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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Für weitere Antworten geschlossen.
Wir haben hier im Forum immer wieder Threads von verzweifelten Eltern, die ratlos sind warum ihre Kinder den Kontakt zu ihnen reduzieren oder abbrechen. Mich würde nicht wundern, wenn du in spätestens drei Jahren die nächste bist, die nicht verstehen kann warum ihr Sohn sich nicht mehr meldet. Wäre ihm jedenfalls wirklich zu wünschen, dass er es schafft sich zu lösen und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche ernst zu nehmen.
 
Ich glaube dir, dass du deinen Sohn liebst. Aber er glaubt dir das verständlicherweise wohl nicht.

Du gibst seinen Kater weg und fragst ihn HINTERHER, wie es ihm damit geht und stellst erstaunt fest, es hat ihn mehr getroffen, als du DACHTEST. Warum fragst du ihn das denn nicht VORHER? Du holst einen Mann ins Haus, der sich ja offensichtlich als Erziehungsberechtigter begreift, sonst würde er sich in DEINEN Konflikt mit deinem Sohn nicht einmischen und er stellt sich ihm physisch in den Weg. Signalisiert so ganz klar, er wird nicht davor zurückschrecken, ihn anzufassen und festzuhalten. Ein "Typ", wegen dem sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wurde, baut sich vor ihm auf.

Eine Mutter, die ihn sanktioniert wie ein Kleinkind, statt mit ihm über Lösungen zu reden wie es mit 15 schon möglich ist. Du ziehst deinen Stiefel durch und für ihn ist null Platz, seine Bedürfnisse berücksichtigt zu sehen. Er hat zu funktionieren, auch wenn du ihn sinnloserweise nach deinen Aktionen nach seinem Empfinden fragst, obwohl du in keinster Weise gewillt bist, rückwirkend darauf einzugehen.

Ne, du. Von irgendwoher wird dein Verhalten wohl kommen, aber es ist deine Aufgabe, diese Muster anzusehen und aufzuarbeiten, nicht seine, keine eigene Person sein zu dürfen.

Wenn du weiter so agierst, ist die Wahrscheinlichkeit, deinen Sohn zu verlieren, hoch. Wenn du das wirklich nicht willst, dann ist es Zeit, in den Spiegel zu schauen.
 
Vor wichtigen Klassenarbeiten darf er am Wochenende nicht raus, damit er sich auf die Schule konzentrieren kann. Das hat er aber gut akzeptiert und versteht auch, warum diese Regel gilt.
Vor Klassenarbeiten hat er im Prinzip auch Stubenarrest? Und das hat er verstanden und akzeptiert? Er hat ja keine andere Möglichkeit, als das zu "akzeptieren". Du hast ihm ja kein Zeitfenster genannt, z.B. vormittags lernst du und nachmittags ist Freizeit.

Du willst ihm damit zum Lernen zwingen ... funktioniert nicht, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. In meinem Elternhaus (Lehrer) ging alles nur um Leistung. Zum Stubenarrest gab es allerdings immer noch ein Arschvoll bei schlechter Note (ab einer 4). Meine "Waffe" war: Nicht lernen!

Mein Sohn hat sich nach mehrmaliger Aufforderung entschuldigt. Daraufhin hat sich auch mein Verlobter bei ihm entschuldigt.
Warum musste er sich als Erster entschuldigen? Dein Sohn ist 15, dein Verlobter ja wohl deutlich älter, da würde ich annehmen, dass der Ältere sein Fehlverhalten zuerst bittet, das zu entschuldigen. Die Beiden befinden sich nicht auf Augenhöhe!

Die Privatschule war eine Entscheidung, die wir getroffen haben, weil wir dachten, dass es für ihn gut ist. Vielleicht war es nicht das, was er sich ausgesucht hätte, das nehme ich ernst.
Alles wurde von dir (und deinem Verlobten) entschieden unter dem Deckmantel "Wir meinen es doch nur gut".
  • Kater weg
  • Umzug, Freunde weg
  • Schulwechsel, Freunde weg
  • Kontrolle im Kinderzimmer und Rucksack
  • bei "Fehlverhalten" sofortige Sanktionen (z.B. Stubenarrest)
Warum wurde er nicht von Anfang an mit einbezogen? Und sagt jetzt bitte nicht, das haben wir ja und in seinem Sinne entschieden. Ich sehe keine einzige Entscheidung, wo mal die Bedürfnisse deines Sohnes berücksichtigt wurde. Und bei all dem erwartest du noch Dankbarkeit und Respekt?

