern weil es keine anderen Optionen gab.
Es hätte die Option gegeben, mit dem Zusammenzug zu warten. Für deinen Sohn ist eben nicht Schluss damit.

Nein, es ist nicht in Ordnung. Mein Sohn war bei dem einen Zwischenfall wie erstarrt, beim zweiten hat er sich fast schon panisch losgerissen. Beide Male hat er sich danach eingeschlossen, einmal ist er über den Balkon abgehauen. Ich konnte in beiden Situationen nicht reagieren, weil sie bei mir großen Stress ausgelöst haben.
Wenn du in dem Moment nicht reagieren konntest, wäre eine Ansprache an deinen Freund und eine Aussprache zwischen euch Dreien dringend notwendig gewesen. Ist das geschehen? Hat dein Sohn die Gewissheit, dass das nicht noch einmal passiert? Ich kann mich schlecht da reindenken, weil hätte ein Mann versucht, meinen Sohn grob anzufassen, wäre er unverzüglich hochkant rausgeflogen.
Mütter, wie in deinem Fall, sollten ihre Kinder schützen, dann müssten Kinder nicht so viel Gewalt erfahren.


Er weiß, wie sehr ich ihn liebe.
Ich spreche dir nicht ab, dass du deinen Sohn liebst, bei deinem Sohn kommt das aber nicht mehr an, weil es nicht reicht, es zu sagen oder zu wissen, sondern weil dein Sohn deinen Schutz und Rückhalt braucht und deine uneingeschränkte Solidarität. Dein Sohn bleibt für immer, Partner kommen und gehen im ungünstigsten Fall.

Nein. Mein Sohn ist 15. Ich bin, wie gesagt, nicht seine Freundin, sondern seine Mutter und die Erwachsene. Das heißt, ich trage die Verantwortung, aber ich treffe auch die Entscheidungen.
Letztendlich triffst du die Entscheidungen, soweit richtig, das schließt aber nicht aus, dass du deinen Sohn in alle Entscheidungen mit einbeziehen hättest müssen, die sein Leben grundlegend verändern. Jetzt lese ich auch noch Schulwechsel. Ja, du trägst die Verantwortung, als Mutter voll und ganz hinter deinem Kind zu stehen.

Mein Sohn spricht kaum noch mit mir. Er antwortet nur einsilbig.
Wundert dich das wirklich? Er ist gerade dabei, sich innerlich von dir zu entfernen. Er musste jetzt erleben, dass er nicht wichtig ist, dass Entscheidungen für und nicht mit ihm getroffen wurden und werden. Ihm wurde mehrmals das Herz gebrochen. Nein, dann ist nicht irgendwann gut, nicht für ihn. Er hat Vertrauen verloren.

Ich vermute auch, dass er Drogen nimmt.
Auch hier trägst du Verantwortung und wirst kläglich scheitern, wenn du ihm Drogen verbietest. Warum? Du kommst jetzt nicht mehr an ihn ran. Sprichst du über deine Vermutung mit ihm oder lässt du es laufen?

Der Tenor ist hier eindeutig, du beharrst aber immer noch auf deiner Verantwortung und Entscheidungskraft. Bei mir entsteht der Eindruck, du bist gerade dabei, deinen Sohn zu verlieren. Er hat sicher auch angst davor, was als nächstes für ihn entschieden wird, was sich ändern könnte, ob dein Freund ihn nochmal bedrängt, ob du als Mutter für ihn noch präsent bist, was da noch kommt.

Hier wurde schon alles gesagt und ich merke, dass du dich kein Stück bewegst (habe evtl. nicht alles gelesen). Ich würde mich als Mutter fragen, was kann ich jetzt sofort tun, um das Vertrauen meines Kindes zurückzugewinnen. Wo liegt mein Anteil, dass mein Kind nicht glücklich ist? Habe ich Entscheidungen getroffen, die ihm schaden? Was wünscht sich mein Sohn von mir? Jetzt besteht ggf. noch die Möglichkeit, dass ihr einen Weg findet. Den großen Brocken der Arbeit sehe ich da bei dir.
 
