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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Danke für diese Rückmeldung. Kritik und kritische Fragen sind wichtig und ich bin bereit, mich damit auseinanderzusetzen.
Was für mich schwierig ist, sind persönliche Angriffe, Unterstellungen oder Beleidigungen. Das bringt mich nicht weiter und hilft auch nicht dabei, die Situation meines Sohnes besser zu verstehen.

Ich sehe, dass in den letzten Jahren für meinen Sohn viele Veränderungen zusammengekommen sind. Ich habe vieles davon aus meiner erwachsenen Perspektive betrachtet: den Umzug, die Schule, die Partnerschaft, die Schwangerschaft und die damit verbundenen Entscheidungen. Dabei habe ich vielleicht nicht immer ausreichend gesehen, wie sich diese Veränderungen aus seiner Sicht angefühlt haben und was sie ihm an Sicherheit genommen haben könnten.
Der ausgefallene Kurzurlaub tut mir besonders leid, weil er eigentlich als gemeinsame Zeit für uns geplant war. Dass er nun aufgrund meiner Schwangerschaft nicht stattfinden konnte, war nicht meine Entscheidung gegen ihn, aber ich verstehe, dass es sich für ihn trotzdem wie ein weiterer Verlust anfühlen kann.

Nein.

Ich bin in sehr ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und habe tatsächlich einen großen Teil meiner Freizeit mit Lernen verbracht, weil mir bewusst war, dass Bildung für meine Zukunft wichtig ist.

Ein Erwachsener trägt eine andere Verantwortung und muss in einer Konfliktsituation anders reagieren. Das stelle ich nicht infrage. Trotzdem gehört für mich zur gesamten Situation auch, dass Konflikte nicht körperlich gelöst werden dürfen, weder von einem Erwachsenen noch von einem Jugendlichen.

Danke für deine ausführlichen Gedanken und die konkreten Vorschläge. Ich finde es hilfreich, dass du nicht nur beschreibst, was aus deiner Sicht falsch gelaufen ist, sondern auch Ideen gibst, was ich jetzt anders machen könnte. Ich nehme mit, dass ein Gespräch mit meinem Sohn nicht daraus bestehen sollte, meine Entscheidungen zu erklären oder zu rechtfertigen, sondern erstmal zuzuhören und zu verstehen, wie er die letzten Monate erlebt hat.
Ich werde auch darüber nachdenken, welche Dinge ich anders hätte machen können und wo ich Verantwortung übernehmen muss. Gerade das Thema Vertrauen und die Situationen mit meinem Verlobten sind Punkte, die ich nicht einfach wegschieben möchte.
Es geht mir nicht darum, meinen Sohn zu bestrafen oder zu kontrollieren. Hinter manchen Entscheidungen standen Sorgen und der Wunsch, ihn zu unterstützen. Aber ich sehe, dass die Art und Weise, wie manches umgesetzt wurde, bei ihm möglicherweise etwas anderes ausgelöst hat.
Ja, aber dein Sohn ist nicht deine Verlängerung, das ist ein selbständiger Mensch. Dir ist wichtig, dass er sehr gut in der Schule ist, für das Lernen sperrst du ihn ein und strafst ihn ab bei einer 4. Sprich doch mal mit einem Vertrauenslehrer der Schule, wie sich dein Sohn macht. Ganz ohne Vorwürfe.

Du bist im Rechtfertigungsmodus, aber du überzeugst nicht, dass du einsichtig bist.

Wenn alle Stricke reissen, heißt Partner und Sohn kommen nicht zusammen, weil die Mutter ja zum Partner hält in allen Dingen, dann kann der Sohn auch in ein betreutes Wohnen. Das würde ihm wahrscheinlich sogar gut tun. Zwang, Strafe, Druck auf Dauer und die Erkenntnis, dass er in der Nahrungskette ganz unten ist und auch keine Fürsprecher hat, wird ihn mehr in die Rebellion oder Resignation treiben.
 
....dann kann der Sohn auch in ein betreutes Wohnen. Das würde ihm wahrscheinlich sogar gut tun. Zwang, Strafe, Druck auf Dauer und die Erkenntnis, dass er in der Nahrungskette ganz unten ist und auch keine Fürsprecher hat, wird ihn mehr in die Rebellion oder Resignation treiben.

Na ja, in erster Linie soll geschaut werden, dass sich ein Familienleben etabliert mit dem alle können.

Es ist jetzt halt ein bisschen viel für alle Beteiligten - vor allem für den Sohn. Ihn auch noch in ein betreutes Wohnen abzuschieben ist, für meine Begriffe, nicht der richtige Weg.
 