Er weiß auch, dass es bei uns gelegentlich Rucksack- und Zimmerkontrollen gibt.
Ihr kontrolliert sein Zimmer und seine Sachen? Genau solche Sachen zeigen deinem Sohn, dass du ihm keinen Millimeter vertraust. Es wird über seinem Kopf hinweg alles beschlossen und dann wird er noch kontrolliert, wenn er bockig reagiert. Er wird doch nie gehört!!!

Er bekommt Verständnis für Dinge, die ihm schwerfallen. Zum Beispiel bei seinen nachlassenden Leistungen im Sport.
Du verstehst nicht, dass dein Sohn mit 15 Jahren einen eigenen Willen hat. Vielleicht macht ihm der Vereinssport keinen Spaß mehr, vielleicht gab es mal Vorfälle, die du gar nicht weiß? Sollte es so sein, wundert es mich nicht, wenn er nichts davon berichtet. Ist doch eh egal, was er macht, macht er falsch. Du legt die Grundsätze eines Erwachsenen an ihn, er ist aber noch nicht erwachsen.
Es ging darum, dass mein Sohn aufgrund einer schlechten Note nicht mit seinen Freunden skaten gehen sollte. Er wollte trotzdem gehen und hat versucht, sich darüber hinwegzusetzen. Mein Verlobter hat sich ihm in den Weg gestellt, um das zu verhindern.
Ja, weil diese Massnahme in seinen Augen unsinnig ist und er damit nicht einverstanden ist. Es wäre viel sinnvoller gewesen, in einem ruhigen Gespräch zu erörtern, wie diese eine schlechte Leistung wieder aufgeholt werden kann, ohne Sanktionen auszusprechen.
Dass er sich an Absprachen hält, erwarte ich unabhängig davon, wer sie ausspricht. Im konkreten Fall hat mein Verlobter versucht, ihn daran zu hindern, das Haus zu verlassen, obwohl klar war, dass er an diesem Tag nicht zum Skaten gehen sollte.
Es gab KEINE Absprache. Absprachen sind Vereinbarungen, wo beide Parteien sich über eine Lösung einigen und sich die Hand drauf geben. Hier ist es der Versuch, deinen Sohn zu etwas zu zwingen, was DU willst. "Ich bin die Mutter und es wird gemacht, was ich sage. Du schreibst eine schlechte Note und ich zwinge dich mit dem Hausarrest dazu, dass du lernst."

Meine Güte, dein Sohn ist 15, glaubst du wirklich, dass du ihn mit solchen Maßnahmen zur Übernahme von Verantwortung zwingst? Nein, denn die Einsicht dazu gelingt ganz sicher nicht mit Zwang oder Sanktionen.

Und warum geht dein Verlobter dazwischen? Er hat sich da komplett rauszuhalten, ganz einfach.

Er wollte verhindern, dass mein Sohn trotz der vorher getroffenen Abmachung einfach das Haus verlässt.
Dein Verlobter tut mit solchen Dingen genau das, was du nicht willst. Abneigung und Gegenwehr ist das Einzige, was dadurch bei deinem Sohn erreicht wird. Hausarrest bei einem 15-Jährigen ist für mich maßlos übetrieben und auch nicht mehr zeitgemäß. Wenn du willst, dass er Verantwortung übernimmt, dann freiwillig, Zwang sorgt nur fürs Gegenteil.
Deshalb ging es bei der Konsequenz nicht darum, Macht zu demonstrieren oder ihn zu bestrafen, sondern darum, ihm zu vermitteln, dass Freizeit auch Verantwortung voraussetzt. Wenn man sich bewusst gegen das Lernen entscheidet, muss man auch mit den Folgen rechnen.
Doch, es geht hier auch um Macht. Dein Wort ist mehr wert als sein Wort. Deine Bedürfnisse wiegen schwerer als seine Bedürfnisse. Du willst, dass er sich wie ein verantwortungsbewusster Erwachsener benimmt, behandelst ihn aber wie ein Kind. Das passt alles nicht zusammen.

