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Ich habe Angst, dass unsere Beziehung daran zerbricht

Ob die Beziehung das überlebt, macht mir persönlich weniger Sorge als die Frage, wie es um deine finanzielle Absicherung aussieht, wenn er schon die gemeinsamen Ersparnisse rausgehauen hat.
 
Die Wolke 7 nehme ich @Mrs.Rock nicht ab, sonst hätte sie nicht solche Bedenken. Ne, da liegt einiges im Argen.
Zwei Seelen in meiner Brust....
Das ist doch normal, auch richtig, dass es immer auch eine Zweite Meinung gibt, die offenbar alles andere als verklärt ist- mehr sachlich, mehr nüchtern, mehr realistisch, also alles andere als romantisch. Für mich ist das wie dreidimensional sehen können. Bleibt doch keinem erspart, dass er immer wieder konfrontiert wird mit eben dieser Hinsicht.

Sachlich hingeschaut ist das Geld weg, seine Interessen haben alles geschluckt. Alles wird ihm untergeordnet, da ist doch kein Wunder, wenn man dann Error spürt und insgeheime Wut.
Kann ich mich noch länger beherrschen...in mir brodelt es... das höre ich heraus.
 
Habt ihr die Gründe für eure erste Krise aufgearbeitet? D. h. ist euch klar, was damals dazu geführt hat, dass ihr euch nur noch gehasst habt? Im Moment scheint ja noch alles gut zu sein, aber seid ihr z. B beide bereit, auch in Krisenzeiten möglichst ruhig zu bleiben und bei Meinungsverschiedenheiten nicht zu eskalieren? Habt ihr andere Kommunikationsstrategien für Krisen gelernt? Wisst ihr, was ihr tun könntet, wenn ihr demnächst mehr "aufeinander hocken" werdet?
 
Wie damals, als dieser Hass offen ausgebrochen ist. Man muss bedenken, dass eine Beziehung nicht alles ist. Nicht selten wird das eigene Ich geschluckt, es wird der Beziehung geopfert und das ICH wehrt sich, es kommt zum Knall, wenn hier eine Schieflage ist und dann wird wieder neu sortiert im Idealfall. Fairer, gerechter.

Liebe Mrs. Rock, brutal formuliert frisst dir dein Freund die Haare vom Kopf und merkt das gar nicht.
Der Mensch ist ein Säuger, er dockt wo an und saugt, damit das funktioniert, wird immer ein Dopamin-Cocktail verabreicht. Der erklärt, wieso du meinst, wir sind auf Wolke Sieben eigentlich...

Ich wüsste nicht, was man da groß raten kann. Nicht nur er zählt, lass auch dich wichtig sein und deine realistische, echte Existenz, die ist nun nicht nur emotionaler Natur.
 
In der Vergangenheit hast du deinen Partner über weite Teile finanziell mit getragen zu einem hohen Preis: eure Ersparnisse sind nun aufgebraucht.
Das eine weitere berufliche und damit auch finanzielle Flaute deines Partners eure Beziehung auf die Probe stellen könnte, kann ich mir gut vorstellen. Umso umsichtiger finde ich deinen vorausschauenden Blick auf das, was kommt.
Ja, meiner Ansicht nach wäre es klug, gemeinsam mit einer außenstehenden Person, vielleicht Paartherapeut, auf dieses Thema zu schauen.

Ich bin der Ansicht, dass jeder Erwachsene in der Lage sein sollte, sich selbst zu finanzieren. Und ich finde, dass dein Partner selber dafür sorgen sollte, finanziell über die Runden zu kommen. Es kann nicht sein, dass du euch beide erneut finanzierst. Und das sage ich als ebenfalls künstlerisch Tätige.
 
Wie steht es denn um eure Kommunikation? Kannst du mit ihm über deine Ängste reden?
Könnt ihr miteinander reden?
Dann sage ihm deine Ängste.

Wir können über alles miteinander reden. Ich habe bisher nur nichts gesagt, weil es ja noch keine Probleme gibt. Ich will eigentlich keine Probleme herbeirufen.

Wieso mit einem Paartherapeuten? Man kann doch miteinander reden, seine Bedenken äussern, vorab schon mal Grenzen setzen und geneinsam beratschlagen wie man im Fall eines Falles vorgehen wird.

Also zB: "Ich habe grosse Bedenken wegen unserer Finanzen, wenn du deinen Job nicht mehr ausübst und dass das Auswirkungen auf unsere Beziehung haben wird. Glaub ja nicht, dass ich dich ein weiteres Mal durchfüttern werde. Meine Ersparnisse sind, dank dir, auch aufgebraucht und ich erwarte, dass du deinen Anteil vollumfänglich beisteuerst. Was bist du bereit zu machen? Pizza ausliefern? Kellnern? Müllmann? Was sind deine Pläne?"
Ich hatte ja eingangs geschrieben, dass er dann bald fast nur noch von zuhause arbeiten wird. Das beinhaltet ja, dass er arbeitet und Geld verdient.