„Lass mich in Ruhe, Mama.“

Klingt noch nicht gehässig, eher genervt, ggg...

Meinen Enkel habe ich befragt, wie ist das... wenn ihr Kampf habt...
Er hat überlegt und dann gemeint, am besten schickt ihr mich dann ins Zimmer und wartet ab, bis ich mich wieder be-ruhig- t habe.

Man hat doch immer wieder solche Momente, wo alles glatt ist, bei solchen kann man zusammen!!!( er hat ganz bestimmt gute Lösungen für euch!!!) überlegen, wie man die Hausordnung neu aufstellt jetzt und wie er es lieben würde.
 
Danke für die Antwort. Durch unseren Umzug ergab sich die Möglichkeit eines Schulwechsels. Der Weg zur alten Schule wäre jeden Tag einfach zu lang gewesen. Durch die Unterstützung meines Verlobten hatten wir außerdem die Möglichkeit, dass mein Sohn eine Privatschule besuchen kann. Nach längeren Diskussionen hat mein Sohn es schließlich auch eingesehen.
Also hat er auch noch sein schulisches Umfeld und die vertraute Wohnung verloren? Das wird ja immer schlimmer. Für ihn ist in kürzester Zeit das gesamte Leben zusammengebrochen und du wunderst dich, was mit ihm nicht stimmt. Es ist ein Wunder, dass er nicht deutlich krassere Probleme macht als das bisschen, was du erwähnst.

Was heißt "nach längeren Diskussionen hat er es eingesehen"? Hat er es eingesehen oder hat er irgendwann die Gegenwehr aufgegeben, weil ihm bewusst wurde, dass seine Meinung sowieso nicht zählt?

Du redest immer wieder davon, dass dein Sohn begreifen muss, dass die Welt sich nicht um ihn dreht und er sich in die Familie einfügen muss. Gleichzeitig verhältst du dich - aus seiner Sicht - selbst wie die egoistischste Axt im Walde und krempelst ohne einen Hauch von Rücksicht auf seine Belange einfach mal sein komplettes Leben um, zum Nachteil von ihm.

Und dass "irgendwann mal gut damit sein muss", dass er um seine Katze trauert ... Ohne Worte.

Der Junge tut mir leid.
 
Mit Fünfzehn ist man kein Kind mehr, das ist echt ein Hammer, hier hat jemand vermeldet, das tut man einem Teenie nicht an, ihm einen Mann für die Mama vorzusetzen. Gehts noch? Der fragt auch nicht, wenn er mit seiner Freundin auftaucht von einem Tag auf den anderen.

Das wird nie aufhören, dass Geschwister auftauchen, Scheidungen passieren, neue Partnerschaften gegründet werden, mit dem muss man zurechtkommen lernen, auch wenn das "schrecklich fies" ist für manche Gemüter. Man ist nicht alleine auf der Welt, andere haben auch Bedürfnisse.
 
Wegen deinem Partner musste die Katze weichen, das Seelentier deines Sohnes.
Unverzeihlich

Wieso hat dein Partner nicht seinen Hund abgegeben?

Es ist nicht respektlos, dass dein Sohn vom Balkon geflohen ist.
Es ist respektlos, dass dein Partner deinen Sohn an die Wand gedrückt hat.

Anstatt von deinem Sohn dieses und jenes zu erwarten, solltest du von deinem Partner erwarten sich erwachsen und reif und respektvoll deinem Sohn gegenüber zu benehmen.
Vorbild Funktion ist da 0.
 
Zumal unter den Vorzeichen und so unbeherrscht wie dein Verlobter zu sein scheint.
Dein Sohn wurde von ihm angegriffen. Warum soll er auf dem Zimmer bleiben und darauf warten, dass der Angreifer vor der Tür hockt? Ich finde es völlig verständlich, dass er da geflohen ist. Das Wort passt besser als abgehauen.