Es ging nicht darum, ihn festzuhalten oder ihm etwas anzutun, sondern darum, ihn daran zu hindern, trotz einer klaren Absprache einfach zu gehen.
Doch, er wurde festgehalten und ihr beiden Erwachsene wart euch euer Machtdemonstration auch bewusst. Eine Absprache hätte zu dem Zeitpunkt eher so ausgesehen, dass ihr einseht, dass Hausarrest und sich vor ihm aufbauen und ihn hindern nicht der richtige Weg war. Ihr hättet ihn ziehen lassen sollen und vereinbaren, dass du dich mit ihm zum Punkt X hinsetzt und über die verschieden Bedürfnisse sprecht und dann echte Vereinbarungen trefft, wobei der Sohn da auch Vorschläge machen sollte.

Es war eine Entscheidung von mir als Mutter, weil ich der Meinung war, dass sein Verhalten, nicht zu lernen, obwohl er Zeit dafür gehabt hätte, eine Konsequenz haben sollte.
Die Konsequenz ist also immer Strafe? Eine echte Konsequenz wäre, wenn er sitzen bleibt und sich ein weiteres Jahr mit Schule befassen muss, während seine Kumpels bereits Richtung Ausbildung/Studium wandern. Du verlangst Verständnis von ihm, warum hast du kein Verständnis für deinen Sohn?

Seine ganze sichere Umgebung wurde ihm genommen, er ist komplett haltlos. Dann gab es zwei körperliche Konfrontationen durch deinen Verlobten. Da ist es irrelevant, ob er vorher geschubst hat. Und sein nächtlicher Ausflug vom Balkon wird ja auch wieder Konsequenzen gehabt haben. Also deine Konsequenzen, nicht seine. Dein Sohn brüllt so laut um Hilfe und um"gesehen werden", aber du hörst nur Stille.

Und verstehe bitte, Zwang oder Sanktionen haben noch nie einen Pupertier zum Lernen gebracht. Du verlangst Respekt, gibst aber selbst keinen. Dein Sohn hat ständig nur zu akzeptieren und wenn sich Widerwillen regt, wird er körperlich angegangen. So entwickelt sich kein Vertrauen, so verlierst du nur noch das bisschen Vertrauen, was noch da ist. Hör doch endlich deinem Kind zu!

Und zum Thema Hausarrest: Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
Nachzulesen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausarrest

Es liegt alleine an dir, wie sich zukünftig dein Verhältnis zum Sohn entwickelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich gesagt, hätte ich bei den Maßnahmen, eingesperrt zum Lernen ohne Möglichkeit für einen Ausgleich, was ich by the way unsinnig und fahrlässig finde, sehr schnell rebelliert.

Hast du ihn gezwungen, sich zu entschuldigen? Dann bekommt er kein Essen oder er hat Hausarrest bis zum Sanktnimmerleinstag? Wie kommst du auf solche bescheuerten, schädlichen Erziehungsmethoden. Dein Partner sollte sich raushalten.
 
Wir haben hier im Forum immer wieder Threads von verzweifelten Eltern, die ratlos sind warum ihre Kinder den Kontakt zu ihnen reduzieren oder abbrechen. Mich würde nicht wundern, wenn du in spätestens drei Jahren die nächste bist, die nicht verstehen kann warum ihr Sohn sich nicht mehr meldet. Wäre ihm jedenfalls wirklich zu wünschen, dass er es schafft sich zu lösen und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche ernst zu nehmen.
Ja
 
Warum bist du so von deinem Verlobten abhängig?
Nach 2 Jahren kannst du diesen Mann nicht kennen, ordnest aber dein ganzes Leben unter. Dein Sohn muss funktionieren.
Heile Familie, egal was es kostet?
Biologische Uhr, Angst immer alleine zu bleiben?
Ich hoffe, dass euer gemeinsames Kind absolut pflegeleicht ist.
Therapie ist gut.
 