@Blauregen Ich sehe, dass du dir viele Gedanken machst und Dinge nun anders siehst und im Umgang mit deinem Sohn anders machen möchtest, was wirklich gut ist.

Meine Gedanken zu einigen Punkten, wenn du möchtest:

Der Kater. Das hast du vollumfänglich verkackt und du kannst es nicht wieder gutmachen, das ist durch. Mein Vorschlag: Entschuldige dich von ganzem Herzen bei deinem Sohn und bitte ihn um Verzeihung - wenn ihm das möglich ist und erst dann, wenn er soweit ist. Keine Erklärungen oder Ausflüchte deinerseits, nur eine Entschuldigung. Und halte alles aus, was er dazu zu sagen hat, wenn er überhaupt etwas sagt, das muss er nämlich nicht.

Eure Kommunikation. Ich glaube nicht, dass ihr, Stand jetzt, ohne Hilfe von außen miteinander reden könnt. Dein Sohn vertraut und glaubt dir nicht mehr, warum sollte er mit dir reden. Holt euch Hilfe, ihr beide, und redet moderiert miteinander - wenn dein Sohn das noch will. Frage ihn, bitte darum, dass er mitkommt und sage ihm, warum es DIR wichtig ist, dass euer Verhältnis wieder gut wird.

Die 2 gegen 1 Situation. Merkst du, dass du mit deinem neuen Partner ein Bollwerk gegen deinen Sohn darstellst? Du sprichst immer davon, was "ihr" entschieden habt, was für "euch" wichtig ist, sprichst von "uns" - meinst damit jedoch nicht, wie 13 Jahre lang, dich und deinen Sohn, sondern dich und deinen neuen Mann. Kannst du erkennen, wie sehr das deinen Sohn ausschließt?

Dein Sohn. Er braucht dringend jemanden, mit dem er vertraulich sprechen kann, denn du bist das nicht mehr. Das muss nun wirklich kein Therapeut sein, suche eine Beratungsstelle für Jugendliche, er muss! über diese Situation mit jemandem reden, der ihn hört, nur für ihn da ist und an seiner Seite steht.

Und du selbst brauchst dringend Erziehungsberatung - nicht, weil mit deinem Sohn etwas nicht stimmt, der ist okay. Sondern weil du selbst ein Korrektiv brauchst, jemanden, der dir von außen klarmacht, was da alles falsch oder zumindest fragwürdig gelaufen ist und wie du handeln kannst und musst, damit dir dein Sohn nicht noch weiter entgleitet. Und bei diesen Gesprächen hat dein Partner nichts zu suchen, der hat sich aus der Erziehung deines Sohnes komplett rauszuhalten und auch nicht als dein Erfüllungsgehilfe zu agieren.

Alles Gute, ich wünsche euch sehr, dass ihr (du und dein Sohn), die Kurve noch bekommt.
 
Dein Sohn war schon vor deinem Verlobten der Mensch, der er heute ist, nur seine Hormone spielen gerade etwas verrückt. Frag dich daher ehrlich: Was hat sich wirklich verändert, dass ihr beide den Zugang zueinander verloren habt?

Ich sehe da nur eine Ursache: Dein Verlobter ist in euer Leben gekommen. Dein Sohn und du wart früher ein Team und habt vieles gemeinsam getragen. Jetzt hat er vielleicht das Gefühl, nur noch an zweiter Stelle zu stehen. Dieses Gefühl kann sehr verletzend sein und erklärt viele der Konflikte, die gerade entstehen.

Hat dein Verlobter jemals ernsthaft versucht, eine Beziehung zu deinem Sohn aufzubauen, nicht als Vaterersatz, sondern als Freund?

Mit 15 Jahren braucht dein Sohn keinen neuen Vater. Diese Zeit ist längst vorbei. Was er vielleicht braucht, ist ein Freund, der ihn versteht, ihm zuhört, gemeinsame Interessen mit ihm teilt und ihm das Gefühl gibt, weiterhin wichtig zu sein. Und auch nur, wenn er das möchte.

Versetze dich einmal in die Lage deines Sohnes: Ihr drei baut gerade eine neue Familie auf und er bekommt möglicherweise das Gefühl, keinen richtigen Platz mehr darin zu haben. Dazu kommt, dass ihm etwas genommen wurde, das für ihn offenbar sehr wichtig war: Sein Kater. Für einen Jugendlichen kann so ein Verlust extrem schlimm sein.