Er musste somit seinen beruflichen Traum finanzieren, ohne dass etwas finanziell dabei raus kam? Wirtschaftlich also ein Minus-Geschäft im Sinne mehr Ausgaben als Einnahmen und du hast ihm das finanziert???



Eine Eigentumswohnung ist ja schon - insbesondere in eurem Alter und ohne geregeltes Einkommen - kaum zu finanzieren. Woher kamen die Ersparnisse? Von seiner Familie? Von deiner Familie? Ihr seid ja nicht verheiratet.....

Wo ist das Geld hin? Seid ihr übers Ohr gehauen worden oder hat er es anderweitig als in den gemeinsam geplanten Kauf einer Wohnung investiert?



Wenn aktuell alles super ist.... Volles Vertrauen, keine finanziellen Sorgen und begründete Zuversicht für die künftige Entwicklung, sollte das Thema Paartherapie gar nicht in den Gedanken sein....

Eher Planung der Hochzeit und Suche nach dem Brautkleid, der Location, dem Termin....

Also irgendwie ist was komisch hier in der Story....

Er konnte während Corona, aufgrund der Maßnahmen, seinen Job nur noch teilweise ausüben. Der größte Teil ist weggebrochen. Er war nicht arbeitslos und hat weiterhin Geld verdient, aber weniger. Er hatte die Wahl zwischen aufgeben, arbeitslos sein, kein Geld mehr verdienen oder weitermachen und wenig verdienen. In der Hoffnung, dass Corona nicht so lange dauert und er danach wieder voll durchstarten kann. Um weiterzumachen brauchte er Geld. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass er unsere Ersparnisse nehmen kann. Das waren unsere Ersparnisse. Nicht von unseren Eltern.

Es war unsere gemeinsame Entscheidung. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich ihn durchfüttere. Er lag ja auch nicht zuhause auf dem Sofa und hat gechillt. Er hat gearbeitet so gut es ging.

Wir haben es bisher nicht geschafft wieder genug zu sparen, aber wir arbeiten daran. Eine Eigentumswohnung kann man auch noch mit 40 kaufen.

Die Wolke 7 nehme ich @Mrs.Rock nicht ab, sonst hätte sie nicht solche Bedenken. Ne, da liegt einiges im Argen.

Du musst mir das nicht glauben, aber ich weiß wohl besser, wie meine Beziehung aktuell läuft.

Habt ihr die Gründe für eure erste Krise aufgearbeitet? D. h. ist euch klar, was damals dazu geführt hat, dass ihr euch nur noch gehasst habt? Im Moment scheint ja noch alles gut zu sein, aber seid ihr z. B beide bereit, auch in Krisenzeiten möglichst ruhig zu bleiben und bei Meinungsverschiedenheiten nicht zu eskalieren? Habt ihr andere Kommunikationsstrategien für Krisen gelernt? Wisst ihr, was ihr tun könntet, wenn ihr demnächst mehr "aufeinander hocken" werdet?

Wir wissen, was damals das Problem war. Wir waren jung und wollten zu schnell, zu viel. Wir haben uns teilweise total bescheuert verhalten und Dinge gemacht/gesagt, die wir heute niemals mehr so machen würde. Wir haben uns da auch im Lauf der Jahre weiterentwickelt.

Es ist so: Ist die Sachlage erstmal geklärt, hat man ganz viel Zeit für ungestörte Romantik. Ist sie nicht geklärt, dann hat man weder das eine noch das andere. Dann heisst es: "Du denkst immer nur an das Eine, wo ich noch nicht einmal weiss, wie ich die Miete bezahlen soll."

Wer sprach von Geldproblemen?

Wie damals, als dieser Hass offen ausgebrochen ist. Man muss bedenken, dass eine Beziehung nicht alles ist. Nicht selten wird das eigene Ich geschluckt, es wird der Beziehung geopfert und das ICH wehrt sich, es kommt zum Knall, wenn hier eine Schieflage ist und dann wird wieder neu sortiert im Idealfall. Fairer, gerechter.

Liebe Mrs. Rock, brutal formuliert frisst dir dein Freund die Haare vom Kopf und merkt das gar nicht.
Der Mensch ist ein Säuger, er dockt wo an und saugt, damit das funktioniert, wird immer ein Dopamin-Cocktail verabreicht. Der erklärt, wieso du meinst, wir sind auf Wolke Sieben eigentlich...

Ich wüsste nicht, was man da groß raten kann. Nicht nur er zählt, lass auch dich wichtig sein und deine realistische, echte Existenz, die ist nun nicht nur emotionaler Natur.

Wieso frisst er mir die Haare vom Kopf? Er verdient gutes Geld.
 