Hier geht es nicht weiter. TE, du hast dich scheinbar an mehrere Foren gewandt, weil DU mit deinem Sohn nicht mehr weiter weißt und nicht um Fremde davon zu überzeugen, dass du alles richtig machst und alles bleibt, wie es ist. Du kannst nur profitieren, wenn du hier etwas mitnimmst und bei dir selbst etwas änderst. Deinen Sohn ändern wir hier nicht. Wie auch.
 
Am befremdlichsten ist für Außenstehende wahrscheinlich, dass du dich gar nicht in deinen Sohn hineinversetzen kannst und kaum Empathie zeigst, viel von ihm forderst und mit Strafen agierst.
Daher bekommst du in jedem Forum viele negative Rückmeldungen.
Du sagst du liebst deinen Sohn , aber Liebe muss man dem Kind auch zeigen,und zwar nicht durch materielles.
Ich hoffe du kannst in der Therapie lernen, deine Erziehung ernsthaft zu hinterfragen und dich nicht nur zu rechtfertigen. Auch deinem 2. Kind würde das zu Gute kommen
 
Warum bist du so von deinem Verlobten abhängig?
Ich bin nicht von meinem Verlobten abhängig. Ich habe mich bewusst für diese Beziehung entschieden, weil ich ihn liebe und mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufbauen möchte. Das ist für mich etwas anderes als Abhängigkeit.
Ehrlich gesagt, hätte ich bei den Maßnahmen, eingesperrt zum Lernen ohne Möglichkeit für einen Ausgleich, was ich by the way unsinnig und fahrlässig finde, sehr schnell rebelliert.

Hast du ihn gezwungen, sich zu entschuldigen? Dann bekommt er kein Essen oder er hat Hausarrest bis zum Sanktnimmerleinstag? Wie kommst du auf solche bescheuerten, schädlichen Erziehungsmethoden. Dein Partner sollte sich raushalten.
Nein, ich habe ihn weder mit Essensentzug noch mit Hausarrest bis zum Sanktnimmerleinstag zu einer Entschuldigung gezwungen.
Ich habe ihm mehrfach gesagt, dass ich eine Entschuldigung für richtig halte. Am Ende hat er sich entschuldigt, und daraufhin hat sich auch mein Verlobter bei ihm entschuldigt. Ich finde es nicht fair, mir Erziehungsmethoden zu unterstellen, die es so nie gegeben hat.
Vor Klassenarbeiten hat er im Prinzip auch Stubenarrest? Und das hat er verstanden und akzeptiert? Er hat ja keine andere Möglichkeit, als das zu "akzeptieren". Du hast ihm ja kein Zeitfenster genannt, z.B. vormittags lernst du und nachmittags ist Freizeit.

gelingt ganz sicher nicht mit Zwang oder Sanktionen.