(Übrigens gibt es spezielles Katzenfutter, das dabei helfen soll, Allergene im Speichel der Katze zu reduzieren. Vielleicht wäre es zumindest einen Versuch wert gewesen, bevor eine so wichtige Bindung für deinen Sohn verloren geht.)

Hattest du denn versucht, den Kater wenigstens bei Verwandten oder Freunden unterzubringen, sodass dein Sohn ihn weiterhin hätte besuchen können? Das hätte ihm vielleicht geholfen, mit der Situation besser umzugehen bzw. den Kater später wieder zu sich zu holen, wenn er eine eigene Wohnung gehabt hätte.

Unternehmt mal wieder etwas zu zweit. Auch wenn die Schwester da ist, darf er ruhig einen festen Termin in der Woche mit seiner Mama haben, an dem ihr etwas gemeinsam macht, was ihr früher gerne zusammen gemacht habt. Er braucht wahrscheinlich das Gefühl, dass er für dich wichtig ist und seinen Platz bei dir nicht verloren hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Erinnerung:
Ihr Verlobter ist handgreiflich ihrem Sohn gegenüber geworden und dieser hat jetzt panische Angst vor ihm.

Die TE sollte sich eine eigene Wohnung für sich, ihrem Sohn, Baby und Kater suchen und die Verlobung lösen-

Aber, liebe TE:

Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall.
Die beiden sind sich nach dem Vorfall einige Tage bewusst aus dem Weg gegangen.
Dass mein Sohn heute panische Angst vor meinem Verlobten hat, kann ich so nicht bestätigen. Zumindest wirkt es auf mich nicht so.

Du solltest den Rucksack und seine Sachen nicht durchsuchen, da gibt es auch keinen Mittelweg. Wenn du ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm hättest und ihr gut miteinander reden könntest, wüsstest du was in seinem Leben los ist, ohne Kontrollmaßnahmen.
Ich sehe da ehrlich gesagt etwas schwarz sowas nun aufzubauen, da schon in einem Monat das Baby kommt und du dann wahrscheinlich weder Zeit noch Nerven hast dich viel mit dem Sohn zu beschäftigen oder regelmäßig eine Familientherapie zu machen. Wie ist das geplant du bist mit dem Baby zu Hause , dein Mann geht arbeiten, der Sohn muss Rücksicht nehmen, wenn das Baby schläft usw. Ich sehe leider für den Sohn keine gute Perspektive für seine Lebensumstände zu Hause. Er wird sich vielleicht noch weiter zurückziehen und außer Haus sein wollen.
In den ersten Wochen nach der Geburt wird die Mutter meines Verlobten bei uns wohnen und uns im Alltag unterstützen. Ich hoffe, dass dadurch auch Zeit für meinen Sohn bleibt und nicht alles nur noch vom Baby bestimmt wird. Das ist mir wichtig.
Du bist im Rechtfertigungsmodus, aber du überzeugst nicht, dass du einsichtig bist.
Ich muss hier niemanden überzeugen. Ihr kennt mich nicht und ich sehe keinen Sinn darin, etwas zu schreiben, nur damit es besser ankommt. Ich versuche, ehrlich zu antworten und das zu schildern, wie ich es erlebt habe. Ob mir das jeder glaubt oder zustimmt, kann ich nicht beeinflussen.
 
Tatsächlich hatten mein Sohn und ich einen Kurzurlaub nur für uns beide geplant. Leider kann ich diesen aufgrund der Schwangerschaft aktuell nicht antreten, da ich mich schonen muss und das Bett nicht verlassen darf.
Schade, dass das nicht klappt.
Und wenn das Baby da ist, wird das wahrscheinlich nicht einfach sein.
Vielleicht fragst du ihn mal, was er sich statt dessen wünschen würde?
Vielleicht zeigst du ihm mal Vertrauen und er darf mal mit Freunden verreisen, einen fern wohnenden Verwandten besuchen o.Ä..?
Besser wäre Zeit zusammen zu verbringen, aber so bekäme er mal ein bisschen Luft....

Für deine Schwangerschaft wünsche ich dir alles Gute!
Pass auf dich auf!
 
In den ersten Wochen nach der Geburt wird die Mutter meines Verlobten bei uns wohnen und uns im Alltag unterstützen. Ich hoffe, dass dadurch auch Zeit für meinen Sohn bleibt und nicht alles nur noch vom Baby bestimmt wird. Das ist mir wichtig.
Versteht sich dein Sohn mit der Mutter deines Verlobten?

Könnte dein Sohn unabhängig davon vielleicht hin und wieder in die alte Heimat fahren und evtl für ein Wochenende bei einem seiner Freunde bleiben? Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Highlight für ihn wäre.
 
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