Alles Gute!
Mein Wunsch war, dass sie irgendwann eine respektvolle Beziehung zueinander aufbauen können.
Dass die Situation eskaliert ist, war für alle Beteiligten schlimm. Ich sehe auch, dass mein Verlobter als Erwachsener eine besondere Verantwortung trägt und sein Verhalten reflektieren muss. Trotzdem finde ich, dass man die gesamte Situation betrachten muss. Mein Sohn hat ihn zuerst geschubst, und danach ist die Situation hochgekocht. Dass er sich verletzt oder wütend gefühlt hat, verstehe ich. Aber auch sein eigenes Verhalten und seine Entscheidungen danach gehören zur Geschichte dazu.
Ich möchte weder meinen Sohn als Schuldigen darstellen noch meinen Verlobten blind verteidigen. Danke.

Wird ja immer besser.... der Arme musste auch noch die Schule wechseln und damit sein vertrautes Umfeld komplett aufgeben. Und dafür soll er auch noch dankbar sein, weil die Privatschule von euch bezahlt wird?

Sorry, ich bleibe dabei, das Zusammenziehen hätte warten können bis zum Schulabschluss des Sohnes und die Familiengründung mit dem neuen Partner kommt für den Sohm ebenfalls zur Unzeit.

Ihr hättet euch treffen können und mal gegenseitig übernachten. Dein Sohn ist alt genug, dass du ihn mal über Nacht alleine lassen kannst.

Das mit der Katze kannst du dir schönreden wie du willst. Es wäre nicht nötig gewesen, sie weg zu geben. Die Lösung wäre gewesen vorerst die zwei Wohnungen zu behalten und auch noch keinen gemeinsamen Nachwuchs zu planen.
Ich akzeptiere, dass du manche Entscheidungen anders getroffen hättest. Aber es ist nicht so, dass ich meinen Sohn einfach beiseitegeschoben habe. Ich habe versucht, eine Familie aufzubauen, in der auch er seinen Platz hat.

Er ist aber keine Investition, sondern ein Kind.
Und das siehst Du nicht.
Wenn Du willst, dass es ihm gut geht, dann siehst Du ihn nicht als Leistungsträger.
Ich finde es schade, wenn meine Sorge und mein Bemühen so interpretiert werden, als würde ich meinen Sohn nicht als Kind sehen.


Für dich ist "unsere Familie" hauptsächlich dein Verlobter und das Baby. Für deinen Sohn ist er ein fremder Mann, den er nicht leiden kann.

Dein Sohn soll sich gefälligst anpassen und Leistung bringen.

Das kann nicht funktionieren.
Ich sehe das anders. „Unsere Familie“ bedeutet für mich nicht nur meinen Verlobten und das Baby. Mein Sohn gehört selbstverständlich dazu.
Ich verstehe, dass mein Verlobter für ihn anfangs ein fremder Mensch war und dass es Zeit braucht, eine Beziehung aufzubauen.
Aber eine Familie funktioniert auch nicht, wenn ein einzelnes Familienmitglied dauerhaft alles ablehnt und alle anderen sich ausschließlich danach richten müssen. Es braucht Verständnis und Anpassung von allen Seiten.
Zum Erwachsenwerden auch dazu, mit Veränderungen umzugehen und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.
 
Mit Fünfzehn ist man kein Kind mehr, das ist echt ein Hammer, hier hat jemand vermeldet, das tut man einem Teenie nicht an, ihm einen Mann für die Mama vorzusetzen. Gehts noch? Der fragt auch nicht, wenn er mit seiner Freundin auftaucht von einem Tag auf den anderen.
Aber wenn Mamas neuer Mann dann die Vaterfigur demonstrieren will, dann ist der Teenie wieder Kind?!
 
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