Es liegt alleine an dir, wie sich zukünftig dein Verhältnis zum Sohn entwickelt.
Ich habe Verständnis für meinen Sohn. Ich sehe inzwischen auch, dass die vielen Veränderungen für ihn belastend waren und dass ich manches aus seiner Sicht besser nachvollziehen kann als noch vor einigen Tagen.
Trotzdem sehe ich nicht alles so eindeutig, wie du es schilderst. Mein Sohn hat nicht ständig nur zu akzeptieren. Er hat Freiheiten, trifft seine Freunde, geht seinen Hobbys nach und wir versuchen auch, Verständnis für ihn aufzubringen.
Ich nehme aber mit, dass Konsequenzen allein nicht reichen und Vertrauen nicht durch Sanktionen entsteht. Dieses Thema werde ich auch in der Erziehungsberatung ansprechen.
Was ich allerdings nicht teilen kann, ist die Darstellung, dass mein Sohn völlig haltlos sei oder dass mein Verlobter ihn einfach grundlos körperlich angegangen hätte. Die Situation ist eskaliert und beide haben sich falsch verhalten. Das entschuldigt die Reaktion meines Verlobten nicht, aber ich halte es auch nicht für richtig, den Ablauf auf einen einzigen Moment zu reduzieren.
Ich höre meinem Sohn zu, auch wenn mir das nicht immer gelingt, so wie er es vielleicht braucht. Genau deshalb versuche ich aber zu reflektieren, was ich besser machen kann. Das bedeutet aber nicht, dass ich jede Entscheidung, die wir getroffen haben, grundsätzlich für falsch halte.
Ich glaube dir, dass du deinen Sohn liebst. Aber er glaubt dir das verständlicherweise wohl nicht.
Genau deshalb habe ich mich hier angemeldet. Um ehrliche Meinungen und Denkanstöße zu erhalten.
Ja, ich habe große Probleme, mich in meinen Sohn hineinzuversetzen. Das habe ich hier mehrfach geschrieben. Ich bin nicht aus Stein. Ich habe die Kritik gelesen und mir vieles davon zu Herzen genommen. Manche Dinge sehe ich etwas anders als noch zu Beginn dieses Threads.
Was ich allerdings auch sagen möchte: Viele Kommentare waren sehr verletzend. Vielleicht hat es dem einen oder anderen in dem Moment gutgetan, mich als schlechte Mutter oder Egoistin zu bezeichnen. Mich bringt das aber kein Stück weiter.
Ihr kennt unsere Situation nur ausschnittsweise. Deshalb finde ich es nicht fair, Behauptungen aufzustellen wie „Du machst ganz sicher auch dies oder jenes“ oder mir Motive zu unterstellen, ohne sie zu wissen. Kritik kann ich annehmen, Unterstellungen helfen weder mir noch meinem Sohn.
Ich möchte meinen Sohn nicht verlieren. Genau deshalb suche ich den Austausch, nehme die Erziehungsberatung ernst und versuche, mein eigenes Verhalten zu reflektieren. Das fällt mir nicht leicht, aber ich bin bereit, daran zu arbeiten.
Ich habe deinen Beitrag - beziehungsweise deine zahlreichen Beiträge - gelesen.
Du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Das „nicht“ hast du offenbar überlesen.
Du hast in einem Beitrag geschrieben, dass es dir schwer fällt, dich in deinen Sohn einzufühlen.

Hast du das auch bei anderen Personen?
Das ist tatsächlich etwas, worüber ich mir inzwischen auch Gedanken mache. Mir fällt es nicht grundsätzlich schwer, mich in andere Menschen hineinzuversetzen. Bei meinem Sohn scheint mir das deutlich schwerer zu fallen, vermutlich auch, weil ich emotional selbst sehr in der Situation stecke.
Ich "denke" jetzt mal laut und spekuliere dabei:
Die Beziehung zum Erzeuger deines Sohnes ging in die Brüche, oder es hat keine richtige Beziehung mit ihm gegeben. Er kümmert sich nicht, weder um dich noch um deinen Sohn. Er ist kein netter Mensch, hat vielleicht sogar negative Eigenschaften.
Und nun, sieht dein Sohn ihm immer ähnlicher, bewegt sich wie er, spricht wie er, ähnliche Gestik und Mimik. Du möchtest ihn nicht mit dem Erzeuger vergleichen, und doch tust du es, vielleicht unbewusst.
Kannst du damit etwas anfangen?
Nein.
Aber.


Auf diesem Wort scheint deine Argumentation
Ich finde es interessant, dass du dich an diesem Wort festhältst, aber ich sehe nicht, dass meine gesamte Argumentation darauf beruht.
Ja, ich benutze „aber“ häufig, weil ich versuche, verschiedene Seiten einer Situation darzustellen. Für mich bedeutet das nicht automatisch, dass ich das, was davor gesagt wurde, wieder zurücknehme.
Ob das auch mein Kommunikationsstil mit meinem Sohn ist? Ich weiß es nicht. Es kann sein, dass ich manchmal zu schnell erkläre oder meine Sicht ergänze, anstatt erst einmal nur zuzuhören. Genau an solchen Dingen möchte ich arbeiten.
 
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