Habt ihr die Gründe für eure erste Krise aufgearbeitet? D. h. ist euch klar, was damals dazu geführt hat, dass ihr euch nur noch gehasst habt? Im Moment scheint ja noch alles gut zu sein, aber seid ihr z. B beide bereit, auch in Krisenzeiten möglichst ruhig zu bleiben und bei Meinungsverschiedenheiten nicht zu eskalieren? Habt ihr andere Kommunikationsstrategien für Krisen gelernt? Wisst ihr, was ihr tun könntet, wenn ihr demnächst mehr "aufeinander hocken" werdet?

Diesen Beitrag finde ich so gut, dass ich eine Liste draus mache:
  • Habt ihr die Gründe für eure erste Krise aufgearbeitet?
  • D. h. ist euch klar, was damals dazu geführt hat, dass ihr euch nur noch gehasst habt?
  • seid ihr z. B beide bereit, auch in Krisenzeiten möglichst ruhig zu bleiben und bei Meinungsverschiedenheiten nicht zu eskalieren?
  • Habt ihr andere Kommunikationsstrategien für Krisen gelernt?
  • Wisst ihr, was ihr tun könntet, wenn ihr demnächst mehr "aufeinander hocken" werdet?
@Mrs.Rock, wie ist das Ergebnis auf einer Skala von 1 - 10?

 
Es ist so: Ist die Sachlage erstmal geklärt, hat man ganz viel Zeit für ungestörte Romantik. Ist sie nicht geklärt, dann hat man weder das eine noch das andere. Dann heisst es: "Du denkst immer nur an das Eine, wo ich noch nicht einmal weiss, wie ich die Miete bezahlen soll."
Du sagst es: SACH-Lage.
Meine Sache, deine Sache, UNSERE Sache- da wird offenbar unfair gerechnet.

Sachlich und offen auch über mulmige Gefühle reden und diese anschauen miteinander find ich vorteilhafter, als alleine grübeln.
 
Er muss aus gesundheitlichen Gründen seinen Traumjob, den Job seines Lebens aufgeben.
Er ist nicht krank, aber wenn er so weitermachen würde, dann würde es ihn wahrscheinlich auf Dauer krank machen.
Dann muss er auch nicht aufhören.
Ich akzeptiere seine Entscheidung vollkommen und unterstütze ihn, so gut ich kann.
Fehler!
Finanziell habe ich uns zum größten Teil durch diese Zeit gebracht. Außerdem haben wir gemeinsam entscheiden, dass er unsere Ersparnisse für eine Eigentumswohnung für seine Arbeit nutzen darf. Wir waren kurz davor, uns eine zu kaufen, wir haben bis heute keine, das Geld ist weg. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Befürchtungen sind letztendlich nicht wahr geworden. Wir sind als starkes Paar durch die Zeit gegangen, obwohl es vor allem für ihn schwer war.
Für ihn ist gar nichts schwer. Er hat das geld für die Wohnung verbraucht, er ist weiterhin erfolglos, er ist ein mensch, der offenbar gut von der Arbeit anderer leben kann.
Du lässt dich einlullen und manipulieren.
Auf Kinder wirst du verzichten müssen, denn du hast ja das alte baby am hals, welches du bereits versorgen musst.
Ich würde dem schwierigen Künstler mal ordentlich auf den Pott setzen und ihm ein Ultimatum setzen.
Vernünftiger Job oder Ende Gelände.
Er hat dich hinreichend ausgesaugt.
Es ist aktuell, wie gesagt, alles super. Keine Beziehungsprobleme. Wolke, 7.
Solange du den Mund hältst und schön bezahlst, ist natürlich alles super.
Für ihn.
Ist es gut, jetzt schon darüber nachzudenken?
Natürlich.
Ist es sinnvoll, vielleicht schon über Paartherapie nachzudenken oder schon zu machen?
Paartherapie? Der mann braucht einen Job, keine Paartherapie.
Bei euch sind die Lasten sehr ungleich verteilt.
Ich weiß nicht, welcher Umgang mit der Situation gerade richtig ist.
ich würde ihm klar sagen, dass du nicht länger bereit bist, ihn durchzufüttern.
 
Außerdem haben wir gemeinsam entscheiden, dass er unsere Ersparnisse für eine Eigentumswohnung für seine Arbeit nutzen darf. Wir waren kurz davor, uns eine zu kaufen, wir haben bis heute keine, das Geld ist weg.
Wenn du sagst, kurz davor eine zu kaufen, dann muss das ja eine größere Summe gewesen sein.
Man weiss ja ungefähr, was Eigentumswohnungen kosten.
Und das hat er "verbraten", um irgendwas ominöses zu finanzieren?
und nun muss er diesen "Job" aufgeben, weil er ihn krank machen könnte?
Da tun sich mir einige Fragezeichen auf, ob das so normal und vernünftig war.
Das ihr jetzt auf Wolke 7 schwebt, nehme ich dir auch nicht ab, sorry.
 

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